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Mit News- und Gap-Trading zu schnellen Gewinnen


Traders - epaper ⋅ Ausgabe 10/2021 vom 30.09.2021

INTRADAYTRADING AUF DER ÜBERHOLSPUR

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Bildquelle: Traders, Ausgabe 10/2021

Worauf kommt es beim Intradaytrading an?

Als Intradaytrading wird im Allgemeinen das Trading innerhalb eines Tages bezeichnet. Das bedeutet, dass jeder einzelne Trade an ein und demselben Handelstag eröffnet und auch wieder geschlossen wird. Entwickelt sich eine Idee gleich in die antizipierte Richtung, ist es nicht selten, dass eine Position bereits in weniger als einer Stunde gewinnbringend geschlossen werden kann. Damit eine Intradaytradingstrategie die größtmögliche Wahrscheinlichkeit auf Profitabilität aufweisen kann, ist es von enormer Wichtigkeit, nur die bewegungsstärksten Märkte zu traden. Der Autor möchte idealerweise genau in den Aktien oder Indizes einen Trade eröffnen, bei denen höchstwahrscheinlich ein erhöhtes Momentum entsteht.

Mario Lüddemann Mario Lüddemann lebt seit 1998 vom Börsenhandel und ist 2020 und 2021 mit dem Black Bull Award als bester ...

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... Trader Deutschlands ausgezeichnet worden. Sein Wissen gibt er mit viel Freude seit mehr als zehn Jahren in Seminaren und Webinaren weiter. www.mariolueddemann.com

Da bei vielen Intradaystrategien der Chart als Signalgeber dient, greifen Trader hier häufig auf die kleineren Zeitfenster zurück. Beispielsweise setzt der Autor die hier vorgestellte Strategie überwiegend auf dem 1-Minutenoder maximal dem 5-Minuten-Chart um.

Generell lässt sich sagen, dass Trading auf tieferen Zeitebenen häufig mit einer Trefferquote von unter 50 Prozent einhergeht. Deshalb ist es von enormer Bedeutung, ein funktionierendes Chance/Risiko-Profil zu haben – dazu später mehr.

Die Strategie: News und Gaps bringen Momentum

Der Autor tradet intraday überwiegend Aktien oder Indizes. Bei der Auswahl schaut er auf wichtige Nachrichten zu den einzelnen Märkten. Das können Zinsentscheidungen in den USA oder Europa sein, US-Arbeitsmarktdaten oder bei Aktien häufig Quartalszahlen oder Ad-hoc-Nachrichten. Alternativ sind große Kurslücken – im Traderjargon auch Gaps genannt – eine gute Indikation für eine künftig erhöhte Schwankungsbreite einer Aktie.

Sobald eine entsprechend momentumträchtige Nachricht oder Kurslücke identifiziert werden kann, geht es darum, unter Berücksichtigung des Chancen/Risiko-Gedankens einen strategisch sinnvollen Einstieg zu erzielen.

Das Setup: Klare Definition zum Einstieg

Nachdem eine wichtige Nachricht veröffentlicht wurde oder eine mehrere Prozentpunkte große Kurslücke entstanden ist, wird der Autor aktiv und beobachtet das Chartbild: Zunächst wird auf eine kleine Konsolidierung nach der ersten Bewegung gewartet. Damit entsteht üblicherweise ein markanter Hoch-oder Tiefpunkt. Ob diese Kursmarke in Richtung des Gaps oder der ersten Bewegung im Anschluss an eine Nachricht passt, spielt dabei eine untergeordnete Rolle. Sobald sich der markante Hoch-oder Tiefpunkt ausgebildet hat, kann eine Einstiegsorder platziert werden. Bei einem Hochpunkt wird eine Long-Order knapp oberhalb in den Markt gelegt. Ein entsprechender Anfangsstopp liegt üblicherweise knapp unter dem letzten Bewegungstief. Bei einem Tiefpunkt platziert der Trader hingegen eine Short-Order knapp darunter und setzt einen Anfangsstopp oberhalb des letzten Bewegungshochs. Am Beispiel der Aktie Intuit (siehe Bild 1) lässt sich dieses Vorgehen nachvollziehen.

