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MIT VIELEN GERECHNET… GETAU & GETESTET


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TAUCHEN - epaper ⋅ Ausgabe 10/2023 vom 13.12.2022

TAUCHCOMPUTER IM TEST

Im Sommer haben wir auf unseren Social-Media-Kanälen gefragt, welche Tauchcomputer in einem groß angelegten Praxistest von uns getestet werden sollen. Klaus Wolf, ein interessierter Nutzer, fragte am 28. August 2022 auf unserer Facebook-Seite: »Was testet Ihr eigentlich, was man nicht im Geschäft oder der Anleitung selbst sehen kann? Einzig Zuverlässigkeit und Qualität sind die richtigen Testkriterien. Da habe ich schon Überraschungen erlebt.« Selbstverständlich hat Klaus recht, wenn er die Punkte Zuverlässigkeit und Qualität als besonders wichtig hervorhebt. Nun sind diese beiden Punkte auf viele Aspekte eines Tauchcomputers übertragbar. Einen Großteil dieser Aspekte können wir in einem Praxistest prüfen. Was wir in einem solchen Test nicht überprüfen können, ist die Langlebigkeit, die Klaus Wolf offensichtlich zu allererst damit meinte. Dafür braucht es einen Langzeittest. ...

Artikelbild für den Artikel "MIT VIELEN GERECHNET… GETAU & GETESTET" aus der Ausgabe 10/2023 von TAUCHEN. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: TAUCHEN, Ausgabe 10/2023

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... Verarbeitungsqualität, Displayqualität, Zuverlässigkeit der Dekompressionsberechnung sind jedoch Punkte, zu denen wir in drei Tauchgängen durchaus einen Eindruck bekommen können. Zudem besitzen nicht alle Geschäfte die Möglichkeit, Geräte unter Druck zu setzen. Nullzeiten, Display-Alarme, deren Ab- lesbarkeit unter Wasser und Benutzerfreundlichkeit mit dicken Handschuhen sind einige Punkte, die wir nur in einem direkten Vergleich in der eigentlichen Einsatzumgebung bewerten können. Daher sind wir der Ansicht, ein solcher Test birgt für Sie durchaus einen Mehrwert.

Auswahl der Tauchcomputer

Wir haben insgesamt 23 unterschiedliche Modelle bei 14 Herstellern angefragt. Zehn davon wurden auf unseren Online-Kanälen vorgeschlagen. Die restlichen 13 Tauchcomputer haben wir durch Eigenrecherche ermittelt. Uns war bei der Auswahl wichtig, ein möglichst breites Spektrum abzudecken. Daher haben wir neben den weitverbreiteten Marken auch unbekanntere Hersteller gebeten, uns Testexemplare zu senden. Alle Firmen wurden von uns gleichzeitig mit einer Sammel-E-Mail angeschrieben. Darin haben wir die Testkriterien und -zeiträume erläutert. Zudem haben wir allen Unternehmen die Möglichkeit gegeben, bei dem Test persönlich dabei zu sein und die Tauchgänge zu begleiten. Lediglich zwei Firmen, Garmin und Ratio, haben von diesem Angebot Gebrauch gemacht. Wir haben 20 Tauchcomputer von zwölf Herstellern erhalten. Die Rechner wurden uns kostenfrei zur Verfügung gestellt. Im Anschluss an den Test haben wir sie auf unsere Kosten wieder an die Hersteller zurückgesendet. Selbstverständlich findet keinerlei Bevorzugung von irgendwelchen Tauchcomputern aus welchen Gründen auch immer statt.

Test und Testkriterien

Wir unterteilen die Computer in drei Produktkategorien: A, B und C (in diesem Beitrag sind sie entsprechend eingefärbt). Bitte vergleichen Sie die Ergebnisse nur innerhalb dieser drei Kategorien, denn die Kategorien unterscheiden sich sehr stark voneinander. Ein Computer der Kategorie A kann zum Beispiel nicht gleichgesetzt werden mit einem der Kategorie C.

Kategorie A beschreibt Tauchcomputer im Uhrenformat. Hierunter fallen auch solche, die über Smart Watch-Funktionen verfügen. In Kategorie B finden Sie klassische Tauchcomputer mit großem Display. In der Kategorie C finden Sie die High-End-Computer mit großem, farbigen Display, die auch für sehr anspruchsvolle, technische Tauchgänge genutzt werden können.

Der Test selbst teilt sich ebenfalls auf in drei Abschnitte: vor dem Tauchen, während des Tauchens und nach dem Tauchen. Bei allen Testkriterien war die maximal zu erreichende Punktzahl fünf Punkte.

