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Mein guter Rat: Sie suchten eine neue Liebe – und w urden schaml os ausgenut zt: „Und ich dachte, diesmal ist es für immer …“


Bildwoche - epaper ⋅ Ausgabe 50/2018 vom 06.12.2018

Victoria (50) ,Monika (62) undPetra (58) fielen auf das miese Spiel von Internet-Gigolos herein


Artikelbild für den Artikel "Mein guter Rat: Sie suchten eine neue Liebe – und w urden schaml os ausgenut zt: „Und ich dachte, diesmal ist es für immer …“" aus der Ausgabe 50/2018 von Bildwoche. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: Bildwoche, Ausgabe 50/2018

MONIKA (62)
Die Potsdamerin verliebte sich im Netz in einen Mann, der bereits verheiratet war


VICTORIA (50)
Die Hamburger Bloggerin betreibt die Seite realfakes.de. Dort gib sie Tipps, wie man sich schützt und recherchiert, um mögliche Betrüger zu enttarnen


Beim Spazierengehen durch den herbstlichen Park kann Monika aus der Nähe von Potsdam am besten die Schmach, den Kummer und die verletzten Gefühle verdrängen, die ihr seit Monaten die Nächte zur Qual machen. Denn die 62-Jährige wurde schlimm betrogen. ...

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... Getäuscht von einem Mann, den sie im Internet kennengelernt hatte …

Am Ende stand Monika allein da

Dabei fing alles vielversprechend an. „Thomas (61) stellte mir bei Facebook eine Freundschaftsanfrage, weil ihm mein Bild so gut gefiel“, lächelt die Bürokauffrau traurig. Schnell entwickelte sich ein Flirt. Als Thomas nach zwei Wochen fragte, ob die beiden sich treffen wollen, da er beruflich in Potsdam sei, sagte Monika ohne Zögern zu. „Wir lagen sofort auf einer Wellenlänge und es wurde ein zauberhafter Abend.“ Auch die Nacht verbrachten sie gemeinsam, Monika schwebte im siebten Himmel – bis ein paar Tage später ihr Handy klingelte und sich eine gewisse Ruth meldete. Diese hatte Monikas Nummer in Thomas’ Handy gefunden. „Als sie mich fragte, was denn da zwischen ihrem Mann und mir liefe, fiel ich aus allen Wolken“, schluchzt die attraktive Frau. „Thomas führte ein Doppelleben! Ich habe sofort seine Nummer gelöscht.“

Petra verlor nicht nur ihr Herz, sondern auch viel Geld

Bei Petra (58) waren es nur drei Worte, die ihr Leben veränderten. „I like you“, schrieb ihr Joel aus Paris im Juni 2014 auf einem Flirtportal im Internet. „Er gefiel mir optisch, hatte so einen treuen Blick“, erinnert sich die geschiedene Frau aus dem Kreis Kleve (NRW). Bald schrieben sich die beiden regelmäßig, er schickte Fotos, erzählte Petra vom Krebstod seiner Frau, dass er 47 Jahre alt sei und als Kaufmann arbeite. „Wir kommunizierten über Wochen – und irgendwann verliebten wir uns. Er wollte mich sogar in Deutschland besuchen. Vorher musste er aber noch beruflich an die Elfenbeinküste …“ Die verliebte Petra glaubte ihrem Charmeur – auch als dieser schrieb, dass er überfallen wurde und Geld und Papiere weg seien. „Ich wollte helfen, überwies ihm insgesamt 1.700 Euro.“ Doch Joel forderte immer mehr. „Irgendwann kam mir das dubios vor. Ich begann zu recherchieren und fand heraus, dass Joel mehrere Internet-Profile hatte, jeweils mit anderem Namen.“ Die 58-Jährige stellte Strafanzeige – doch der Betrüger hatte alle Spuren verwischt. „Mein Vertrauen in die Liebe ist gebrochen“, sagt Petra.

Victoria war verliebt in einen Mann, der nicht existiert

► Das Gefühl der Verzweiflung und Hilflosigkeit kennt Victoria aus Hamburg ebenfalls nur zu gut. Die 50-Jährige lernte Kai aus den USA bei Twitter kennen. Bald mailten sie sich regelmäßig, er schickte Fotos von sich, Post-karten, Pakete und sie telefonierten sogar – nur zu einem Treffen kam es nie. Immer wieder verzögerte sich Kais angebliche Reise nach Deutschland, mal wegen Familienproblemen, mal wegen Krankheit. Erst nach Monaten erfuhr die 50-Jährige durch eigene Recherche und die Unterstützung eines Journalisten die Wahrheit: Kai war eine Frau! Eine deutsche Psychologin, die in den USA lebt, hatte sich als Kai eine falsche Online-Identität aufgebaut. Über das Motiv kann Victoria nur Vermutungen anstellen. Wahrscheinlich waren es psychische Probleme, denn um Geld ging es ja nie. Wenn die beiden telefonierten, startete die Frau ein PC-Programm, das ihr eine männliche Stimme verlieh. Ein schwerer Schlag für Victoria: Denn auch, wenn sie keinen finanziellen Schaden davon getragen hatte und obwohl es Kai nie gab: „Meine Gefühle waren echt.“

POLIZEI WARNT
Hunderte Fälle von Liebes-Betrug werden jedes Jahr bekannt – Tendenz steigend


PETRA (58)

Sein Name, das Foto – alles falsch. Joel suchte online gezielt nach Single-Frauen, um ihnen die große Liebe vorzuspielen – und das Geld aus der Tasche zu ziehen

Liebes-Abzocke im Netz: Unser Multi-Media-Tipp

Sie denken, sie haben die große Liebe gefunden – und am Ende sind die Frauen ihr Vermögen los. „Könnes kämpft: Love-Scam – das Geschäft mit einsamen Herzen“ zeigt in der ARD-Mediathek, wie das skrupellose Geschäft mit den Gefühlen funktioniert. DIREKTLINK: t1p.de/4ou0

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