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MIT PORSCHE AUF DU UND DU


electricar - epaper ⋅ Ausgabe 3/2020 vom 13.11.2020

Boxenstopp im Porsche Museum mit Fritz Enzinger. Entspannt und gut gelaunt plauderte der Österreicher mit electricar über bisher fast neun Jahre Motorsport mit Porsche, seine seit knapp zwei Jahren zusätzliche Aufgabe als Gesamtverantwortlicher für den Motorsport der Volkswagen Gruppe und eine besondere Begegnung mit Wolfgang Porsche.


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Bildquelle: electricar, Ausgabe 3/2020

FRITZ ENZINGER

Seit Jahrzehnten dreht sich bei ihm alles um Motoren und Autorennen. Friedrich „Fritz“ Enzinger wechselte 2011 zu Porsche und baute das LMP Team auf. In der Formel E geht die Erfolgsgeschichte nun weiter.

„D as Ding gehört uns.“ Während er das sagt, steht ...

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... Friedrich „Fritz“ Enzinger mit electricar im Porsche Museum in Zuffenhausen in der beeindruckenden Pokalecke und zeigt auf die goldene Trophäe mit dem symbolträchtigen Emblem ‚24h Le Mans‘. Sein launiger Spruch fasst eine für Porsche maximal erfolgreiche „Mission completed“ im Motorsport zusammen: Das Engagement von Porsche mit seinem 919 Hybrid in der FIA Langstrecken Weltmeisterschaft, der World Endurance Championship (WEC), von 2014 bis 2017. Die glückliche Hand hinter dem Aufbau der Mannschaft von null auf Sieg: Fritz Enzinger.

Der 50 Kilogramm schwere Wanderpokal, vielleicht die prestigeträchtigste Motorsporttrophäe, die Porsche jemals in Empfang nehmen durfte, bleibt für immer in Zuffenhausen, inmitten einer Vielzahl weiterer Auszeichnungen für Erfolge im Motorsport. Denn dem Sportwagenhersteller ist geglückt, was noch nie einer Marke gelungen ist: Nach nur einem Jahr des Übens, Nachbesserns und Sammelns von Praxiserfahrungen auf durchweg sehr hohem Niveau, nämlich der ersten Saison mit dem Porsche Hybrid LMP1 (LMP1 steht für Le Mans Prototype Class 1) in der Topkategorie der WEC, siegte Porsche mit seinem Teamchef Enzinger bei gleicher Nennung dreimal hintereinander. Das ist historisch.

Die besten Storys beginnen oft …

…mit einem weißen Blatt Papier. Das hatte der Österreicher vor sich, als er im Jahr 2011 zu Porsche kam - ein Wechsel von Motorsport zu Motorsport. Enzinger nutzte die Chance, etwas Einzigartiges zu kreieren. Das Ergebnis ist die herausragendste Ära in der Porsche Motorsportgeschichte. Eine Wiederholung darf als ausgeschlossen gelten, denn mit dem Triple Sieg verabschiedete sich Porsche aus der FIA WEC in der LMP1 Kategorie. Ein Abschied für immer, wie es scheint.

Und Enzinger? Mit Porsche hatte für ihn die Zeit nach der Königsdisziplin begonnen. Der Wechsel von den Bayern zu den Schwaben, von der Formel 1 mit BMW ins Prototypen-Langstreckenrennen (LMP1) mit Porsche endet nicht mit dem Ausstieg der Zuffenhausener aus dieser Rennserie. Jetzt zeichnet Enzinger als Leiter Motorsport für den gesamten Werksmotorsport bei Porsche verantwortlich. Aktuell bedeutet das: GT, Formel E und Kundensport.

Porsche ist die Verwirklichung (s)eines Traums, wie der drahtige Steirer auch noch nach neun Jahren bei der Zuffenhausener Sportwagenschmiede nicht müde wird zu sagen. Einen wie ihn, der unaufgeregt professionell agiert und dem es gelang, einen einzigartigen Teamgeist unter 260 Personen zu entfachen, die er für das LMP1 Projekt zusammengesucht hatte, lässt man nicht ziehen. Keine Frage: Mit dem triumphalen Comeback von Porsche nach 16 Jahren Pause vom Langstrecken-Spitzensport hat er nicht nur die Marke, sondern auch sich selbst in die Annalen der Rennsportgeschichte der WEC und in die von Porsche eingeschrieben. Wohlgemerkt: immer zurückhaltend in der zweiten Reihe.

