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MITTWOCH, 2. NOVEMBER 2022


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MAGNIFICAT - Das Stundenbuch - epaper ⋅ Ausgabe 11/2022 vom 01.10.2022

Schon seit dem zweiten Jahrhundert ist das christliche Gedenken der Toten bezeugt. Den heutigen Allerseelentag als Gedenktag für alle Verstorbenen führte Abt Odilo von Cluny im Jahre 998 ein. Er galt zunächst für die ihm unterstellten Klöster, breitete sich aber seit dem 11. Jahrhundert im Zuge der von Cluny ausgehenden Reformbewegung bald in der ganzen Kirche des Abendlandes aus. In Rom wurde er im 14. Jahrhundert erstmals gefeiert.

Mit dem Allerseelentag ist der Gedanke an den Reinigungsort (Purgatorium oder Fegefeuer) verbunden. Die Bibel selbst kennt den Ausdruck Fegefeuer nicht, sehr wohl aber die Bildwelt reinigenden, läuternden Feuers (Jesaja, Maleachi). Dahinter steht zum einen die Vorstellung, dass wir mit unseren Verstorbenen über den Tod hinaus verbunden bleiben; zum anderen die, dass die Verstorbenen, die noch nicht zu den Heiligen des Himmels zählen, erst noch eine Läuterung erfahren, ...

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... dann aber in den Himmel kommen. Unser Gebet will ihnen diese Zeit erleichtern. Mit dem Gebet und der Eucharistiefeier für die Verstorbenen verbindet sich häufig ein Gang zum Friedhof, mancherorts auch schon am Allerheiligentag. Blumen und Kerzen auf den Gräbern sprechen vom Leben, das Christen für ihre Toten erhoffen. Sie legen Zeugnis ab von ihrem Glauben, dass die Verstorbenen Anteil haben dürfen an der in Christus verheißenen Fülle des Lebens.

Alternative Schrifttexte:

Lesung: Ijob 19, 1.23–27; Weish 3, 1–9;

Jes 25, 6a.7–9; Dan 10, 2.11a; 12, 1–3; 2 Makk 12, 43–45

Röm 8, 14–23; Röm 14, 7–9.10c–12; 1 Kor 15, 20–23;

2 Kor 5, 1.6–10; 1 Thess 4, 13–18

Evangelium: Joh 5, 24–29; Joh 6, 37–40; Joh 6, 51–58;

Joh 11, 17–27; Joh 14, 1–6

Namenstag: hl. Viktorin von Pettau (ältester Erklärer der Hl. Schrift im Abendland, Bischof, Märtyrer, † um 304) · hl. Malachias von Armagh (Bischof, † 1148) · Angela von Stolberg (Ordensfrau, † 1905)

Morgengebet 

Herr, öffne meine Lippen.

Damit mein Mund dein Lob verkünde.

Aus der Tiefe rufe ich, Herr, zu dir:

Herr, höre meine Stimme!

Wende dein Ohr mir zu,

achte auf mein lautes Flehen!

Ps. 130, 1 f.

Ehre sei dem Vater ... Halleluja.

Hymnus

Wenn wir im Tode leiblich zerfallen,

sind wir im Geist schon jenseits der Schwelle

ewiger Nacht.

Denn in der Quelle lebenden Wassers

tauchte uns Christus bei unsrer Taufe

in seinen Tod.

Sind wir im Sterben mit ihm begraben,

wissen wir gläubig, dass auch sein Ostern

er mit uns teilt.

Ehre dem Vater, Ehre dem Sohne,

ihm, der im Geiste Leben und Rettung

ewig uns schenkt.

Zeitgenössisch (Verfasser: Polykarp Uehlein OSB)

Psalm 88

Verse 2–9

Herr, du Gott meines Heils, *

zu dir schreie ich am Tag und bei Nacht.

Lass mein Gebet zu dir dringen, *

wende dein Ohr meinem Flehen zu!

Denn meine Seele ist gesättigt mit Leid, *

mein Leben ist dem Totenreich nahe.

Schon zähle ich zu denen, die hinabsinken ins Grab, *

bin wie ein Mann, dem alle Kraft genommen ist.

Ich bin zu den Toten hinweggerafft, *

wie Erschlagene, die im Grabe ruhen;

an sie denkst du nicht mehr, *

denn sie sind deiner Hand entzogen.

Du hast mich ins tiefste Grab gebracht, *

tief hinab in finstere Nacht.

Schwer lastet dein Grimm auf mir, *

all deine Wogen stürzen über mir zusammen.

Die Freunde hast du mir entfremdet, /

mich ihrem Abscheu ausgesetzt; *

ich bin gefangen und kann nicht heraus.

Ehre sei dem Vater ...

Gott unseres Heiles, wir ängstigen uns vor dem Dunkel, das uns umgibt. Lass unser Beten zu dir dringen.

Lesung

1 Thess 4, 14

Das ist unser Glaube: Wenn Jesus gestorben und auferstanden ist, dann wird Gott durch Jesus auch die Verstorbenen zusammen mit ihm zur Herrlichkeit führen.

