Bereits Kunde? Jetzt einloggen.
Lesezeit ca. 4 Min.

Meldungen


ÖKO-TEST Magazin - epaper ⋅ Ausgabe 3/2012 vom 24.02.2012

Erstmals hormonell wirkende Chemikalie reguliert

Mit Octylphenol wird erstmals eine Chemikalie wegen ihrer hormonellen Wirkung in die europaische Kandidatenliste der besonders besorgniserregenden Stoffe aufgenommen. Das Umweltbundesamt (UBA) hatte den Vorschlag fur Deutschland ausgearbeitet, der zustandige Ausschuss bei der Europaischen Chemikalienagentur hat ihn nun einstimmig bestatigt. Octylphenol wird bei der Herstellung von Farben, Klebstoffen und Reifen eingesetzt. UBA-Prasident Jochen Flasbarth: „Mit dieser Entscheidung der Europaischen Union beginnen wir, hormonell wirkende Stoffe wegen dieser ...

Weiterlesen
Artikel 0,38€
epaper-Einzelheft 4,99€
NEWS 14 Tage gratis testen
Bereits gekauft?Anmelden & Lesen
Leseprobe: Abdruck mit freundlicher Genehmigung von ÖKO-TEST Magazin. Alle Rechte vorbehalten.

Mehr aus dieser Ausgabe

Titelbild der Ausgabe 3/2012 von Leserbriefe: Schreiben Sie uns. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
Leserbriefe: Schreiben Sie uns
Titelbild der Ausgabe 3/2012 von Nachwirkungen: Was unsere Tests bewirkt haben: Reaktionen. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
Nachwirkungen: Was unsere Tests bewirkt haben: Reaktionen
Titelbild der Ausgabe 3/2012 von Neue Produkte im Test: Tops und Flops. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
Neue Produkte im Test: Tops und Flops
Titelbild der Ausgabe 3/2012 von Rohstoffsuche am Meeresgrund: Am Tiefpunkt. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
Rohstoffsuche am Meeresgrund: Am Tiefpunkt
Titelbild der Ausgabe 3/2012 von TEST Frischhaltefolie: Alles klar!. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
TEST Frischhaltefolie: Alles klar!
Titelbild der Ausgabe 3/2012 von Vegetarische Welt in Zahlen: Fleischlos glücklich. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
Vegetarische Welt in Zahlen: Fleischlos glücklich
Vorheriger Artikel
Rohstoffsuche am Meeresgrund: Am Tiefpunkt
aus dieser Ausgabe
Nächster Artikel TEST Frischhaltefolie: Alles klar!
aus dieser Ausgabe

... Eigenschaften zu regulieren. Das ist ein sehr wichtiges Signal.“ Studien belegen, dass Octylphenol das Hormonsystem von Fischen beeintrachtigt.

Solaratlas für Hannover

Unter der Internetadresse www.solaratlas-hannover.de konnen Burger und Unternehmen im Stadtgebiet Hannovers schnell erkennen, ob ein Dach fur die Installation einer Photovoltaikanlage geeignet ist. Eigentumer konnen bei der Stadt kostenlos eine Solarberatung vereinbaren. Fur Gro.dacher von Unternehmen will die Verwaltung noch dieses Jahr einen speziellen Beratungsdienst anbieten.

Rekordschäden durch Naturkatastrophen

Schwerste Erdbeben in Japan und Neuseeland sowie eine Vielzahl wetterbedingter Katastrophen haben 2011 zum Jahr mit den hochsten Schaden – verursacht durch Naturkatastrophen – gemacht. Laut Munich Re, einem der gro.ten Ruckversicherer weltweit, sind im vergangenen Jahr dadurch gesamtwirtschaftliche Schaden in Hohe von 295 Milliarden Euro entstanden. 90 Prozent der registrierten Naturkatastrophen waren wetterbedingt, jedoch knapp zwei Drittel der gesamtwirtschaftlichen Schaden entfielen auf geophysikalische Ereignisse, insbesondere die gro.en Erdbeben.

Auskunftsrechte nach EU-Chemikalienverordnung nützen wenig

Foto: ccvision.de

Die EU-Chemikalienverordnung REACH sieht fur Verbraucher die Moglichkeit vor, sich beim Handler, Hersteller oder Importeur uber besonders besorgniserregende Stoffe in Produkten zu informieren, etwa bevor man sie kauft. Handler, Hersteller oder Importeur sind verpflichtet, binnen 45 Tagen zu antworten. Zwei Untersuchungen zeigen jedoch, dass die Verantwortlichen uberwiegend falsch oder gar nicht antworten. So hatte der Umweltverband BUND Anfragen an 24 Handelsketten in Deutschland geschickt. Das Ergebnis: Nur sieben Unternehmen gaben Antworten, die den gesetzlichen Vorschriften entsprachen. Acht Handelsketten verstie.en mit ihren Antworten gegen REACH: Obwohl die chemische Analyse besonders besorgniserregende Stoffe im Produkt nachgewiesen hatte, antworteten die Handler nicht fristgerecht oder gaben die Stoffe nicht an und suggerierten in ihren Antworten, dass die Produkte frei von solchen Stoffen seien. Die Marktuberwachungsbehorden in Baden-Wurttemberg untersuchten 69 Produkte auf ihren Gehalt an einigen besonders besorgniserregenden Stoffen und sendeten Anfragen an Handler. Die gaben in 23 Fallen an, dass keine der fraglichen Stoffe enthalten seien, wahrend die chemischen Analysen das Gegenteil anzeigten. In vier Fallen antworteten die Handler gar nicht, obwohl entsprechende Stoffe im Produkt enthalten waren. Fazit des Umweltbundesamts: Die Informationsrechte fur Verbraucher unter REACH sind schlecht ausgestattet. Zudem ist es Verbrauchern kaum zuzumuten, sich 45 Tage vor jeder Kaufentscheidung beim Handler zu erkundigen. Dennoch rat die Behorde zu Anfragen: Verbraucher demonstrierten so, dass sie besonders besorgniserregende Stoffe in Produkten nicht tolerieren.

