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MITBEWOHNER UND MITARBEITER


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connect - epaper ⋅ Ausgabe 5/2022 vom 07.04.2022

TEST WI-FI-6-ROUTER

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Bildquelle: connect, Ausgabe 5/2022

Nicht erst seit der Zunahme von Arbeitstagen im Homeoffice, Schultagen per Homeschooling und Stubenhockertagen durch Lockdowns hat der heimische Router erheblich an Bedeutung gewonnen. Schließlich ist er die zentrale Instanz im Heimnetz, die alle dort aktiven Endgeräte untereinander und vor allem mit dem Internet verbindet. Von jeher setzen die Hersteller solcher Geräte unterschiedliche Schwerpunkte. Das Angebot beginnt bei Geräten, in denen vom Modem für den DSL-, Kabeloder Glasfaseranschluss über die WLAN-Technik bis hin zu Telefonie und Smarthome wirklich alles integriert ist. Zu dieser Gruppe zählt etwa das neue Top-Kabelmodell FRITZ!Box 6690 des Berliner Router-Primus AVM. Das Spektrum geht weiter bei spezialisierten Gaming-oder WLAN-Routern, die auf die Zusammenarbeit mit einem vorhandenen Modem oder Einfach-Router ausgelegt sind, wie sie unter anderem Festnetzanbieter ...

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... ihren Kunden zur Verfügung stellen. In diesem Segment tritt beispielsweise die im vorliegenden Vergleich untersuchte AVM FRITZ!Box 4460 an. Aber auch der hier getestete TP-Link AX55 ist in dieser Kategorie zu verorten. Das untere Ende des Produktsortiments markieren reine WLAN-Access-Points, die sich allein auf die Bereitstellung eines Funknetzwerks konzentrieren. Die Aufgabe, eine Verbindung zum Internet herzustellen, überlassen sie einem vorhandenen Router. Zu dieser Ausrichtung zählt der Zyxel NWA50AX, den wir uns ebenfalls genauer angesehen haben.

Aufwendiger Lab-Parcours

Während wir das zuletzt genannte Gerät aus Fairnessgründen einem reinen Praxistest unterzogen haben, absolvierten die anderen drei Kandidaten unsere aufwendigen Wi-Fi-6-Messungen im verlagseigenen Messlabor Testlab – siehe auch Kasten unten. Dabei ermittelten wir im Zuge von 960 automatisierten Einzelmessungen, wie sich die WLAN-Router über unterschiedliche simulierte Entfernungen verhalten und wie sie ihre Signale in verschiedenen Abstrahlrichtungen verteilen.

Letzteres vermittelt nicht nur einen Eindruck, wie gut ein Router eine größere Wohnfläche abdecken kann, sondern gibt auch praktische Hinweise zur optimalen Aufstellung der Geräte. Einen schnellen Überblick über diese Ergebnisse liefern Messdiagramme, von denen wir oben ein exemplarisches Beispiel zeigen. Weil aus Platzgründen nicht alle von ihnen – zu jedem Testgerät gibt es vier, jeweils Download und Upload auf 2,4 und 5 GHz – abbilden können, finden Sie die komplette Sammlung online – unter dem auf diesen Seiten abgedruckten QR-Code oder der nebenstehenden Web-Adresse.

Hannes Rügheimer

So testet HOME connect

Für unsere Wi-Fi-6-Messungen nutzt das verlagseigene Testlab einen Mess-PC mit Wi-Fi-6-PCIe-Karte. Weil es die aber bislang nur mit 2x2 MIMO gibt, sind die im Labor messbaren Datenraten derzeit auf max. 574 Mbit/s auf 2,4 GHz und im 5-GHz-Band je nach der vom Router genutzten Kanalbandbreite auf 1201 (80 MHz) bzw. 2402 Mbit/s (160 MHz) begrenzt. Auch die in Notebooks oder Smartphones verbauten Wi-Fi-6-Module sind aktuell auf 2x2 MIMO beschränkt, sodass die ermittelten Messwerte der Einzelverbindung eines Clients zum Wi-Fi-6-Router entsprechen. Von den Routern unterstützte höhere MIMO-Konfigurationen wirken sich positiv aus, wenn mehrere Wi-Fi-6-Endgeräte gleichzeitig am Router angemeldet sind.

