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METZ FINEO 49TY82 UHD TWIN R: Kompakter Premium-LCD


Digital Tested - epaper ⋅ Ausgabe 1/2020 vom 28.02.2020

Außergewöhnliche LED-Technik findet sich häufig nur in den größten LCD-TVs, weshalb es wie ein Wunder erscheint, dass Metz bei diesem 49-Zoll-LCD-TV auf eine leistungsstarke LED-Beleuchtung setzt.


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Bildquelle: Digital Tested, Ausgabe 1/2020

Während im Metz Fineo 55 UHD ein OLED-Panel mit selbstleuchtenden Pixeln für beeindruckende HDRBildkontraste sorgt, so stellt sich beim hier getesteten Metz Fineo 49 UHD zunächst die Frage: Gelingt Metz eine überzeugende HDR-Wiedergabe, obwohl die im Kontrast limitierte IPS-LCD-Technik zum Einsatz kommt? Der Lösungsansatz von Metz ist zwar nicht neu, doch gerade im aktuellen TV-Umfeld und der angepeilten ...

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... Bildgröße enorm beeindruckend: Metz setzt auf eine vollwertige LED-Hintergrundbeleuchtung mit Local-Dimming, sodass in rund 160 Zonen (16 × 10 LED-Felder) die Helligkeit gezielt gemäß den Anforderungen des Bildes angepasst werden kann. Mehr noch: Während der Metz Fineo 49 UHD schon mit SDR-Quellen ausreichend hell und zugleich energieeffi zient arbeitet, steigt bei der Wiedergabe von HDR-Quellen die Maximalhelligkeit nochmals enorm und mit etwas mehr als 900 Nits liefert dieser kompakte Fernseher eine Bildbrillanz, wie es sonst nur die besten XXL-LCD-TVs ermöglichen.

Fernbedienung und Design

Den TV- und Aufzeichnungsfunktionen spendiert Metz alle nötigen Tasten, die F-Taste startet das Schnellauswahlmenü


Metallblenden • Standfußfl äche: ca. 71,5 × 34 cm • Display drehbar: ja • Statusanzeige: Infodisplay • Lichtsensor: ja


LED-Local-Dimming

Die LED-Ansteuerung und gleichzeitig ablaufende Kontrastoptimierung klappt in den meisten Fällen zielgerichtet: Sie profi tieren von einer kontrastreicheren Wiedergabe mit Filminhalten und auch leuchtstarke HDRSequenzen zeigen sich auf einem Qualitätsniveau, wie wir es in dieser LED-LCD-Klasse schon lange nicht mehr gesehen haben. Doch Metz setzt nicht ausschließlich auf maximale Lichtleistung, ganz im Gegenteil: Um störende Einleuchteff ekte gerade mit HDR-Filmquellen zu vermeiden, wird die Helligkeit kleinster Leuchtdetails automatisch gedrosselt, um die Schwarzdarstellung zu optimieren. Dies bremst HDR-Kontrasteff ekte zwar teilweise aus (der Metz 55 UHD mit OLED-Panel und selbstleuchtenden Pixeln bleibt hier das Maß der Dinge innerhalb der Fineo-Familie), doch der Gesamteindruck kann trotz des eingeschränkten Kontrastumfangs des IPS-LCDs durchaus überzeugen. Nachteile zeigen sich nur dann, wenn die Signalkontrastoptimierung, die an das LED-Dimming gekoppelt ist, ungewollte Nebeneff ekte hervorruft . So zeigen homogen ausgeleuchtete Flächen eine Vignettierung und kleinere helle Bildelemente können Schatteneff ekte provozieren, was gerade bei On-Screen-Einblendungen und Untertiteln irritieren kann. Mit HDR-Quellen neigt der Fernseher zudem zu verstärkten Helligkeitsabstufungen (Banding). Doch bei aller Kritik: Flächig erzeugt der Metz Fineo 49 UHD die leuchtstärksten Bilder seiner Klasse und in den meisten Fällen arbeitet das LED-Dimming derart fl ink und zielgerichtet, dass auch HDR-Filminhalte überzeugen. Um Einfl uss auf die HDR-Detailwiedergabe nehmen zu können, stehen im Bildmenü unterschiedliche Kontrastvorgaben zur Wahl, wobei die Voreinstellung „ausgeglichen“ meist den besten Kompromiss aus Helligkeit und Dynamikumfang bietet. Abseits der Standards HLG und HDR10 unterstützt Metz jedoch keine weiteren Formate – vor allem ein Dolby-Vision-Bildabgleich hätte der Detailwiedergabe auf die Sprünge helfen können.

