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MIT BRYSON DECHAMBEAU: GLEICH LANG, IMMER GUT!


GOLF MAGAZIN - epaper ⋅ Ausgabe 100/2018 vom 24.09.2018
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Bildquelle: GOLF MAGAZIN, Ausgabe 100/2018

Schon immer interessierte ich mich dafür, wie der Schwung funktioniert, um gegebenenfalls selbst Feinjustierungen im Bewegungsablauf vornehmen zu können. Zwar habe ich Physik studiert, dennoch bedarf es keines Rechen-Diploms, um zu begreifen, dass es einfacher ist, über nur einen Golfschwung zu verfügen, als über Variationen dessen. Mit meinem Trainer, Mike Schy, habe ich einen Schwung erarbeitet, der immer funktioniert; egal mit welchem Schläger. Ich versuche jeden Schlag auf dem gleichen Schwungradius zu absolvieren. Meine Eisen sind so gefittet, dass sie alle dieselbe Länge und den identischen Lie ...

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... haben – und auch gleich viel wiegen. Die Lofts der Eisen liegen jeweils um vier Grad auseinander.

Mit den drei großen PGA Tour-Siegen, die ich in diesem Jahr eingefahren habe, kann ich vermutlich zu Recht sagen, dass dieses Schwungkonzept für mich bestens funktioniert.

Und ich bin sicher, dass diese Art Golf zu spielen die für mich wesentlich einfachere ist. Selbst wenn Sie nicht zu gleich langen Schlägern wechseln, können Sie aus den nachfolgenden Tipps viel für Ihr eigenes Spiel lernen.



„Identische Ansprechposition mit jedem Eisen!“


…ALS DAS GEWICHT ZU VERLAGERN

► EINIGE SPIELER VERLAGERN IHR GEWICHT , um eine Hebelwirkung für mehr Schlägerkopfgeschwindigkeit zu erzeugen. Wenn es allerdings um Genauigkeit geht, ist es mit meinem Dreh- und Angelpunkt wesentlich einfacher, den Ball mit der Schlagflächenmitte zu treffen. Ich habe eine tolle Übung für Sie, die Sie für den korrekten Bewegungsablauf sensibilisieren wird: Drehen Sie sich über beide Hüftgelenke, wie ich hier (Fotos unten), und lassen Sie Ihr Gewicht dabei in der Mitte. Spüren Sie den Unterschied? Dieses Gefühl wird Ihnen dabei helfen, sich beim Golfschwung wesentlich besser zu drehen.

BESSER MIT DREHUNG GERADEAUS…

► ARBEITEN SIE AN EINER BESSEREN KÖRPERROTATION , bevor Sie sich einen Schläger schnappen. Sich um ein und dieselbe Achse drehen zu können, erhöht nämlich die Möglichkeit, wiederholt einen guten Ballkontakt zu haben. Mein Gedanke dabei ist, mich um mein linkes Hüftgelenk zu drehen (Fotos oben). Und wenn ich dann runter zum Ball schwinge, drehe ich mich so schnell wie ich kann. Die präzisesten Wedge-Spieler arbeiten ebenfalls mit diesem Konzept und halten ihr Gewicht auf der zum Ziel vorderen Seite, ohne es zu verlagern.

EINE HYMNE AUF MEINE SCHWUNG-THESE

► AUF DEN FOTOS NUTZE ICH EIN WEDGE UND EIN EISEN 4 , aber alle meine Eisen sind mit 95,25 Zentimeten ungefähr so lang wie ein Eisen 6. Und mit zehn Grad aufrechter als beim Standard-Schläger üblich haben alle Eisen den gleichen Lie-Winkel. Beim Ansprechen brauche ich nichts zu verändern und kann auf ein- und derselben Schwungbahn zurückschwingen (oben). So spiele ich seit 2011, seitdem ich 18 wurde. Die dickeren Griffe auf meinen Schlägern sind ebenfalls hilfreich. Sie unterbinden eine zusätzliche Bewegung der Hände. Weniger Variable im Schwung zu haben bedeutet, nach weniger Fehlern suchen zu müssen, wenn mal etwas nicht klappt. Dass meine Ansprechhaltung und mein Schwungstil funktionieren, belegt meine kontinuierliche Verbesserung: Sie zeigte sich 2015, als ich die NCAA – das große College Golf-Finale in USA – und die US Amateurmeisterschaften gewonnen habe. Nach dem Sieg der DAP Championship auf der Web.com Tour erhielt ich die Tour-Karte für 2017. In meinem ersten Jahr habe ich mit der John Deere Classic meinen ersten PGA-Titel gewonnen; und dann kamen in diesem Jahr gleich drei große hinzu. Ich möchte nicht nur mein Spiel verbessern, sondern auch den Golfsport fördern und jedem die Möglichkeit geben, es mal mit dem kleinen weißen Ball zu probieren. Gerade bei möglichen Einsteigern hat meine These Potential: Wenn sie einige der vielen Variablen im Schwung beseitigen können, die gute Treffmomente erschweren, sollten wir mehr Leute für diesen Sport begeistern können. Gelegentlich werde ich schräg angeguckt, da meine Schläger und mein Schwung anders sind, aber ich bin stolz, ein Vorreiter zu sein.

SPÜREN SIE, DASS SIE RICHTIG LIEGEN

► SOBALD IHRE ANSPRECHPOSITION KORREKT IST und Sie diese auch spüren, erhöht das die Chance, diese immer und immer wieder zu reproduzieren. Wenn ich den Ball anspreche, imitiere ich die Position, die ich im Treffmoment haben möchte. Dabei sind meine Hände höher, halten den Griff aufrechter und neigen sich Richtung Ziel (Foto unten). Das hilft mir, verlässlich geradeaus zu schlagen.

GESTRECKT DURCH DEN BALL

► IN DEM SCHWUNGKONZEPT DER VERLÄNGERUNG steckt die Idee, mit durchgestreckten Armen zum Ball zu schwingen. Das erzeugt mehr Weite. Hier übe ich eine bestimmte Position im Rückschwung (unten). Das erleichtert mir, mit gestrecktem Arm durch den Treffmoment zu schwingen. Das ist auch für Sie eine gute Übung.


© GOLF DIGEST 8/2018. FOTOS: J.D. CUBAN. DEUTSCHE BEARBEITUNG: ISABEL VON WILCKE