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Mitgliederversammlung


Auto Räder Reifen Gummibereifung - epaper ⋅ Ausgabe 6/2019 vom 03.06.2019

Die diesjährige Mitgliederversammlung des Bundesverbandes Reifenhandel und Vulkaniseur-Handwerk (BRV) fand in Hamburg statt.


Artikelbild für den Artikel "Mitgliederversammlung" aus der Ausgabe 6/2019 von Auto Räder Reifen Gummibereifung. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Die diesjährige BRV-Mitgliederversammlung war leider nicht gut besucht.


Alle Fotos: Tewes

Der schon im Vorfeld gebuchte kleinere Saal signalisierte schon recht früh,dass bei dieser Versammlung relativ wenige Teilnehmer anwesend waren. Außerdem überwog der Anteil von Fördermitgliedern aus der Industrie als ordentliche BRV-Mitglieder aus dem Handel. Die Handelsmitglieder haben sich die einmalige Gelegenheit entgehen lassen,gemeinsam mit Vorstand und Verbandsgeschäftsführung über die ...

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... Zukunft des Reifenhandels zu diskutieren.

Branchensituation

Der Vorsitzende des BRV,Stephan Helm,eröff nete die Mitgliederversammlung und begrüßte die Anwesenden. Danach erläuterte anhand einiger Charts die aktuelle Lage der Reifenbranche. Trotz eines schwachen Aprils im Consumer-Reifensegment liegt der Sell-Out mit plus drei Prozent über dem des Vorjahres. Das scheint auch das BRV-Branchenbarometer für das 2. Quartal zu bestätigen.

Sabine Schöne führte gekonnt durch die Podiumsdiskussion


Trotzdem rief er dazu auf,die Kosten im Blick zu halten. Die beiden größten Posten seien Personal- und Raumkosten. Im vorigen Jahr stiegen die Personalkosten um drei Prozent und die Raumkosten um 1,3 Prozent. Die steigenden Umsätze von 1,3 Prozent konnten somit lediglich die Raumkosten ausgleichen. Das Problem fehlender Fachkräfte wird in den nächsten Jahren zu weiteren Kostensteigerungen führen,die die Unternehmer auf jeden Fall einpreisen sollten.

Da die Margensituation bei den Reifen allgemein sehr fordernd bleiben würde,sollten auf jeden Fall die Dienstleistungspreise angehoben werden. Es dürften keinesfalls die durchgeführten Dienstleistungen verschenkt werden,da dies dem Kunden signalisieren würde,dass die Arbeit der Mitarbeiter keinen Wert darstellt. Es sei genau das Gegenteil der Fall,erläuterte Stephan Helm und bekam dafür sehr viel Beifall.

Danach sprach er zwei weitere Punkte an,die den Unternehmern das Geschäftsleben in Zukunft nicht einfacher machen würden. Da wäre zum einen die Mindestausbildungsvergütung,die gerade kleinere Unternehmen sehr belasten würde. Er rief dazu auf,dass vor allem regionale Preisniveaus beachtet werden müssten. Ein weiteres Damoklesschwert ist die gerade verabschiedete EU-weite Arbeitszeiterfassung. Hier müsste die Politik praktikable Lösungen entwickeln,um nicht ein weiteres Bürokratiemonster zu erschaffen.

Stephan Helm,1. Vorsitzender des BRV,eröffnete die Versammlung.


Die Geschäftsführer Yorick M.


Lowin und Hans- Jürgen Drechsler berichteten über die Arbeit des BRV.


Bericht der Geschäftsführung

In seiner Einführung erläuterte Geschäftsführer Yorick M. Lowin das Motto der BRV-Veranstaltung „Qualitätsdienstleistungen mit Menschen gestalten“. Dazu wurden einige hochkarätige Personaldienstleister eingeladen,die über die Ansprache von neuen Mitarbeitern und deren Bindung an das Unternehmen berichteten. Außerdem gab es einen Exkurs zum Thema Servicekultur.

In diesem Zusammenhang verwies der Geschäftsführer darauf,dass der BRV beim Thema „Personal“ seinen Mitgliedern keine direkte Hilfestellung anbieten könne. Es bestünde kein eigener Verbandspool von hochmotivierten und top ausgebildeten Menschen,die jederzeit vermittelt werden könnten. Jedoch könnte der Verband seine Mitglieds unternehmen darin unterstützen,die Qualifikation des bestehenden Personals anzuheben.

