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Mit 14 wurde ich eine Sex-Sklavin


die aktuelle Krimi - epaper ⋅ Ausgabe 6/2020 vom 07.12.2019

und musste an einem Tag mit 110 Männern schlafen!


Artikelbild für den Artikel "Mit 14 wurde ich eine Sex-Sklavin" aus der Ausgabe 6/2020 von die aktuelle Krimi. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: die aktuelle Krimi, Ausgabe 6/2020

Auch auf einem Straßenstrich in Italien musste das verschleppte Mädchen eine zeitlang anschaffen (Symbolbild)


Teenager Megan Stephens suchte im Griechenland-Urlaub die große Liebe und geriet in die Fänge von Menschenhändlern. Sechs leidvolle Jahre lang wurde sie von mitleidlosen Männern grausam ausgebeutet und missbraucht. Am Ende war das Mädchen ein menschliches Wrack und dachte an Selbstmord …

„Für die Menschenhändler war ich eine Ware, mit der sich Geld verdienen ließ“, sagt Megan. Jeden Tag vorm Einschlafen hoffte sie, dass der nächste Tag nicht kommen ...

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... möge …


„Du nanntest es Liebe“ heißt das Buch, in dem Megan unverblümt von ihrem abscheulichen Schicksal erzählt


Tag für Tag diese quälende Angst. Seit zehn Jahren geht das schon so. Seit Megan Stephens (der Name ist ein Pseudonym ), 30, aus den dreckigen Puffs und Folter-Kammern osteuropäischer Menschenhändler in Athen die Flucht gelang. Nach sechs Jahren Leben als menschliche Ware: gequält, geprügelt, wertlos …

Seither verfolgt die Angst sie wie ein unheimlicher Schatten. Wo immer sie auch hingeht – die Angst legt sich sogar nachts zu ihr ins Bett und schleicht sich wie ein Gespenst in ihren Schlaf. Manchmal schreckt Megan schreiend hoch, weil da wieder dieser furchterregende Zuhälter aus ihrem alten Leben aufgetaucht ist, der ihr sofort mit den Fäusten ins Gesicht schlägt und schreit: „Dreckige, miese Hure.

Beim nächsten Mal bringe ich deine Mutter um!“ Der Mann, der ihr dann mit dem Knauf seiner Pistole auf den Kopf hämmert, bis sie blutend zusammenbricht – so wie früher, als Megan noch ein zartes Mädchen von 15 Jahren war. Und jedes Mal, wenn der Schmerz nachts unerträglich wird, treibt der Albtraum Megan schreiend und zitternd im Bett hoch. Aber erst, wenn sie die Nachttischlampe anknipst, legt sich das Zittern, weil sie jetzt sicher sein kann, dass sie allein in ihrem Zimmer ist. Dass Christoph, der einst einer ihrer brutalsten Zuhälter war, sie doch nicht gefunden hat … Die Geschichte der Engländerin Megan Stephens ist so furchtbar, dass sie unser Vorstellungsvermögen weit übersteigt. Denn hier wurden sämtliche menschlichen Gefühlsregungen außer Kraft gesetzt und die Menschlichkeit von verrohten Männern mit Füßen niedergetreten. Das Wort Bestie dürfte nach dieser Geschichte im Tierreich nichts mehr verloren haben, weil es Bestialität aus purer Berechnung da gar nicht gibt.

Es waren menschliche Bestien, die Megan Stephens mit Drohungen, schlimmsten Vergewaltigungen und grausamster Brutalität den Willen brachen und in ihr alles zerstörten, was einen Menschen ausmacht. Das junge Mädchen war nur noch Hülle, ein Sex-Automat, der die Beine öffnen musste, wenn geile, dreckige Männer den Automaten mit Geld fütterten.

Die Tage waren immer gleich. 15, 16 Stunden in einem dunklen Loch von Zimmer in einer billigen griechischen Absteige.

Sieben Tage die Woche. Sechs Jahre lang. Megan sah fast nie die Sonne, weil die Fenster verrammelt waren, blickdicht gemacht mit billigem schwarzem Krepppapier. Megan hörte auch den Regen nicht, wenn er gegen die Scheiben klatschte.

Sie hörte auch nicht mehr das Stöhnen der Männer, die über ihr lagen, hinter ihr knieten, die sie im Akkordtempo abfertigen musste. Sie roch nicht einmal mehr die Ausdünstungen ihrer ungewaschenen, verschwitzten Freier, deretwegen sie anfangs noch würgte. Später funktionierte sie nur noch.

Megan Stephens musste jeden Tag bis zu 15 Stunden Freier bedienen. Und das sieben Tage die Woche. Sie lieferte ihren Zuhältern monatlich bis zu 50 000 Euro ab


Athen bei Nacht – ein Traum für Touristen. Ein Albtraum für Megan! Sechs Jahre war sie in dreckigen Absteigen weggespe


Es geschah am ersten Abend ihres ersten Urlaubs in Griechenland. Megan und ihre Mutter saßen in einer kleinen Bar am Meer, als ein gut aussehender junger Mann das 14-jährige Mädchen anlächelte. „Ich bin Jak“, stellte er sich vor. Jak hatte dunkle, feurige Augen und war bestimmt zehn Jahre älter als sie. Er war albanischer Abstammung. Von da an trafen sie sich jeden Tag. Megan war zum ersten Mal verliebt. Und als er sie eines Nachts am Strand küsste, war sie Jak sofort verfallen.

