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Mir ist es wichtig, den doppelten Boden, den Charakter einer Figur zu zeigen


blickpunkt musical - epaper ⋅ Ausgabe 1/2020 vom 28.01.2020

Anke Fiedler über »Der Ring«, »Der Mann mit dem Lachen« und »Kuss der Spinnenfrau«


Artikelbild für den Artikel "Mir ist es wichtig, den doppelten Boden, den Charakter einer Figur zu zeigen" aus der Ausgabe 1/2020 von blickpunkt musical. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: blickpunkt musical, Ausgabe 1/2020

Anke Fiedler als Aurora in »Kuss der Spinnenfrau«


Anke Fiedler probt gerade für »Kuss der Spinnenfrau«, das am 1. Februar an der Musikalischen Komödie Leipzig Premiere feiern wird. Parallel spielt sie an der Staatsoperette Dresden die Rolle der Herzogin Josiane in »Der Mann mit dem Lachen«, das am 25. Januar 2020 Wiederaufnahme feierte. Im Juli wird sie zum dritten Mal die Rolle der Brunhild in »Der Ring« in Ludwigs Festspielhaus in Füssen verkörpern.
blickpunkt musical: Ihre erste große Musical-Hauptrolle war die Amneris ...

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... in »Aida« in Essen.

Anke Fiedler: Das stimmt. Ich kam damals eher vom Schauspiel, bevor ich Musical an der Universität der Künste in Berlin studierte. Mich interessierten eher schauspielerisch geprägte Rollen, bis ich meine Liebe zum Musical entdeckte. Ich habe Frank Nimsgern im Friedrich- Vis stadt-Palast kennen- und schätzen gelernt, als ich 2008 in seiner Show »Qi - Eine Palast-Phantasie« auftrat. Es folgte »The Rocky Horror Show« (2011) und vieles, was wir sonst noch zusammen gemacht haben.

blimu: 2018 spielten Sie erstmals in der Füssener Adaption von »Der Ring« die Rolle der Brunhild im Festspielhaus, ebenso in der Wiederaufnahme 2019. Seit kurzem steht fest, dass Sie auch 2020 die Lieblingstochter des Gottes Wotan verkörpern werden. Was ist das Besondere für Sie an »Der Ring« in Füssen?

AF: Es ist eine sehr opulente Fassung, die Frank Nimsgerns Musical mit Elementen von »Game of Thrones« verbindet. Mein Kostüm deutet in seinem raffinierten Schnitt einen Munitionsgürtel an und verleiht Brunhild etwas Kriegerisches. Zugleich lassen die weiße Farbe und der Mantel mit dem nach hinten schwingenden Teil, welches fast etwas von Flügeln hat, sie eher als Engel und Friedensstifterin auftreten.

blimu: In Ihrer Rolle verbinden Sie, wenn man auf die Wagner-Vorlage blickt, Elemente von Brunhild und Kriemhild. Was ist Ihnen bei Ihrer Darstellung besonders wichtig?

AF: Mir ist wichtig, dass die Darstellung der Figur eine Stringenz besitzt. Brunhild darf nicht nur wie eine neunmalkluge Weltverbesserin wirken, wenn sie ihren Vater maßregelt. Im ersten Teil versuche ich daher, dass sie ihn wie ein aufmüpfiges, trotziges Kind angeht. Im zweiten Teil, wenn sie aus dem ewigen Schlaf erwacht, ist mir wichtig zu zeigen, dass sie jetzt ein Mensch ist. Wotan hat ihr die Göttlichkeit genommen. Sie hat im Grunde nur noch Siegfried, der genauso unschuldig geboren ist wie sie. Beide müssen erst einmal lernen, Mensch zu sein. Dass Brunhild ihren Vater Wotan am Ende umbringt, ist schwer zu erklären. Mein leitender Subtext ist hier, dass sie es im Affekt tut.

blimu: Zuvor hat Wotan verlangt, dass sie Siegfried tötet. Dann kommt wieder seine Allmachtsfantasie zum Tragen. Er stellt ihr in Aussicht: »Dann erlangen wir unsere Göttlichkeit zurück.« Wohin das führt, weiß Brunhild aus Erfahrung.

