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Mein Super-Doc!


Ein Herz für Tiere - epaper ⋅ Ausgabe 8/2021 vom 23.07.2021

Titelthema

Artikelbild für den Artikel "Mein Super-Doc!" aus der Ausgabe 8/2021 von Ein Herz für Tiere. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: Ein Herz für Tiere, Ausgabe 8/2021

Was tun, wenn Minka nicht fressen will oder Hasso humpelt? Natürlich hofft jede Tierbesitzerin und jeder Tierbesitzer, dass der vierbeinige Liebling ein möglichst langes, gesundes Leben führen darf. Doch früher oder später steht der erste Gang in die Tierarztpraxis an – entweder um den notwendigen Impfschutz aufzubauen bzw. zu erneuern oder um ein gesundheitliches Problem abklären zu lassen. Aber wie findet man eigentlich den richtigen Tierarzt? Diese Frage stellen sich viele Tierfreunde, wenn sie zum ersten Mal ein Haustier zu sich holen, in eine andere Stadt ziehen oder der langjährige Haustierarzt seine Praxis aufgibt. Eine Internet-Recherche bringt Tierbesitzer hier nur bedingt weiter. Zwar lassen sich mit wenigen Mausklicks die Tierarztpraxen in der näheren Umgebung ausfindig machen – doch bei welcher Veterinärin bzw. bei welchem Veterinär sind Tierhalter und ihre pelzigen ...

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... Familienmitglieder wirklich gut aufgehoben?

Persönliche Empfehlungen

Hundebesitzer haben es besonders einfach: Sie können beim Gassigehen oder beim Besuch der Hundeschule einfach andere Hundeliebhaber ansprechen und gezielt nach Empfehlungen fragen. Viele Hunde-Fans sind sehr kommunikativ und geben gerne Auskunft. Wer eine Katze, eine Meerschweinchen-Bande oder ein Wellensittich-Pärchen zu Hause hat, kann sich im Freundes- und Bekanntenkreis oder in der Nachbarschaft umhören.

Hat man einen heißen Tipp bekommen, kann man zunächst die Praxis-Website einem kurzen Check unterziehen: Handelt es sich um einen einzelnen Tierarzt oder ist es eine Gemeinschaftspraxis mit mehreren Spezialistinnen und Spezialisten für bestimmte Tierarten oder Krankheiten? Finden sich online Lebensläufe, die über das Studium sowie Fort- und Weiterbildungen der Tiermediziner Aufschluss geben? Werden die Mitarbeitenden mit Foto vorgestellt? Fällt der erste Eindruck positiv aus, spricht nichts dagegen, direkt zum Hörer zu greifen und einen Termin zum gegenseitigen Kennenlernen zu vereinbaren.

Wenn dann der erste Besuch in der neuen Tierarztpraxis ansteht, gibt es einige Punkte, auf die Tierbesitzerinnen und Tierbesitzer achten sollten: Welche medizinischen Geräte sind vor Ort vorhanden? Sind die Praxisräume sauber sowie hell und freundlich gestaltet? Das ist wichtig, denn eine angenehme Atmosphäre wirkt sich automatisch auf Mensch und Tier aus.

Kompetent, geduldig, freundlich

Fühlen sich Herrchen und Frauchen wohl, überträgt sich das auch auf den tierischen Patienten. Die tiermedizinischen Fachangestellten der Praxis, die Tierfreunde und ihre vierbeinigen Begleiter an der Theke begrüßen und aufnehmen, sollten auch in stressigen Zeiten freundlich bleiben. Ein Indiz für eine gute Tierarztpraxis ist auch, wenn das Personal nicht so oft wechselt und sich die Mitarbeitenden über Jahre hinweg um die menschlichen und tierischen Praxisbesucher kümmern. Das schafft Vertrauen.

