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Mit Blumen gefühlvoll begleiten


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florieren! - epaper ⋅ Ausgabe 10/2022 vom 03.10.2022

Dass es wichtig ist, die Vielfalt der Trauerfloristik zu zeigen, wurde schon während der Rede des Oberbürgermeisters von Eppingen zur Eröffnung der Schau deutlich. „Während es noch vor 20 Jahren auf den Friedhöfen eng wurde und man über zusätzliche Flächen nachgedacht hat, sind nun Urnenstelen und Rasengräber gefragt, die weniger Platz bedürfen und auch eine andere Art floralen Schmucks“, erklärte Klaus Holaschke. Hier ist es wichtig, dass Floristen immer wieder zeigen, dass Blumen auch bei diesen Bestattungsformen ihren Platz haben.

Zeigen, was gestalterisch möglich ist

Dass auf der Kundenseite viel Beratung und Aufklärung notwendig ist, bemerkt Lisa Ghizelea, Inhaberin von Lisbeth – Florale Werkstatt in Flein immer wieder. Sie ist eine von elf Floristinnen und Floristen, die die Blumenschauen in Eppingen mitgestalten. Wenn die Kunden zu ihr in den Laden kommen, gebe es immer wieder eine gewisse ...

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Bildquelle: florieren!, Ausgabe 10/2022

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... Unsicherheit darüber, was möglich ist, welche Blumen und welche Farben erlaubt sind, erzählt die Floristin. „Dabei sind der Gestaltung eigentlich keine Grenzen gesetzt, Trauerfloristik ist vielfältig und individuell, und vor allem kann sie Trost spenden.“

1 + 2 Einen ausgefallenen Urnenschmuck fertigte Elisa Korth, Blumerie Eppingen. Dazu passend gestaltete sie einen Trauerkranz, der durch die Verwendung eher ungewöhnlicher Floralien wie Calocephalus auffällt.

3 Daniela Keller, DekoUnikate in Maulbronn, fertigte ein kompakt gestecktes 3-D-Herz. Die Blütenfülle wird von Ginkgoblättern gerahmt, getragen wird das Herz von Metallfüßen auf einem Betonfundament.

4 So vielfältig wie das Leben sind die Floralien, die Theres Radon, florelie.de, für ihren gesteckten Trauerkranz verwendete. Sie sind zudem so ausgewählt, dass der Kranz schön eintrocknet und nicht schon nach wenigen Tagen unansehnlich wird.

5 Bärbel Lampert-Müllner sorgt mit regelmäßigen Pflegegängen dafür, dass die Werkstücke der Blumenschauen über 14 Tage lang ansehnlich bleiben. Die pensionierte Floristin ist aber auch bei jeder Schau mit einem Werkstück dabei. Hier verarbeitete sie die bewegenden Worte einer behinderten Frau, die bei ihrer Oma aufwuchs und ihr nach deren Tod einen Abschiedsbrief schrieb. Bärbel Lampert-Müllner steckte unter der Wasserschale einen Kranz aus Blüten, die an die Blumen im Garten der Verstorbenen erinnern. Darunter flocht sie einen Ring aus Seegras, das luftig leicht das Terrakottagefäß verdeckt, das Schale und Kranz trägt.

6 Das Leben von seinem Anfang bis zum Ende symbolisiert der Kranz von Maria von Berg. Die gesteckten Floralien entspringen dem Boden, der mit Malzkörnern bedeckt ist, in denen das Leben zu keimen beginnt. Der Kranz ist zweigeteilt wie das Leben – in jung und alt, arm und reich, gesund und krank. Die Ähren teilen den Kranz in ein Innen und Außen, sind aber transparent und lassen Durchblicke zu, so wie meist auch die verschiedenen Seiten des Lebens gleichzeitig präsent sind.

7 „Wild at heart“ nannte Lisa Ghizelea das herzförmige Werkstück, das sie komplett mit Hortensien ausgesteckt und mit einem wilden Akzentschmuck als Kontrast zur Zartheit der Hortensienblüten ergänzte. Sie will damit die widersprüchlichen Emotionen zum Audruck bringen, die man beim Verlust eines Menschen erlebt – positive Erinnerungen, aber auch Trauer und Schmerz. Zudem ist das Werkstück ein schönes Angebot für Kunden mit niedrigem Budget. „Die Hortensien wirken füllig, aber eigentlich sind nicht viele Blumen drin“, erklärt die Floristin.

8 Sina Bertsch gestaltete den offenen Urnenkranz nach vorn abfließend und nahm dabei die Farbigkeit des Motivs auf der Vorderseite der Urne auf. Kunden wählen immer häufiger eine Urne, mit auffälligem Design, ist die Erfahrung der Floristin. Sie sollte deshalb sichtbar bleiben und die florale Gestaltung sollte sich dem Design anpassen.

9 „Von Raupe und Schmetterling“ nannte Lisa Ghizelea ihr zweites herzförmiges Werkstück. Auf den eingearbeiteten Bändern steht der Spruch: Es ist das Ende der Welt, sagte die Raupe. Es ist erst der Anfang, sagte der Schmetterling. „Das Herz ist ein sehr beliebtes Motiv in der Trauerfloristik, ich habe es aber nicht klassisch kompakt und blumig ausgesteckt, sondern wollte zeigen, dass man es auch anders machen kann“, so die Floristin.

10 Sina Bertsch fertigte Engelsfügel in Zartrosa-Weiß. „Sie haben einen symbolischen Charakter und sind eine schöne Alternative zum klassischen Kranz oder Herz“, erklärt die Floristin.

11 Mal eine ganz andere Art, eine Urne würdevoll zu präsentieren, zeigte Martina Friese-Huhn, Blumen am Schloss, mit ihrer aufgestellten Kranzform. „Eine tolle Idee“, lobt Frank Tichlers, der sich über die Vielfalt der Werkstücke in dieser Schau freut.