AF: Erst sagt er: »Schlaf ist Erlösung« und dann folgt erneut diese Dekadenz. Da reagiert sie fremdgesteuert, wenn sie zusticht - so erkläre ich es mir.

Anke Fiedler als Brunhild in »Der Ring« mit Christopher Brose als Siegfried


blimu: Welche Herausforderung bedeutet die Partie der Brunhild für Sie gesanglich?

AF: Frank Nimsgern zu singen ist immer schwer -um das gleich vorwegzunehmen. (lacht) Frank schreibt gerne für einen großen Vocal Range. Die Partie beginnt sehr tief und geht bis zum hohen F oder G hinauf. Und für die männlichen Partien gilt das Gleiche: Ein Beispiel dafür ist ›Kleiner Mann‹ von Alberich (2018/19 von Chris Murray gesungen). Es gibt nicht viele Sänger, die das beherrschen. Es braucht wirklich viel Kraft für Franks Musicals, dessen muss man sich klar sein. Man muss fit und kraftvoll sein, sonst schafft man das nicht. Dennoch liebe ich Franks Kompositionen.

blimu: Was schätzen Sie an Frank Nimsgerns Kompositionen?

AF: Ich darf in der Musik meine lyrische, kopflastige Seite bedienen, kann aber auch meine rockige Seite integrieren. Da ist Frank sehr offen. Es muss nicht so clean und brav klingen wie in manch anderem Musical. Da ich vom Schauspiel komme, entspricht mir das: Ich muss nicht nur schön singen, sondern darf vom Gefühl her agieren, in die Emotion hineingehen.

blimu: Sie haben als Mezzosopran Duette mit Jan Ammann, der im Stück vom tiefen bis zum hohen Bariton intoniert, und Christopher Brose, einem Rock-Tenor bis hohen Tenor. Passen Sie sich mit Ihrer Stimme an?

AF: Ich liebe Jans Stimme. Unsere Stimmfarben passen gut zusammen. Doch meine Stimme harmoniert sowohl mit ihm als auch mit Christopher Brose. Bei Jan sind es eher getragene Songs, mit Pathos. Bei Chris ist das Ganze rockiger.

blimu: Es ist ein bisschen wie zwei Klangwelten: Die Welt der Götter und …

AF: (lacht) … und die der Menschen. Das Rockige passt auch zu Siegfried als Krieger. Wir alle lieben es, »Der Ring« zu spielen, leider sind die Phasen immer so kurz. Nach fünf Shows hat man gerade seinen Lauf und dann ist es schon wieder vorbei. Letztes Jahr waren es sieben, dieses Jahr fünf Shows - und dann pausiert es wieder ein Jahr. Vielleicht gibt es mal eine längere Spielserie.

blimu: Am 25. Februar feiern Sie Wiederaufnahme mit »Der Mann mit dem Lachen«, nach dem Roman von Victor Hugo, welches 2019 Uraufführung an der Staatsoperette Dresden feierte, mit Musik von Frank Nimsgern, Liedtexten von Alexander Kuchinka und Buch von Tilmann von Blomberg. Welche Rolle spielt Herzogin Josiane in der Geschichte des entführten Herzogsohns Gwynplaine?

AF: Sie ist die Halbschwester der Königin und die Krone möchte das Schloss und die Ländereienhaben, deren Erbe Gwynplaine ist. Er wurdegekennzeichnet, damit er überlebte. Seitdem Königin Anna weiß, dass er nicht wie der Rest der Familie tot ist, sieht sie in der Heirat zwischen Josiane und ihm die Möglichkeit, rechtmäßig in den Besitz der Ländereien zu kommen. Das ist Josianes Aufgabe.

blimu: Was war Ihnen besonders wichtig bei der Arbeit an der Rolle?

