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Mit Power durch das Jahr Tibetischer Organkalender


Deine Gesundheit - epaper ⋅ Ausgabe 6/2020 vom 20.11.2020

Ein jeder Mensch ist als Mikrokosmos mit dem Makrokosmos verbunden. Alles ist ein Kreislauf – kein Anfang, kein Ende. Alles ist miteinander verwoben, nichts ist getrennt voneinander. Auch Mutter Erde reagiert auf unseren Umgang mit ihr. Um uns als Wesen zu erkennen, zu verstehen und uns damit selbst immer näher zu kommen, hilft uns der Organkalender.


Artikelbild für den Artikel "Mit Power durch das Jahr Tibetischer Organkalender" aus der Ausgabe 6/2020 von Deine Gesundheit. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: Deine Gesundheit, Ausgabe 6/2020

© yuliana_s; Torychemistry/Adobe Stock

Auf einem uralten taoistischen Lebensprinzip beruhend, haben unsere Organe weit mehr Fähigkeiten als uns die auf rein körperlicher Ebene bekannten. Neben physischen Informationen können sie uns auch psychische und ...
Diese wiederum hängt von bestimmten kosmischen Kons-tellationen ab, ist festgelegt und unveränderlich. Zweimal pro Monat wechselt das Organ. Auf Grundlage dieser Erkenntnisse entstand vor etwa 5 000 Jahren ein Organkalender, der noch bis heute wichtiger Bestandteil der tibetischen Heilarbeit – des Tibetan Pulsing – ist. Das Wissen um die Zusammenhänge und die Rhythmik von Körper und Kosmos kann unser Verständnis vertiefen, sowohl für unsere momentane Gefühlslage als auch für unser Umfeld. Wir haben die Möglichkeit, uns in einem neuen Kontext wahrzunehmen und nachzuvollziehen, in welchen Zeitabschnitten wir eventuell immer wieder mit den gleichen ungelösten Themen konfrontiert wurden, um sie jetzt auf tieferer Ebene zu begreifen und zu bearbeiten. Sobald wir erkennen, dass Vergangenheit und Zukunft, Ursache und Wirkung zusammenhängende Phänomene sind, können wir Glück und Frieden in allem wahrnehmen. Neben den Organen unseres Körpers, die wir kennen, zählt die tibetische Heilarbeit auch Arme, Beine oder das Hara zu den 24 inneren Organen. Vier davon sowie deren korrespondierende Themen werden nachfolgend vorgestellt. Mit der jeweils dazu aufgeführten Mudra-Meditation kann, die nach innen gerichtete Aufmerksamkeit intensiviert werden. Mithilfe des Tönens wird das Organ in seiner Schwingung noch unterstützt und angeregt. ...

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Auf einem uralten taoistischen Lebensprinzip beruhend, haben unsere Organe weit mehr Fähigkeiten als uns die auf rein körperlicher Ebene bekannten. Neben physischen Informationen können sie uns auch psychische und emotionale Themen enthüllen, wenn wir uns ihnen bewusst zuwenden und ihrer „Stimme“ lauschen. Denn unser Unterbewusstsein vermag, die von den Organen ausgesendeten Schwingungen und Stimmungen aufzunehmen. Sie sind immer dann besonders ausgeprägt, wenn die Organe ihre jeweilige Wirkzeit haben.
Diese wiederum hängt von bestimmten kosmischen Kons-tellationen ab, ist festgelegt und unveränderlich. Zweimal pro Monat wechselt das Organ. Auf Grundlage dieser Erkenntnisse entstand vor etwa 5 000 Jahren ein Organkalender, der noch bis heute wichtiger Bestandteil der tibetischen Heilarbeit – des Tibetan Pulsing – ist. Das Wissen um die Zusammenhänge und die Rhythmik von Körper und Kosmos kann unser Verständnis vertiefen, sowohl für unsere momentane Gefühlslage als auch für unser Umfeld. Wir haben die Möglichkeit, uns in einem neuen Kontext wahrzunehmen und nachzuvollziehen, in welchen Zeitabschnitten wir eventuell immer wieder mit den gleichen ungelösten Themen konfrontiert wurden, um sie jetzt auf tieferer Ebene zu begreifen und zu bearbeiten. Sobald wir erkennen, dass Vergangenheit und Zukunft, Ursache und Wirkung zusammenhängende Phänomene sind, können wir Glück und Frieden in allem wahrnehmen. Neben den Organen unseres Körpers, die wir kennen, zählt die tibetische Heilarbeit auch Arme, Beine oder das Hara zu den 24 inneren Organen. Vier davon sowie deren korrespondierende Themen werden nachfolgend vorgestellt. Mit der jeweils dazu aufgeführten Mudra-Meditation kann, die nach innen gerichtete Aufmerksamkeit intensiviert werden. Mithilfe des Tönens wird das Organ in seiner Schwingung noch unterstützt und angeregt.

