Bereits Kunde? Jetzt einloggen.
Lesezeit ca. 3 Min.

Meldungen


ÖKO-TEST Magazin - epaper ⋅ Ausgabe 3/2012 vom 24.02.2012

Online kaufen, Rückgabe vor Ort?

Das klappt bei fast keiner Modekette, wie unsere Umfrage ergab: Nur bei H&M kann online bestellte Mode in jeder Filiale gegen Ware oder Gutschein umgetauscht werden. Bei der Schuhkette Görtz ist eine Abgabe des Pakets mit dem Umtausch möglich, der Kaufpreis wird jedoch über den Onlineshop erstattet. Bei Esprit und S.Oliver muss man den Onlineeinkauf zurücksenden.

Ökologisch rechnen – und dann?

Mit 145 Millionen Euro hat Puma die Umwelt 2010 belastet. Das geht aus einer ökologischen Gewinn- und Verlustrechnung des Sportartikelanbieters hervor. Berechnet wurden Wasserverbrauch, Treibhausgasemissionen, Landnutzung, Luftschadstoffe und Abfall. Bis 2015 sollen Abfall, Wasser- und Energieverbrauch um 25 Prozent reduziert werden. Zudem will das Unternehmen den Anteil an nachhaltigen Materialien in seinen Produkten erhöhen.

Keine gefärbten Haare

… mehr für Teenager beim Friseur: Hintergrund ist der neue Warnhinweis „Dieses Produkt ist nicht für Personen unter 16 Jahren bestimmt“ auf vielen Haarfarben, der aufgrund des Allergierisikos Pflicht ist. Der Zentralverband des Friseurhandwerks rät Friseuren wegen des Haftungsrisikos davon ab, Farben mit Warnhinweis bei Kunden unter 16 Jahren anzuwenden.

Nur ein grüner Anstrich

Auf den Produkten der Marke CD pappt nun das „CD Reinheitsgebot“, das laut Anbieter Lornamead beweist, wie „naturnah“ und „rein“ die Marke ist. Alles ganz natürlich? Nein, wie ein Blick auf die Liste der Inhaltsstoffe beweist: Die Natural Soft Dusche schäumt mit künstlichen Tensiden wie Sodium Laureth Sulfate. In der Feuchtigkeitscreme Wasserlilie ist der künstliche DuftstoffLyral enthalten. Zudem ist sie mit Parabenen gegen Keime ausgestattet. Fazit: Das „CD Reinheitsgebot“ ist nur ein grünes Feigenblatt. Besser greift man zu Kosmetika mit Gütesiegeln wie Natrue, BDIH- „kontrollierte Naturkosmetik“ oder Ecocert.

Zweifelhafte WWF-Untersuchung

Artikelbild für den Artikel "Meldungen" aus der Ausgabe 3/2012 von ÖKO-TEST Magazin. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Foto: rangerx/istockphoto.com

Zu einem zweifelhaften Ergebnis kam der WWF, als er im vergangenen Jahr in seinem „Palm Oil Buyer’s Scorecard 2011“ untersuchte, wo und wie deutsche Kosmetikriesen Palmöl, dessen Anbau die tropischen Regenwälder gefährdet, einkaufen. Demnach erreichten die Konzerne Henkel, der die Marken Aok, Diadermine, Schauma und Syoss anbietet, sowie Werner & Merz, Hersteller von Frosch-Flüssigseife, mit neun Punkten die höchstmögliche Punktzahl. Beiersdorf (Nivea, Florena) erhielt noch 7,5 Punkte, die BASF, die auch Rohstoffe für Kosmetika liefert, bekam sieben Punkte und Procter & Gamble (Pantene Pro-V, Olaz, Herbal Essences) 3,5 Punkte. Schaut man sich allerdings an, wie die überwiegend gute Bewertung zustande kam, stellt sich die Frage, warum der WWF solche Untersuchungen überhaupt durchführt. Denn Punkte gab es bereits allein für die Mitgliedschaft im „Roundtable on Sustainable Palmoil“ (RSPO) sowie einen Bericht zur Umstellung auf zertifiziertes, also ökologisch verträglich hergestelltes Palmöl. Auch für das Lippenbekenntnis, bis 2015 völlig auf RSPO-Palmöl umzustellen, erhielten die Konzerne einen Punkt. Zudem gab es bis zu sechs Punkte, wenn überhaupt Angaben zum jährlichen Verbrauch an Palmöl und zertifiziertem Palmöl gemacht wurden. Der WWF selbst räumte ein, das RSPO-Zertifikat sei „kein Allheilmittel zur Bewahrung der Regenwälder“, aber zumindest ein Kompromiss. Oliver Salge von der Umweltschutzorganisation Greenpeace bescheinigt der Konkurrenz denn auch ein ernüchterndes Fazit: „Der RSPO ist nicht konsequent genug, die beteiligten Firmen betreiben damit Greenwashing.“