Für die Messungen steht der Router in einer abgeschirmten Absorberkabine auf einem Drehtisch und baut von dort Verbindungen zu fest installierten Messantennen auf, die mit der PCIe-Karte im Testrechner verbunden sind. Der Drehtisch wird in 24 Schritten zwischen 0 und 345 Grad gedreht. Zwischen den Messantennen und dem als Gegenstelle dienenden WLAN-Access-Point sind steuerbare Dämpfungsglieder eingefügt, die schrittweise die virtuelle Entfernung erhöhen. Die Messungen erfolgen getrennt für Down-und Upload, sowohl im 2,4-als auch im 5-GHz-Band bei 24 Winkeln und aus zehn Entfernungen – und somit in 960 Einzelmessungen. Aus deren Ergebnissen berechnen wir dann in unserer Datenbank die damit erzielten Laborpunkte.

Die brandneue FRITZ!Box 4060 richtet sich an Kunden, die ein Kabel-oder Glasfasermodem beziehungsweise einen entsprechenden Einfach-Router ihres Netzbetreibers einsetzen, auf den typischen FRITZ!Box -Komfort aber nicht verzichten wollen. Das Modell 4060 verzichtet auf ein eingebautes Modem, fährt dafür aber umfangreiche WLAN-Ausstattung auf: Es bietet gleich drei WLAN-Module – zwei auf 5 GHz (je max. 2400 Mbit/s) und ein weiteres auf 2,4 GHz (max. 1200 Mbit/s). Dabei ist der dritte Kanal für einen reservierten Mesh-Backbone gedacht. Alle drei unterstützen 4x4 MIMO. Ein 2,5-Gbit-Ethernet-Port dient zur Anbindung ans Internet, also in der Regel ans Modem, fürs Heimnetz gibt es drei weitere Gigabit-LAN-Buchsen. Eine USB-3.0-Buchse dient zum Anschluss von Drucker, Speicher oder Mobilfunkstick. Auch eine DECT-Basis ist an Bord, aber keine Telefonbuchsen für Analog oder ISDN. Auch die für AVM typischen Smarthome-Funktionen auf Basis von DECT-ULE werden unterstützt, ebenso das reichhaltige App-Angebot des Berliner Unternehmens.

Wer andere FRITZ!Boxen gewohnt ist, wird beim Zugriff auf die Konfigurationsoberfläche auffällig schnelle Reaktionen bemerken, was für die hohe Rechenleistung des eingesetzten SoC spricht. Auch beim Zugriff auf USB-Speicher wirkt sich dies positiv aus.

Der im Testlab ermittelte Stromverbrauch geht mit 8,4 Watt angesichts der Leistung in Ordnung. Die Datendurchsätze, siehe Werte rechts, starten im erwarteten Rahmen, sinken jedoch bei zunehmender Dämpfung, also wachsendem Abstand zum Router, vor allem auf 5 GHz recht schnell.

Das neue Kabel-Topmodell von AVM, die FRITZ!Box 6690 Cable, ist auf künftige Anschlusstypen mit DOCSIS 3.1 und Datenraten von bis zu 6 Gbit/s ausgelegt. Zu aktuellen DOCSIS-3.0-Anschlüssen ist es abwärtskompatibel.

Um Datenraten jenseits von 1 Gbit/s im Heimnetzwerk verteilen zu können, bietet sie eine LAN-Buchse mit 2,5 Gbit/s, die von drei Gigabit-Ethernet-Buchsen begleitet wird. Auch die WLAN-Sektion ist mit einem theoretischen Maximum von 4800 Mbit/s auf 5 GHz und 1200 Mbit/s auf 2,4 GHz für hohe Durchsätze ausgelegt.

Ergänzt wird die üppige Ausstattung durch eine Telefonabteilung mit DECT-Basis für bis zu sechs Geräte, zwei Analogbuchsen und geräteinternem Anrufbeantworter. Von der noch bei der 6691 Cable eingebauten ISDN-S0-Buchse hat sich AVM allerdings verabschiedet. Nach wie vor an Bord sind zwei USB-3.0-Buchsen für externe Speicher oder Drucker. Der üppige Funktionsumfang von FRITZ!OS unterstützt jede Menge Heimnetz-und Smarthome-Funktionen und ein breites App-Sortiment (siehe auch rechts). Wie schon führere Kabel-FRITZ!Boxen kann auch die 6690 unverschlüsselte Kabel-TV-Signale als Videostreams an TV-oder Mobilgeräte mit installierter FRITZ!App TV weiterleiten.

