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Mein Geld


Bild am Sonntag Gesamtausgabe - epaper ⋅ Ausgabe 27/2021 vom 04.07.2021

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Immer mehr Banken kassieren Strafzinsen. Wann ist dieser Spuk endlich vorbei?

Leider noch lange nicht. Dafür müsste die Europäische Zentralbank die Zinsen anheben. Das gilt auf absehbare Zeit als ausgeschlossen, weil es die Wirtschaft von Eurozone und EU, von Corona gebeutelt, gleich wieder abwürgen würde. Fakt ist: Hunderte Banken, Sparkassen und genossenschaftliche Institute (z. B. Sparda, Volksbanken) zahlen Privatund Firmenkunden längst keine Zinsen mehr auf ...

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... ihre Einlagen. Sie lassen sich – historisch außerordentlich schräg – das Aufbewahren von Geld bezahlen.

Der Strafzins ist nicht mehr Ausnahme, sondern Regel, liegt aktuell typischerweise bei 0,5 Prozent im Jahr, oft darüber. Und die Zahl der Institute, die abkassieren, steigt rasch weiter. Wichtig dabei: Banken räumen Freibeträge ein, auf die nicht abgezwackt wird. Das können für Privatkunden 5000 oder auch 50.000 Euro sein.

Wo ist mein Geld absolut sicher?

Nirgends mehr – „absolute Sicherheit“ ist beim Anlegen Geschichte. Vor 20, 30 Jahren, da gab es noch eine „Rendite ohne Risiko“. Der Klassiker damals: Anleihen von guten Staatsschuldnern (z. B. Deutschland, Schweiz, USA) und Unternehmen. Die waren solide, ließen Vermögen langsam, aber sicher wachsen. Diese Zeiten kehren so schnell nicht wieder. Staatsanleihen bieten heute fast nur noch Risiko (Minuszins, Überschuldung, Inflation) ohne Rendite, dafür mit schleichender Enteignung. Der Geldschwund beschleunigt 2021 sogar, weil die Inflationsrate gerade flott anzieht. „Sicher“ ist heute nur eines: Wenn Sie Ihr Geld weiter auf Tagesgeld, Festgeld, Sparbuch parken, verliert es mit Sicherheit Tag für Tag an Kaufkraft. Viele merken das arg spät.

Wie schütze ich Ersparnisse dann vor Strafzins und Inflation?

1. Es muss runter von Geldparkplätzen mit eingebauter Verlust-Garantie. Wer das jetzt nicht zügig erledigt, ist töricht. 2. Teilen Sie Ihr Gespartes auf in Tranchen für verschiedene Anlageklassen. Das streut Risiko, minimiert Verluste, nutzt zugleich Chancen. 3. Beispiel für den Fall, dass Sie 50.000 Euro an Rücklagen haben: Zehn Prozent (also 5000 Euro) in Gold (Barren, Münzen) – schützt gut vor Inflation. 50 Prozent in verschiedene Aktien, Aktienfonds, ETFs u. Ä. (siehe unten). 30 Prozent in immobilienbasierte Wertpapiere wie Immobilienfonds, Immo-Aktien und sogenannte REITs. 4. Den Rest dürfen Sie (trotz Inflation) als Notgroschen in bar vorhalten, z. B. in einem Bankschließfach oder zu Hause im Tresor oder in einem sicheren (!) Versteck.

Ich traue mich nicht so recht an die Börse. Was tun?

Überwinden Sie Ihre Überängstlichkeit. Grundsätzlich machen Sie mit einem kostengünstigen Indexfonds auf Aktien, der weltweit in alle Branchen investiert, nichts falsch (z. B. ETF Vanguard FTSE All-World, WKN: A1J X52). Auch gut: Wenn Sie Börsenpanik haben, kaufen Sie einfach mal für 500 Euro Ihre allerersten Aktien. Dann schauen Sie, was passiert (Kurs schwankt) und was nicht (Welt geht unter). Geeignet für den Börsenstart: finanzstarke Konzerne mit Ewigkeitsperspektive wie Beiersdorf (Nivea), Fresenius (Gesundheit), Johnson & Johnson (Listerine, USA).