Benedictus – Lobgesang des Zacharias

Antiphon zum Benedictus:

Ich bin die Auferstehung und das Leben; wer an mich glaubt, wird leben, auch wenn er stirbt; und jeder, der lebt und an mich glaubt, wird in Ewigkeit nicht sterben.

Bitten

Im Angesicht unserer Vergänglichkeit rufen wir zum Vater:

V: Du unser Heil,

A: schenke uns dein Leben.

Du lebst in immerwährender Gegenwart;

– mach uns bereit, dir im Hier und Heute zu begegnen.

Immer wieder lässt du Augenblicke deiner Nähe in unserem Leben aufleuchten;

– lass sie uns Kraft geben, unseren Alltag zu bestehen.

In unseren Mitmenschen kommst du auf uns zu;

– nähre in uns die Hoffnung, allen, die uns wichtig geworden sind, bei dir wieder zu begegnen.

Vaterunser

Oration

Allmächtiger Gott, du hast deinen Sohn als Sieger über den Tod zu deiner Rechten erhöht. Gib deinen verstorbenen Dienern und Dienerinnen Anteil an seinem Sieg über die Vergänglichkeit, damit sie dich, ihren Schöpfer und Erlöser, schauen von Angesicht zu Angesicht. Darum bitten wir durch Jesus Christus.

Segne uns, Gott des Lebens,

und hilf uns, dich zu finden.

Stärke in uns die Hoffnung,

unseren Verstorbenen wieder zu begegnen.

Eucharistiefeier

Liedvorschläge: GL 423, 434, 435, 503, 505, 507, 656 · KG 542, 706, 707, 727, 728, 732

Gott, der Jesus von den Toten auferweckt hat,

wird auch unseren sterblichen Leib lebendig machen

durch seinen Geist, der in uns wohnt.

Vgl. Röm 8, 11

Tagesgebet (Oration des Morgengebetes)

Lesung aus dem Buch Daniel

Dan 10, 2.11a; 12, 1–3

In jenen Tagen hielt ich, Daniel, drei Wochen lang Trauer. Dann sagte der HERR zu mir: In jener Zeit tritt Michael auf, der große Fürst, der für die Söhne deines Volkes eintritt. Dann kommt eine Zeit der Not, wie noch keine da war, seit es Völker gibt, bis zu jener Zeit.

Doch zu jener Zeit wird dein Volk gerettet, jeder, der im Buch verzeichnet ist.

Von denen, die im Land des Staubes schlafen, werden viele erwachen, die einen zum ewigen Leben, die anderen zur Schmach, zu ewigem Abscheu.

Die Verständigen werden glänzen wie der Glanz der Himmelsfeste und die Männer, die viele zum rechten Tun geführt haben, wie die Sterne für immer und ewig.

Antwortpsalm

Ps 103, 8.10.13–18

Kehrvers:

Die Huld des HERRN währt immer und ewig.

Der HERR ist barmherzig und gnädig, *

langmütig und reich an Huld.

Er handelt an uns nicht nach unsern Sünden *

und vergilt uns nicht nach unsrer Schuld. Kehrvers

Wie ein Vater sich seiner Kinder erbarmt, *

so erbarmt sich der HERR über alle, die ihn fürchten.

Denn er weiß, was wir für Gebilde sind, *

er bedenkt, dass wir Staub sind. Kehrvers

Wie Gras sind die Tage des Menschen, *

er blüht wie die Blume des Feldes.

Fährt der Wind darüber, ist sie dahin; *

der Ort, wo sie stand, weiß nichts mehr von ihr. Kehrvers

Doch die Huld des HERRN währt immer und ewig *

für alle, die ihn fürchten.

Seine Gerechtigkeit erfahren noch Kinder und Enkel, /

alle, die seinen Bund bewahren, *

die seiner Befehle gedenken und danach handeln. Kehrvers

Kehrvers siehe Vers 17a, ferner GL 401 · GL 1975 496 · KG 85, 7 (VI. Ton)

Lesung aus dem Römerbrief

Röm 14, 7–9.10c–12

Schwestern und Brüder! Keiner von uns lebt sich selber und keiner stirbt sich selber: Leben wir, so leben wir dem Herrn, sterben wir, so sterben wir dem Herrn. Ob wir leben oder ob wir sterben, wir gehören dem Herrn. Denn Christus ist gestorben und lebendig geworden, um Herr zu sein über Tote und Lebende.

Wir werden alle vor dem Richterstuhl Gottes stehen. Denn es steht geschrieben: So wahr ich lebe, spricht der Herr, vor mir wird jedes Knie sich beugen und jede Zunge wird Gott preisen.

Also wird jeder von uns vor Gott Rechenschaft über sich selbst ablegen.