Lehrgänge und Schulungen

Daraufhin erläuterte der Geschäftsführer das bestehende Leistungsportfolio im Bereich Schulungen. Neben den bekannten Lehrgängen Reifenfachverkäufer,Kfz-Serviceberater und Junior-Manager wurden vier neue Lehrgänge in das Schulungsangebot aufgenommen. Dabei handelt es sich um den Serviceberater Nutzfahrzeuge,Reifen und Räder in der Landwirtschaft,Reifenmontage in der Landwirtschaft und EM-Reifen.

Eine weitere wichtige Neuerung betraf die „runderneuerte“ Homepage des Verbandes. Die neue Homepage dient als zentrale Kommunikationsschnittstelle zwischen Verband und Mitgliedern. Hier finden sich alle angebotenen Leistungen des Verbandes. Mittlerweile zeige sich deutlich,dass die neue BRV-Homepage von den Mitgliedern immer intensiver genutzt werde. Dies würde auch für die neue MyBRV-App gelten,die immer genutzt würde,um die Publikationen wie Trends & Facts oder auch das Handbuch voll digital nutzen zu können.

Die Gewinner des BRV-Ausbildungsawards: neben Geschäftsführer Yorick M. Lowin (v.l.),3.Platz - Redur Önen,Secura Reifenservice,1.Platz - Jonathan Laur,Reiff Reifen- und Autotechnik,2.Platz - Niklas Stoll,Hammes Reifen- und Autoservice,Orkan Akman,W. Johann und Stephan Helm,1. Vorsitzender des BRV


Fotos: Tewes

Die beiden Gewinner des BRVAusbildungsbetriebs- Award Reifen Stiebling (2.v.l.) und Ehrhardt Reifen + Autoservice


Ausbildungs-Award

Um das Thema „Ausbildung im Reifenfachhandel und Reifenhandwerk“ zu stärken und zu unterstützen,hat der BRV auch in diesem Jahr den Ausbildungs-Award ausgelobt. Leider beklagte der Vorsitzende die mangelhafte Resonanz auf die Ausschreibung,die deutlich hinter den Erwartungen der Verantwortlichen und den Bewerbungen des Vorjahres lag. Gerade im Zuge des Fachkräftemangels ist jedoch die Ausbildung ein Baustein,um zukünftige Fachkräfte zu gewinnen. Natürlich bindet die Bewerbung Zeit und Personal,doch auch eine solche Bewerbung dient aus unserer Sicht der Förderung der jungen Auszubildenden,die hierdurch eine Wertschätzung erleben. Insgesamt wurden vier Auszubildende geehrt sowie die beiden Ausbildungsbetriebe Ehrhardt Reifen + Autoservice und Reifen Stiebling.

Qualifikationsniveau im RFH

Insgesamt sind 3.404 Betriebe im BRV organisiert,die 5.302 Outlets betreuen. Geschäftsführer Hans-Jürgen Drechsler informierte die Anwesenden über die handwerksrechtlichen Rahmenbedingungen. Der Reifenfachhandel ist ein gefahrengeneigtes Handwerk,das leider beim Thema Meisterpflicht vor dem Bundesverfassungsgericht eine Niederlage erlitten hat. Jedoch unterliegen die Montage und Demontage von Lkw-,EM oder AS-Reifen der Meisterpflicht,genauso wie die Reparatur dieser Reifen. Neben dem Vulkansieurmeister gibt es jedoch auch viele Kfz-Meister. Da dies ein sogenannter artverwandter Beruf ist,sind diese Meister laut § 7a der Handwerksordnung Ausübungsberechtigte und können Vulkaniseurleistungen erbringen.

In diesem Zusammenhang verwies Drechsler auf die gemeinsam mit dem wdk entwickelte wdk-Zertifizierung. Dabei zeigt sich jedoch,dass der vertragsgebundene Reifenfachhandel mit 53,2 Prozent im Gegensatz zum freien RFH mit 27,7 Prozent weit besser qualifiziert ist. Eine Fachbranche,die ein gefahrengeneigtes Handwerk repräsentiert und der Meisterpflicht unterliegt,kommt lediglich auf ein Qualifikationsniveau von insgesamt 58,3 Prozent. Drechsler appellierte an die Mitglieder,dass sie ihre Fachkompetenz steigern müssen. Gerade im Hinblick auf das Thema „Vernetzte Fahrzeuge“ sei in den nächsten Jahren ein weitaus höherer Qualifizierungsbedarf notwendig. Hans-Jürgen Drechsler schloss mit den Worten: „Wir sind nicht 100-prozentig fit!“

In der anschließenden Podiumsdiskussion wurde über den Fachkräftemangel und wie damit umzugehen ist,diskutiert.