© Elvira Schneider

23. November bis 6. Dezember: Zwölffingerdarm – Entfaltung von Respekt

Ein Zwölffingerdarm im ausgeglichenen Zustand gibt uns das Gefühl von Ruhe. Auf tiefster Ebene haben wir das Verständnis, dass wir es wert sind, mit Freundlichkeit behandelt zu werden. Wir sind entspannt in Geldangelegenheiten und sorgen uns nicht unnötig über irgendeinen Aspekt unseres Lebens.
Wir respektieren uns selbst und andere. Unser Selbstrespekt ist so stark, dass wir uns keine Sorgen über unseren Ruf machen oder darüber, was andere über uns denken. Wir respektieren die Gebräuche und Regeln der Gesellschaft, in der wir leben, und auch solche Ideen, die total gegensätzlich zu unseren sind. Wir sorgen uns auf natürliche Weise um unseren Planeten, um Tiere, Pflanzen und um unsere Umgebung.
Jetzt ist es hilfreich, wenn wir uns vor allem unsere Sorgen materieller Art anschauen und versuchen, dem Wert in uns zu vertrauen sowie darauf, dass genug für uns da sein wird. Wir sollten respektieren, dass wir Zeiten von Erholung und Ruhe brauchen und uns von dem Druck entspannen, der sich immer wieder aufbauen will, wenn es darum geht, unsere Arbeit zu erledigen. Seien wir jetzt besonders großzügig und nicht kleinmütig.

Mudra für den Zwölffingerdarm

Nehmen Sie eine bequeme und aufrechte Sitzhaltung ein und legen Sie beide Hände so ineinander, dass die Daumen aufeinander ruhen und die Finger sich auf Höhe des Herzens umschließen. Richten Sie Ihre Aufmerksamkeit auf den Zwölffingerdarm oberhalb des Bauchnabels und atmen Sie in diesen Bereich hinein. Tönen Sie das Mudra „K“ (kej). Lassen Sie den Ton aus dem Zwölffingerdarm kommen, dann versetzt er ihn in eine sanfte Vibration. Nach etwa fünf Minuten lassen Sie den Ton ausklingen.

© Elvira Schneider

© Elvira Schneider


Mithilfe des Tönens wird das Organ in seiner Schwingung noch unterstützt und angeregt…


7. bis 21. Dezember: Fortpflanzungsorgane – Entfaltung von Vitalität

Wir Menschen können Sexualität mit Emotionen erleben, im Gegensatz zu Tieren, die in erster Linie ihren Instinkten zur Fortpflanzung folgen. Die meisten nennen es Liebe, doch es handelt sich zuallererst um sexuelle Energie, verbunden mit Emotionen, die wir in den Eierstöcken und Hoden entstehen lassen.
Diese Emotionen sind Teil unserer Persönlichkeit. Das Ego will sich bestätigt und geliebt fühlen, es projiziert Erwartungen, Sehnsüchte und Wünsche auf sein Gegenüber. Werden sie erfüllt, ist alles in Ordnung. Doch insbesondere in der sexuellen Begegnung zwischen Mann und Frau, erleben wir immer wieder Frustrationen und Enttäuschungen.
Denn wer kann schon all unsere Träume erraten und erfüllen? Wer sollte das sein außer uns selbst?
Unterstützend für den Energieausgleich in der Zeit der Fortpflanzungsorgane sollten wir unsere Energie strahlen lassen – ohne Angst vor Ablehnung oder Zurückweisung. Die vitale Energie der Eierstöcke und Hoden ist immer frisch, wenn wir mit der Quelle dieser Energie verbunden sind – unabhängig von Alter oder körperlichen Begrenzungen.
Wichtig ist aber, dass wir uns immer wieder Phasen der Erholung gönnen. Nur dann können wir uns an diese Frische anbinden, die zu einer lebensbejahenden Einstellung führt und unser natürliches Charisma erhöht, was auf andere Menschen anziehend wirkt.