AF: Mir war die Beziehung zwischen ihr und Gwynplaine wichtig. Auch in der Arbeit mit Regisseur Andreas Gergen habe ich versucht, die Psychologie dieser Frau zu ergründen. Denn nur, was du dir denkst, versteht nachher dasPublikum. Es steht ja nicht alles im Text. Sie verführt ihn, ist aber mit Barkilphedro, der so etwas wie ihr Vormund ist, zusammen. Was bewegt sie also? Ich habe mit Andreas studiert und er hat sich auch auf manche Idee von mir eingelassen. Ich verstehe es so, dass dieser Vormund, der wesentlich älter ist als Josiane, früh begonnen hat, das junge Mädchen zu manipulieren und an sich zu binden. Nun soll sie Gwynplaine mit dem Reichtum und Leben am Hof locken und ihn verführen, damit die Hochzeit stattfinden kann. Doch dieser findet nach und nach heraus, was damals geschah und dass sie mit Barkilphedro zusammen ist. Sie macht leider den Fehler, ihn zu verhöhnen: Wie er glauben könnte, dass sie mit einem Tier wie ihm zusammen sein will, und schadet sich damit selbst … Dabei ist sie fast so verloren wie Gwynplaine. An einer Stelle sagt sie: »Wir sind doch Ebenbilder, Gwynplaine.Wir sind Pole des gleichen trostlosen Planeten.« Für mich ist das ein wichtiger Bruch in der Figur. Mitunter finde ich es eher unspannend: wenn jemand einfach nur böse ist und einanderer einfach nur gut. So sind Menschen nicht. Deshalb ist es mir wichtig, den doppelten Boden, den Charakter einer Figur zu zeigen - in diesem Fall die Verbindung zu Gwynplaine. Auch wenn sie nur kurz durchblitzt, denn Josiane kann sich nicht befreien aus ihrem Marionettendasein an den Fäden von Barkilphedro.

blimu: Wenn Sie jetzt Wiederaufnahme feiern, gab es dann noch mal Veränderungen?

AF: Es wurden noch Texte geändert auf Wunsch der neuen Intendantin. Auch gab es Umbesetzungen. Ich kann leider wegen »Kuss der Spinnenfrau« auch nicht alle Termine übernehmen, weshalb die Rolle geteilt wurde. Sabrina Auer aus der Schweiz spielt die anderen Tage.

blimu: Frank Nimsgern komponierte hier eine Auftragsarbeit für ein großes Orchester.

AF: Er hat wunderschöne Melodien geschrieben, in denen man schwelgen kann. Wenn der Song die Handlung stark vorantreibt, muss man sehr aufpassen, dass man genau hinhört und artikuliert singt. Es wäre schade, wenn die Texte, die wirklich gut sind, verloren gehen. Die Musik von »Der Mann mit dem Lachen« ist in meinen Augen fantastisch. Ich glaube, auch in Dresden haben das die Verantwortlichen erkannt. Bryan Rothfuss singt die für mich schönste Arie (›Die Mär, die man erzählt‹) des Stückes, die direkt ins Herz geht.

blimu: Was macht Ihre Gesangsnummern aus?

AF: Ich habe am Anfang eine Arie mit Gwynplaine (›Das ist, was mich erregt‹), bei der er erst gegen Ende einsetzt, und dann noch die große Solo-Arie (›Ein Freak, ein jämmerlicher Wicht‹) im zweiten Akt, in der ich ihm den Spiegel vorhalte. Sie ist am Ende sehr hoch und rockig. Als Aurora in »Kuss der Spinnenfrau« habe ich allerdings besonders viel zu singen. Das ist schon eine große Herausforderung.

Anke Fiedler


blimu: Wie eingangs erwähnt, proben Sie gerade für Ihr Debüt als Aurora in »Kuss der Spinnenfrau« in einer Inszenierung von Cusch Jung an der Oper Leipzig. Wie erarbeiten Sie sich die Rolle?

