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MELDUNGEN


ÖKO-TEST Magazin - epaper ⋅ Ausgabe 8/2017 vom 27.07.2017

TITANDIOXID IM VISIER

Die Europaische Chemikalienagentur (ECHA) hat Titandioxid bewertet. „Es steht unter Ver- dacht, beim Einatmen Krebs zu erregen”, so das Komitee fur Risikobewertung der ECHA. Als Allrounder ist Titandioxid in vielen Produkten enthalten: Es schutzt als mineralischer UV-Fil- ter die Haut und steckt als Pigment in Kosme- tika und Wandfarben. Als Lebensmittelfarbe E171 isteszum Weifien in Dragees zu finden. Die ECHA empfiehlt nun, die Verbindung als Gefahrstoff, als einen CMR-Stoff der Kategorie 2, einzustufen. Der Grund:Tierversuche zeigen einen moglichen Zusammenhangzwischen dem Einatmen von groften Mengen Titandio- xid in Staubform und Lungentumoren. Ande- re Wege schatzen Experten als unbedenklich ein: Demnach dringt Titandioxid nicht fiber die gesunde Haut in den Korper ein. Auch in Lebensmitteln stelle es kein Risiko dar. Derzeit mahnt die franzosische Agentur Anses aber weitere Forschungen zu E171 an, nachdem eine neue Studie Bedenken aufgeworfen hat.

WAS SAGT OKO-TEST?

Es macht einen Unterschied, ob Titandioxid als UV-Filter in einer Sonnenmilch oder in Sprays in Nanoform vorkommt. Und gerade als mineralischer UV-Filter ist Titandioxid eine wichtige Alternative zu chemischen Filtern, die moglicherweise wie ein Hormon wirken. Ob der Krebsverdacht nun wirklich stoffspezifisch ist, es also an Titandioxid an sich liegt, oder ob die Ursache nicht vielmehr in der Form des Feinstaubes zu sehen ist, bleibt zu klaren. Auch von anderen schwerloslichen Stauben ist bekannt, dass sie sich in der Lunge sam- meln und unter Umstandenzu Tumoren ftihren konnen. Auf die Problematik bei Sprays weist OKO-TEST schon lange hin. OKO-TEST beurteilt Titandioxid deshalb auch je nach Einsatz und beobachtetdie wissenschaftliche Diskussion weiterhin ganz genau.

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MEHR TRANSPARENZ IN DER TEXTILKETTE

Das Europaische Parlament hat die EU-Kom- mission aufgefordert, mit einem Gesetz eine rechtlich bindende Sorgfaltspflicht in der Textil- industrie einzufuhren. Unter anderem durch eine verbindliche Berichterstattung sollen die Hersteller strikte soziale Standards durchset- zen, und zwar in der gesamten Lieferkette. Das Gesetz auf den Weg bringen kann nur die Kommission.

STRENGERER GRENZWERT FUR KONSERVIERUNGSMITTEL

Die EU-Kommission senkt die erlaubte Hochstkonzentration des Konservierungsmittels Methylisothiazo Iinon (MIT) nun auch in Kosmetikprodukten, die wieder von der Haut abgewaschen werden. Die dafur notige Anderung der Kosmetikverordnung sieht eine Verscharfung von bislang 0,01 auf 0,0015 Gewichtsprozent vor. In Kosmetik, die auf der Haut bleibt, ist MIT seit Februar 2017 verboten, weil es starke allergische Reaktionen auslosen kann. OKO-TEST bewertet den Konservierer in Kosmetik schon lange streng.

FÜR SIE GETESTET

BILOU TASTY DONUT PFLEGENDER CREME- SCHAUM

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GESAMTURTEIL
sehr gut

Mehrzu den untersuchten Parametern und Testmethoden finden Sie unter oekotest.de Suchen „M1708“

Mit ihrem Lied„How it is (wap bap)“ zog Youtuberin Bianca „Bibi“ Heinicke im Internet unlangst eine Menge Hame auf sich. In Sachen Beauty kauft das Publikum der ge- schaftstuchtigen Influencerin (auf Deutsch: Einflussnehmerin) hingegen fast alles ab. Ihre SchaumpflegemarkeBilou hat vorallem junge, weibliche Fans. Dahinter steckt die ei- gens fur den Vertrieb ihrer Produkte gegrun- dete Firma Nuwena. Wir haben denBilou Tasty Donut Pflegender Cremeschaum in die Lahore geschickt und keine gesundheitlich bedenklichen Inhaltsstoffe nachgewiesen. Ob Korpercreme allerdings in eine Aluflasche gefullt werden muss, aus der sie nur mit Treibgasen befreit werden kann, bleibt frag- wiirdig. Doch selbst das Umweltbundesamt kann nicht mit Sicherheit sagen, ob andere Verpackungsmaterialien eine bessere Oko- bilanz haben, da dies von vielen Faktoren abhangt. Pflegevorteile bietet Schaum nicht.
Preis: 3,95 Euro pro 150 Milliliter


Foto: Michael Gottschalk/imago

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