The winner takes it all

„Es ist der einzige Le Mans Pokal, der hier steht. Porsche hat davor zwar auch schon 16 Mal gewonnen, aber nie mit der gleichen Nennung. Wir dagegen haben ja dreimal in Serie als gleiches Team Le Mans gewonnen. Deshalb steht der Pokal im Museum und deshalb sag ich: Das Ding gehört uns“, erklärt er nochmal lächelnd. Enzinger ist keiner, der das Scheinwerferlicht sucht. Ein stiller Genießer in der zweiten Reihe, dem man seine tiefe Zufriedenheit und Freude an dem, was ihm gelungen ist, allenfalls am Gesicht ablesen kann.

Diese Bilder kennt man von ihm: Überall auf der Welt unterwegs steht er in den Boxen, um angespannt den Boxenfunk zu verfolgen. Dicht an dicht mit dem damaligen Vorstand Matthias Müller, der das Projekt seinerzeit vehement befürwortete und in Wolfgang Porsche einen Verbündeten fand. Porsche hat aus seiner Begeisterung für den Wiedereinstieg in die Langstreckenserie nach 16 Jahren Pause und 16 Siegen nie einen Hehl gemacht. Bei vielen Renen und in erster Linie in Le Mans war „WoPo“ vor Ort.

Respekt, enge Bande und tiefes Vertrauen

Enzinger kann sich an das zweite Le Mans Rennen und den ersten Sieg im Jahr 2015 noch gut erinnern: „Da ist er mit seinen beiden Söhnen nach Le Mans gefahren, wie einst sein Vater mit ihm. Allein daran sieht man, welche Bedeutung der Rennsport für ihn hat. Er hat sich wohl gefühlt beim Team. Jeder, der ihn erlebt hat in der Box, empfand seine Anwesenheit als das, was es ist: etwas Besonderes.“ Nach vier Saisons LMP1 und beim Abendessen nach dem letzten Rennen in Bahrain (2017) schließlich geschieht für Enzinger aus dessen Sicht etwas ganz und gar Außergewöhnliches: Wolfgang Porsche bietet ihm das Du an. „Das war für mich schon besonders, weil es nicht wirklich viele gibt, die ihn duzen. Insofern war das inhaltlich und auch in diesem Rahmen (beim Abendessen) eine wunderbare Überraschung - irgendwie auch eine Anerkennung dieser vier erfolgreichen Saisonen.“

ERSTES RENNEN, ERSTER PODESTPLATZ

Fritz Enzinger (Mitte) feiert zusammen mit den Mitgliedern des TAG Heuer Porsche Formel-E-Teams den zweiten Platz von André Lotterer beim Debüt-Rennen in Diriyah, Saudi-Arabien, am 22. November 2019.

Motorsport als Spiegelbild des Straßenverkehrs

Vom Hybridboliden mit Bekanntgabe des Ausstiegs aus der WEC Serie volle Pulle auf elektrisch umgeschaltet und damit auf dem absoluten Zenit aus der Serie ausgestiegen. Der Schachzug ist durchaus nachvollziehbar. Gleichwohl drängt sich die Frage auf, wie es sich für den Vollblut-Motorsportler Enzinger anfühlt, wenn selbst der Zuffenhausener Sportwagenhersteller mehr und mehr elektrisch wird. Sprich: wie hält er’s mit der Formel E, in der sich auch Porsche jetzt engagiert?

Der 64jährige macht keinen Hehl daraus, dass er die Serie zunächst skeptisch sah. Aber man müsse Elektro voranbringen, ruft er sich zur Raison. „Wer den Taycan einmal gefahren ist, der weiß, wie es ist, elektrisch zu fahren: einfach unglaublich! Der Taycan ist genauso ein Porsche - das spürt man. Wie sich das Auto bewegt - das ist Porsche“, gerät er ins Schwärmen. Seit 2017 sukzessive aufgebaut. Den gelte es, so gut wie möglich zu inszenieren. Und was könnte sich da besser eignen als die Formel E.

„Ich glaube, die Formel E ist einfach ein Spiegelbild dessen, was sich im Straßenverkehr abspielt. Da werden es auch immer mehr Elektroautos.“ Wie eh und je gilt auch für die reine Elektromobilität der Ansatz, das Renngeschehen als Lackmustest für den Straßenverkehr einzusetzen. Und weil rein elektrische Fahrzeuge insbesondere Innenstädte entlasten sollen, finden die Rennen in den Metropolen der Welt statt. Außer Monaco ist das heutzutage undenkbar für die Formel 1.

Entwicklungslabors für die Straße

Insbesondere bei Porsche gilt die Gleichung: Alles, was bisher im Motorsport stattfand, wird auf die Straße übertragen. Die Formel E wird somit zum Entwicklungslabor für die elektrische Zukunft des Sportwagenherstellers. „Der Taycan ist der Top-Level bei Elektrofahrzeugen. Und ich glaube, das (und nicht weniger) ist der Anspruch von Porsche“, sagt Enzinger. Logisch, dass es darum gehen wird, in der Formel E möglichst rasch zu siegen. Nach dem Hattrick in Le Mans also auf zu neuen Motorsportsiegen. Derlei Erwartungen wurden geschürt, nachdem André Lotterer gleich im ersten Rennen auf dem Podium stand, gefolgt von einer Pole Position und einem weiteren Podiumsplatz.