AF: Zur Rolle gehört viel tänzerische Arbeit mit Choreographin Melissa King und dem Ballett. Dabei singe ich natürlich auch. Oft bin ich mir dabei gar nicht bewusst, dass ich den Song dann 20 Mal durchgesungen habe. Wenn ich voll austanze, bin ich körperlich absolut dabei. Würde ich mich gesanglich schonen, wäre die Anspannung beim Tanzen nicht die gleiche. Das fordert ganz schön. Ich muss mich ab und zu dazu zwingen, mich zu schonen, sonst bin ich bei der Premiere schon platt. (lacht)

blimu: Sie sagten, dass Sie den Regisseur Cusch Jung schon länger kennen. Wie ist seineArbeitsweise?

AF: Mit Cusch zu arbeiten ist ganz toll. Wir kennen uns schon seit »Chicago« (2000) in München. Er spielte damals den Billy Flynn und ich hatte mein erstes Engagement nach dem Studium als Liz. Melissa King, die damals Regie führte und auch die Choreographien machte, hatte mich beim Abschlussprojekt der Universität der Künste gesehen und wollte mich haben. So bin ich vom Fleck weg engagiert worden.

Cusch hat sehr viel Humor. Aus jeder Pointe macht er mit Lust einen Sprachwitz: Das war schon damals so. Die Zusammenarbeit selbst ist sehr herzlich, warm und harmonisch. Er ist ein guter Schauspieler, der auch als Regisseur sehr genau hinschaut. Ihm ist es sehr wichtig, dass man fühlt, was man sagt. Dass das gesprochene Wort im Musical das gleiche Gewicht hat wie das gesungene. Egal, ob man singt, spielt oder tanzt. Ihm ist wichtig, dass alles eine Einheit bildet. Er hat auch, soweit ich das jetzt nach den ersten Proben beurteilen kann, eine klare Vorstellung von dem, was er haben will, und schaut gemeinsam mit uns, wie sich das umsetzen lässt, aber auch, was am Ende das Beste ist. Bisher habe ich vor allem mit Melissa im Ballettsaal gearbeitet. Sie macht das wunderbar.

blimu: Für diejenigen, die das Stück nicht kennen: Welche Funktion hat Aurora im Stück?

AF: Sie ist nicht real, sondern entspringt Molinas Fantasie. Er hat sie in den 1930er/40er Jahren in Hollywoodfilmen gesehen. Damals hat sie ineinem Film die Spinnenfrau gespielt, die kam, um Menschen in den Tod zu führen. Vor ihr fürchtet er sich, Aurora dagegen betet er an. Während Aurora glamourös, farbig und fröhlich ist, steht die Spinnenfrau für den Tod und Dunkelheit. Aurora ist zugleich eine Flucht aus der Wirklichkeit dieses Gefängnisses in Argentinien, in dem tagtäglich Insassen unter der Folter sterben. Ich finde auch den Rahmen, in dem das Stück inszeniert wird, passend.

blimu: Sie meinen das Westbad, in dem die Musikalische Komödie Leipzig während des Umbaus ihre Spielstätte hat?

AF: Genau. Das Westbad ist ein altes Schwimmbad. Die Kacheln und die kahlen Wände passen in ihrer Atmosphäre sehr gut zu dem Stück. Besser als jetzt ein schickes oder schnuckliges Theater. Musikalisch ist der Raum allerdings nicht ganz einfach. Die Musik von John Kander enthält südamerikanische Rhythmen, es wird viel mit Bläsern gearbeitet.

Da hilft einem ein In-Ear, damit man nicht komplett im Hall steht. Sonst passiert es ganz schnell, dass die Musik und du nicht mehr zusammen sind, sondern einen Tick versetzt. Wenn du dich nicht hörst, versuchst du automatisch, lauter zu singen, und drückst dann.

blimu: Sie sagten weiter oben schon, dass »Kuss der Spinnenfrau« musikalisch komplex ist und Sie sehr viel zu singen haben.