Auch im Testlab zeigt sich die hohe Leistungsfähigkeit des Kabelrouters. Im Vergleich zur ebenfalls getesteten 4460 liegen die Datenraten im 2,4-GHz-Band etwas höher, auf 5 GHz sind die Datendurchsätze in etwa vergleichbar, wenngleich die Einbußen bei höheren Dämpfungen etwas stärker sind. Aber auch 11 Watt Stromverbrauch belegen die starke Hardware.

Gegenüber dem TP-Link Archer AX50 (Test in connect 10/21) wurde der Nachfolger AX55 in Details weiterentwickelt. Neben einem leicht umgestalteten Gehäuse spielen sich die meisten Änderungen in der Firmware und Begleitsoftware ab: Neu ist Mesh-Unterstützung, außerdem ersetzte der Hersteller die vorherigen „HomeCare“-Dienste für Virenabwehr und Jugendschutz durch das neue, erweiterte „HomeShield“.

Die Hardware blieb weitgehend unverändert mit Wi-Fi-6 (2x2 MIMO) für bis zu 574 Mbit/s auf 2,4 GHz und bis zu 2,4 Gbit/s auf 5 GHz. Ein WAN-und vier LAN-Ports unterstützen nach wie vor Gigabit-Ethernet. Nicht mehr in den Einstellungen zu finden ist die „Link Aggregation“, die dem Vorgänger höhere Datenraten an geeigneten Switches ermöglichte. Unverändert bleibt dagegen die USB-3.0-Buchse, die weiterhin nur Speicher und keine Drucker unterstützt.

Ein integriertes Modem besitzt auch der AX55 nicht – ebenso wenig wie Funktionen für Telefonie und Smarthome, weshalb wir das Gerät nach unserem reduzierten Testprogramm für „Basis-Router“ bewerten.

Nach wie vor erfolgt die Konfiguration per Webbrowser oder über TP-Links „Tether“-App. Mit QoS, VPN-Unterstützung und detailliert konfigurierbarer Firewall gibt es auch viele fortgeschrittene Funktionen. Im Messlabor legt der AX55 gegenüber dem AX50 im 2,4-GHz-Band etwas zu, wohingegen der Vorgänger im 5-GHz-Band höhere Durchsätze zeigte. Bei zunehmender Dämpfung fallen die Datenraten im 5-GHz-Band recht schnell ab. Insgesamt liegen die Messwerte im guten Mittelfeld. Der Stromverbrauch von 9,0 Watt geht in Ordnung.

Der Zyxel NWA50AX ist ein klassischer Access Point – das heißt, er setzt eine vorhandene Internetverbindung als gegeben voraus und trägt keine Router-Funktionen bei, um diese herzustellen. Daher wäre auch eine Bewertung als Basis-Router ohne Telefonieund Smarthome-Funktionen unfair, da sie das Gerät unverdient viele Punkte kosten würde. Wir haben es daher einem Praxistest unterzogen.

In Firmenumgebungen lässt sich der Zyxel über die hauseigene Admin-Cloud-Plattform „NebulaFlex“ verwalten. Im Einzelbetrieb ist die Konfiguration auch per Webbrowser möglich. Eine Konsequenz der Ausrichtung auf Business-Installationen ist die Möglichkeit, den Access Point auch per „Power over Ethernet“ mit Strom zu versorgen. Entsprechende Switches oder „PoE-Injektoren“ müssen dem Standard 802.3at folgen. Im Betrieb mit dem mitgelieferten Steckernetzteil haben wir eine recht geringe Leistungsaufnahme von 7,5 Watt gemessen.

Ein Set-up-Wizard stellt eine für die meisten Einsatzszenarien sinnvolle Grundkonfiguration her. Weitergehende Anpassungen gehen aber kaum ohne fortgeschrittene Netzwerkkenntnisse – zumal selbst eine Client-Anmeldung per WPS nicht möglich ist.

Bei praktischen Durchsatzmessungen mit einem Wi-Fi-6-tauglichen Notebook (max. 2x2 MIMO) erzielten wir in etwa einem Meter Abstand eher magere 186 Mbit/s auf 2,4 GHz und recht brauchbare 523 Mbit/s auf 5 GHz.

Für Privatkunden kann der Zyxel eine Wi-Fi-6-Insel in einem vorhandenen Heimnetz bereitstellen. Dennoch empfiehlt er sich nur für Nutzer, die sich die doch anspruchsvolle Konfiguration zutrauen.