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Mit Psycho-Tricks zur Zwei-Millionen-Prämie


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Sport Bild - epaper ⋅ Ausgabe 19/2022 vom 11.05.2022

Magath

BUNDESLIGA Die Hertha-Spieler Ascacíbar, Eitschberger, Lotka, Mittelstädt, Wollschläger, Björkan, Selke und Boateng (v.l.) stehen nach der 1:2-Niederlage gegen Mainz in der FankurveFOTOS: Getty Images, Witters, Imago ImagesFelix Magath (68) hatte es irgendwie geahnt.Beim Training am Sonntagmorgen sagte er den Spielern von Hertha BSC in seiner typischen süffisanten Art: „Wartet mal ab, was die Bayern da heute machen.“ Mit einem Sieg des Meisters gegen Berlins Abstiegskonkurrenten Stuttgart rechnete der Trainer nicht. Ein paar Stunden später stand Hertha unter Schock. Nach der eigenen Niederlage am Samstagabend gegen Mainz (1:2) schaute jeder für sich – nicht gemeinsam – das 2:2 des VfB in München. Dann war klar:Am letzten Spieltag kommt es zum Fernduell um den Klassenerhalt. Die Ausgangslage ist einfach: Verliert Hertha in Dortmund und gewinnt Stuttgart gegen Köln, müssen Magath und Co. ...

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Die Hertha-Spieler Ascacíbar, Eitschberger, Lotka, Mittelstädt, Wollschläger, Björkan, Selke und Boateng (v.l.) stehen nach der 1:2-Niederlage gegen Mainz in der Fankurve
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... in die Relegation.Ein Zitter-Finale. Und damit ein Fall für Magath, der bei Hertha ohnehin viel über die Mentalität kommt.SPORT BILD erklärt Magaths Psycho-Prinzipien. ► Aberglaube: Magath fordert von seinen Spielern: Bei Siegen behaltet ihr eure Abläufe bei, nach Niederlagen ändert ihr alles. Und er lebt es vor: Vor dem Heimspiel gegen Mainz schickte er die Mannschaft auf denselben Spaziergang wie vor der gewonnenen Partie gegen Stuttgart, machte fast das gleiche Training wie in den erfolgreichen Wochen zuvor – und ordnete an: Heimspiel im blauen Auswärtstrikot, das zuletzt Glück gebracht hatte. Für das Spiel in Dortmund ist nun klar: Trikot wechseln!► Druck nach außen, nicht nach innen: Magath lederte schon eine Woche vor dem Spiel gegen Stuttgart öffentlich gegen die Ibiza-Bayern. SPORT BILD weiß: Intern thematisierte der Coach diese Partie nie. Für das Saisonfinale heißt das: Magath wird sich nur auf den BVB konzentrieren, Stuttgart spielt keine Rolle. ► Sinne schärfen: Magath hasst es, wenn nicht alle Spieler bei der Sache sind. Sein Trick: Bei Besprechungen richtet er sich wie aus dem Nichts an einen bestimmten Spieler, fordert denjenigen auf, etwas zum Thema zu sagen. Abschalten unmöglich! ► Spiel nach Plan: Für Magath ist Fußball kein Experimentierkasten. Seine Überzeugung: Jeder Spieler wird auf seiner besten Position aufgestellt und bekommt eine klare Aufgabenstellung. Santiago Ascacíbar (25) ist Zerstörer, Lucas Tousart (25) Strippenzieher, Davie Selke (27) klarer Mittelstürmer, Kevin-Prince Boateng (35) Lenker. Nach jedem Spiel überprüft Magath für sich: Wer hat die Aufgabe erfüllt? Dabei schaut er vor allem auf eine Statistik: die Laufleistung. Wer nicht mitzieht, ist raus. So wie Ishak Belfodil (30), der nach der Niederlage gegen Union aus dem Kader flog.Sandro Schwarz trainiert seit 2020 Dinamo Moskau, zuvor war er bei Mainz 05Für Hertha geht es in Dortmund um die Bundesliga, und auch für Magath steht viel auf dem Spiel: sein Ruf als Retter. Immerhin stieg er noch nie aus der Bundesliga ab – rettete Frankfurt imTrotz Vertrages: Herthas Wunsch-Trainer Schwarz kann ablösefrei wechselnJahr 2000, Stuttgart 2001 und Wolfsburg 2011 auf der Zielgeraden. In Berlin stehen ihm über zwei Millionen Euro netto als Prämie für den Klassenerhalt in Aussicht. Aber um seine Zukunft bei Hertha geht es nicht.Längst schaut sich Manager Fredi Bobic (50) nach einem Nachfolger um. Der Favorit ist nach SPORT BILD-Info Sandro Schwarz (43). Erste Gespräche zwischen den Beratern des Ex-Mainzers und Hertha hat es bereits gegeben. Schwarz selbst möchte noch die Saison (Pokalfinale wäre Ende Mai) mit Dinamo Moskau zu Ende spielen.Dass er sich dann trotz eines Vertrags bis 2024 mit einem Wechsel beschäftigt, liegt auch an der politischen Lage. In Russland rechnen manche Verantwortliche sogar mit einer Wechselpflicht für Ausländer im Sommer. Ziemlich sicher wird es aber wieder die Möglichkeit geben, ablösefrei aus Verträgen zu kommen. Gut für Hertha: Für Schwarz müsste kein Geld fließen.Zunächst aber muss Magath die Rettung schaffen …Felix Magath übernahm Hertha Mitte März. Seine Bilanz: drei Siege, ein Remis und drei Niederlagen in sieben SpielenDORTMUND – HERTHASamstag, 14. Mai, 15.30 Uhr live bei Sky, Highlights kurz nach Abpfiff auf BILD.de, sportbild.de und in der SPORT BILD-App.