Was Megan aber damals noch nicht ahnen konnte: Der Mann, der sie so leidenschaftlich umarmte, war der leibhaftige Teufel, der Megan aus ihrem Leben wirft – wie Abfall.

Megan war zu jung, zu naiv, zu unerfahren und zu verliebt, als dass sie hätte begreifen können, dass Jak ein verkommener Mensch war. Sie glaubte ihm alles – wenn er von Liebe sprach und von ihrer gemeinsamen Zukunft.

Wenn er von seiner armen krebskranken Mutter erzählte, für deren Behandlung er Geld brauchte. Viel Geld. „Vielleicht kannst du mir helfen, dann können wir schneller für uns Geld sparen.“ Natürlich wollte Megan helfen.

Jak hatte da wundersamerweise bereits einen Job für sie. In einem Café in Athen.

Statt in einem Café landete sie in der Hölle.

Jak drückte Megan vor einem Bürogebäude eine Pappschachtel in die Hand, die sie einem Mann im 5. Stock bringen sollte. „Sei nett zu ihm. Es geht um uns, denk dran.“ Der Mann, der sie empfing, war fett und widerlich. Er führte Megan in ein fensterloses Zimmer, riss ihr die Kleider vom Leib und vergewaltigte sie. Megan hatte da zum ersten Mal Sex. Danach drückte er ihr Geldscheine in die Hand und warf sie aus dem Zimmer. Der Mann sollte der erste Freier von vielen Tausend sein.

Ja, es waren Tausende, auch wenn die Zahl so unvorstellbar ist. Wie kann eine Frau so eine Folter aushalten, ohne zu zerbrechen? Ohne sich den Tod zu wünschen? Jak riss ihr die Geldscheine aus der Hand: „Ich bewahre in Zukunft das Geld auf!“

Nach sechs Jahren konnte Megan fliehen – und kämpft heute für andere Opfer!

Megan (hier ein Symbolfoto) war nach sechs Jahren Gefangenschaft kein Mensch mehr. Sie funktionierte nur noch wie ein Roboter. Sechsmal hatte sie Syphilis. Sechsmal Salmonellen. Zum Schluss wollte sie nur noch sterben


Megan zog mit Jak zusammen. Ihrer Mutter sagte sie, sie wolle in Griechenland bleiben. Und die hatte nichts dagegen. Warum auch. Ihr Interesse an der Tochter war ohnehin nie besonders groß gewesen. Liebe hatte Megan nie kennengelernt. Von da an musste sie als Prostituierte arbeiten.

Megan machte es für ihren Jak und für seine kranke Mutter, auch wenn sie sich vor den Männern ekelte.

„Ich liebte Jak und er mich“, betont Megan heute. Selbst als er sein wahres Gesicht zeigte und sie verprügelte, wenn sie „ihren Job“ nicht machen wollte, glaubte sie noch an seine Liebe. Auch dann noch, als sie schwanger wurde und er ihr so lange in den Bauch trat, bis sie eine Fehlgeburt erlitt. Sie klammerte sich sogar noch an die Liebe, als Jak sie an andere Menschenhändler verkaufte, die noch brutaler waren als er. „Ich brauchte etwas, woran ich mich festhalten konnte, auch wenn seine Liebe eine Lüge war“, erklärt Megan.

Inzwischen waren es keine 10 oder 15 Männer jeden Tag, die sie bedienen musste, sondern 50. Darunter krankhafte Sadisten, die sie bis zur Bewusstlosigkeit malträtierten.

Megan wurde nach Italien verkauft, auf den Straßenstrich. Dann wieder an einen Billigpuff in Griechenland, wo sie einmal an einem einzigen Tag mit 110 Männer schlafen musste.

Megan sah erschreckend aus – abgemagert, ausgelaugt und erschöpft. Es gab für sie keine Ruhepausen. Wenn sie Glück hatte, durfte sie täglich vier, fünf Stunden schlafen. Sechsmal fing sie sich Syphilis ein.

Dann passierte etwas, wofür Megan bis heute keine Erklärung geben möchte. Sie verhalf einer jungen Polin zur Flucht vor ihrem Zuhälter. Einer ihrer reichen Freier, dem sie vertraute, bezahlte den Flug nach Warschau.

Warum wollte Megan nicht mitfliegen? – Kurz danach fand eine Kollegin sie blutüberströmt in ihrem Zimmer. Megan hatte sich mit einem Rasiermesser die Pulsadern aufgeschlitzt. Der Selbstmordversuch war ihr Weg zu fliehen! In der psychiatrischen Klinik, in die sie eingeliefert wurde, vertraute sich Megan einem Therapeuten an. Der rief ihre Mutter an, die sie sofort abholte und nach England brachte.

Heute kämpft Megan für Frauen, die in der Hand von Menschenhändlern sind. „Hunderttausende sind gefangen wie ich“, sagt sie.


Fotos: iStock, Shutterstock