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„MEIN OPA WAR AUCH SCHON ACTION-HELD“


Auto Bild - epaper ⋅ Ausgabe 30/2021 vom 29.07.2021

INTERVIEW

Artikelbild für den Artikel "„MEIN OPA WAR AUCH SCHON ACTION-HELD“" aus der Ausgabe 30/2021 von Auto Bild. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: Auto Bild, Ausgabe 30/2021

DAS GESPRÄCH MIT ERDO­ ĞAN ATALAY findet per Telefon statt. Aus Köln, wo „Alarm für Cobra 11“ produziert wird, ist der 54-Jährige weggezogen. Zusammen mit Frau und Kindern lebt er jetzt bei Lübeck auf dem Land. Mit seinem Telefon sitzt er auf einer selbst gebauten Gartenbank.

Erdoğan Atalay: „Die Bank habe ich meiner Frau zu ihrem Geburtstag geschnitzt. Wissen Sie, ich schnitze gern Figuren mit der Kettensäge. Ganz zum Leidwesen meiner Frau, aber mich beruhigt das. Einen Fuchskopf habe ich schon gemacht, einen Kamelkopf, einen Pantherkopf ...“

Was machen Sie, wenn die Motorsäge schweigt?

„Ich schreibe meine Biografie. Da gibt es viele interessante Figuren. Mein Großvater aus der Türkei war auch ...

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... schon Action-Held. Der hat als Pilot in der Staffel des Roten Barons im Ersten Weltkrieg gekämpft. Deutsche und Türken waren ja Verbündete. Nach seiner Rückkehr in die Türkei hat er dann 17 Flugzeuge vom Sultan gestohlen und sie Atatürk übergeben. Atatürk hat ihm dafür persönlich einen Orden angeheftet!“

Da können Sie aber ein packen mit Ihrer Karriere …

„Und ein anderer Vorfahre hat gegen Lawrence von Arabien gekämpft.“

Ist Ihr Vater trotzdem stolz?

„Na klar! Er war in den 50er-Jahren ja auch Schauspieler in der Türkei.“ 

Sie spielen seit 25 Jahren den Autobahn-Polizisten Semir Gerkhan. Wie ist Ihre Beziehung?

„Unser Leben ist aufregend. Wenn ich ihn spiele, wird mein Blut ausgetauscht gegen einen Cocktail aus Adrenalin und Testosteron.“ (lacht)

Auch nach so langer Zeit noch?

„Das verwundert die Leute immer. Aber es ist wirklich so. Ich mag die Rolle, und ich mag die Entwicklung über die ganzen Jahre. Wenn man wieder am Heli festgeschnallt wird oder von der Brücke fällt – da gibt es keine Ermüdungserscheinungen.“

Sie machen nach wie vor viele Stunts selbst?

„Natürlich nicht alles. Ich springe mal aus zehn Metern irgendwo herunter, das Stuntteam aber aus 20 Metern.“

Haben Sie Ihre Verletzungen mal gezählt?

„Ach, da ist ständig irgendwas. Einmal ist mir eine Fingerkuppe weggeflogen. Das Geräusch werde ich nicht vergessen. Ich bin dann zum Sanitäter und habe gesagt: ‚Mach mal heile.‘ Aber der meinte, das gehe nicht so einfach … Es war schon merkwürdig, seine eigenen Knochen zu sehen. Und wenn Sie dann noch zugucken, wie die Ärztin mit der Spritze in die Spitze des Fingers …“

Hören Sie auf! RTL sagt, die neuen Folgen von „Cobra 11“ seien die vorerst letzten. Wissen Sie mehr?

„Nein, es laufen Gespräche. Aber ich bin da nicht involviert. Ich glaube allerdings nicht, dass es so weitergehen wird wie bisher. Wir werden sicherlich keine 22 Folgen mehr pro Jahr drehen.“

Sie möchten im Dienst bleiben?

„Ich würde gern weitermachen. Durch Corona so ausgebremst zu werden ist blöd. Wenn die Zuschauer uns irgendwann nicht mehr sehen wollen, ist das etwas anderes. Was glauben Sie, wie viele Schauspieler und Produktionsgesellschaften durch Corona vor dem Ruin stehen!“

Autos spielen in der Serie eine große Rolle. Auch in Ihrem privaten Leben?

„Ich mag Formen sehr gern, die Motorisierung ist mir nicht so wichtig. Ich habe einen Maserati 3200 GT Assetto Corsa, einen Triumph Spitfire Mk. III, einen Brabus-SL aus den 90ern. Und als Alltagsauto einen Audi-SUV – aus Sicherheitsgründen. Ich habe beruflich zu oft gesehen, wie sich Autos verformen …

10,2 Mio. Zuschauer sahen den Pilotfilm 1996

Über 7000 geschrottete Autos

Über 4000 Stunts mit Autos, Booten und Motorrädern

Mehr als

750 Mal überschlugen sich Autos

Bis zu

16 Mal ließen die Techniker einen Wagen rotieren

Mehr als

700 Explosionen

20 500 Platzpatronen wurden verballert

2 bis 3 Autos vom selben Typ braucht es pro Stunt

5 Überschlagkäfige werden pro Folge verbaut

„Nein, viermal.“

Sind Sie ein Raser?

„Das klingt dann immer so. Ich drängle nicht, und ich fahre gern schnell, aber nur, wenn die Straße frei ist. Das weiß nur leider der Apparat nicht …“

Welche Rolle würden Sie gern noch spielen?

„James Bond wäre klasse. Aber dafür bin ich leider zu alt.“

Ich bitte Sie! Wenn man Fotos von Ihnen sieht von damals und heute – Männer altern in Würde.

„Ja, da habe ich in der Tat Glück. Ich möchte nicht mehr so aussehen wie früher, das war grenzwertig. Aber das war dem Theater geschuldet, von dem ich kam. Da war es egal, was für Haare man hatte.“

Was passiert eigentlich, wenn Sie von der Polizei kontrolliert werden?

„Hatte ich tatsächlich während des Corona-Lockdowns hier in Schleswig-Holstein. Der Beamte meinte dann: ‚Ey, Kollege, was machst du denn hier?‘“