Mudra für Eierstöcke und Hoden

Nehmen Sie eine bequeme und aufrechte Sitzhaltung ein. Halten Sie die Arme auf Schulterhöhe, die Handinnenflächen zeigen nach vorn. Richten Sie Ihre Aufmerksamkeit auf die Eierstöcke beziehungsweise die Hoden und atmen Sie in diesen Bereich hinein. Tönen Sie nun das Mudra „L“. Lassen Sie den Ton aus dem unteren Becken kommen, dann versetzt er die Fortpflanzungsorgane in eine sanfte Vibration. Nach etwa fünf Minuten lassen Sie den Ton ausklingen.

22. Dezember bis 5. Januar: Milz – Entfaltung von Enthusiasmus

Ist die Milz-Energie ausgeglichen, haben wir einen ausgeprägten Sinn für Enthusiasmus und Aufregung für das Leben, aber ohne davon weggetragen zu werden. Wir sind voller Ermutigung und Unterstützung für die Projekte und die Menschen in unserem Leben. Haben wir einen Mangel im Bereich der Milz, wollen wir alles auf einmal haben: Alle Träume sollen wahr werden; es gibt die tollsten Vorstellungen darüber, wie es wird, wenn wir das Ziel endlich erreicht haben. Doch vor lauter Aufregung über die Zukunft verlieren wir den Bezug zur Realität. Wir leben in einer Illusion, die auf keinen Fall zerbrechen darf, und glauben, alles bewerkstelligen zu können. Das ist eine Form der Manie, die unser Nervensystem ausbrennt.

Diese Zeit ist besonders gut geeignet, um auf die eigenen emotionalen Bedürfnisse zu achten und, um zum Beispiel zu überprüfen, ob unsere Beziehungen für uns nährend und erfüllend sind. Wir sollten jetzt alle Versuche unterlassen, besonders nett zu sein, um geliebt zu werden, sondern ganz wir selbst sein und uns nicht von Verlustängsten in die Irre leiten lassen. Seien wir stattdessen offen und neugierig, lassen wir uns begeistern und mitreißen und Dinge tun, die unsere Imagination fördern, denn Milzenergie ist auch die Quelle unserer Vorstellungskraft.

© Elvira Schneider

Mudra für die Milz

Nehmen Sie eine bequeme und aufrechte Sitzhaltung ein. Halten Sie beide Hände dicht beieinander, formen Sie sie vor der Brust zu Fäusten, sodass die Daumen obenauf liegen. Richten Sie Ihre Aufmerksamkeit auf die Milz direkt unterhalb des linken Rippenbogens und atmen Sie in diesen Bereich hinein. Tönen Sie nun das Mudra „M“ mit locker geschlossenen Lippen. Lassen Sie den Ton aus der Milz kommen, dann versetzt er sie in eine sanfte Vibration. Nach etwa fünf Minuten lassen Sie den Ton ausklingen.