Kein Geld für Energiewende?

Foto: Ingo Bartussek/fotolia.com

Ohne energieeffiziente Sanierungen ist die Energiewende auch in Deutschland nicht zu schaffen. Wie teuer die Sanierung offentlicher Gebaude den Steuerzahler kame, hat nun das Bremer Energieinstitut fur die KfW-Bankengruppe errechnet. Demnach besteht bis 2020 in den Gebauden der kommunalen und sozialen Infrastruktur ein Investitionsbedarf von mindestens 75 Milliarden Euro, um alle modernisierungsbedurftigen Gebaude auf das energetische Niveau eines Neubaus nach der Energieeinsparverordnung 2009 zu sanieren. Mit 27 Milliarden Euro besteht der gro.te energetische Sanierungsbedarf in Schulen.

Wasch- und Spülmittel künftig nahezu phosphatfrei

Das Europaische Parlament hat eine deutliche Begrenzung von Phosphaten als Waschmittelund Spulmittelzusatz beschlossen. Ab Juni 2013 darf eine normale Dosierung Waschpulver nicht mehr als 0,5 Gramm Phosphor enthalten. In Spulmitteln ist Phosphor – in Form von Phosphaten oder Phosphonaten – ab dem 1. Januar 2017 auf 0,3 Gramm begrenzt. In einigen Mitgliedstaaten, unter anderem in Deutschland, gibt es bereits Beschrankungen fur Phosphor in Waschmitteln. Phosphate wirken auf pflanzliche Organismen wachstumsfordernd. In der Folge konnen Fische und andere Wasserlebewesen ersticken, weil fur sie zu wenig Sauerstoffubrig bleibt, wenn etwa Algen enorm wachsen.

Rösler will EEG-Umlage abschaffen

Foto: Butch/fotolia.com

Erst seit sechs Wochen gilt die Novelle des Erneuerbaren-Energiengesetz (EEG) und mit ihr die gestiegene Umlage fur die vergutete Einspeisung (3,592 Cent), da will Bundeswirtschaftsminister Philipp Rosler (FDP) gleich das ganze System andern: die festgeschriebenen Einspeisevergutungen abschaffen und stattdessen die Energieversorger verpflichten, einen bestimmten Teil ihres Stroms aus erneuerbaren Quellen zu liefern. Die Versorger konnten die Erzeugungsform selbst wahlen. Rosler geht davon aus, dass es dann der Markt schon richten wurde. Sprich: Die Energiewende wurde zu den geringsten Kosten stattfinden, weil die Unternehmen naturlich die gunstigsten Technologien verwenden wurden. Gerade bei der Photovoltaik stehe der Beitrag zur Stromversorgung und die Hohe der Forderung in einem „eklatanten Missverhaltnis“, schimpfte der Minister in einem Zeitungsinterview. Roslers Kritiker verweisen dagegen auf ein anderes Missverhaltnis: Die EEG-Umlage steige nicht deshalb, weil die Einspeisevergutung wachse, sondern weil die Schlupflocher fur die Industrie gro.er wurden. Rund 570 energieintensive Unternehmen zahlen keine EEG-Umlage. Das fuhrte laut Bundesumweltministerium im Jahr 2011 dazu, dass private Stromverbraucher zwei Milliarden Euro Mehrkosten zu tragen hatten.

Mehr als drei Viertel der Bäume NRWs sind geschädigt

Foto: lamax/fotolia.com

Der nordrhein-westfalische Waldzustandsbericht 2011 zeigt, dass nur weniger als ein Viertel aller Waldbaume noch als ungeschadigt zu bezeichnen ist. Ein Drittel der Baume im bevolkerungsreichsten Bundesland fallt in die Kategorie „deutliche Schaden“. Besonders die Trockenheit im Fruhjahr und Fruhsommer sowie die starke Fruchtbildung haben laut Bericht zum schlechten Zustand beigetragen. Die Verfassung der Baumkronen – ein Indikator fur die Vitalitat von Baumen – hat sich bei allen Hauptbaumarten gegenuber 2010 weiter verschlechtert. Bei der Buche haben die Schaden deutlich zugenommen. Bei der Fichte verschlechtert sich der Zustand der Nadeln kontinuierlich. Ein kleiner Lichtblick: Dem Eichenbestand geht es besser als im Jahr 2010.

Teurer Atomschrott

Foto: ugde/fotolia.com

Das wird teuer: Stilllegung, Endlagerung der entstehenden Atomabfalle und Ruckbau der Atomkraftwerke, dessen Betreiber der Bund war, werden den Steuerzahler bis 2035 rund 3,2 Milliarden Euro kosten. Wie die Bundesregierung auf eine Anfrage der Bundnisgrunen mitteilte, ist dafur bereits eine Milliarde Euro ausgegeben worden. Bei den vom Bund betriebenen Atomkraftwerken handelt es sich um die ehemaligen Forschungsreaktoren in Julich und Karlsruhe sowie die stillgelegten DDR-Kraftwerke Rheinsberg und Greifswald. Hinzu kommt noch der ehemalige Thorium-Hochtemperaturreaktor in Hamm-Uentrop. Der Reaktor war 1988 ein Jahr lang in Betrieb und wurde dann stillgelegt. Seither sind Stilllegungskosten von 430 Millionen Euro angefallen. Weitere 675 Millionen Euro sollen nach Schatzungen noch hinzukommen.