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MIT TV-STAR BERND STELTER DURCH ZEELAND „Das ist mein Urlaubsparadies!“


Auto Bild reisemobil - epaper ⋅ Ausgabe 9/2019 vom 06.09.2019

Seit 20 Jahren schwört der Kabarettist, Sänger und Autor auf Campingferien im südwestlichen Holland. Exklusiv für AUTO BILD REISEMOBIL stellt er seine Lieblingsplätze vor


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Bildquelle: Auto Bild reisemobil, Ausgabe 9/2019

■ Bernd Stelter, geboren im westfälischen Unna, kommt zum Studium der Volkswirtschaftslehre nach Bonn. 1988 wird er als „Werbefachmann“ im Kölner Karneval über die Grenzen des Rheinlands hinaus bekannt. Seinen bundesweiten Durchbruch hat er als Mitglied der Stammbesetzung in der RTL-Show „7 Tage, 7 Köpfe“, wo er unter anderem neben Rudi Carrell, Mike Krüger und Gaby Köster auftrat. Bis 2016 moderiert Stelter die Quizsendung „Das NRW ...

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... Duell“ im WDR. Parallel dazu ist er immer wieder mit Comedy-Vorstellungen auf Tournee, zurzeit mit „Hurra, ab Montag ist wieder Wochenende“ (Termine unter www.bernd-stelter.de). Bernd Stelter lebt mit seiner Frau Anke in Bornheim bei Köln.

Weite Strände, Sonne, Urlaubsfeeling: Im Reisemobil chauffierte Bernd Stelter die AUTO BILD REISEMOBIL-Reporter durch Zeeland, u. a. zu seinem Lieblingsstrand in Oostkapelle


FOTOS: S. KRIEGER (2), GETTY IMAGESFOTOS

Das Meer, der Himmel, die salzige Luft und vor allem: dieses Licht! Ein Strahlen, ein Flimmern – vielleicht muss man ein Künstler wie Piet Mondrian sein, um all das angemessen wiedergeben zu können. Zeeland, seine Dünen, seine Kirchen, die Weite – der berühmte Maler (1872 bis 1944) hat das in vielen Bildern verewigt, die heute im Gemeentemuseum in Den Haag hängen.

Der Mann, mit dem wir durch die südwestliche Provinz der Niederlande fahren, genießt mit seiner Familie seit zwei Jahrzehnten diese Atmosphäre, schwärmt von Stränden, Städten und nicht zuletzt von den leiblichen Genüssen, die die Region nahe der belgischen Grenze bereithält. „Zeeland ist einmalig“, sagt Bernd Stelter (58).

Der Kabarettist, Sänger, Krimiautor und überzeugte Camper hat uns eingeladen zu einer kleinen Reisemobiltour durch sein persönliches Urlaubsparadies.

Wir treffen ihn auf dem Campingplatz nahe der Provinzhauptstadt Middelburg (48 000 Einwohner), wo seit einigen Jahren sein Mobile-Home steht. Mitgebracht haben wir einen Etrusco T 7300 SB, ein Dauertestfahrzeug unserer Redaktion. Es ist ein heißer Tag und Bernd Stelter (Fünftagebart, Shorts, Poloshirt) erkennbar im Urlaubsmodus. Wir haben 600 Kilometer Anreise ab Hamburg hinter uns und sind dankbar, dass der frühere Wohnwagenbesitzer anbietet, sich selbst hinters Steuer zu setzen und uns durch die weite zeeländische Landschaft zu chauffieren.

Unser erstes Ziel: eine Überraschung. „Damit rechnet ihr garantiert nicht“, verspricht Bernd Stelter und erzählt erst mal, wie das anfing mit ihm und dem Camping und mit Zeeland.

Kunst am Wegesrand: Diese drei Gestalten begrüßen die Besucher des Strands von Oostkapelle an der Einfahrt zum Parkplatz. Rechts oben: In Zeeland wird sogar Wein angebaut. Bernd Stelter stellt uns das Gut „De Kleine Schorre“ vor, in dem er gern mal einkehrt. Darunter: Gerade in der Abenddämmerung ist das Licht in Zeeland einzigartig


Sommer-Talk: der TV-Star im Gespräch mit AUTO BILD REISEMOBILMitarbeiter René Weihrauch


