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„Mein Papa ist der beste Fahrer in der Geschichte der Formel 1“


Bild am Sonntag Gesamtausgabe - epaper ⋅ Ausgabe 36/2021 vom 05.09.2021

FORMEL 1

15.00 Uhr SKY

Artikelbild für den Artikel "„Mein Papa ist der beste Fahrer in der Geschichte der Formel 1“" aus der Ausgabe 36/2021 von Bild am Sonntag Gesamtausgabe. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: Bild am Sonntag Gesamtausgabe, Ausgabe 36/2021

Da kann man schon mal ins Träumen kommen: Mick Schumacher relaxt in einem Hängesessel seines Sponsors ?Home Deluxe?

Pole! 70.000 Fans feiern Verstappen

Bejubelt von 70.000 holländischen Fans fährt Max Verstappen (23) auf die Pole! Bei seinem ersten Heim-Rennen in Zandvoort, wo die Formel 1 erstmals seit 1985 wieder fährt, schnappt er sich in seinem Red Bull vor seinem größten Titel-Konkurrenten Lewis Hamilton (36/ Mercedes) den ersten Startplatz. Verstappen: „Das ist natürlich ein unglaublich gutes Gefühl. Das hat heute richtig Spaß gemacht.“ b Kimi Räikkönen (41) konnte nicht antreten. Er wurde positiv auf Corona getestet und hat sich in Isolation begeben. Es gehe ihm gut, teilte sein Team Alfa Romeo mit. Für ihn fährt Robert Kubica (36).

BILD am SONNTAG: Herr Schumacher, Sie waren in dieser Woche auf der Kartbahn in Kerpen unterwegs, auf der Ihr Vater das Rennfahren gelernt hat. Wie hat sich das angefühlt?

MICK SCHUMACHER (22): Diese Strecke ist etwas ganz ...

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... Besonderes. Und an einem Montag natürlich noch mehr, weil sie dann eigentlich geschlossen ist. Daher konnten wir einfach so fahren, wie wir wollten. Ich bin auf dieser Kartbahn groß geworden und habe da un-zählige Runden ge-dreht.

Haben Sie die Bestzeit ge- knackt?

Nein, dafür müs- sen Bedingungen und Reifen perfekt sein. Wir hatten nur einen Motor und einen Satz Reifen dabei. Da röhrt man nur ein bisschen rum und versucht nicht, auf Bestzeiten zu gehen.

Erinnern Sie sich an den Moment, in dem für Sie klar war: Ich will Profi werden?

Ja, das weiß ich noch ganz genau. Das war 2011, auch auf der Kartbahn in Kerpen. Da saß ich mit Papa zusammen und wir haben uns beraten: „Machen wir das weiterhin als Hobby, oder machen wir das auf professioneller Ebene?“ Und ich habe innerhalb von wenigen Sekunden die Antwort gegeben: dass ich versuchen will, Motorsport zu meinem Beruf zu machen. Diese Entscheidung habe ich nie bereut. Die Formel 1 war immer das Ziel.

306,144 zu fahrende Kilometer

Sie trugen bei Ihrer Fahrt in Kerpen in dieser Woche auch den besonderen Helm aus Spa mit dem Design des ersten Rennhelms Ihres Vaters von 1991. Kommt der nun dauerhaft zum Einsatz?

Dadurch, dass er in Spa ja nicht wirklich zum Einsatz kam, fahre ich mit dem auch in Zandvoort. Er sieht einfach hammer aus, retro und schlicht. Den werde ich auf jeden Fall behalten.

In Spa hat er kein Glück gebracht, Sie konnten nur zwei Runden hinter dem Safety Car fahren. Wie sehr bedauern Sie das?

Das war schade. Ein Regen-Rennen hätte uns die Möglichkeit bieten können, Punkte zu sammeln. Dafür konnte ich im Qualifying zeigen, dass ich die Geschwindigkeit habe und ein gutes Stück schneller als mein Teamkollege war.

Hätten Sie es bevorzugt, das Rennen stattfinden zu lassen?

Nein, es war die richtige Entscheidung. Die Sicherheit war nicht gewährleistet. Wir hatten kaum mehr als 100 Meter Sicht.

Wie ist Ihr Gefühl nach der ersten absolvierten Saisonhälfte?

Es ist alles noch sehr spannend und macht immer noch sehr viel Spaß. Ich bin sehr glücklich damit, wie sich das Ganze entwickelt hat und denke, dass es eigentlich gut läuft, trotz all der Defizite, die wir momentan haben. Ich fühle mich sehr wohl im Auto und mit dem Team. Das ist ein großer Pluspunkt. Und auf die Frage, wo ich mich noch verbessern kann, lautet die Antwort: Überall.

