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Meldungen


ÖKO-TEST Magazin - epaper ⋅ Ausgabe 4/2013 vom 28.03.2013

Gütesiegel: Biokreis Richtlinie für Leder

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Wer vergibt es? Der Bio-Verband Biokreis.
Was bedeutet es? Die Richtlinie regelt die Herkunft des Leders, die Gerbart und das Färben sowie den Abwasserverbrauch und die Schadstoffbelastung der Abwässer von Gerberei und Färberei. Toleriert werden nur Häute von Tieren aus der Fleisch- und Milcherzeugung wie Rinder, Schweine und Schafe. Die Tiere müssen nach der EG-Öko-Verordnung gehalten worden sein. Die Transportwege zwischen dem Schlachter und der Gerberei sollten eine Entfernung von 500 Kilometern nicht übersteigen. Beim Transport zur Gerberei dürfen die Häute nur mit Eis und Kühlung konserviert werden. Die Gerbstoffe müssen pflanzlicher Herkunft sein und etwa von Früchten, der Rinde oder aus Resten der heimischen Forstwirtschaft stammen. Zudem ist die Alaungerbung erlaubt und eine synthetische Vorgerbung – sofern Grenzwerte für Problemstoffe wie Formaldehyd eingehalten werden. Auch ist fürs Färben etwa der Einsatz von umstrittenen Nanomaterialien und problematischen Schwermetalle tabu. Die Kontrolle der Vorgaben erfolgt jährlich durch eine unabhängige Prüfstelle und für Schadstoffe in Anlehnung an die Richtlinien des Siegels IVN Naturleder. Derzeit verarbeitet die Firma Rios 1931 Biokreis-zertifiziertes Leder zu Uhrenarmbändern.
Bewertung: Die Anforderungen gehen weit, sind aber längst nicht so detailliert wie die IVN-Richtlinien für Naturleder. Naturlederprodukte nach dem Biokreis-Richtlinien sind aber empfehlenswert.

Was ist eigentlich… Halalkosmetik?

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Foto: Hemera/©Thinkstock

Der Begriff „halal“ bedeutet „erlaubt“ und meint Pflege- und Schönheitsmittel, die mit dem islamischen Recht im Einklang stehen. Nach Angaben des Islamic Food and Nutrition Council of Amerika (IFANCA) sind alle pflanzlichen Zutaten natürlicherweise halal. Nicht halal ist der Einsatz von tierischen Inhaltsstoffen, die vom Schwein stammen oder von Tieren, die nicht „geschächtet“ also halalgemäß geschlachtet wurden. Nach Ansicht der IFANCA ist auch nur Alkohol halal, der mit Bitterstoffen ungenießbar gemacht wurde. Weltweit zertifizieren verschiedene Unternehmen Halalpflegeprodukte: Neben der IFANCA etwa die Islamic Society of North America (ISNA), der European Halal Services oder Halal Control – alle nach eigenen Kriterien. Halalzertifizierte Kosmetika kann man hierzulande online etwa unter www.ecco-verde.de kaufen. Allerdings: Halalzertifizierte Pflegemittel sind nicht gleichzusetzen mit zertifizierter Naturkosmetik. Es gibt jedoch Marken wie Saaf Pure Organic Skin Care, die ein Naturkosmetiksiegel tragen und auch halalzertifiziert sind.

Surftipp

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Ab zur grünen Mode
Unter www.getchanged.de → Magazin gibt es „Good Guides“ für Schuhe und Jeans. Im „Good Jeans Guide“ findet man Hersteller, die Jeans mit Naturtextilsiegeln wie GOTS anbieten und Mitglied der Fair Wear Foundation sind. Und der „Good Shoe Guide“ führt Schuhmarken auf, die Naturleder verarbeiten, das nach den strengen Regeln des Internationalen Verbands der Naturtextilwirtschaft (IVN) zertifiziert ist.

In Kürze

Lecithin ohne Gen-Technik
Lecithin wird in Kosmetika als Emulgator eingesetzt, der Fett und Wasser miteinander verbindet. Häufig ist die Zutat aus Soja hergestellt, der gentechnisch verändert ist. Nun gibt es Lecithin auf Basis von gentechnikfreien Pflanzen etwa aus Sonnenblumen. Bei konventioneller Kosmetik ist nicht erkennbar, ob Lecithin aus Gen-Technik enthalten ist oder nicht. Für zertifizierte Naturkosmetika darf dagegen nur Lecithin ohne Gen-Technik eingesetzt werden.

Kleiderbibliothek
In der Kleiderei im Hamburger Viertel St. Pauli kann frau Bekleidung leihen, die u. a. von Designern gespendet wurde: Für 14 Euro im Monat dürfen vier Teile bis zu zwei Wochen mitgenommen und danach wieder gegen neue ausgetauscht werden. Spenden von gut erhaltenen Klamotten sind willkommen. Mehr unter www.facebook.com/Kleiderei/info

Kosmetik: Aus für Tierversuche
Seit März 2013 sind Körperpflegeprodukte verboten, die an Tieren getestete Inhaltsstoffe enthalten. Das Verbot stand bis zuletzt auf der Kippe, denn noch im vergangenen Herbst waren Ausnahmen vom Vermarktungsverbot zwischen der EU und der Industrie diskutiert worden. Bislang durften außerhalb der EU noch Tierversuche für die Prüfung von Kosmetikzutaten angewendet und die Produkte in der EU verkauft werden.

Preis für vegane Mode
Der britische Zweig der Tierschutzorganisation Peta hat Modemarken für tierfreundliche Mode ausgezeichnet: Beispielsweise Vivienne Westwood für karierte Handtaschen und Stella McCartney für Stöckelschuhe. Dabei setzt Peta auf Kunstleder, Kunstpelz und andere tierfreundliche Stoffe – das bedeutet in den Klamotten darf kein Leder, keine Wolle, keine Daunen und kein Pelz verarbeitet sein.

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