Felix Magath (68) hatte es irgendwie geahnt.

Beim Training am Sonntagmorgen sagte er den Spielern von Hertha BSC in seiner typischen süffisanten Art: „Wartet mal ab, was die Bayern da heute machen.“ Mit einem Sieg des Meisters gegen Berlins Abstiegskonkurrenten Stuttgart rechnete der Trainer nicht. Ein paar Stunden später stand Hertha unter Schock. Nach der eigenen Niederlage am Samstagabend gegen Mainz (1:2) schaute jeder für sich – nicht gemeinsam – das 2:2 des VfB in München. Dann war klar:

Am letzten Spieltag kommt es zum Fernduell um den Klassenerhalt. Die Ausgangslage ist einfach: Verliert Hertha in Dortmund und gewinnt Stuttgart gegen Köln, müssen Magath und Co. in die Relegation.

Ein Zitter-Finale. Und damit ein Fall für Magath, der bei Hertha ohnehin viel über die Mentalität kommt.

SPORT BILD erklärt Magaths Psycho-Prinzipien.

► Aberglaube: Magath fordert von seinen Spielern: Bei Siegen behaltet ihr eure Abläufe bei, nach Niederlagen ändert ihr alles. Und er lebt es vor: Vor dem Heimspiel gegen Mainz schickte er die Mannschaft auf denselben Spaziergang wie vor der gewonnenen Partie gegen Stuttgart, machte fast das gleiche Training wie in den erfolgreichen Wochen zuvor – und ordnete an: Heimspiel im blauen Auswärtstrikot, das zuletzt Glück gebracht hatte. Für das Spiel in Dortmund ist nun klar: Trikot wechseln!

► Druck nach außen, nicht nach innen: Magath lederte schon eine Woche vor dem Spiel gegen Stuttgart öffentlich gegen die Ibiza-Bayern. SPORT BILD weiß: Intern thematisierte der Coach diese Partie nie. Für das Saisonfinale heißt das: Magath wird sich nur auf den BVB konzentrieren, Stuttgart spielt keine Rolle.

► Sinne schärfen: Magath hasst es, wenn nicht alle Spieler bei der Sache sind. Sein Trick: Bei Besprechungen richtet er sich wie aus dem Nichts an einen bestimmten Spieler, fordert denjenigen auf, etwas zum Thema zu sagen. Abschalten unmöglich!

► Spiel nach Plan: Für Magath ist Fußball kein Experimentierkasten. Seine Überzeugung: Jeder Spieler wird auf seiner besten Position aufgestellt und bekommt eine klare Aufgabenstellung. Santiago Ascacíbar (25) ist Zerstörer, Lucas Tousart (25) Strippenzieher, Davie Selke (27) klarer Mittelstürmer, Kevin-Prince Boateng (35) Lenker. Nach jedem Spiel überprüft Magath für sich: Wer hat die Aufgabe erfüllt? Dabei schaut er vor allem auf eine Statistik: die Laufleistung. Wer nicht mitzieht, ist raus. So wie Ishak Belfodil (30), der nach der Niederlage gegen Union aus dem Kader flog.

Für Hertha geht es in Dortmund um die Bundesliga, und auch für Magath steht viel auf dem Spiel: sein Ruf als Retter. Immerhin stieg er noch nie aus der Bundesliga ab – rettete Frankfurt im

Trotz Vertrages: Herthas Wunsch-Trainer Schwarz kann ablösefrei wechseln

Jahr 2000, Stuttgart 2001 und Wolfsburg 2011 auf der Zielgeraden. In Berlin stehen ihm über zwei Millionen Euro netto als Prämie für den Klassenerhalt in Aussicht. Aber um seine Zukunft bei Hertha geht es nicht.

Längst schaut sich Manager Fredi Bobic (50) nach einem Nachfolger um. Der Favorit ist nach SPORT BILD-Info Sandro Schwarz (43). Erste Gespräche zwischen den Beratern des Ex-Mainzers und Hertha hat es bereits gegeben. Schwarz selbst möchte noch die Saison (Pokalfinale wäre Ende Mai) mit Dinamo Moskau zu Ende spielen.

Dass er sich dann trotz eines Vertrags bis 2024 mit einem Wechsel beschäftigt, liegt auch an der politischen Lage. In Russland rechnen manche Verantwortliche sogar mit einer Wechselpflicht für Ausländer im Sommer. Ziemlich sicher wird es aber wieder die Möglichkeit geben, ablösefrei aus Verträgen zu kommen. Gut für Hertha: Für Schwarz müsste kein Geld fließen.

Zunächst aber muss Magath die Rettung schaffen …

DORTMUND – HERTHA

Samstag, 14. Mai, 15.30 Uhr live bei Sky, Highlights kurz nach Abpfiff auf BILD.de, sportbild.de und in der SPORT BILD-App.