Wo ist die Umstellung im Vergleich zu den Nachwuchsklassen am größten?

Beim Auto. Die Balance, die Abwägung von zu wenig und zu viel Risiko und wo das richtige Limit ist, ist hier mit Abstand am schwersten. Daran muss ich mich noch gewöhnen. Ich habe in den verschiedenen Nachwuchsklassen viele und unterschiedliche Sachen gelernt und kann das jetzt hier einsetzen. In der Formel 1 kommt wie bei einem Symphonieorchester alles zusammen.

Nächste Saison wird es weitreichende Änderungen am Reglement geben, wodurch sich Ihr Team bessere Chancen verspricht. Wird dann alles auf null gesetzt?

Ich glaube, dass die großen Teams noch ihre Vorteile aus diesem Jahr nutzen können und die meisten Ressourcen haben werden. Aber ich hoffe auch, dass das mit der Zeit weniger wird und die Teams dichter aneinan- derrücken.

„Ich möchte bei Haas bleiben, fühle mich hier sehr wohl“

Sie gelten als akribischer Arbeiter. Wann haben Sie gelernt, dass das wichtig ist?

Damit habe ich früh begonnen, schon im Kartsport.

Der wohl akribischste Arbeiter der Formel 1 war Ihr Vater. Liegt es Ihnen in den Genen?

Wahrscheinlich. Es ist ein Teil von mir, und ich habe diese Stimme in meinem Kopf, die mir sagt: „Jetzt geh mal arbeiten!“

Wie wichtig ist dabei die Daten- Analyse?

Schon wichtig. Einen Großteil der Zeit am Rennwochenende verwende ich dafür. Aber es ist nicht so, dass wir den ganzen Tag vor dem Computer sitzen und sagen: „Okay, so machen wir es!“ Am Ende ist es trotzdem noch das Fahrergefühl, das am Hier geht es teilweise nur um ein oder zwei km/h Unterschied.

Was ist dieses Fahrergefühl?

Es ist schwer zu beschreiben. Das ist etwas, das man spürt und was sich über die Jahre im Kartsport aufgebaut hat. Da hat auch jeder Fahrer andere Techniken. Das Fahrergefühl macht am Ende 99 Prozent aus. Man kann sich stundenlang Daten anschauen, aber wenn du es am Ende nicht spürst, bringst du es nicht auf die Strecke.

Ist das Talent, oder lernt man das?

Man kann es ein Stück weit erlernen. Aber nur bis zu einem gewissen Punkt. Die besten Fahrer bringen dieses Talent auf jeden Fall mit. Aber Talent allein reicht sicher nicht.

Würden Sie sagen, Sie haben das Talent?

Ich würde sagen, ja.

Sie haben bislang noch keinen neuen Vertrag bei Haas für die kommende Saison unterschrieben. Möchten Sie bleiben?

Ja, das möchte ich. Ich fühle mich sehr wohl. Ich verstehe mich mit allen, die dort arbeiten, und wir haben eine gute Beziehung aufgebaut.

Wie ist das Verhältnis zu Ihrem Teamkollegen Nikita Mazepin?

Wir arbeiten zusammen und versuchen, das Team gemeinsam voranzutreiben. Wir fahren zwar gegeneinander, aber außerhalb der Strecke haben wir keine Probleme.

Wie ist das, wenn der einzige Fahrer im Feld, gegen den man Rennen fahren kann, aus dem eigenen Team kommt? Es ist in diesem Jahr leider etwas komplizierter, sich auf der Strecke aus dem Weg zu gehen. Aber es gibt auch Momente, in denen wir uns mit Alfa Romeo oder Williams duellieren können, und das macht natürlich besondere Freude.

Wie kam es zu der Idee, an der Doku über Ihren Vater mitzuwirken, die am 15. September auf Netflix erscheint?

Ganz einfach: Weil mein Papa der beste Fahrer in der Geschichte der Formel 1 ist und er es verdient hat, so eine Doku zu haben.

Was erwartet uns in der Doku?

Sehr schöne Bilder, sehr viele Emotionen und etwas, worauf sich jeder Fan freuen kann. Es ist sehr speziell, wenn man diese Doku sieht. Ich habe sie schon gesehen und kann sagen: Die Zeit wird definitiv nicht verschenkt sein.