© Elvira Schneider

6. bis 20. Januar: Dünndarm – Entfaltung von Zuneigung und Objektivität

In einem ausgeglichenen Zustand der Dünndarm-Energie, sind wir davon erfüllt, einen Beitrag für die Welt zu leisten: Wir sind gern für andere da, können uns aber auch abgrenzen, wenn nötig. Wir lernen, Nein zu sagen, auch wenn wir damit anecken. Wir halten unsere Emotionen nicht zurück und zeigen unsere Zuneigung direkt und ungehindert. Wir erlauben uns, versorgt zu werden, ebenso, wie wir es genießen, andere zu versorgen. Insgesamt sind wir gute Ratgeber und Friedensstifter, erfahren Momente von tiefer Zufriedenheit und fühlen uns mit allem verbunden.
In der Zeit des Dünndarms sollten wir uns ganz auf unsere innere Zufriedenheit besinnen und versuchen, in einer warmherzigen, offenen und zärtlichen Haltung uns selbst und anderen gegenüber zu sein. Im unausgeglichenen Zustand des Dünndarms sollten wir uns fragen, wie wir zurück zum Selbstrespekt, zur Wahrheit, zur Hingabe und zum Dienen kommen. Wir sollten bereit sein, den Ärger, die Angst und den Schmerz zu fühlen, um den Besitz, den wir sowieso nicht halten können, loszulassen. Die Transformation könnte so aussehen: geben statt wollen, hingeben statt besitzen, dienen statt herrschen.

Mudra für den Dünndarm

Nehmen Sie eine bequeme und aufrechte Sitzhaltung ein. Halten Sie beide Hände dicht beieinander, formen Sie sie vor der Brust zu Fäusten, sodass die Daumen obenauf liegen. Strecken Sie nun den Zeigefinger der rechten Hand nach vorn aus. Schieben Sie die linke Hand etwas nach vorn, sodass der Daumen der rechten Hand näher am Körper ist. Richten Sie Ihre Aufmerksamkeit auf den Dünndarm, der sich rund um den Bauchnabel schlingt und atmen Sie in diesen Bereich hinein. Tönen Sie nun das Mudra „O“. Lassen Sie den Ton aus dem Bauch kommen, dann versetzt er ihn in eine sanfte Vibration. Nach etwa fünf Minuten lassen Sie den Ton ausklingen.
Der Organkalender ist ein Teil dieses alten tibetischen Heilsystems. Jedem, der diese Erforschung weiterführen möchte, sei die Therapiemethode des Tibetan Pulsing ans Herz gelegt.

Aktuelle Ausbildungs und Seminarangebote

• Die nächste Möglichkeit, in die Tibetan Pulsing Ausbildung einzusteigen ist im März 2021. Dazu ist ein Einführungsseminar erforderlich, welches Anfang Februar (5.–7.2.2021) auf Gut Saunstorf – Ort der Stille stattfindet.

• Im August 2021 findet ein siebentägiges Seminar mit dem Titel: „Das Feuer entzünden – eine innere Reise durch die sieben Chakren“ in der Nähe von Bern statt.

• Ein besonderes Retreat ist der Rainbowbuddha Prozess (9.–17.1.2021), den Elvira Schneider als Co-Leiterin mit dem Seminarleiter und Künstler Sokrates Geens durchführt.

Weitere Informationen finden Sie unter: http://rainbowbuddha.academy/index.php/seminar-2021

Weitere Informationen und Anmeldung unter: www.heilpraxis-schneider.de

Buchtipp:

Elvira Schneider: „Die Heilkunst des Tibetan Pulsing; Die Bedeutung der 24 „inneren Organe“ im Jahreslauf“, Schirner Verlag; 2017; 19,95,- €; ISBN 978- 3843412827. Die neue, erweiterte Auflage erscheint voraussichtlich im März 2021.

Elvira Schneider ist Heilpraktikerin für Homöopathie, Trauma- und Körperarbeit sowie Yogalehrerin. Sie wurde direkt von Dheeraj, dem Begründer der Heilarbeit Tibetan Pulsing initiiert und gibt seit über 25 Jahren Einzelsitzungen, Seminare und seit einigen Jahren Ausbildungen.
Sie lebt und arbeitet auf Gut Saunstorf – Ort der Stille in einer Gemeinschaft um den spirituellen Lehrer OM C. Parkin. Im Februar 2017 ist ihr erstes Buch: „Die Heilkunst des Tibetan Pulsing“ beim Schirner Verlag erschienen.
Kontakt unter: www.heilpraxis-schneider.de


© jakkaje8082/Adobe Stock