Vor dem Tauchen haben wir den Lieferumfang, die Ablesbarkeit, die Bedienbarkeit und die Menüführung beurteilt. Wird der Rechner mit Ladekabel, Anleitung, Aufbewahrungsbox, Bungeestraps, aufgeklebter Displayschutzfolie oder/und weiterem Zubehör ausgeliefert, erhält er die volle Punktzahl. Die Ablesbarkeit beschreibt die Punkte: Displayaufteilung, Übersichtlichkeit und Displayqualität (auch bei schlechtem Licht). Unter Bedienbarkeit ist die Haptik der Knöpfe und deren Druckpunkte germeint. Bei der Menüführung haben wir Grundeinstellungen vorgenommen und geprüft, wie lange wir dafür gebraucht haben. Wichtig dabei: wie intuitiv war das Menü zu bedienen. Außerdem haben wir gecheckt, wie lange wir brauchten, um den Nitroxmodus einzustellen. Die Tauchgänge fanden innerhalb eines Tages im Leipziger Umland statt. Die ersten beiden Tauchgänge führten uns auf 30 und auf 20 Meter Tiefe im Geiseltalsee. Dort haben wir die Rechner an ihre Nullzeitgrenzen getrieben und sie dabei gefilmt. So konnten wir sie anschließend in Ruhe bewerten. Das Videomaterial können Sie sich auf unserem YouTube-Kanal ansehen. Den Link dazu finden Sie im QR-Code am Ende unseres Beitrags.

In einem dritten Tauchgang sind wir auf zehn Meter im Kulkwitzer See abgetaucht. Dort durfte ein Tester ohne Handschuhe und der andere mit Trockentauchhandschuhen die Bedienung unter Wasser testen. Bewertet wurde Folgendes: Wie schnell findet man die Knöpfe? Findet man die richtigen Knöpfe? Wie gut reagieren sie? Direkt nach den Tauchgängen dokumentierten wir die Ladezustände.

Am folgenden Tag haben wir die Rechner untersucht, wie sie sich nach dem Tauchen verhalten: Wie schnell findet man das Logbuch? Ist es übersichtlich? Wie zuverlässig kann man den Computer mit dem Smartphone verbinden? Wie ist die dazugehörige App? Welche Möglichkeit, Tauchgänge auszulesen, gibt es? Auf den folgenden Seiten finden Sie alle 20 Tauchcomputer mit Beschreibung und Bewertung.

TAUCHEN bedankt sich beim Tauchzentrum Geiseltal für die logistische Unterstützung bei den Testtauchgängen.

TAUCHCOMPUTER IM UHRENFORMAT (AUCH SMART WATCHES)

Ein einfacher, günstiger Tauchcomputer im Uhrenformat, schnörkellos - das ist der Cartesio von Cressi. Gut ablesbar, mit einer Menüführung, die ein wenig Übung benötigt. Vor allem die Nullzeit und der Safety Stopp sind sehr offensichtlich und unmissverständlich dargestellt. Ob man ihn als Alltagsuhr am Arm trägt, muss man selber entscheiden. Er eignet sich dafür allemal. Das Gerät wurde in Italien entwickelt und auch dort hergestellt. Seine Fertigungsqualität ist sehr gut. Auch seine Knöpfe und deren Bedienung machten zu jedem Zeitpunkt, auch mit dicken Handschuhen, einen guten Eindruck. Das Bluetooth-USB-Interface, um den Tauchcomputer am Desktop-PC auszulesen muss man dazu kaufen. Das gab Abzüge beim Lieferumfang. Es kostet 89,99 Euro. Mit ein wenig Computerkenntnissen kann man dann eine Verbindung zum Laptop herstellen und Tauchgänge auslesen. In unserem Fall hat die Verbindung zur Smartphone-App nicht geklappt, wohl aber zum Desktop-Mac.

Der aus Taiwan stammende Tauchcomputer mit Sportfunktionen muss vom Funktionsumfang her noch etwas wachsen, um als echte Smart Watch durchzugehen. Soweit ist er noch nicht. Eine umfangreiche Sportuhr ist er dennoch. Seine Ablesbarkeit, seine Bedienbarkeit und seine Akkuladezeit können sich für den Preis durchaus sehen lassen. Während unserer Tauchgänge zeigte er alles zuverlässig und in anständiger Qualität an. Er kostet ungefähr so viel, wie der Garmin G1, besitzt dafür aber ein Farbdisplay. Die Knöpfe waren auch mit Handschuhen gut zu finden und ihr Feedback beim Drücken war immer noch gut spürbar. Auch der Lieferumfang ist für diesen Preis vollkommen ausreichend. Wer nach einer günstigeren Tauchcomputer-Uhr sucht, die im Alltag besteht, sollte sich diesen Rechner mal anschauen. Lediglich die Verbindung und das Übertragen der Tauchgänge klappte nur zu 50 Prozent bei uns. Auf einem Smartphone ging es, auf dem anderen (baugleichen) nicht. Die Tauchgänge werden mit der Drittanbieter-App DiveStory+ archiviert, was grundsätzlich ein guter Ansatz ist. Denn so überlassen die Uhrenhersteller die App-Entwicklung Firmen, die sich mit der Materie meist gut auskennen.

