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Meine Gesundheit: Wenn das Thermometer immer höher klettert …: Coole Tipps für heiße Nächte


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Lea - epaper ⋅ Ausgabe 31/2018 vom 25.07.2018
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Bildquelle: Lea, Ausgabe 31/2018

Kühle Laken oder eine kalte Wärmflasche zu Füßen lassen uns auch bei Tropenhitze gut schlummern


38 % der Frauen bringt ein zu warmes oder zu kaltes Zimmer um den Schlaf

Hitze macht uns nicht nur tagsüber zu schaffen, sondern auch nachts. Dann wälzen wir uns unruhig in den Laken, strampeln die Decke weg und können doch kein Auge zu tun. Das liegt daran, dass aufgeheizte Räume unsere körpereigene Klimaanlage ausbremsen. Normalerweise kühlt sich der Organismus nachts um ca. 0,4 Grad ab und drosselt seine Wärmeproduktion, was das Einschlafen erleichtert. Im Hochsommer klappt das aber nicht. Der Körper produziert daher Schweißperlen wie am Fließband, um ...

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... sich abzukühlen.

Statt eiskalt zu duschen, nur lauwarm abbrausen

Um diesen Prozess zu beschleunigen, duschen einige vorm Schlafen eiskalt. Keine gute Idee – das verengt die Blutgefäße, sodass die Wärme schlecht abgegeben werden kann. Lieber kurz lauwarm abbrausen und die Haut nur trocken tupfen. Dann verdunstet die Feuchtigkeit, was leicht kühlend wirkt. Unsere Expertin Dr. Franziska Rubin (siehe Interview rechts) rät dazu, mit einem leicht feuchten kühlen Lappen den ganzen Körper oder auch nur den Bauch in sanft kreisenden Bewegungen abzuwaschen. Alternativ empfiehlt sie den kalten Knieguss: Dazu den Wasserstrahl an der Außenseite zuerst des rechten dann des linken Beines zum Knie führen, dieses fünfmal umkreisen und dann den Strahl auf der Innenseite zurück zum Fuß führen. Dieser Guss senkt den Blutdruck und wirkt beruhigend aufs Nervensystem.

Bettwäsche einfach mal in den Kühlschrank legen

Hitzefit machen Sie sich auch, wenn Sie die Wärm- zur Kühlflasche umfunktionieren. Dafür eine mit Wasser gefüllte Wärmflasche tagsüber in den Kühlschrank (nicht ins Eisfach) packen und abends an den Füßen platzieren. Sie können auch die Bettwäsche in den Kühlschrank legen. Wie gut sie kühlt, hängt auch vom Material ab. Viele mögen das Gefühl kalter Seide auf der Haut. Andere schätzen Baumwolle, da sie den Schweiß besser aufsaugt. Und Dritte verzichten ganz auf eine Bettdecke, und schlafen gleich nackt. Es ist zwar ein herrliches Gefühl, wenn ein laues Lüftchen die bloße Haut streift. Wer allerdings stark schwitzt oder im Durchzug liegt, sollte sich wenigstens zudecken – andernfalls riskiert man eine Erkältung oder einen steifen Nacken.

Die Sonne tagsüber konsequent aussperren

Eine andere Möglichkeit, die Hitze erträglich zu machen: Morgens gut lüften, Fenster aber schon am frühen Nachmittag wieder schließen – dann kommt erst gar nicht so viel Hitze in die Wohnung. Fenster abends wieder öffnen. Kann man schlecht schlafen, weil man sich vor lauter Sorgen einen Kopf macht, funktionieren auch generelle Einschlaf-Tricks. Wer jetzt etwa Urlaub in der Provence gemacht hat, weiß wie beruhigend das würzige Aroma der Lavendel-Blüten wirkt. Das abendliche Gedankenkarussell zum Stoppen bringt Lavendel auch von innen (z. B. in Lasea, rezeptfrei, Apotheke).

Kleine Erfrischung: Eiswürfel-Massage

In ein Tuch gewickelte Eiswürfel fahren die Körpertemperatur herunter, sodass Sie besser schlafen können. Einfach damit kurz über den Puls, den Nacken oder die Armbeuge fahren.

Nachtarbeit im Schlaf: Das Geheimnis der Zellen-Reparatur

→Stoffwechsel Um tagsüber entstandene Zellschäden zu reparieren, setzt der Körper im Schlaf Selbstheilungs-Prozesse in Gang. Dazu wird der Stoffwechsel heruntergefahren: Der Herzschlag verlangsamt sich, der Blutdruck sinkt, die Atmung ist flacher, Muskeln und Magen sind im Ruhemodus, die Temperatur sinkt. Die gesparte Energie wird für Wachstum, Repairund Umbauprozesse verwandt.

→Hormone Eine wichtige Rolle spielen Hormone, wie das Wachstumshormon Somatropin, das vor allem im Tiefschlaf produziert wird. Ein Nachtarbeiter mit Anti-Aging-Qualitäten: Es sorgt dafür, dass sich die Zellen erneuern, auch die der Haut, und hält schlank.

→Immunsystem Außerdem läuft unsere Abwehr auf Hochtouren, kleine Infektionen werden im Keim erstickt. Und die Bandscheiben nehmen vermehrt Flüssigkeit auf, weshalb wir morgens ca. zwei Zentimeter größer sind als abends.

→Gehirn Im Schlaf räumt auch unser Gehirn auf, Erlerntes und Erlebtes wird in das Langzeitgedächtnis übertragen, Platz für Neues geschaffen. Ein Reinigungsprogramm entsorgt giftige Stoffwechselprodukte. Schlechter Schlaf soll Parkinson und Alzheimer begünstigen.