“Das Personal ist freundlich und wechselt nicht so oft”

Und der Tierarzt selbst? Ob Tierbesitzer lieber einen jüngeren, hochmotivierten Veterinär aufsuchen oder einem älteren, erfahrenen Kollegen vertrauen, ist Geschmackssache. Denn neben der Fachkompetenz spielt vor allem die zwischenmenschliche Ebene eine wichtige Rolle. Eine gute Tierärztin bzw. ein guter Tierarzt nimmt sich viel Zeit für die behutsame Untersuchung von Hund, Katze & Co. und beantwortet geduldig alle Fragen des Besitzers.

Seine Diagnose und die anstehende Therapie erläutert der Tiermediziner ausführlich und verständlich und klärt dabei auch über mögliche Nebenwirkungen der verordneten Medikamente auf. Sollte der behandelnde Tierarzt nicht weiterwissen, etwa weil es sich um einen komplizierten Fall oder eine exotische Tierart handelt, wird er Mensch und Tier an einen spezialisierten Kollegen überweisen.

Darüber hinaus ist eine große Portion Empathie in der Tiermedizin gefragt. Ist das geliebte Haustier unheilbar krank, sind die meisten Halterinnen und Halter am Boden zerstört. Dann muss der Tierarzt die richtigen Worte finden, um den verzweifelten Patientenbesitzer zu trösten, ohne die Situation zu beschönigen. Ist es an der Zeit, das leidende Tier zu erlösen, brauchen Tierärztinnen und Tierärzte besonders viel Einfühlungsvermögen.

Digitale Hilfe für vier Pfoten

Wie funktioniert die Tierarzt-Sprechstunde per Handy oder Laptop? Und in welchen Fällen ist der Einsatz der Telemedizin bei Hund, Katze & Co. überhaupt sinnvoll? Eine Expertin gibt Antworten auf die wichtigsten Fragen ...

Spätestens seit Corona ist die Telemedizin in aller Munde – in der Human-, aber auch in der Tiermedizin. Smartphone-Apps wie PetLEO ermöglichen es Tierfreunden, online einen Termin beim Tierarzt zu buchen oder fachlichen Rat direkt per Videosprechstunde einzuholen. Die AGILA Haustierversicherung arbeitet bei Videosprechstunden mit FirstVet zusammen – in ausgewählten Tarifen übernimmt AGILA für Versicherungsnehmer die Kosten für diesen Service und rechnet direkt mit FirstVet ab.

EHfT: Welche Vorteile bringt Telemedizin für Haustiere und deren Halter?

Melanie Ahlers: Zum einen kann eine kompetente Ersteinschätzung des Gesundheitszustandes durch einen erfahrenen Tierarzt Haltern große Sorgen nehmen. Der zweite grundsätzliche Vorteil: Tierarztbesuche können stressig für Tier und Halter sein und haben – zurecht – ihren Preis. In vielen Fällen ist ein Tierarztbesuch unumgänglich. Aber es gibt Situationen, in denen man sich nicht sicher ist, ob ein Tierarztbesuch wirklich nötig ist.

Hier kann eine Videosprechstunde wertvolle Hinweise geben.

EHfT: Welche Tiere profitieren von Videosprechstunden besonders?

Melanie Ahlers: Manche Vierbeiner haben in einer Tierarztpraxis schon mal eine schlechte Erfahrung gemacht und fürchten sich generell, wenn ihnen der erste Praxisduft in die Nase steigt. Manche, insbesondere Katzen, hassen den Transport – sei es das Autofahren an sich oder das Eingesperrtsein in der Box. In diesen Fällen können Sie unnötige Besuche vermeiden.

EHfT: Wie bereite ich mich vor? Was brauche ich dafür?