In der sechsten Saison Formel E, die wegen der Corona Pandemie völlig anders lief als geplant, hat das Siegen nicht unmittelbar geklappt. Allerdings war es beim LMP1 Team anno 2014 nicht anders. Eine Saison also auch für die Formel E zum Eingewöhnen. Und bei Enzinger aufgrund von Pole und Podiumsplätzen das gute Gefühl, ein passendes Auto zu haben. Das wiederum bedeutet, dass ab Januar die Erwartungen weiter steigen, zumal mit Pascal Wehrlein ein Profieingekauft wurde, der die meisten Stadtkurse im Rennkalender kennt. Alle, bis auf Jakarta und Seoul, die in der siebten Saison der ABB FIA Formel E Weltmeisterschaft neu im Kalender sind. Doch diese Städte sind auch für alle anderen Fahrer neu.

„Wehrlein hat Erfahrung in der Formel E und ist einfach schnell“, freut sich Enzinger auf den Siegmaringer, der sich gleich wohl fühlte im Porsche 99X Electric und im TAG Heuer Porsche Formel E Team. „Pascal hat mit unserem Auto einen richtig guten Eindruck hinterlassen. Und ich glaube, dass wir für die nächste Saison schon mal eine gute Fahrerpaarung mit André Lotterer und Pascal Wehrlein haben“, so Enzinger weiter. Neel Jani, der 2016 zusammen mit Romain Dumas und Marc Lieb Le Mans gewann und die erste Formel ESaison an Lotterers Seite bestritt, konnte er in der Motorsportfamilie halten. „Er hat gezeigt, dass er unglaublich schnell ist.“ Janis neuer Einsatzbereich wird demnächst bekannt gegeben.

PASCAL WEHRLEIN

In der kommenden Saison geht Neuzugang Pascal Wehrlein für das TAG Heuer Porsche Formel-ETeam an den Start. Seine erste Testfahrt fand im August statt.

PORSCHE TAYCAN

Der erste voll elektrische Porsche-Sportwagen, der Taycan, feierte seine Premiere zeitgleich mit dem Einstieg in die Formel-ESaison 2019/2020.

Karten neu gemischt, gleicher Spirit

Den Spirit von der LMP1 Mannschaft hat er mitgenommen ins Formel E Team. Das ist bedeutend kleiner. Um so motiviert und geschlossen wie in der LMP1 Zeit ans Werk zu gehen, dazu gab es wieder einen Kickoff. „An diesem Abend ist wieder dieser Spirit entstanden: Man hat einen neuen Auftrag vom Vorstand und arbeitet den genauso akribisch ab - mit dem Ziel, wieder genauso erfolgreich zu sein“, berichtet Enzinger.

Abend hin oder her. Ohne ihn als herausragenden Teamplayer als Zugpferd dürfte eine solche Geschlossenheit kaum möglich sein. Auch wer nach Unstimmigkeiten oder gar Skandälchen sucht, der sucht vergebens

Enzinger fiel nach der LMP1 Ära auch die Aufgabe zu, die zwei Abteilungen wieder zu einer Motorsportabteilung für sämtliche Aktivititäten des Hauses zu verschmelzen. Der Gedanke dahinter: Während es für das LMP-Projekt von Vorteil war, strikt von GT-Werkseinsätzen und GT-Straßenfahrzeugen getrennt zu sein, profitiere man jetzt vermehrt von Synergien zwischen Motorsport- und Serienabteilung.

Enorme Leistungsdichte

Mit dem 25 Jahre jungen Wehrlein kommt Konkurrenz ins Haus. Ganz bewusst erhält Lotterer (39) einen Sparringspartner. „Ich glaube, es gibt keine Serie, wo der Einfluss des Fahrers auf den Rennverlauf so groß ist wie in der Formel E. Das liegt an den Einheitsbauteilen für die Fahrzeuge. Umso wichtiger ist es, zwei Fahrer auf einem möglichst gleich hohen Level zu haben“, kommentiert Enzinger die neue Fahrerpaarung Einzigartig findet er, wie unvorhersehbar die Ausgänge der einzelnen Rennen sind und wie dicht beieinander alle Teams in der Leistung liegen. Warum ist Porsche dann erst so spät in die Formel E eingestiegen? Es waren - und hier schließt sich der Kreis zum Straßenauto - schlichtweg strategische Überlegungen: „Als wir sagten, wir gehen in die Formel E, da wussten wir, dass das vom Zeitrahmen her ähnlich ist wie der Zeitpunkt, an dem der Taycan vorgestellt wird.

