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Meldungen


ÖKO-TEST Magazin - epaper ⋅ Ausgabe 12/2011 vom 25.11.2011

Laut ist es an der Leine

Hannover ist die lauteste Großstadt Deutschlands. Zu diesem Ergebnis kommt das diesjährige Städtelärmranking der Geers-Stiftung. Dabei hatten die Forscher Zugriff auf Daten zu Straßen-, Schienen-, Flug- sowie Industrie- und Gewerbelärm. In Hannover betrug der Flächenanteil mit mehr als 55 Dezibel (A) 69,4 Prozent. Es folgten Frankfurt, Nürnberg, Bonn und Köln vor Berlin und München. Die leisesten Städte waren Augsburg und Münster mit 17 und 16,7 Prozent.

Fleischkonsum beansprucht Fläche von der Größe Österreichs

Im Durchschnitt isst jeder Deutsche rund 60 Kilogramm Fleisch pro Jahr, und damit doppelt so viel wie von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfohlen. Wie viel Fläche für Weide- oder Ackerland zur Futtermittelproduktion dafür auch in anderen Ländern nötig ist, zeigt eine Studie des WWF. Die basiert auf dem Konzept des „virtuellen Landhandels“. Dabei werden die Agrarhandelsströme der EU analysiert und in Flächen umgerechnet, die für die Produktion der jeweiligen Güter nötig sind. So gerechnet, beansprucht der deutsche Fleischkonsum eine Fläche von der Größe Österreichs. http://fleischfrage.wwf.de/ fileadmin/user_upload/PDF/ WWF_Fleischkonsum_web.pdf

Abfallauktion im Internet

Privatpersonen, Unternehmer oder Bauherren können für die Entsorgung ihrer Abfälle künftig einen Auftrag online zur Auktion ausschreiben. Eine entsprechende Internetplattform macht’s möglich. Man gibt in das Suchfenster seine Postleitzahl ein und erhält je nach Abfallart und Containergröße einen Startpreis. Entsorger können dann zu diesem Preis ihre Leistung anbieten oder den Preis unterbieten. Entsorger, die sich registrieren lassen, zahlen eine Monatsgebühr von 9,95 Euro für ein Jahr im Voraus. Für die Ausschreibenden ist der Service kostenlos. www.my-containerdienst.de

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Foto: Anton Balazh/Fotolia.com

Klimaziel in weiter Ferne

Deutsche Firmen nehmen den Klimawandel nicht ernst genug, ergab eine Studie des Carbon Disclosure Project. Zu dem Zusammenschluss gehören 551 Investoren, die die Risiken der Erderwärmung für ihre Geldanlagen in Höhe von 71.000 Milliarden US-Dollar eingrenzen wollen. Deshalb erhebt und analysiert Carbon Disclosure Project in mehr als 60 Ländern Emissionsdaten und Klimastrategien der rund 3.000 größten börsennotierten Unternehmen. An der neuesten Umfrage haben in Deutschland und Österreich 128 Unternehmen teilgenommen. Mit dabei: alle 30 DAX-Konzerne. Das Ergebnis ist ernüchternd und zum Teil ein Rückschritt: 28 Prozent der Unternehmen gaben an, das Thema Klimawandel nicht in ihrer Geschäftsstrategie verankert zu haben. Im Vorjahr sagten dies lediglich 12 Prozent der Unternehmen. Und nur 48 Prozent der Konzerne haben sich aktive Emissionsreduktionsziele gesetzt. Zwar berichteten 70 Prozent der befragten Unternehmen, dass das Thema Klimawandel auf höchster Ebene im Management verankert sei. Gleichzeitig ist aber in immerhin 17 Prozent der befragten Firmen die Verantwortlichkeit für dieses Thema nicht klar zugewiesen.

Schärfere Regeln für Emissionshandel

Der Emissionshandel wird schärfer. So erhalten Stromkonzerne ab 2013 keine kostenlosen Zertifikate mehr, sondern müssen alle Verschmutzungsrechte ersteigern. Außerdem gelten für die Zertifikateausgabe an Industriebetriebe bald Referenzwerte. Die orientieren sich an den effizientesten zehn Prozent aller Anlagen der Branche. Für alle anderen Branchen gilt: 40 Prozent der Zertifikate gibt es gratis, den Rest müssen die Firmen kaufen. Sektoren, deren Produktion wegen des schärferen Emissonshandels ins außereuropäische Ausland verdrängt werden könnte, erhalten Zertifikate meist geschenkt.

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Foto: Gerd Altmann/pixelio.de

Agrosprit schadet Klima

Laut einem Bericht des Wissenschaftlichen Beirats der Europäischen Umweltagentur sind Bio-Kraftstoffe weder klimafreundlich noch CO2 -neutral und können Benzin oder Diesel nicht ersetzen. Genau wie die Verbrennung von Kohle, Öl oder Gas führt der Einsatz von Bio-Masse zu mehr CO2 in der Atmosphäre, wenn durch den Anbau und die Ernte der Anteil von kohlenstoffspeichernden Pflanzen und Wäldern reduziert wird. Denn die Pflanzen, aus denen Bio-Kraftstoffe entstehen, verdrängen die bisherigen Flächen für Lebensmittelpflanzen dorthin, wo jetzt noch Wälder stehen. Zwar binden Pflanzen, aus denen Bio-Kraftstoffe entstehen, grundsätzlich CO2 . Allerdings hebt der Produktionsprozess diese Ersparnis auf: Denn beim Anbau und der Verarbeitung der Pflanzen zu Bio-Diesel oder Bio-Ethanol werden große Mengen Klimagas freigesetzt.

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