Melanie Ahlers: Drei Dinge sind besonders wichtig: Sie, Ihr Tier und eine gute technische Ausstattung. Weil die Tierärztinnen und Tierärzte das Tier per Video ja nicht selbst untersuchen können, sind sie darauf angewiesen, dass Sie ihnen alle wichtigen Informationen liefern und unter ihrer Anleitung das Tier untersuchen. Am besten machen Sie sich vorher einige Notizen darüber, was genau das Problem ist und seit wann es besteht. Zudem kann es hilfreich sein, den Impfpass und Berichte von vorigen Tierarztbesuchen zur Hand zu haben. Essenziell ist natürlich auch die Technik: ein videofähiges Handy, Tablet oder Laptop mit guter Internetverbindung.

EHfT: Wie läuft eine Online-Sprechstunde typischerweise ab?

Melanie Ahlers: Wenn der Tierarzt Ihren Vierbeiner noch nicht kennt, wird er erst mal eine Menge Fragen stellen. Dann wird der Tierarzt Ihr Tier sehen wollen. Je nachdem, was das Problem ist, erst mal aus der Ferne oder beim Laufen. Möglicherweise müssen Sie dann einige Handgriffe durchführen: in die Ohren hineinfilmen, das Unterlid etwas herunterziehen, damit er die Bindehäute anschauen kann oder das Zahnfleisch zeigen. Dabei kann eine zweite Person hilfreich sein, um z. B. die Kamera zu führen oder das Tier zu halten. Das kann bei bewegungsfreudigen Tieren die Untersuchung erleichtern. Am Ende wird der Tierarzt einen Verdacht nennen, wenn er genügend Hinweise finden konnte. Eine definitive Diagnose lässt sich aber nicht stellen – dazu ist mindestens eine Untersuchung in der Praxis nötig.

Was tun im Notfall?

Daneben gibt es noch ein paar ganz pragmatische Faktoren, die die Wahl der neuen Haustierarztpraxis beeinflussen können. Beispielsweise sollte die Praxis nicht allzu weit vom Wohnort entfernt sein, um die Fahrzeiten für die Fellnase möglichst kurz zu halten. Die Sprechzeiten sollten sich mit den persönlichen Arbeitszeiten vereinbaren lassen – viele Tiermediziner bieten inzwischen auch abends oder am Wochenende Termine an. Zudem sollten sich Tierfreunde rechtzeitig um einen Notfall-Kontakt kümmern: Ist der Haustierarzt im Fall der Fälle auch sonntags oder nachts erreichbar? Falls nein, kann er einen Kollegen oder eine Tierklinik für Notfälle außerhalb der Sprechzeiten empfehlen?

“Fachwissen und Empathie sind das A &O”

„Die Chemie zwischen Tierar zt und Halter muss einfach stimmen“

Wenn das Haustier krank ist, möchten Tierfreunde ihren Liebling in den besten Händen wissen. Doch wie findet man einen guten Tierarzt? Wir haben bei dem Präsidenten der Landestierärztekammer Baden-Württemberg Dr. Thomas Steidl nachgefragt.

EHfT: Was macht einen guten Tierarzt bzw. eine gute Tierärztin aus?

Dr. Thomas Steidl: Die Beziehung zwischen Tierhalter und Tierarzt ist sehr persönlich und individuell verschieden. Die Chemie muss einfach stimmen! Dafür ist es entscheidend, dass der Tierarzt gut kommuniziert und jede Untersuchung, jeden Behandlungsschritt genau erklärt.

Die Diagnosestellung in der Tiermedizin erfolgt durch das Gespräch mit dem Halter – deshalb ist es wichtig, dass Tierarzt und Tierhalter dieselbe Sprache sprechen.

EHfT: Was bedeutet die Bezeichnung „Fachtierarzt“ bzw. „Fachtierärztin“?

Dr. Thomas Steidl: „Fachtierarzt“ ist ein geschützter Begriff, ähnlich wie der „Facharzt“ in der Humanmedizin. Es gibt verschiedene Spezialisierungen, zum Beispiel für Kleintiere, Pferde oder Reptilien. Um Fachtierarzt zu werden, muss man nach dem Studium eine mehrjährige Weiterbildung mit abschließender Prüfung machen und tiermedizinische Beiträge veröffentlichen.