Der richtige Ausstieg

Prinzipiell gibt es verschiedene Varianten, um einen Ausstieg aus einem Intradaytrade zu vollziehen. Der Autor bevorzugt bei der hier vorgestellten Strategie zwei Techniken. Bei einer Variante kann ein Ausstieg über ein vorab klar definiertes Kursziel erfolgen, das anhand eines vorher festgelegten Risikos ermittelt wird. Liegt das Risiko – gemessen am Anfangsstopp – bei einem US-Dollar je Aktie, dann sollte der Trade das Zweifache davon einspielen. Das Chance/ Risiko-Verhältnis liegt also bei zwei zu eins. Alternativ kann der Stopp- Loss auch mit jedem neuen Korrekturendpunkt so lange nachgezogen werden, bis der Trade automatisch ausgestoppt und damit beendet wird. Dieses Vorgehen ist ebenfalls eine gängige und bewährte Variante des markttechnisch orientierten Trendtraders.

Egal für welche Regel Sie sich entscheiden, am Ende des Handelstages sollte eine Position immer geschlossen werden. Schließlich handelt es sich um einen Intradaytrade.

Fallstricke im Intradaytrading

So traumhaft hohe Gewinne in kurzer Zeit auch klingen mögen, einem Intradaytrader wird auch einiges abverlangt. Wie eingangs bereits erwähnt, sind die Trefferquoten beim Trading auf kleineren Zeitfenstern – wie dem 1-oder 5-Minuten-Chart – tendenziell geringer als beim Swingtrading auf dem Tages-oder Stundenchart.

Das bedeutet, dass ein Intradaytrader in den meisten Fällen mit Trefferquoten unter 50 Prozent klarkommen muss. Bei einer Trefferquote von 40 Prozent muss ein Trader es aushalten, dass er bei zehn Trades im Durchschnitt nur viermal gewinnt. Für die menschliche Psyche kann das problematisch werden. Stellen Sie sich die Frage: Wie würde ich reagieren, wenn ich gleich eine ganze Reihe an Verlusttrades hätte? Werden Sie emotional oder neigen Sie in solchen Situationen dazu, Ihre vorher festgelegte Strategie aufzuweichen? Es braucht Disziplin und ein hohes Vertrauen in die eigene Intradaystrategie, um sich davon lösen zu können.

Gerade beim Trading im Anschluss an Nachrichten neigen Trader häufig dazu, sich eine eigene Meinung bilden zu wollen. Gedanken wie „Gute Quartalszahlen müssten doch gleichbedeutend mit steigenden Kursen sein“ wirken sich in den allermeisten Fällen negativ auf den Tradingerfolg aus. Wer sich beim Trading seines Bauchgefühls bedient, wird häufig enttäuscht. Am Ende entscheidet nicht die eigene Meinung über den Erfolg, sondern die korrekte Umsetzung im Trading.

Fazit

Intradaytrading ist die schwerste Art, um einfach Geld zu verdienen. Dem Autor ist es in wenigen Jahren gelungen, ein kleines Konto großzutraden. Die Fallstricke im Intradaytrading können mit einer klar formulierten Strategie abgestellt werden. Dazu bietet sich ein Handelsplan an. Darin sollte ein klares Regelwerk zum Einstieg, Ausstieg und der Stoppplatzierung vorhanden sein. Außerdem sollte es klare Regeln zum Risiko-und Money-Management geben. Achten Sie auch zwingend auf ein optimales Chance/Risiko-Profil in Ihrem Intradaytrading. Es kann beispielsweise durch klar definierte Kursziele gelingen, wie im Artikel beschrieben. Auch kann es enorm hilfreich sein, über jeden einzelnen Trade Buch zu führen. Die Ergebnisse aus einem solchen Tradingjournal liefern wertvolle Erkenntnisse.

Ein schöner Vorteil des Intradaytradings – neben den schnellen Gewinnen – ist die Tatsache, dass neben dem Anfangsstopp kaum ein weiteres Risiko entsteht. Dadurch, dass Sie während des Handelstages nah am Markt sind und niemals einen Trade über Nacht laufen lassen, kommt es hier selten zu bösen Überraschungen.

Intradaytrading sollte letztlich immer gut geplant und diszipliniert umgesetzt werden. Dann kann es dem Trader auch die gewünschten Ergebnisse bringen.