AF: Jeder Song in diesem Stück hat seine eigene Farbe, die Musik ist sehr unterschiedlich - auch innerhalb einer Nummer. Ein Titel wie ›Gimme Love‹ ist eher einfach. Andere Parts enthalten Tonsprünge oder Tonartwechsel, die man wirklich lernen muss. Manchmal höre ich eine Sache einfach dreimal und dann ist sie im Kopf. Hier muss ich immer wieder darauf achten, wo die Quarte sitzt, welche Teile triolisch sind, dann kommt eine Synkope, die bei der nächsten Wiederholung wieder ganz anders aussieht. Vom Gefühl her will ich ganz woanders hin, als die nächste Note geschrieben ist. (lacht) Musikalisch ist es wohl das Schwerste, was ich bisher lernen musste. Dagegen sind »Cabaret« oder »Chicago«, die anderen bekannten Kander-Ebb-Stücke, wirklich eingängig.

Auch für unseren musikalischen Leiter Christoph-Johannes Eichhorn war es eine Herausforderung, diese Musik neu zu orchestrieren. Wir haben auch transponiert, weil die Partie der Aurora sehr tief ist. Dabei singe ich die Spinnenfrau in der tieferen Lage, sodass sie eher dunkel und bedrohlich wirkt. Bei Aurora, dem strahlenden Vögelchen, kann es gerne heller klingen - auch um die beiden zu unterscheiden. Ich werde mit Christoph darüber sprechen. Generell bin ich schon sehr gespannt, wie die weiteren Proben verlaufen.

blimu: Vielen Dank für das schöne Interview und alles Gute für all Ihre Engagements.

Anke Fiedler

In Magdeburg geboren, absolvierte Anke Fiedler ihr Studium in Schauspiel, Gesang und Tanz an der Universität der Künste Berlin. Direkt nach ihrer Ausbildung verkörperte sie Liz in »Chicago« am Deutschen Theater München und am Theater Basel. Es folgten Engagements am Theater des Westens, an der Komödie in Frankfurt am Main und am Staatstheater Braunschweig. Von 2003 bis 2005 war sie als Amneris in Elton Johns Musicalfassung von »Aida« im Colosseum in Essen zu sehen. Bei den Freilichtspielen Tecklenburg spielte sie in »Dracula«, am Wiener Metropol in »Hedwig and the Angry Inch«, am Friedrichstadt-Palast Berlin in »QI - Eine Palast Phantasie«, bei den Schlossfestspielen Ettlingen in »Rent«, am Staatstheater Saarbrücken in »The Rocky Horror Show« und am Prinzregententheater München die Titelrolle in »Die Päpstin«. Am Renaissance Theater Berlin war sie neben Heikko Deutschmann als Gertrud in »Der ideale Mann«, als June Carter an der Seite von Gunter Gabriel als Johnny Cash sowie in der Revue »Ich weiß nicht, zu wem ich gehöre« zu sehen. Am Ernst Deutsch Theater in Hamburg spielte sie in der Uraufführung von »Liebeslügen« von Ildikó von Kürthy die Rolle der Natalie und mit »Swinging St. Pauli« war sie auf Deutschlandtournee. An Ludwigs Festpielhaus in Füssen verkörperte sie Brunhild in »Der Ring« und kreierte an der Staatsoperette Dresden in der Uraufführung von »Der Mann mit dem Lachen« die Rolle der Herzogin Josiane. Im Februar 2020 debütiert sie an der Musikalischen Komödie der Oper Leipzig als Aurora in »Kuss der Spinnenfrau«. Anke Fiedler war zudem Solistin der europaweiten Konzertreihe »Musical Rocks« und Leadsängerin ihrer Funk-/Soul-Band »Uptown Saturday Night«.


Foto: Emilie Cattin / emc-photo.com

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