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Meldungen


ÖKO-TEST Magazin - epaper ⋅ Ausgabe 7/2011 vom 27.06.2011

Bio ist sauber

Bio-Obst und -Gemüse ist in den allermeisten Fällen rückstandsfrei. Das bestätigt ein schon seit Jahren laufendes Monitoring des Bundesverbandes Naturkost Naturwaren. Es kommt immer seltener zu Überschreitungen von gesetzlichen Höchstmengen: Der Anteil 2010 lag nur bei 0,4 Prozent. Gleichzeitig zeichnet sich jedoch ab, dass mehr Proben als in den Vorjahren Spuren von Rückständen enthalten.

Fairtrade jetzt auch bei Norma

Think Fair heißt die neue Eigenmarke des Discounters Norma. Nachdem die Discounterkonkurrenz – allen voran Lidl – schon lange Produkte mit dem anerkannten Fairtradesiegel im Sortiment hat, zieht jetzt auch Norma nach. In einer Aktionswoche im Juni wurden faire Produkte aus den Kategorien Kaffee, Tee, Reis, Orangensaft und Rosen eingeführt. Das Kaufverhalten der Kunden wird danach analysiert, um strategische Entscheidungen für das Sortiment abzuleiten.

Fragwürdiges Eis aus Blumen

Wer Milch und Milchzucker nicht verträgt, kann neuerdings auf pflanzliches Speiseeis aus der einheimischen Blauen Süßlupine umsteigen. Es heißt Lupinesse und ist bisher bei Edeka Südwest und Südbayern erhältlich. Da Lupinen natürlicherweise einen bitteren Geschmack haben, wird das verwendete Eiweiß hoch gereinigt. Anstelle von Milchfett steckt gesundheitlich nicht sonderlich empfehlenswertes Kokosfett in der Variante Choco Flakes. Zugesetztes Aroma peppt den Geschmack auf.

Legehennen zur Adoption

Lidl-Kunden in den Niederlanden können ab 24,50 Euro im Jahr eine Bio-Legehenne adoptieren und bekommen dafür im Gegenzug regelmäßig Bio-Eier. Die Aktion soll für mehr Absatz sorgen und das Wohl der Tiere in den Mittelpunkt stellen. In Deutschland ist eine derartige Aktion nach Firmenangaben zurzeit nicht geplant. Lidl will zunächst die in Holland gewonnenen Erfahrungen auswerten.

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Foto: yamix/Fotolia.com

Milchfett | Qualität ist von der Haltung abhängig

Fett – und ganz besonders die gesattigten Fettsauren – sind schlecht fur die Gesundheit, fordern Ubergewicht, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Diabetes. Wissenschaftler der Universitat Jena schauten sich aktuell die Datenlage fur Milchfett an, das ebenfalls uberwiegend aus gesattigten Fettsauren besteht und auch ungunstige Transfettsauren enthalt. Das Ergebnis: Eine moderate Aufnahme von Milch- und Milchprodukten erhoht das Risiko fur Herzerkrankungen nicht. „Die Qualitat der Milch ist abhangig von der Haltung und der Futterung der Tiere“, erklart Professor Gerhard Jahreis, der an der Universitat Jena den Lehrstuhl fur Ernahrungsphysiologie halt. Die Milch ist aus sehr vielen unterschiedlichen Fettsauren zusammengesetzt. Bekommt die Kuh viel Grunfutter, stecken in ihrer Milch mehr Fettsauren, die sich positiv auf die menschliche Gesundheit auswirken. Futtert die Kuh Kraftfutter, steigen die Fettanteile, die sich negativ auswirken. Das hat theoretisch nichts mit Bio- oder konventioneller Qualitat zu tun. Bio-Milch ist aber haufig besser zusammengesetzt.

Neues Portal | Hersteller wehren sich

Der Start von www.lebensmittelklarheit.de wurde mehrfach verschoben, sollte bei Redaktionsschluss aber im Juli online gehen. Es gibt Verbrauchern die Moglichkeit, ihrem Arger uber irrefuhrende Angaben auf Produktverpackungen Luft zu machen. Das kann Eis sein, in dem gar kein Milchfett mehr steckt, oder Fitmachercerealien, deren Hauptbestandteil Zucker ist. Genaue Angaben zum Objekt des Argers mit Foto stellen die Verbraucher selbst ins Portal ein. Verbraucherschutzer prufen dann die Beschwerden und fordern die Hersteller auf, sich zum Sachverhalt zu au.ern. Gleichzeitig wird die Rechtslage gepruft. Die Hersteller wehren sich vehement gegen das Portal, weil sie Angst haben, an den Pranger gestellt zu werden. Warum eigentlich? Sie bekommen doch ein kostenloses Feedback daruber, wie ihre Produkte beim Kunden ankommen. Projektleiter Hartmut Konig von der Verbraucherzentrale Hessen kann diesbezuglich schon Positives berichten: Manche angeschriebene Hersteller haben bereits vor dem offiziellen Beginn die Anderung von bemangelten Verpackungen versprochen.

Wein | Bio nicht frei von Zusatzstoffen

Das Chemische und Veterinaruntersuchungsamt Stuttgart hat konventionelle und Bio-Weine auf Kupfer und Schwefel untersucht. Ergebnis: Kaum Unterschiede. Beide Stoffe haben eine lange Tradition in der Weinherstellung. Schwefel schutzt den Wein vor Verderb und stabilisiert seine Farbe; Kupfer wird als Pflanzenschutzmittel gegen Mehltau eingesetzt, aber auch als Kupfersulfat und -citrat, um den Geschmack aufzumobeln. Der Schwefelzusatz bereitet empfindlichen Menschen Kopfschmerzen und Ubelkeit. Wei.weine benotigen in der Regel mehr Schwefel als Rotweine. Das bestatigte sich in der Untersuchung. Kupfer wirkt in hohen Dosen giftig. Alle Weine halten aber die gesetzlichen Hochstmengen fur die Zusatzstoffe ein, die fur Bio- und Nicht-Bio derzeit noch gleich sind.

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Foto: ccvision.de

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