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Mit dem Zweiten fährt man besser


Auto Bild - epaper ⋅ Ausgabe 14/2019 vom 04.04.2019

Mit demGLC räumtMercedes richtig ab, der SUV ist nach der C-Klasse das wichtigste Modell. Jetzt nimmt Generation zwei Fahrt auf – mit behutsam veränderter Optik


Artikelbild für den Artikel "Mit dem Zweiten fährt man besser" aus der Ausgabe 14/2019 von Auto Bild. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: Auto Bild, Ausgabe 14/2019

Serienmäßig als Hybrid unterwegs: neuer GLC mit 48-Volt-Bordnetz und Elektro-Boost mit bis zu 100 Newtonmetern


Außen betreibt Mercedes Feinschliff, innen soll der GLC so cool sein wie ein Tesla. Mindestens!

ZAHLEN LÜGEN NICHTAHLEN NICHT. Und sie sagen: Mercedes ist mit dem GLC extrem erfolgreich. Im vergangenen Jahr haben die Schwaben 40 438 Exemplare bei uns verkauft – rund doppelt so viele wie BMW vom X3 (20 877) und Audi vom Q5 (20 ...

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ZAHLEN LÜGEN NICHTAHLEN NICHT. Und sie sagen: Mercedes ist mit dem GLC extrem erfolgreich. Im vergangenen Jahr haben die Schwaben 40 438 Exemplare bei uns verkauft – rund doppelt so viele wie BMW vom X3 (20 877) und Audi vom Q5 (20 958). Und das, obwohl das im März auf dem Genfer Salon präsentierte Facelift anstand.

Und damit ist auch klar, was Mercedes mit Generation zwei anstellen wird: nämlich nicht viel. Ähnlich wie bei Volkswagen, wo sie den Golf über die Generationen evolutioniert haben, steht vor allem Feinschliff an. Aktuell hat das Design die finale Freigabe bekommen. Wie schon bei der neuen A-Klasse vereinfacht das Team um Chefstylist Gorden Wagener die Linie, nimmt Sicken und Kanten raus. Stattdessen werden Flächen modelliert, Scheinwerfer und Rückleuchten kleiner. Was aber bleibt, ist die grundsätzliche Designausrichtung mit sportlicher Fensterlinie.

Ebenso wie das Design bleiben auch die Abmessungen weitestgehend so, wie sie sind. Ein optimiertes Package soll Kofferraumvolumen und Platz für die Passagiere ein wenig verbessern. Mercedes sieht auch keinen Grund für große Sprünge, schon jetzt gehört das Platzangebot des GLC in der Mittelklasse zur Spitze.

Ähnlich wie beim Design betreibt Mercedes auch jede Menge Feinschliff bei der Technik. Da ist zunächst das Gewicht. Es soll um rund 50 Kilogramm sinken. Klingt nicht nach viel, ist es aber, weil Mercedes gleichzeitig mehr Ausstattung und Sicherheitsassistenten an Bord holt. So soll der GLC mindestens autonom nach Level 3 fahren können (siehe auch Seite 40), Hunderte Kilometer auf der Autobahn ohne ins Lenkrad greifen zu müssen sind ohne Probleme möglich. Und weil die neue Bordelektronik mit dem Internet vernetzt ist, könnte Mercedes zu einem späteren Zeitpunkt auch höhere Autonomie-Level als Update aufspielen. Was bei Tesla schon seit Langem normal ist, gehört in Zukunft auch bei den deutschen Herstellern zur Selbstverständlichkeit: Das Auto wird über die Jahre technisch frisch gehalten, sogar die spätere Buchung von Zusatzausstattung wie etwa Echtzeit-Verkehrsinfos über das Internet ist dann problemlos möglich.

Passend dazu renoviert Mercedes das Cockpit. Der breite Bildschirm aus der A-Klasse war nur ein Zwischen-schritt, wie Erlkönigfotos der neuen Mercedes S-Klasse (ab 2020) zeigen: Die Mittelkonsole dominiert ein großer Touchscreen, der sich wegen der geneigten Anordnung besser bedienen lassen soll als der eines Tesla. Und wie schon oft in der Vergangenheit wird die Technik nach dem Top-down-Prinzip eingeführt, erst bei der S-Klasse, später bei C- und E-Klasse und dann auch beim GLC.

Die nächste Generation: neues Cockpitlayout (hier 2020er S-Klasse) mit riesigem Touchscreen statt Mittelkonsole


FOTOS: HERSTELLER, CARPIX FOTOMONTAGE: LARSOFOTOS: HERSTELLER, CARPIX FOTOMONTAGE: LARSON

Gleichzeitig soll die Sprachsteuerung „Hey Mercedes“ weiter lernen, die komplette Bedienung des Autos schon bald möglich sein.

Aber nicht nur digital, auch bei den klassischen Disziplinen hat Mercedes den neuen GLC verbessert. Die Motoren werden alle elektrifiziert („EQ Power“) und auf die kommende Euro-7-Norm vorbereitet. Die heute erhältlichen Diesel gehören schon zu den saubersten Motoren der Welt, stoßen auch auf der Straße im Prinzip keine Stickoxide mehr aus. Durch Feinschliff sollen sie noch sauberer werden.

Die Elektrifizierung der Benziner soll dafür sorgen, dass sie in etwa so sparsam wie die Diesel werden, ein Minus von rund zehn Prozent ist eingeplant. Dank 48-Volt-Technik ist ein Elektro-Boost von rund 100 Newtonmetern möglich. Bei AMG planen sie sogar Plug-in-Hybride mit deutlich mehr als 700 PS, die trotzdem sparsamer sein sollen als die aktuellen Modelle.

Spannende Sache: Diesel so sauber wie Benziner, Benziner so sparsam wie Diesel. Und dann ist da noch die Wasserstoff-Version, die Daimler vom aktuellen Modell in Kleinserie und nur zum Leasen anbietet. Hier sind die Techniker einen Schritt weitergekommen: Weniger teure Edelmetalle in der Brennstoffzelle senken die Kosten – der GLC F-Cell dürfte also in der nächsten Generation ins ganz normale Angebot rutschen. Allerdings hat Mercedes die gleichen Probleme wie alle Konkurrenten: Bei einem Grundpreis von rund 100 000 Euro kann auch in Zukunft die Brennstoffzelle nicht kostendeckend angeboten werden. Hyundai etwa, so ist von Insidern zu hören, bringt bei jedem Nexo (Grundpreis: 69 000 Euro) rund 150 000 Euro mit. Deswegen kooperieren die Koreaner bei der Weiterentwicklung mit Audi. Ziel: Die Kosten um den Faktor 100 zu senken.

Zurück zu Mercedes. Zwar reden die Stuttgarter momentan mit BMW über eine Kooperation inklusive gemeinsamer Plattformen – der GLC ist davon aber noch nicht betroffen. Sein Lastenheft ist fertig, das Design verabschiedet. Und das nicht nur von der hier gezeigten normalen Version, auch das Coupé hat bereits grünes Licht erhalten.

Alter Bekannter: Der GLC verändert sich nur behutsam, der Kofferraum schluckt rund 600 Liter


FAZIT STEFAN VOSWINKEL

Der GLC hat sich zum wichtigen Eckpfeiler im Programm von Mercedes entwickelt. Generation zwei wird alles besser machen: kräftiger und trotzdem sparsamer, sicherer und autonom – und innen so sexy wie Tesla.


FOTOMONTAGE: LARSON