Imprägnierte Kleidung sondert Chemikalien ab

Die schwedische Chemikalienagentur KEMI hat in einer Studie gezeigt, dass imprägnierte Kleidung chemische Substanzen in die Umwelt abgibt. KEMI analysierte 30 Textilien, denen die Hersteller Nanosilber, Triclosan oder Triclocarban als antibakterielle Biozide zur Geruchsdämmung beigesetzt hatten. Triclosan etwa steht im Verdacht, die Resistenz von Bakterien auch gegen Antibiotika zu fördern. Das Bundesinstitut für Risikobewertung empfiehlt daher, auf seine Verwendung bei der Herstellung von Kleidung zu verzichten.

Keine Besserung für Textilarbeiter in Asien

Artikelbild für den Artikel "Meldungen" aus der Ausgabe 3/2012 von ÖKO-TEST Magazin. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Foto: Cross Design/Fotolia.com

Nach einer Umfrage der „Kampagne für Saubere Kleidung“ (CCC) unter Arbeitern aus Fabriken in Bangladesch, die für Aldi, Kik und Lidl herstellen, haben viele Näherinnen keine Arbeitsverträge und verdienen Hungerlöhne von 41 Euro und weniger im Monat. Die Discounter brüsten sich zwar damit, die Arbeitsbedingungen in den Herstellungsländern zu verbessern. Wie aber Joana Eink von der Christlichen Initiative Romero weiß, umfassen Schulungen der Näherinnen in manchen Fällen nur Brandfallübungen und die Fortbildung des Managements der Textilfabriken. Die CCC fordert daher verbindliche Verhaltensregeln für deutsche und europäische Unternehmen.

Mehr aus dieser Ausgabe

Titelbild der Ausgabe 3/2012 von Leserbriefe: Schreiben Sie uns. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
Leserbriefe: Schreiben Sie uns
Titelbild der Ausgabe 3/2012 von Nachwirkungen: Was unsere Tests bewirkt haben: Reaktionen. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
Nachwirkungen: Was unsere Tests bewirkt haben: Reaktionen
Titelbild der Ausgabe 3/2012 von Neue Produkte im Test: Tops und Flops. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
Neue Produkte im Test: Tops und Flops
Titelbild der Ausgabe 3/2012 von Rohstoffsuche am Meeresgrund: Am Tiefpunkt. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
Rohstoffsuche am Meeresgrund: Am Tiefpunkt
Titelbild der Ausgabe 3/2012 von TEST Frischhaltefolie: Alles klar!. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
TEST Frischhaltefolie: Alles klar!
Titelbild der Ausgabe 3/2012 von Vegetarische Welt in Zahlen: Fleischlos glücklich. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
Vegetarische Welt in Zahlen: Fleischlos glücklich
Vorheriger Artikel
Sandgestrahlte Jeans: Der helle Wahnsinn
aus dieser Ausgabe
Nächster Artikel TEST Altersvorsorge für Selbstständige: Zwischen riskan…
aus dieser Ausgabe