Dazu muss man wissen: Stelter hat mit Ehefrau Anke zwei Kinder (Judith, 25, Tim, 26). „Als die beiden noch klein waren, haben wir im Urlaub immer ein Ferienhaus gemietet. Das verlangte aber jeden Tag eine 24StundenBespaßung durch Papa und Mama. Dann besuchten wir einmal meine Schwester, die mit ihrer Familie in Dänemark Camping machte – und die Kinder waren den ganzen Tag nicht zu sehen. Noch besser: Sie haben während der kompletten Rückfahrt im Auto geschlafen. Da wussten wir: Das probieren wir auch aus.“

Es war der Beginn einer langen Liebe zum Camping, die bis heute andauert. 1996 kaufen die Stelters ihren ersten Wohnwagen, einen Dethleffs 560 TK. Vom heimischen Köln aus bietet sich das nur zweieinhalb Stunden entfernte Zeeland geradezu an. Während andere Promis auf Sylt urlauben oder in den exklusiven Ecken von Mallorca, zuckelt der gebürtige Westfale mit Frau und Kindern Jahr für Jahr im Wohnwagengespann auf den Campingplatz von Oostkapelle. „20 Jahre später waren die Kinder erwachsen, und Anke und ich sind in unser kleines MobileHome gewechselt, das reicht für uns beide völlig aus“, erzählt der Mann am Lenkrad, während wir über die fünf Kilometer lange Zeelandbrug nach SchouwenDuiveland fahren, eine von mehreren Inseln und Halbinseln, die den größten Teil der Provinz Zeeland bilden.

Dort angekommen – endlich die angekündigte Überraschung: ein Häuschen mit der Aufschrift „Wijnhoeve“ (Weinhof) und dahinter – in Ermangelung von Weinbergen – eine Art Weinfeld. Hier gedeihen auf zehn Hektar die Reben des Guts De kleine Schorre. Niederländischer Wein? Dass unsere westlichen Nachbarn schon seit vielen Jahrhunderten Rebensaft anbauen, wissen viele Hollandbesucher gar nicht. Auch wir sind überrascht. Es gibt Pinot gris, Pinot blanc, Auxerrois, Rivaner und weitere Sorten. Ausgiebige Weinproben für Gruppen ab zehn Personen kann man ebenfalls buchen. Dazu sollte man al lerdings tunlichst nicht motorisiert anreisen. Wir fahren deshalb ohne größere Verkostung weiter, nehmen den Abschlussdeich, der die Oosterschelde von der Nordsee trennt und Schouwen-Duiveland mit der Insel Noord-Beveland verbindet.

FOTOS: S. KRIEGER (4), GETTY IMAGES (2)

„Seit 20 Jahren entdecke ich hier immer wieder etwas Neues“, erzählt Bernd Stelter und deutet aus dem Fenster. „Da vorn – eine Muschelfarm. Die kann man besichtigen. Überall gibt es atemberaubende Strände. Es gibt Renesse, unser Partydorf, dann das mondäne Domburg, es gibt Westkapelle, das Deichbauerdorf. Wir haben das Veerse Meer, ein Wassersportparadies zwischen Noord-Beveland und der Halbinsel Walcheren. Und so vieles mehr.“

Früher kreuzte Segelscheininhaber Stelter oft selbst durch die zeeländischen Gewässer, heute schwingt er lieber den Golfschläger. „Beides sind ganztägi- ge Hobbys, man muss sich für eines entscheiden“, sagt er. Gepflegte Plätze liegen über ganz Zeeland verstreut.

Wenn die Klappbrücke kurz vor dem nördlichen Ende hochgefahren wird, heißt es für Reisende mit Ziel Schouwen-Duiveland erst einmal warten. Kleines Foto: Bernd Stelter und seine Frau Anke sind seit 20 Jahren Camping-Fans


Ein weiterer Pluspunkt: „Man kann hier inzwischen wirklich gut essen gehen. Die Restaurantlandschaft hat sich enorm entwickelt. Mein Tipp für einen genussreichen Abend ist das Meliefste in Wolphaartsdijk oder, wenn man Lust hat auf eine große Portion Schalentiere mit fantastischem Blick auf Strand und Meer, das Het Badpaviljoen in Domburg.“

Einen Abstecher wert ist uns natürlich auch Middelburg: nicht nur Provinzhauptstadt, sondern auch einer der Schauplätze in Bernd Stelters Campingkrimis (siehe Kasten). Die Polizeistation, in der sein Inspecteur Piet van Houvenkamp ermittelt, ist das historische Gebäude der ehemaligen Vereenigde Oostindische Compagnie, die Middelburg im 18. Jahrhundert zu einer der reichsten Städte der Niederlande machte. Stelters Leser kennen das aus den Büchern, die auch ein bisschen Reiseliteratur sind.