EHfT: Sollte ich mich mit meinem Tier also am besten direkt an einen ausgebildeten Fachtierarzt wenden?

Dr. Thomas Steidl: Nicht unbedingt. Viel wichtiger ist es, einen guten Haustierarzt zu finden, der Sie und Ihr Tier im Fall der Fälle an einen spezialisierten Kollegen überweisen kann.

Bei bestimmten Tierarten, wie beispielsweise bei Pferden, kann es aber durchaus sinnvoll sein, direkt einen entsprechenden Fachtierarzt oder eine Fachtierärztin aufzusuchen.

EHfT: Braucht ein guter Tierarzt einen Doktortitel?

Dr. Thomas Steidl: Der Doktortitel ist lediglich ein Zeichen dafür, dass der Tierarzt in der Lage ist, ein umfangreicheres wissenschaftliches Thema zu bearbeiten. Über die fachlichen Fähigkeiten sowie einen empathischen Umgang mit dem tierischen Patienten und dem Tierhalter sagt der Doktortitel nichts aus.

EHfT: Wenn ich die Wahl habe – sollte ich eher eine Haustierarztpraxis aufsuchen oder eine Tierklinik?

Dr. Thomas Steidl: Das muss jeder Tierhalter für sich selbst entscheiden. Es ist ein bisschen wie bei uns Menschen: Möchte ich nach modernsten wissenschaftlichen Erkenntnissen behandelt werden? Dann bin ich in einer Klinik bestens aufgehoben.

Wünsche ich mir einen Mediziner, der sich Zeit für mich nimmt und meine speziellen Probleme kennt, ist der Hausarzt die beste Anlaufstelle.

Gleiches gilt in der Tiermedizin.

EHfT: Wie sollte eine Praxis im besten Fall ausgestattet sein?

Dr. Thomas Steidl: Alle Geräte, die auf der Webseite der Praxis genannt werden, sollten vor Ort vorhanden sein. Ansonsten gibt es keine allgemein gültige Checkliste für die Praxisausstattung – wer zum Beispiel Akupunktur anbietet, braucht anderes Equipment als jemand, der Operationen durchführt. Das Wartezimmer sollte eine stressfreie Atmosphäre für die Tiere und ihre Halter bieten. Dafür sollten Beutegreifer und Beutetiere räumlich getrennt werden, damit zum Beispiel nicht die Katze neben dem Wellensittich sitzt.

EHfT: Wie sollten sich die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen der Praxis verhalten?

Dr. Thomas Steidl: Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter übernehmen eine wichtige soziale Aufgabe. Wer in eine Tierarztpraxis kommt, ist häufig besorgt, weil das geliebte Tier krank ist. Hier können die Praxismitarbeiter beruhigend auf den Halter einwirken und versuchen, Ängste zu lindern.

EHfT: Wie kann ich meinem Tier die Angst vor dem Tierarztbesuch bestmöglich nehmen?

Dr. Thomas Steidl: Wichtig ist, nicht erst im Notfall einen Tierarzt aufzusuchen – etwa wenn der Hund vor ein Auto gelaufen ist. Besser ist es, auch ein gesundes Tier in der Praxis vorzustellen. Sie können gerne mit Ihrem Welpen vorbeikommen, ihn in der Praxis herumschnuppern lassen – ganz ohne Untersuchung oder Impfung. Der Hund bekommt dann ein Leckerli und hat eine positive Erfahrung gemacht. Das hilft, Vertrauen aufzubauen.

EHfT: Wie aussagekräftig sind Online- Bewertungen von Tierarzt-Praxen?

Dr. Thomas Steidl: Wenn sich ein Tierhalter geärgert hat und eine schlechte Bewertung schreibt, ist diese nun mal in der Welt. Das muss aber nicht unbedingt heißen, dass die Praxis nicht empfehlenswert ist. Schlauer ist es daher, sich mit anderen Hunde- oder Katzenhaltern auszutauschen und nach Tipps für eine gute Tierarztpraxis zu fragen. Mundzu-Mund-Propaganda ist oftmals ehrlicher und der bessere Weg, einen geeigneten Tierarzt zu finden.