Im G-Shock-Look kommt diese vielseitige Sportuhr mit Tauchfunktionen daher. Größtes Pfund: die sehr gute Akku-Laufzeit. Selbst bei intensiver Nutzung hält der G1 lange durch. So konnten wir in einem Langzeitest außerhalb dieses Praxistests zehn Tauchgänge innerhalb von sechs Tagen machen, zwischendurch viel an dem Rechner herumspielen sowie ihn häufig mit der App verbinden. Er schafft das wegen seines Displays. Es erinnert an das eines E-Readers. Seine Ablesbarkeit ist bei gutem bis mittelmäßigem Licht sehr gut bis gut. Bei wenig Licht ist sie okay. Seine Displayaufteilung ist etwas verwirrend. Vor allem für Brillenträger sind die kleinen Zahlen nicht optimal. Die Bedienung über Wasser ist gut, unter Wasser ist sie mit dicken Handschuhen nicht überragend. Wobei er aber auch auf Klopfzeichen hört. Alle wichtigen Daten: Nullzeit und Safety Stopp sind immer gut sichtbar. Die Verbindung zur Garmin-App ist top, auch wenn man bei ihm drei Apps benötigt, um ihn vollständig zu konfigurieren. Seine Sportfunktionen sind gut. Bei der GPS-Verbindung wies er Ungenauigkeiten auf, wie später in der Darstellung auf der Karte klar wurde. Er wirkt wegen der Kunststoffverarbeitung nicht besonders wertig, was bei dem hohen Preis nicht den allerbesten Eindruck hinterlässt.

Sehr teuer, dafür sehr gut. Da er viele Geräte in sich vereint, relativiert sich der Preis. Der Mk2i ist derzeit der beste Tauchcomputer im Uhrenformat mit Smart Watch-Funktionen. Seinen vollen Funktionsumfang können wir hier nicht beschreiben. Eine hervorragende Sport- und Alltagsuhr und dabei ein sehr guter, luftintegrierter Tauchcomputer. Tolle Materialien, Titan (in der Lünette) und Saphirglas beim Display werden verwendet, um das Innenleben zu schützen. Seine Menüführung ist komplex, doch intuitiv erlernbar. Das Display ist in allen Situationen optimal ablesbar. Sicherheitsstopp und Nullzeiten sind offensichtlich wahrnehmbar. Für Brillenträger könnten einige Zahlen etwas größer zu modifizieren sein. Die Bedienung ist mit dicken Handschuhen immer noch sehr gut. Auch auf Antippen reagiert der Lagesensor und steuert die Uhr. Displayansichten können so ohne Knopfdruck verändert werden. Wer ein All-in-One-Gerät sucht, ist hier richtig. Die Batterielaufzeit ist beeindruckend. Einzig die Größe könnte Menschen mit sehr schmalen Handgelenken davon abhalten, ihn jeden Tag zu tragen. App-Verbindung und die Integration in die Garmin Fitnesswelt sind vorbildlich. Kritik: Tauchgänge herunterladen, Display-Konfiguration und Fitnessfunktionen nutzen - dazu benötigt man drei verschiedene Garmin-Apps: Garmin Dive, Garmin Connect und GarminIQ.

Klein, luftintegriert und ein gutes Preis-Leistungsverhältnis: So lässt sich der Smart Air kurz und bündig beschreiben. Für eine Alltagsuhr finden wir ihn recht groß, als günstiger Reisetauchcomputer, der einem den Flaschendruck auf dem Display präsentiert, taugt er allemal. Die wichtigsten Informationen werden ohne den Schnörkel eines bunten Farbdisplays dargestellt. Nullzeit, Sicherheitsstopp - alles da, wo es sein sollte. Die Verarbeitung ist gut, auch wenn man für den Preis keine High-End-Materialien erwarten darf, sondern eher viel Kunststoff bekommt. Für das niedrige Budget gibt es nicht viel Lieferumfang, aber das ist okay. Wer mehr möchte, muss auch mehr bezahlen. Definitiv ausbaufähig ist die Verknüpfung zur App und das Auslesen der Tauchgänge. Innerhalb von 30 Minuten war es uns nicht möglich, eine Version des Programms Tender auf egal welcher Plattform zum Laufen zu bringen und Tauchgänge auszulesen. Da der Markt, wie anfangs erwähnt, sehr dynamisch ist, wird Mares als einer der Innovationsmotoren bald den neuen Uhrentauchcomputer Sirius präsentieren.