Fürs Fernsehen gemacht

Fernab von Computer-Gedankenspielen erwartet Sie das vollständige Metz-TV-Paket: Neben Twin-Tunern und zwei CI-Slots profi tieren Sie von einer integrierten 500-GBFestplatte und Sie können zusätzlich externe USB-Festplatten anschließen, um Daten beispielsweise zu kopieren. Maximal zwei Aufnahmen können Sie gleichzeitig durchführen und der Fernseher bietet viele Möglichkeiten, um die Vor- und Endlaufzeiten passend zum Programminhalt oder etwaigen Verzögerungen anzupassen. Selbst der Standfuß des Fernsehers ermöglicht eine nützliche Zusatzfunktion: Sie können das Display drehen und somit vermeiden, dass Bilder bei einer nicht optimalen Sitzposition kontrastschwächer erscheinen. Die Verarbeitungsqualität des Kreuzfußes ist ebenso wie die des Displays überzeugend gelungen, da aber der Schwerpunkt genau auf der Standfußmitte lastet, schwebten die Fußenden je nach Unterlage unfreiwillig in der Luft und der Standfuß drehte sich passend zum TV-Gerät mit. Reicht Ihnen die gebotene Qualität noch nicht aus, können Sie im Fachhandel eine Pro-Version des Fernsehers erwerben, die sich hinsichtlich der Festplattengröße, der Fernbedienung und des Standfußes von der hier getesteten Basis-Variante unterscheidet.

Ist das ein Smart-TV?

Fans von Streaming-Inhalten müssen beim Metz Fineo 49 UHD zunächst umdenken: Im Smart-TV-Portal fi nden sich keine Zugänge zu Netfl ix, Amazon, Rakuten oder Youtube, stattdessen benötigen Sie externe Zuspieler. Investieren Sie deshalb gleich in einen Fire-TV-Stick oder alternativ in eine Shield-TV- oder Apple-TV-Box oder einen UHD-Player, um die gewünschten VoDApps auf dem Metz-TV anzuzeigen. Dank HDMI-CEC gelingt die Steuerung dennoch über die TV-Fernbedienung. Die wichtigsten TV-Funktionen sind direkt und ohne Umwege über entsprechende Tasten abrufb ar und innerhalb einer Menüoberfl äche lenkt nichts vom gewünschten Inhalt ab. Gerade wichtige TV-Tuner- und Aufnahme-Funktionen werden derart durchdacht präsentiert, dass man die Eingabebefehle nach kurzer Eingewöhnung praktisch im Schlaf beherrscht. Selbst die Sendersortierung oder das Auffi nden einzelner Programme innerhalb einer prall gefüllten Sat-TV-Liste ist bei diesem Fernseher so unkompliziert gelöst, dass man sich häufi g die Frage stellt, warum angeblich smarte Fernseher derartige Prozesse so kompliziert gestalten. Zusätzlich können Sie über die Funktionstaste ihr ganz persönliches Schnellauswahlmenü zusammenstellen und das zusätzliche Mini-Display im Lautsprecherbereich zeigt Programmnahmen, Quellen und Aufzeichnungsvorgänge an, sodass unser Bedienurteil trotz fehlender Apps lautet: Ganz schön smart, dieser Fernseher! Die Tonqualität der integrierten Lautsprecher hat uns im Test ebenfalls überzeugt und gerade die Stereowiedergabe gelingt über die Metz-Nachbearbeitung überraschend glaubhaft . Dennoch hätten wir uns eine umfangreichere Tonformatunterstützung gewünscht, denn zu aktuellen Dolby-Atmos- und DTS-Quellen ist der TV nicht kompatibel. Ein wichtiger Hinweis betrifft die Lautstärkesteuerung: Wie laut der Fernseher nach dem Einschalten erschallt, legen Sie über die Lautstärkeeinstellung im Tonmenü fest.

Der kompakte TV-Star

Die Direct-LED-Hintergrundbeleuchtung kann den entscheidenden Qualitätsunterschied gegenüber anderen LCD-TVs ausmachen. Metz erreicht zwar auch mit diesem Fernseher nicht die kontraststarken Bilder des OLED-TVs Fineo 55, doch derart brillant und mit HDR-Quellen überzeugend, gelang die Bildwiedergabe im 49-Zoll-LCDSegment schon lange nicht mehr. Dass Metz Bildinhalte teilweise zu deutlich nachbearbeitet, muss man nicht uneingeschränkt loben, doch die außergewöhnliche Bild- und Ton-Gesamtleistung sucht in dieser TV-Größenklasse ihresgleichen.

