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Meldungen


ÖKO-TEST Magazin - epaper ⋅ Ausgabe 3/2012 vom 24.02.2012

Mehr Gen-Anbau in Brasilien

Brasilien will der Gen-Technik-Internetseite Transgen zufolge in dieser Saison verstarkt gentechnisch veranderte Pflanzen anbauen. So soll der Anteil gentechnisch modifizierter Sojabohnen um 16 Prozent steigen. Fur Gen-Mais und Gen-Baumwolle sind ebenfalls deutliche Zuwachse zu erwarten. Problem: Die Zunahme an Gen-Soja konnte auf Dauer die Erzeugung gentechnik-freier Sojabohnen erschweren. Noch ist Brasilien der wichtigste Lieferant konventioneller Soja.

Afrikanischer Wels bei Rewe

Rewe, Penny und Toom bieten afrikanischen Wels aus deutscher Aquakultur an. Der Wels stammt aus ...

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... den Tropen und lebt in afrikanischen Flussen. Daher kommt er mit der Aquakultur gut zurecht. Positiv ist auch, dass er nicht mehr als 20 bis 25 Prozent Fisch im Futter benotigt. Im Laden ist das Welsfilet mit dem Rewe-eigenen Pro-Planet-Label gekennzeichnet. Das sind Produkte, die uber einen okologischen oder sozialen Mehrwert verfugen sollen.

Restaurantnudeln nicht frisch

Laut dem Niedersachsischen Landesamt fur Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit sind Nudeln und Reis im Restaurant langst nicht immer frisch. Von 72 Proben, die das Amt analysieren lie., mussten 15 Proben aufgrund hoher Keimgehalte beanstandet werden. Sechs Proben waren zudem geschmacklich auffallig. Ursache war jeweils falsche Lagerung – entweder nicht kuhl genug oder aber nicht hei. genug, wenn Nudeln oder der Reis warmgehalten werden sollten.

Aldi-Wurst nicht handwerklich

Aldi Sud wird kunftig in seiner Werbung fur Wurstprodukte der Marke „Meine Metzgerei“ auf den Begriff„Handwerk“ verzichten. Anlass war die drohende Abmahnung des Deutschen Fleischer-Verbands (DFV). Der DFV hatte bemangelt, dass mit solchen Aussagen bewusst das falsche Bild eines handwerklich hergestellten Produkts vermittelt werde.

Keine Angaben im Internet-Supermarkt

Foto: egahen/sxc.hu

Sind die Bonbons nur wegen kunstlicher Farbstoffe so bunt? Schmecken die Chips nur so unwiderstehlich, weil Geschmacksverstarker drin sind? Und sind in der Packung Zutaten enthalten, die beispielsweise fur einen Allergiker gefahrlich werden konnten? Wer im Supermarkt einkauft, bekommt all diese Informationen uber die Verpackung oder ein Schild bei der Ware. Das ist Vorschrift. Wer aber in Online-Supermarkten einkauft, was immer beliebter wird, kauft oft die Katze im Sack. Denn hier fehlen auf den entsprechenden Bestellseiten oft klare Zutatenlisten, wie das ZDF-Magazin Wiso herausgefunden hat. Nach deren Ansicht ist dies ein Versto. gegen die Zusatzstoff-Zulassungsverordnung. OKO-TEST meint: In jedem Fall sollte der Verbraucher im Vorhinein wissen, was er kauft. Deshalb gehoren unserer Ansicht nach komplette Zutatenlisten genauso selbstverstandlich ins Internet wie der Preis.

Buchtipp: Heute gibt’s was ganz Normales

Zwischen Spezial-Kochbucher gehort auf jeden Fall auch ein Standardwerk. Das Dr. Oetker Schulkochbuch ist so ein Klassiker – den es seit genau 100 Jahren gibt. Wir finden hier so wundervoll vertraute Gerichte wie Pichelsteiner, Sauerbraten oder Kohlrouladen – alles in Schwierigkeitsstufen unterteilt. Kochanfanger konnen sich etwa an Kaiserschmarren oder Schupfnudeln probieren. Weil aber auch ein Klassiker mit der Zeit gehen muss, stehen naturlich auch Wraps oder Chicken-Wings in dem Buch. Dr. Oetker: Schulkochbuch, Dr. Oetker Verlag, 10 Euro.

Fangfrischer Fisch aus der Tiefkühltruhe überzeugt nicht

Fotos: obs/Iglo

Wie frisch kann tiefgefrorener Fisch sein? Diese Frage kann man sich angesichts einer neuen Range des Tiefkuhlherstellers Iglo stellen, die mit dem Namen Fangfrisch beworben wird. Im Sortiment sind Garnelen, Fischfilets und Tintenfischringe. Neu ist vor allem ein in die Packung integriertes Sichtfenster, das den Blick auf den Inhalt freigibt. Was ansonsten neu ist, hat sich uns nicht so recht erschlossen: „fangfrischer Geschmack“ und „100 % saftiges Filet“ kann schlie.lich jeder Anbieter versprechen. Auch dass Iglo in einer Pressemitteilung darauf hinweist, dass die Produkte „frei von kunstlichen Farbstoffen“ sind, finden wir nicht erstaunlich: Diese sind ohnehin nur bei Raucherfisch und Lachsersatz erlaubt. Mehr Schein als Sein ist auch der „Tracking-Code“ auf der Verpackung: Wer die auf der Packung aufgedruckte Codenummer auf einer Internetseite eingibt, sieht per Computeranimation zunachst eine Weltkugel, dann ein Fanggebiet und fliegt anschlie.end durch die Wolken bis hin zu einer Boje mit Iglo-Fahnchen – und erfahrt zur Nachhaltigkeit trotzdem nicht viel mehr als Fischart, Fanggebiet und Fangmethode – Angaben, die ohnehin auf Fischpackungen ublich, fur viele Produkte sogar vorgeschrieben sind.

