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MIT JORDAN SPIETH: EINFACH GERADE!


GOLF MAGAZIN - epaper ⋅ Ausgabe 70/2018 vom 26.06.2018

Jordan Spieth, der mehrfache Major-Sieger, verrat Ihnen hier, wie auch Sie mit Ihrem Drive immer und immer wiederdas Fairway treffen – und warum dabei das Finish so wichtig ist


Sie schlagen super Drives und spielen gut, bevor Sie auf den Back Nine ein paar Abschlage verhauen? Vielleicht wurden Sie nervos, verspannten deshalb? Lagen die Fehler also im mentalen Bereich? Oder Ihr Korper wurde einfach mude? Dann treten die unerwunschten Probleme eines jeden Golfers zu Tage; mich eingenommen. Meine Mentalubungen absolviere ich daher immer aus der Perspektive eines Golfers.

Es ist bei jedem Schlager wichtig, ...

Artikelbild für den Artikel "MIT JORDAN SPIETH: EINFACH GERADE!" aus der Ausgabe 70/2018 von GOLF MAGAZIN. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: GOLF MAGAZIN, Ausgabe 70/2018

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... dass die Kraft der Beine und Korpermitte die Schwunghaltung unterstutzt; besonders entscheidend aber ist es beim Driver. Dieser Schlager hat den langsten Schaft und Sie schwingen ihn am schnellsten; daher hat das Holz 1 auch die groste Streuung. Auf den folgenden Seiten verrate ich Ihnen meine schlechten Angewohnheiten auf dem Golfplatz und die Schwunggedanken, die ich zu vermeiden suche. Es ist unerlasslich fur gute Drive-Spieler, sich selber treu zu bleiben. Fur Tourspieler ist es heutzutage fast unvermeidbar, den eigenen Schwung standig zu analysieren, weil sich bei Turnieren Launch-Monitore in den Abschlagboxen befinden; und da sieht man auch, wenn die Nervositat kommt.

© GOLF DIGEST 6/2018. FOTOS: WALTER IOOS JR. DEUTSCHE BEARBEITUNG: ISABEL VON WILCKE


„Eine volle Drehung ist am verdeckten rechten Arm zu erkennen.“


DIE HÜFTE FÜHRT

WENN ICH MÜDE WERDE , knickt meine rechte Hüfte ein. Die ideale Position am Ende des Rückschwungs ist eine gedrehte – nicht geschobene – rechte Hüfte. Es sollte sich anfühlen, als drehe der Ober- über den Unterkörper. Sie erkennen eine gute Schulterdrehung (Foto oben) am verborgenen rechten Arm. Mein Schwungtrainer Cameron McCormick hat gesagt: „Versteck den rechten Arm.“ Dabei denke ich weder an Arm noch Oberkörper. Stattdessen spüre ich die Aktivierung der rechten Hüfte und der Gesäßmuskeln (das kennen Sie vermutlich von Tiger, der ein super Schwungkonzept hat). Ich weiß, dass mein Oberkörper am Ende des Rückschwung in die richtige Position folgen wird.

DAS IST WIE FLIEGEN

AUS DIESER PERSPEKTIVE (Foto links) können Sie sehen, dass die rechte Hüfte weg und nach hinten gedreht ist. Wie bereits erwähnt, gibt die Unterkörper-Bewegung den Anstoß für den Rückschwung. Außerdem ist wichtig, dass meine linke Schulter niedriger als meine rechte ist. Manchmal kommt mir die Vorstellung in den Sinn, meine Schultern seien die Flügel eines Flugzeuges, wobei der linke Flügel abwärts und der rechte aufwärts geneigt wäre. Dadurch, dass ich mit dem Brustkorb komplett vom Ziel weggedreht bin, habe ich viel Raum geschaffen, um hinunter zum Ball zu schwingen und ihn von innen auf der Ziellinie zu attackieren, also quasi auf ihn drauf zu schlagen. So erzeuge ich viel Höhe und werde zugleich einen Draw schlagen, den ich ohnehin bevorzuge.

POSITIONS-WECHSEL

SOLLTEN SIE BEOBACHTEN , wie ich in einem Turnier einen Ball nach rechts verschlage, ist wahrscheinlich meine rechte Schulter im Durchschwung hochgekommen. Dann kam der Schläger steil und nach innen an den Ball; eine klassische von-oben-Bewegung, die den Ball nach rechts jagt. Denken Sie beim Übergang von Rück-zu Durchschwung an die Flugzeug-Metapher und stellen sich vor, wie die Flugzeugflügel ihre Position wechseln. Beginnen Sie Ihren Durchschwung, indem Sie den rechten Flügel (Ihre hintere Schulter) nach unten zum Ball bewegen, während die linke nach oben geht. Beim Foto links sehen Sie, dass meine rechte Schulter unterhalb der linken ist, was den Schlägerkopf flach und von innen zum Ball kommen lässt – das Rezept für einen Draw.

ZUM ZIEL ÖFFNEN

DAS FINISH ist die Offenbarung. Kann ich meine Endposition nicht halten – souverän und gleich einer Golfstatue auf einer Trophäe – weiß ich, dass der Schwung unsauber war. Bei der kleinsten Schwankung erhalte ich die Rückmeldung, faul gewesen zu sein oder zu hart geschwungen zu haben. Dabei soll es so sein: Meine rechte Schulter und die Gürtelschnalle zeigen zum Ziel (unten); das Kennzeichen für einen vollen und engagierten Schwung. Meine Augen folgen dem Ball. Halten Sie das Finish so lange, bis der Ball gelandet ist. Fällt es Ihnen schwer, die Position für ein paar Sekunden zu halten, sollten Sie an der Kräftigung Ihrer Körpermitte arbeiten. Fliegt der Ball geradeaus, himmeln Sie ihn an. Ok, das genügt.


„Bleiben Sie im Finish bis der Ball landet. Probleme bei der Balance? Dann war der Schwung zu lässig oder zu hart“