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„Meine Eltern haben mir erlaubt zu träumen“


Reader´s Digest Deutschland - epaper ⋅ Ausgabe 8/2021 vom 26.07.2021

Artikelbild für den Artikel "„Meine Eltern haben mir erlaubt zu träumen“" aus der Ausgabe 8/2021 von Reader´s Digest Deutschland. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Er ist seit Jahrzehnten ein Star im Rockmusikgeschäft. Doch Jon Bon Jovi sind Ruhm und Reichtum nicht zu Kopf gestiegen.Seit 32 Jahren ist er mit derselben Frau verheiratet, und er engagiert sich sozial mit der von ihm gegründeten Jon Bon Jovi Soul Foundation. Im Interview spricht der 59-Jährige über Musik, Familie und die Liebe.

READER’S DIGEST: Was hat Sie inspiriert, in Ihrer neuen Single „Story Of Love“ die Liebe zwischen Eltern und Kindern zu thematisieren?

JON BON JOVI: Zuerst wollte ich ein Lied für meine Tochter schreiben, doch dann ...

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... realisierte ich, dass ich das vor längerer Zeit schon einmal getan hatte – und meine Söhne seither auf sie eifersüchtig sind. Also waren sie an der Reihe.

Wie unterscheidet sich die Art, wie Sie Ihren Kindern Ihre Liebe zeigen, davon, wie Ihre Eltern das taten?

Ich denke, dass Eltern heute viel enger mit ihren Kindern verbunden sind, als meine es mit mir waren. Mein Vater kam während meiner ganzen Jugend nur zu zwei meiner Football-Spiele, und meine Eltern haben mich mit den Hausaufgaben alleingelassen. Dagegen hat meine Frau schon fünfmal die Highschool abgeschlossen – einmal selbst und viermal mit unseren Kindern! (lacht)

Waren Ihre Eltern trotzdem Vorbilder für Sie?

Das größte Geschenk, das sie mir gemacht haben, war, dass sie mir erlaubt haben zu träumen. Als die Musik meine Leidenschaft wurde und ich mit 17 oder 18 in Bars spielte, hielten sie mir keine Standpauke, wenn ich um zwei Uhr nach Hause kam, sondern sagten: „Obwohl du in sechs Stunden wieder in der Schule sein solltest, verstehen wir, was du tust, da wir sehen, wie entschlossen du bist, deinen Traum zu verfolgen.“

Welche Künstler haben Sie beeinflusst?

Der wichtigste Musiker für mich war ein Mann, der gegenüber von uns wohnte, mir eine Gitarre in die Hand gab und mir ein paar Akkorde beibrachte. Er war streng mit mir, aber auch wohlwollend, denn er ermutigte mich, obwohl ich nicht sehr gut war. Neben ihm gab es Gesangslehrer, die mir sagten: „Du kannst es nicht.“ Und das war gut, weil ich deswegen dachte: „Euch werde ich’s zeigen!“

(lacht)

Es ist nicht selbstverständlich, dass ein Rockmusiker zu seinen grauen Haaren steht. Bedeuten Ihre, dass Sie ein weiser Mann geworden sind?

Ich sage Ihnen, was ich vor 30 Jahren prophezeit habe: „Ich werde einmal kein 50-Jähriger sein, der seine Fingernägel schwarz lackiert und ,bitch‘ auf seinen Bauch tätowiert hat! Ich werde demütig zu dem Mann reifen, der ich dann sein werde.“

JON BON JOVI

wurde 1962 als John Francis Bongiovi jr. in New Jersey geboren. Der Sänger, Gitarrist und Songschreiber und seine 1983 gegründete Rockband Bon Jovi stiegen mit ihrem dritten Album Slippery When Wet und den Singles Livin’ On A Prayer und You Give Love A Bad Name zu Superstars auf. Das jüngste Album 2020 erreichte in Deutschland Platz drei der Charts. Bon Jovi wirkte in mehreren Filmen mit. Seit 1989 ist er mit Dorothea Hurley (58) verheiratet. Das Paar hat eine 28-jährige Tochter und drei Söhne im Alter von 26, 19 und 17 Jahren.

Gab es auch eine Zeit, in der Sie egoistischer, hedonistischer und ungesünder lebten?

Ja! (lange Pause) Als ich mit 21 meinen ersten Plattenvertrag bekam, war ich nur darauf fokussiert, Sänger einer Rock ’n’ Roll-Band zu sein, Erfolg und jede Menge Spaß zu haben. Das absolute Klischee von Sex, Drugs & Rock ’n’ Roll! Wobei ich nie Drogen konsumiert habe.

Die Beziehung mit Ihrer Jugendliebe Dorothea ist wohl Ihre „Beautiful Drug“ (wunderbare Droge) ...

Das kann man so verstehen, aber ich sehe das Lied vor allem als Hymne auf die Liebe, die uns als Einziges durch diese schweren Zeiten tragen kann.