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Mitochondrien - die Energiezentren der Zellen aktivieren


Deine Gesundheit - epaper ⋅ Ausgabe 2/2020 vom 20.03.2020

Heutzutage leiden viele Menschen an Energiemangel. Sie fühlen sich kraftlos und frieren leicht. Die Ursache dafür kann in einer Funktionsstörung der Mitochondrien liegen. Die „Zellkraftwerke“ reagieren empfindlich auf falsche Ernährung, Stress und Elektrosmog.


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Bildquelle: Deine Gesundheit, Ausgabe 2/2020

In unseren Körperzellen existieren winzige, aber hochpotente Kraftwerke, die aufgrund ihrer Form nach den griechischen Wörtern für Faden und Körnchen als Mitochondrien bezeichnet werden. In einer Muskelzelle befinden sich 1 000 bis 2 000 Mitochondrien, bei hochtrainierten Sportlern auch mehr. Herzmuskelzellen und Gehirnzellen können bis zu 7 000 ...

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... Mitochondrien aufweisen. Die reife Eizelle einer Frau enthält mehrere 100 000 Mitochondrien und nur durch die Frau werden Mitochondrien vererbt - die wenigen Mitochondrien der viel kleineren Samenzelle werden auf dem Weg zur Zeugung vollständig als Brennstoff für die lange Reise verbraucht. Diese Beispiele verdeutlichen die Hauptaufgabe der Mitochondrien: Sie produzieren Energie, welche unter anderem für die Muskelarbeit, die Zellteilung und die Stoffwechselaktivität benötigt wird.

Fünf Fakten über Mitochondrien

… kommen außer in den roten Blutkörperchen in jeder Körperzelle vor.
… sind mit einer Größe von 0,5 bis 1,5 Mikrometer winzig klein.
… können unterschiedliche Formen annehmen.
… sind in der Lage sich frei im Zellplasma zu bewegen.
… wiegen rund sechs Kilogramm, wenn man alle Mitochondrien eines Erwachsenen zusammennehmen und auf eine Waage legen würde.


• • • Mitochondrien sind eigene Organismen mit eigenem Erbgut, die mit uns in Symbiose leben.


Unser Körper als Synergie-Zentrum

Mitochondrien sind eigene Organismen mit eigenem Erbgut, die mit uns in Symbiose leben. Ihre immense Anzahl führt zusätzlich zu unseren vielen symbiotischen Bakterien dazu, dass nur drei Prozent der DNS im menschlichen Körper tatsächlich menschlich ist. Seit der Entschlüsselung des menschlichen Genoms 2004 sind für chronische und degenerative Krankheiten wie Krebs, Alzheimer oder Diabetes keine signifikanten Therapien auf Gen-Basis entstanden, was ja das große Versprechen der Genforschung war. Augenscheinlich wird eine reduktionistische Sicht auf den menschlichen Körper wohl nie ein ursächliches Verstehen von Gesundheit und Krankheit ermöglichen. Wenn wir unsere Gesundheit auf ein solides Fundament stellen wollen, müssen wir den Körper als ein Geschehen von Synergie begreifen und eine besonders wichtige Synergie besteht mit den Mitochondrien, die all unsere Energie für körperliche und geistige Aktivität bereitstellen.

Moderne Lebensweise überlastet Mitochondrien

In früheren Zeiten waren die Anforderungen an die Mitochondrien aufgrund der körperlichen Arbeit und Entbehrun- gen wie Nahrungsmangel oder Kälte oft sehr hoch. Anderseits sind Mitochondrien auch dafür gemacht, diese Arten von Stress zu bewältigen.


Die Hauptaufgabe der Mitochondrien: Sie produzieren Energie.


Heutzutage haben wir ganz andere Stressfaktoren für die Mitochondrien, wie zum Beispiel eine Tendenz zur chronischen Überernährung. Während bis in die Mitte des 19. Jahrhunderts auch in Europa Hungersnöte zu vielen Todesfällen führten, ist es heute selbst unter Einbeziehung der noch vorhandenen Hungergebiete im weltweiten Maßstab dreimal wahrscheinlicher, an Fettleibigkeit als an Hunger zu sterben.
Industriell verarbeitete Nahrung ist für das biologische Design der Mitochondrien nicht geeignet und ein Mangel an Mikronährstoffen wie Mineralien, Spurenelementen, B-Vitaminen und Enzymen bei einer gleichzeitigen Belastung mit Mikroplastik, Lebensmittelzusätzen und toxischen Metallen in der Nahrung führen dazu, dass die Mitochondrien in eine Überlastung geraten.
Hinzu kommt der subtile, aber hochwirksame Stress der mentalen Reizüberflutung. Bewohner der digitalisierten Welt nehmen heute in zwei Monaten so viele visuelle Informationen auf, wie die Menschen im 18. Jahrhundert in einer ganzen Lebensspanne.


Ganzheitlich und progressiv denkende Ärzte und Heilpraktiker erkennen die Mitochondriopathie als eine Grunderkrankung der modernen Zeit an.


Informationsverarbeitung stellt erhebliche Anforderungen an die Mitochondrien. Da wir von der digitalen Reizüberflutung kaum noch Pausen haben, kann im Zusammenwirken mit ungünstiger Ernährung eine sogenannte Mitochondriopathie entstehen. Vereinfacht gesagt: Die Mitochondrien werden krank.