SECHS RENNEN IN NEUN TAGEN

Beim grossen Formel-EFinale 2019/2020 in Berlin fuhr André Lotterer erneut aufs Podium: Platz zwei beim Heimrennen.

Taycan als Katalysator für den Einstieg in die Formel E

Beim Autosalon in Genf wurde 2014 der LMP1 Bolide und damit erstmals ein Rennwagen auf einer Messe vorgestellt. In Zeiten zunehmender Konnektivität und Elektrifizierung hat die CES in Las Vegas, die amerikanische Fachmesse für Unterhaltungselektronik, den reinen Automobilmessen den Rang abgelaufen, wird immer wichtiger für die Automobilhersteller. Dort zeigte sich deshalb der Taycan - und gleich daneben sein Bruder im Geiste, der Elektrobolide. „Wenn man sieht, dass bei der Taycan Präsentation in Los Angeles unser Formel E Auto danebensteht, dann lässt sich erkennen, welche Bedeutung die Formel E für Porsche hat.“

Aber auch ohne den Taycan kann sich Enzinger mittlerweile für die neue Rennserie begeistern. „Wenn man sieht, wie rasant die Formel E sich in kurzer Zeit entwickelt hat, das ist unglaublich“, sagt er und verweist auf die attraktiven Städte rund um die Welt, wo die Rennen stattfinden. „Das Auto kommt zum Zuschauer vor die Haustür. Diese neue urbane Zielgruppe ist sehr wichtig“, so sein Resümee.

Aktuell sind zehn Hersteller in der Formel E und ist damit die einzige Serie mit so vielen Herstellern. Spannend findet Enzinger zudem, dass es keine zweite Serie gib, „wo gleich vier deutsche Hersteller gegeneinander fahren: Audi, BMW, Mercedes, Porsche. Besser geht’s nicht.“

Mann leiser Töne bei voller Drehzahl

Und Enzinger selbst? Sein kleines Büro in Weissach im Epizentrum des Porsche Motorsports ist geblieben, der letzte Lorbeerkranz von Le Mans dort längst verwelkt. Doch der Wirkungsgrad des Österreichers ist größer denn je. Mehr als in der Funktion des Senior Vice President für den gesamten Motorsport im Volkswagenkonzern aktiv zu sein, geht nicht. Zumal der „doppelte Fritz“ jeweils direkt unter dem Vorstand angesiedelt ist: Als Leiter Motorsport bei Porsche berichtet er direkt an den für Forschung und Entwicklung, Michael Steiner, bei Volkswagen direkt an den Konzernchef Herbert Diess.

Konzernumfassend dirigiert er im Motorsport mit Audi, Bentley, Lamborghini, Porsche, Seat (Cupra), Skoda und VW Motorsport sieben Automarken, Ducati mit dem Motorradsport gehört auch noch dazu. Zwei Marken, nämlich Audi und Porsche, machen aktuell neben dem Werkssport zusätzlich Kundensport. Gedanken daran aufzuhören, hegt er nicht - man habe ihn in Wolfsburg bisher auch nicht danach gefragt, sagt er augenzwinkernd.

Die Frage, ob er noch anderes vorhaben könnte, stellt sich eigentlich nicht. Eigentlich. Denn eine Option klingt verlockend, allzumal für einen Österreicher, der vor den Toren des ehemaligen Österreichrings und heutigen Red Bull Ring aufwuchs, nach eigenen Aussagen damit vom Motorsport von Anfang an fasziniert war und auf alle Fälle beruflich mit Motorsport zu tun haben wollte. Wie also wäre es mit der Nachfolge für seinen Landsmann Helmut Marko als Chef des Formel 1 Teams Red Bull Racing? Enzinger zurück zu seinen Wurzeln in der Formel 1, aber diesmal als Chef und an der Spitze des österreichischen Rennstalls? Enzinger schmunzelt, wiegelt bescheiden ab: „Das höre ich zum ersten Mal, aber es schmeichelt mir.“

Positive Entwicklung

Die Zahl der Neuzulassungen bei den Elektro-Pkws erreichte im September 2020 mit 21.188 ein Allzeithoch. Im Vergleich zum Vorjahresmonat ergibt dies ein Plus von 260 Prozent. Renault verzeichnete mit dem Zoe alleine 3.600 Neuzulassungen.

21.188

reine Elektro-Autos wurden im September 2020 in Deutschland zugelassen. Damit liegt der Marktanteil aktuell bei 6,4 %. Bei den Plug-in-Hybriden verzeichnete man im August ebenfalls über 20.000 Zulassungen. Das sind 460% mehr als vor einem Jahr.


Bild: Porsche

Bild: Porsche

Bild: Porsche

Bild: Porsche

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