Inzwischen ist es in unserem Etrusco durch das ständige Ein- und Aussteigen trotz der Klimaanlage mehr als kuschelig warm geworden. Da müssen wir zum Abschluss natürlich noch an den Strand von Oostkapelle, wo vor mehr als 20 Jahren die Beziehung der Stelters mit Zeeland begann und heute eine sanfte Brise zum Glück etwas Abkühlung bringt. Im Strandcafé preist Bernd Stelter, obwohl eigentlich eher Weintrinker, das süffige dunkle Grimbergen-Bier, das auch die Helden seiner Krimis schätzen. Ferienfeeling pur: Kinder mit Schwimmflügeln rennen vorbei, die Kellnerin balanciert holländische Frikandel und Pommes auf einem Tablett, Sand knirscht auf dem Holzfußboden.

Von hier an übernehmen wir den Fahrerjob. Unser Reiseführer schaltet wieder in den Urlaubsmodus, bestellt noch ein Grimbergen und seufzt: „Wenn du den Tag hier ausklingen lässt und in den Sonnenuntergang schaust, willst du nie wieder irgendwo anders Urlaub machen.“ Bald wird das Licht milder, der Abend kündigt sich an. Wir brechen auf. Bernd Stelter muss zurück zum Campingplatz. Seine Frau wartet mit frischen Muscheln. Wir lernen: Das Paradies kann ganz nah sein.

Die Camper-Krimis

■ Nach „Nie wieder Ferienhaus“ und „Das Leben ist zu kurz, um schlechten Wein zu trinken“ veröffentlichte Bernd Stelter 2008 seinen ersten Campingkrimi „Der Tod hat eine Anhängerkupplung“. 2017 erschien der zweite Band, der inzwischen auch als Taschenbuch zu haben ist. Die Handlung um Kommissar Piet van Houvenkamp und den fiktiven Campingplatz „De Grevelinge“ ist in Zeeland angesiedelt.
Der Killer kommt auf leisen Klompen
Bastei Lübbe, 415 Seiten
Preis: 18 Euro, Taschenbuch 10 Euro

Reise-Infos Zeeland

Typisch Zeeland: das Hafenpanorama von Middelburg mit der Kuppel der Oostkerk


Noch ein Middelburg-Tipp: Das frühere Haus der Schützengilde („Kloveniersdoelen“) von 1611 beherbergt heute ein Restaurant


Mit dem Wohnmobil unterwegs

Zeeland bietet sich für einen Urlaub im Reisemobil geradezu an. Auf diese Weise lässt sich die Region am besten erkunden. Zahlreiche gut ausgestattete Campingplätze sowie Gratisstellplätze an mehr als einem Dutzend Orten warten auf mobile Touristen.

Übernachten

ACamperpark Zeeland Campensweg 5, 4493 MN Kamperland, www.camperparkzeeland.nl
• Mehr als 100 Plätze, ausschließlich für Reisemobile. Gleich am Ufer des Veerse Meers gelegen.

BCamping Den Osse Blankersweg 4, 4318 TV Brouwershaven, www.campingdenosse.nl
• Unweit des Jachthafens gelegen, ist dieser Platz u. a. mit einem beheizten Schwimmbad, zwei Tennisplätzen, Fahrradverleih und Kinderbauernhof ausgestattet.

CCamping de Duinhoeve Maireweg 7, 4328 GR Burgh-Haamstede, www.deduinhoeve.nl
• Geräumiger Platz im Naturgebiet Kop van Schouwen, Wald und Strand ganz in der Nähe.

Kostenfreie Wohnmobilplätze mit zwei bis fünf Stellflächen gibt es u. a. in Hansweert, Baarland, Hulst und Sas van Gent.

Sehenswürdigkeiten

Einen Abstecher wert sind auf jeden Fall der Zuidhavenpoort in Zierikzee, die Stadt Middelburg, aber auch der malerische Stadthafen von Goes. Für einen regnerischen Tag ist zum Beispiel das „Maritime MuZEEum“ in Vlissingen zu empfehlen.

Essen & Trinken

1Meliefste Wolphaartsdijkseveer 1, 4471 ND Wolphaartsdijk
• Meeresfrüchte, niederländische und europäische Küche.
2Het Badpaviljoen Badhuisweg 21, 4357 AV Domburg
• Niederländische, französische und europäische Küche.