Mitochondriopathie - Grunderkrankung der heutigen Zeit

In diesem Zustand können die Mitochondrien noch ihre Aufgabe der Energiegewinnung bewältigen, erzeugen dabei aber ein Übermaß an toxischen Stoffwechselprodukten, die das Hormonsystem, das Gehirn und das Nervensystem massiv belasten. Nach schulmedizinischen Kriterien mag keine klassische Erkrankung vorliegen, aber die betroffenen Menschen fühlen sich kaum noch lebendig.

Die heutigen medizinischen Diagnosekriterien stammen noch aus der Zeit vor der umfassenden Digitalisierung, der Nutzung von Smartphones, sozialen Medien und der Allgegenwärtigkeit von Mikroplastik. Deshalb erkennen bisher nur ganzheitlich und progressiv denkende Ärzte und Heilpraktiker die Mitochondriopathie als eine Grunderkrankung der modernen Zeit an. Häufig treffe ich auf Menschen, die sich fragen, warum ihre Bemühungen um eine gesunde Lebensweise und Stressmanagement keine Früchte tragen. Trotz gesunder Ernährung, Yoga und Achtsamkeit, ist ihr Wohlbefinden eingeschränkt. Leider verdichten sich die mentale Reizüberflutung und umwelttoxischen Belastungen zunehmend, sodass man ihnen nicht so leicht entkommt. Die gute Nachricht ist jedoch, dass Mitochondrien sehr gut auf ursachenbezogene Maßnahmen ansprechen.
Es lohnt sich also, im eigenen Leben auf die Suche nach Faktoren zu gehen, die zugunsten der Mitochondrien geändert werden können.

Positive Lebensgewohnheiten für die Mitochondrien

Prioritäten zu setzen, ist die Basis für ein nachhaltig gesundes Leben in einer Zeit, die viele scheinbar verlockende Angebote für einen ungesunden Lebensstil bereithält. Ich sage absichtlich „scheinbar“, weil viele Reize der Werbung und den allgemein in der Gesellschaft üblichen Gewohnheiten entspringen, wie zum Beispiel dem ständigen Agieren in sozialen Netzwerken. Wer seinen Körper und seine Bedürfnisse nicht mehr bewusst spürt und daraufhin die Angebote hinterfragt, läuft Gefahr sich zu schaden.

Prioritäten für ein nachhaltig gesundes Leben können zum Beispiel mit folgenden Anregungen neu etabliert werden:
Essen Sie ohne Tablet, Smartphone und Fernseher. Konzentrieren Sie sich auf die Mahlzeit und kauen Sie jeden Bissen intensiv. Wenn Sie gerne etwas Bestimmtes essen, das zur Kategorie Junkfood gehört, kauen Sie davon mal einen Bissen 150-mal und prüfen Sie, ob es tatsächlich gut schmeckt. Ungesundes Essen hat viel mit zerstreuter Aufmerksamkeit zu tun und gesunde Ernährung wird ein Selbstläufer, wenn Sie Ihren Körper und Ihre Bedürfnisse wirklich spüren.
Nehmen Sie den Druck raus. Von welcher inneren Basis aus betreiben Sie Sport, Fitness oder Yoga? Machen Sie sich Druck, einem bestimmten Selbstbild entsprechen zu wollen oder geht es um die Freude an der Bewegung? Jeder innere Druck, der uns drängt etwas zu werden, das wir naturgegeben nicht sind, führt zu Stress für die Mitochondrien.
Sorgen Sie gut für sich selbst. Jiddu Krishnamurti äußerte: „Es ist nicht gesund, an eine kranke Welt gut angepasst zu sein“. Wer in der heutigen Zeit gut mit sich selbst umgehen möchte, steigt vielleicht aus manchen Gewohnheiten aus, die allgemein als normal angesehen werden. Normalität sollte man für sich selbst definieren und dies kann eine Neuordnung von Prioritäten mit sich bringen.
Lassen Sie sich von der Natur nähren. Der morgendliche Gesang von Vögeln aktiviert nachweislich die Mitochondrien. Auf grüne Pflanzen zu schauen, unterstützt ebenfalls die Mitochondrien. Somit ist Zeit, die im Wald oder im Garten verbracht wird, ein Jungbrunnen für Körper und Seele. Von Natur umgeben zu sein, fördert das Gespür für die eigene Natur, sodass sich aus dem neu erlebten Körpergefühl heraus leichter eine gesündere Lebensweise etablieren lässt.

© aundrup/Adobe Stock

Buchtipp

Christian Dittrich-Opitz: „Mitochondrien: Mehr Lebensenergie durch gesunde Zellkraftwerke“, Hans-Nietsch-Verlag , 2017, TB, 9,90 €, ISBN 978-3862645183

Christian Dittrich-Opitz
Jahrgang 1970, ist autodidaktischer Gesundheitsforscher und heilte sich selbst von einer als unheilbar eingestuften Krankheit. Er lernte viele traditionelle Methoden der Aktivierung von Lebensenergie, wie Tummo, Qigong, Neigong, innere Kampfkunst und verschiedene Yoga-Stile. Er ist der Autor von „Befreite Ernährung“ , „Befreite Atmung“ und „Der Protein-Optimierer“ und bietet Seminare zu den Themen Tummo, Lernen wie ein Genie und Methoden des Siddha-Yoga an. www.christian-dittrich-opitz.de


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