EHfT: Wie rechnen Tierärzte ab?

Dr. Thomas Steidl: Wir Tiermediziner müssen uns an die Gebührenordnung für Tierärzte halten, die von Bundestag und Bundesrat beschlossen wird und online einsehbar ist. Auf der Rechnung sollten alle Posten der Behandlung transparent aufgeschlüsselt sein. Die Preisstaffeln sind ortsabhängig. Auch eine hochwertige Geräteausstattung kann dazu führen, dass ein Tierarzt beispielsweise den 1,5-oder 2,8-fachen Satz abrechnet. Der Preis allein sagt also nichts darüber aus, ob ein Tierarzt gut ist oder nicht. Meiner Erfahrung nach kommt es den Tierhaltern aber sowieso nicht so sehr aufs Geld an – ob ein Tierarzt einfühlsam mit seinen tierischen Patienten umgeht, ist viel wichtiger.

Für die optimale Ausstattung einer Tierarztpraxis gibt es keine allgemeingültigen Richtlinien. Es kann jedoch ein enormer Vorteil sein, wenn der Wunsch-Tierarzt über ein eigenes Labor verfügt. Dadurch können Blut- und Urinproben ohne Zeitverzögerung analysiert werden, was eine schnelle Diagnose ermöglicht.

Auch ein praxiseigenes Röntgengerät kann helfen, bestimmte Erkrankungen gegebenenfalls rasch zu finden – oder auszuschließen.

Eine Frage der Kommunikation

Damit der vierbeinige Liebling jederzeit bestens geschützt ist, erinnern die Mitarbeitenden vieler Tierarztpraxen von sich aus an anstehende Impfungen. Ein besonders praktischer Service für alle, die im Alltag viel um die Ohren haben. Die Beziehung zwischen Tierhalter und Tierarzt ist eine ganz besondere. Schließlich sind Hunde, Katzen, Kaninchen und Meerschweinchen echte Familienmitglieder – und jeder Tierfreund will nur das Beste für seinen Liebling.

Da Haustiere uns aber nicht sagen können, wenn sie Schmerzen haben, liegt es an uns, ihr Verhalten genau zu beobachten und jede Veränderung dem Tierarzt mitzuteilen: Frisst das Tier normal? Wie sehen Kot- und Urinabsatz aus? Schläft das Tier mehr als sonst?

Eine gute Tiermedizinerin bzw. ein guter Tiermediziner kann anhand dieser Informationen sowie mittels der körperlichen Untersuchung der Fellnase eine Diagnose stellen. Dafür ist es aber essenziell, dass die Kommunikation zwischen Tierarzt und Halter funktioniert.

Sollte dies, warum auch immer, dauerhaft nicht der Fall sein, ist es völlig in Ordnung, den Tierarzt oder die Tierärztin zu wechseln.

Übrigens: Anders als in der Humanmedizin muss man in der Tiermedizin keinerlei Einschränkungen in Bezug auf die Arztwahl beachten – denn so etwas wie tierische Privatpatienten gibt es nicht. Wer sich mit seinem pelzigen Familienmitglied in der aktuellen Tierarztpraxis nicht gut aufgehoben fühlt, kann also mit gutem Gewissen einen anderen Tierarzt aufsuchen.

Eine stressfreie Alternative kann die Telemedizin sein (mehr dazu erfahren Sie im Interview-Kasten auf S. 19). Wenn es offensichtlich ein Notfall ist, weil Ihr Liebling beispielsweise viel Blut verliert, starke Schmerzen hat oder nicht mehr ansprechbar ist, heißt es jedoch immer: Sofort in die Klinik! Schließlich ist Tierfreunden die Gesundheit ihrer Fellnase mindestens so wichtig wie die eigene.