Bildeinstellungen

Die Bildprofi le unterscheiden sich nur durch die getroff enen Detaileinstellungen. Um möglichst schnell ein natürliches Bild zu erreichen, sollten Sie den Kinomodus wählen. Meiden Sie die Voreinstellungen Fernsehen, Sport oder Öko oder überprüfen Sie nachfolgend die Bildeinstellungen


Der Helligkeitsregler beeinfl usst die Leuchtintensität der LED-Hintergrundbeleuchtung. Nutzen Sie die Einstellung „bildabhängig“, um das LED-Local-Dimming auszunutzen. Alternativ können Sie zusätzlich „raumlichtabhängig“ verwenden (Lichtsensorsteuerung)


Um helle und dunkle Bildbereiche anzupassen, können Sie entweder diesen Signalabgleich durchführen oder abhängig von der Quelle eine Off set- und Kontrastkorrektur durchführen. Fehlende Details in dunklen Bildbereichen machten im Test eine minimale Korrektur notwendig


Metz koppelt die künstliche Nachschärfung an eine Glättung, sodass Bilder je nach Einstellungsstufe sehr weich oder Konturen stark betont erscheinen. Stufe 3 war im Test ein vertretbarer Kompromiss, doch es fehlt eine neutrale Schärfeabbildung


Das verbaute 100/120-Hz-LCD-Panel zeigt seine maximalen Qualitäten unter Einsatz der Zwischenbildberechnung. Für TV-Signale ist die Video-Bewegungskorrektur Pfl icht, wenn Bilder in Bewegung schärfer erscheinen sollen. Filmbilder lassen sich über eine Extra-Einstellung glätten


Die dynamische Kontrasteinstellung beeinfl usst die Kontrastbalance und betont dunkle sowie helle Bildbereiche. Trotz des kontrastreicheren Ergebnisses können Detailverluste auft reten und Gesichter unnatürlicher erscheinen. Die meist bessere Alternative: Nutzen Sie die Gamma-Voreinstellung 2.4


Neben einer künstlichen Kontrastverstärkung bietet Metz die Option, den XXL-Farbumfang des Fernsehers auch ohne HDR-Quellen auszunutzen. Über die Farbbetonung lassen sich stark gesättigte SDR-Farben noch plastischer wiedergeben, während Hauttöne kaum negativ beeinfl usst werden


Bildinhalte lassen sich nicht nur strecken oder stauchen, sondern auch im korrekten Seitenverhältnis ohne Bildbeschnitt darstellen. Überprüfen Sie für eine korrekte Darstellung neben der Bildformateinstellung die im Bild gezeigte Overscan-Option


Der Metz Fineo 49 UHD verfügt über vier HDMI-2.0-Schnittstellen. Spielen Sie 4K-HDR-Quellen zu, sollten Sie die passende HDMI-UHD-Einstellung überprüfen, falls die Anpassung nicht automatisch vorgenommen wird. Neue HDMI-2.1-Features wie VRR, ALLM und eARC fehlen


Haben Sie sämtliche Einstellungen vorgenommen, können Sie den Zugang sperren, indem Sie den Bedienumfang über die gelbe Taste auf ein Minimum beschränken. Tipp: Die Lautstärkeeinstellung im Lautsprechermenü bestimmt, wie laut der Ton nach dem Einschalten erschallt


Die Eingabeverzögerung fällt im klassischen TV-Modus inklusive Zwischenbildberechnung sehr hoch aus (rund 135 Millisekunden). Um Eingabefehle verzögerungsfreier umzusetzen, ist der Spiel- oder PC-Modus Pfl icht, hierbei verringert sich der Input-Lag auf rund. 35 ms


Obwohl im Metz Fineo ein 120-Hz-LCD-Panel verbaut ist, können Sie über PC und Xbox One X nicht in 120-Hz-Signalqualität zuspielen. Auch PC-spezifi sche Aufl ösungen im 1 440p-Format werden nicht unterstützt. Eine echte RGB-Signal-Bildausgabe war im Test nicht fehlerfrei möglich


Bilder: Auerbach Verlag