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Mein guter Rat: Was ist noch legal –: und was schon Schwarzarbeit?


Bildwoche - epaper ⋅ Ausgabe 21/2019 vom 16.05.2019
Artikelbild für den Artikel "Mein guter Rat: Was ist noch legal –: und was schon Schwarzarbeit?" aus der Ausgabe 21/2019 von Bildwoche. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: Bildwoche, Ausgabe 21/2019

AUF DIE HAND
Viele Handwerker verdienen sich laut Statistik ein Zubrot durch Schwarzarbeit


PUTZHILFE
Auftraggeber, die ihre Putzfee anmelden, haben dadurch Steuervorteil


GARTENHELFER
Teile des offiziellen Honorars kann man als haushaltsnahe Dienstleistung absetzen


► Gefälligkeit ► Putzfee ► Gartenhelfer

Erwin H. möchte seinen echten Namen nicht gedruckt sehen, zu unangenehm ist ihm die Sache: „Wir wohnen auf dem Land und besitzen ein großes Grundstück. Doch die Gartenarbeit fällt mir mit meinen 75 Jahren ...

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... zunehmend schwer. Also habe ich einen Gehilfen aus der Nachbarschaft engagiert, der zehn Euro pro Stunde auf die Hand bekommt – dafür schneidet er Hecken, mäht den Rasen und fährt den Grünschnitt weg.“ Tätigkeiten wie diese werden oft ohne offizielle Anmeldung ausgeführt – selbst wenn das doch stark nach Schwarzarbeit riecht.

Hohe Strafen drohen
■ 319 Milliarden Euro werden 2019 voraussichtlich in der „Schattenwirtschaft“ umgesetzt. Und die Steuern dafür fehlen in der Staatskasse! Besonders in der privaten Pflege und beim Putzen sind illegale Helfer die Regel. Rund 400 Euro verdient eine „Haushaltshilfe“ im Schnitt pro Woche, Putzhilfen ca. 10 Euro pro Stunde – bar auf die Hand. Sozialabgaben oder Versicherungen? Bezahlter Urlaub? Lohnfortzahlung im Krankheitsfall? All das sparen sich die Auftraggeber. Ein klarer Fall von Schwarzarbeit, der allerdings vom dafür zuständigen Zoll nur selten kontrolliert wird. Dabei drohen auch privaten Auftraggebern Bußgelder bis zu 5000 Euro.


90 % der ausländischen Betreuungskräfte in deutschen Haushalten arbeiten schwarz: ohne Vertrag und Versicherungen


Gefälligkeiten und Hilfe unter Nachbarn sind oft legal
■ Anders liegt der Fall bei jenen sporadischen Dienst- oder Werkleistungen, die von Angehörigen erbracht werden: Diese sind und bleiben Privatsache. Ebenso sind Gefälligkeiten und gegenseitige „Hilfe unter guten Nachbarn“ okay: Ein Blumenstrauß fürs Kinderhüten, kleine finanzielle Anerkennungen oder Sprit- und Trinkgeld – das alles ist legal. Kritisch wird’s, wenn mit der Arbeit Gewinn erzielt werden soll. Dann muss sie bei der Minijob-Zentrale (Tel. 03 55/ 2 90 27 07 99) angemeldet werden: Die Auftragnehmer sind dann unfall- und krankenversichert. Ohne solch einen Vertrag könnten Schwarzarbeiter im Streitfall nicht einmal ihr Honorar einklagen: Denn laut BGH besteht auf illegale Zahlungen kein Rechtsanspruch (Az. VII ZR 241/13).

Angemeldete Minijobs bieten viele Steuervorteile
■ Das gilt sogar, wenn nur Teile des Lohns schwarz bezahlt werden. Dann ist laut BGH der ganze Vertrag unwirksam, nicht nur der „schwarze“ Teil. Anders herum haben Auftraggeber keinen Anspruch darauf, dass Arbeiten sachgerecht ausgeführt werden: Pfusch in der Pflege? Schief geschnittene Hecken? Krumme Mauern? Auf solchen Risiken bleibt man sitzen, wenn man Schwarzarbeiter engagiert. Auch deshalb möchte Erwin H. die Gartenarbeit legalisieren und nun als 450-Euro-Job bei der Minijob-Zentrale melden. Denn das hat mehrere Vorteile: Bis zu 20 Prozent des Honorars für die Arbeitszeit lässt sich als „haushaltsnahe Dienstleistung“ von der Steuer absetzen. „Bei mir sind das 510 Euro im Jahr“, sagt H. Und für den Gartengehilfen ist der Verdienst sogar steuerfrei: Ein 450-Euro-Job gilt als geringfügige Beschäftigung.

Hier wird häufig schwarz gearbeitet


Fotos: AdobeStock, Istock (2)