Eine Smart Watch ist er nicht. Dafür kann er mit anderen Features punkten. In seiner Grundversion, dem »Easy«, können zwei Gase im Tauchgang intergriert werden. Möchte man dann im Laufe seiner Tauchkarriere den Anspruch an seine Tauchgänge steigern, ist dies mit dem iDive Color möglich, ohne ein neues Gerät kaufen zu müssen. Denn er ist um zwei weitere Stufen, dem »Deep« und dem »Tech+«, erweiterbar. Das ist nachhaltig und ein gutes Konzept. Schwächen wies er in der Ablesbarkeit und Bedienbarkeit auf. Das Display ist relativ klein und wirkt etwas überladen, wodurch es dazu neigt, unübersichtlich zu werden. Die Nullzeiten könnten prägnanter sein, der Safety Stopp wird hingegen gut dargestellt. Die Bedienung und Menüführung ist beim Großen von Ratio, dem IX3M 2, wesentlich intuitiver gelöst. Vor allem die fehlenden Bezeichnungen an den Knöpfen waren etwas störend. Ein Auslesen ist nur mit dem USB-Kabel möglich. Es ist im Lieferumfang enthalten, wie auch eine Armbandverlängerung. Aktuell gibt es lediglich eine Desktop-Variante des Programms zum Speichern der Tauchgänge. Dieses Konzept ist ausbaubar, wenn Ratio mit der Zeit gehen möchte.

Das Armbanduhr-Modell ist der große Bruder des Aladin A1. Hauptunterschied ist die schlauchlose Luftintegration. In unserem Test hatte der Tauchcomputer harte Konkurrenz. Vor allem sein recht kleines und etwas unübersichtliches Display störte uns. Für Brillenträger ist dieser Computer nicht zu empfehlen. Auch die Bedienung und die Menüführung waren für uns nicht auf dem Niveau der anderen Computer. Der Computer fährt eine Fülle an Funktionen auf, die beeindruckend sind. Jedoch ist es für die Entwickler eine Herausforderung, eine solche Menge an Möglichkeiten sinnvoll und logisch zu strukturieren. Vor allem die Menüführung sollte beim A2 verbessert werden. Das gesamte Handling und die Ablesbarkeit unter Wasser sind aber dann wiederum gut. Vor allem die Darstellung aller relevanter Daten hat uns gefallen. Nur die Bedienung der kleinen Knöpfe könnte prägnanter sein. Durchweg lobenswert ist die Verknüpfung mit der Scubapro-App LogTrak und die Bluetooth-Konnektivität. Offensichtlich hat Scubapro in den letzten Jahren sehr genau hingeschaut, was die Nutzer und Nutzerinnen von einem Tauchcomputer noch erwarten, außer einem bloßen Tauchinstrument.

Seine größte Schwäche offenbart der D5 bei der Batterielaufzeit. Da hinkt er der Konkurrenz von Garmin, Crest, Cressi, Mares und auch Ratio ziemlich hinterher. Das ist sehr schade. Denn optisch ist er gelungen, was für seine Ambitionen als Alltagsgegenstand spricht, wie es bei dieser Art Tauchcomputer üblich und gewollt ist. Dafür sprechen auch seine Maße, denn er ist äußerst leicht und trägt sich angenehm. Beim Lieferumfang hat er Abzüge erhalten, denn für den Preis ist nicht viel dabei. Störend empfanden wir, dass wir die Displayschutzfolie selbst aufkleben mussten. Das klappt selten perfekt, so dass immer unschöne Luftblasen das Display trüben. Ablesbarkeit, Bedienbarkeit und Menüführung sind solide. Die Nullzeiten werden nur grafisch oder auf Knopfdruck dargestellt. Wir halten sie neben der aktuellen Tiefe für die wichtigste Information. Fehlt sie auf dem Hauptdisplay, ist das sicherheitsrelevant. Das Fehlen gab Abzüge. Die kleinen Knöpfe sind mit dicken Handschuhen schlecht bedienbar. Was sehr gut ist, ist seine Verbindung zur App, das Auslesen der Tauchgänge und das Updaten. Unter‘m Strich muss man leider sagen: Für den Preis erhält man andere Tauchcomputer mit mehr Funktionen und besserer Akkulaufzeit.

KLASSISCHE TAUCHCOMPUTER MIT GROSSEM DISPLAY

KOMPLEXE TAUCHCOMPUTER MIT FARBIGEM DISPLAY