Fettschadstoffe können reduziert werden

Foto: Brigitte Reitz-Hofmann/fotolia.com

Schon mehrfach hat OKO-TEST die Stoffe 3-MCPD und Glycidylester gefunden: in Margarine, Pommes frites oder Fertiggerichten. Doch die Fettschadstoffe konnen minimiert werden, wie jetzt Forschungen unter Leitung des Max-Rubner-Instituts gezeigt haben. Demnach lasst sich der Gehalt schon vermindern, wenn etwa Palmfruchte nur sehr kurz gelagert werden. Dies sei aber von Erzeugern in abgelegenen Gebieten kaum einzufordern. Doch auch der Raffinationsprozess selbst kann eine Stellschraube sein. So helfen das Waschen des Rohols und zusatzliche Schritte bei der Weiterverarbeitung. Auch Glycidylester, von denen noch nicht bekannt ist, ob sie sich in eine moglicherweise Krebs erzeugende Substanz umwandeln, lie.en sich minimieren. Bis sich diese Erkenntnisse aber auch in die Praxis umsetzen lassen, wird noch einige Zeit vergehen, hei.t es von Expertenseite. Das Interesse seitens der Industrie sei zwar sehr gro., bevor die Anlagen aber entsprechend umgerustet werden konnen, seien noch weitere Forschungen notig.

Niederländische Metzger sehen Fleischkonsum kritisch

Foto: Joe Gough/fotolia.com

Wenn schon Fleisch, dann selten und dafur lieber ein gutes Stuck – das ist das Motto der sogenannten Flexitarier. Interessanterweise scheinen diese gerade bei den traditionellen Metzgern fundig zu werden. Denn hier sind Regionalitat, Tierhaltung, besondere Qualitaten und Bio offenbar viel wichtigere Themen als im Supermarkt. „Weniger Fleisch – dafur bewusst“ ist nach Auskunft des Deutschen Fleischer-Verbandes (DFV) zwar keinesfalls das Branchenmotto. Trotzdem klammert man Wenig-Fleischesser und sogar Vegetarier keinesfalls aus. So gehorten an den „hei.en Theken“ der Metzger auch fleischlose Gerichte heute praktisch zum Standard. Auch jenseits der Grenze ist man offen gegenuber Flexitariern: In einer niederlandischen Untersuchung gab sogar jeder vierte Metzger an, dass es besser fur Mensch, Tier und Umwelt ware, wenn man weniger Fleisch a.e.

Scharf und schädlich

Vorsicht vor ultrascharfen Chilisaucen: Manche sind so scharf, dass sie Haut und Augen reizen und zu gesundheitlichen Problemen wie Ubelkeit oder Bluthochdruck fuhren konnen. Beim gefahrlichen Trend zu sogenannten Scharfess-Wettbewerben ist es schon zu medizinischen Notfallen gekommen. Zudem sollte es bei Flaschen mit ultrascharfen Saucen Warnhinweise und eine Kindersicherung geben. Das Bundesinstitut fur Risikobewertung stellt vor diesem Hintergrund die Frage, ob es sich hier noch um sichere Lebensmittel handelt.

ASC-Label für Zuchtfisch

Wer vergibt es? Der Aquaculture Stewardship Council (ASC), eine unabhangige, jedoch von der Umweltschutzorganisation WWF mit initiierte Institution. Der ASC soll das Pendant zum MSC sein, der ausschlie.lich Wildfisch zertifiziert. Erste Produkte kommen in Kurze in die Laden. Wie das Logo aussehen wird, stand bei Redaktionsschluss noch nicht fest.
Was bedeutet es? Das Label steht fur Zuchtfisch, der umwelt- und sozialvertraglich gewonnen wurde. Zunachst konnen Zuchten fur Pangasius, Tilapia und Muscheln zertifiziert werden. Regeln fur Lachs und Garnelen sollen folgen. In den Vergabekriterien sind fur die Zucht klare Bedingungen vorgegeben, die etwa die Besatzdichte, das Futter, den Einsatz von Medikamenten oder das Verbot von Kinderarbeit regeln. Allerdings konnen Betriebe schon zertifiziert werden, wenn sie noch in der Umstellungsphase sind, sich aber verpflichten, in den kommenden Jahren alle Kriterien des Standards voll zu erfullen.
Die Bewertung: Das Label ist ein wichtiges Erkennungszeichen fur nachhaltig erzeugten Zuchtfisch. Denn fur Zuchtfisch gibt es bislang kein weitverbreitetes Siegel, das fur transparente Nachhaltigkeitsregeln steht. In den vergangenen Jahren hat insbesondere die Pangasiuszucht immer wieder wegen unklarer, umweltschadlicher Produktionsbedingungen in der Kritik gestanden. In bestimmten Punkten konnen die Regeln fur Bio-Fischzuchten durchaus weiter gehen. So schreibt der ASC nicht vor, dass das Futter aus Bio-Landwirtschaft kommen muss. Auch Gen-Futter ist erlaubt. Bleibt zu hoffen, dass die Regeln fur Lachs, die folgen sollen, hohe Anforderungen an die Herkunft des Futters stellen. Denn das besteht gro.tenteils aus wild gefangenem Fisch.

Foto: Ildi/fotolia.com