Impuls zur Lesung

„Jeder stirbt für sich allein“, so lautet der Titel eines Romans von Hans Fallada über ein Elternpaar, das in der NS-Zeit nach dem Kriegstod des einzigen Sohnes Widerstand leistet und dafür mit dem Leben bezahlt. Keiner stirbt für sich allein. In der römischen Gemeinde, die sich zusammensetzt aus sich zum Messias Jesus bekennenden Juden und aus Christus-Bekennern aus den Völkern, treffen auch widerstreitende Positionen zu Fragen der glaubensgemäßen Ernährung aufeinander. Wie soll man richtig essen? Soll man sich an die Speisevorschriften vom Sinai halten? Oder ist alles erlaubt und jegliche Unterscheidung unwesentlich geworden durch Jesus, den Messias? Ja, Jesus Christus ist der Angelpunkt. Aber in dem Sinn, dass er der Bruder aller geworden ist und durch sein Leben und Sterben alle einander zu Ge- schwistern gemacht hat. Darum ist auch für unser Tun und Lassen der Blick auf das Wohl und Wehe der Schwester, des Bruders entscheidend. Keiner lebt für sich allein. Jesus, kein Wagehals und kein Wendehals, er hat für mich und dich das Leben gewagt. Gott sei Dank.

Ruf vor dem Evangelium

vgl. Joh 14, 2a.3b

Lob sei dir, Herr, König der ewigen Herrlichkeit!

So spricht der Herr: Im Hause meines Vaters sind viele Wohnungen. Ich werde wiederkommen und euch zu mir holen, damit auch ihr dort seid, wo ich bin.

Lob sei dir, Herr, König der ewigen Herrlichkeit!

Aus dem hl. Evangelium nach Johannes

Joh 14, 1–6

In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Euer Herz lasse sich nicht verwirren. Glaubt an Gott und glaubt an mich! Im Haus meines Vaters gibt es viele Wohnungen. Wenn es nicht so wäre, hätte ich euch dann gesagt: Ich gehe, um einen Platz für euch vorzubereiten?

Wenn ich gegangen bin und einen Platz für euch vorbereitet habe, komme ich wieder und werde euch zu mir holen, damit auch ihr dort seid, wo ich bin. Und wohin ich gehe – den Weg dorthin kennt ihr.

Thomas sagte zu ihm: Herr, wir wissen nicht, wohin du gehst. Wie können wir dann den Weg kennen?

Jesus sagte zu ihm: Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater außer durch mich.

Gabengebet

Herr, unser Gott, nimm die Gabe an, die wir darbringen für deine Diener und Dienerinnen und für alle, die in Christus entschlafen sind. Befreie durch dieses einzigartige Opfer unsere Verstorbenen aus den Fesseln des Todes und schenke ihnen das unvergängliche Leben. Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.

Präfation

In Wahrheit ist es würdig und recht, dir, allmächtiger Vater, zu danken durch unseren Herrn Jesus Christus. Denn er ist das Heil der Welt, das Leben der Menschen, die Auferstehung der Toten. Durch ihn rühmen dich Himmel und Erde, Engel und Menschen und singen wie aus einem Munde das Lob deiner Herrlichkeit.

Kommunionvers

Phil 3, 20–21

Wir erwarten den Retter, den Herrn Jesus Christus, der unseren armseligen Leib verwandeln wird in die Gestalt seines verherrlichten Leibes.

Schlussgebet

Barmherziger Gott, wir haben das Opfer dargebracht, das du in Gnaden annimmst. Erbarme dich unserer Verstorbenen, du hast sie in der Taufe als deine Kinder angenommen; schenke ihnen in der Freude des Himmels das verheißene Erbe. Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.

Schlusssegen

Die Gnade seines Segens schenke euch der Gott allen Trostes, der uns aus Liebe erschaffen und uns in Christus die Hoffnung auf die selige Auferstehung geschenkt hat.

Den Lebenden gewähre er die Verzeihung der Sünden, die Verstorbenen führe er in sein Licht und seinen Frieden.

Der Lebenden und der Toten erbarme sich Christus, der wahrhaft aus dem Grabe erstanden ist.

Das gewähre euch der dreieinige Gott, der Vater und der Sohn † und der Heilige Geist.

Zu Allerseelen

Ich habe deinen und meinen Schatten

in eine ermächtigte Hasel gebannt,

damit sie erwarten den Jüngsten Tag,

damit sie gedenken der ältesten Nacht

um ihrer Heiligung willen.

Wenn jetzt der Mond in die Stube tritt,

verneigt sich staunend die Stirne der Nacht

in meinem erblindeten Spiegel

vor meiner vielfältigen Hoffnung.

Ich hoffe unter dem Haselstrauch,

ich hoffe über das Dachmoos hinaus,

ich hoffe so tief und so hoch und so stark,

dass mein Gehör davon läutet.

Christine Lavant, aus: dies., Zu Lebzeiten veröffentlichte Gedichte. Hg. und mit einem Nachwort von Doris Moser und Fabjan Hafner.

© Wallstein Verlag, Göttingen 2014

Abendgebet

O Gott, komm mir zu Hilfe.

Herr, eile, mir zu helfen.

Ehre sei dem Vater ... Halleluja.

Innehalten am Abend

Die Bande der Liebe werden mit dem Tod nicht durchschnitten.

Thomas Mann (deutscher Schriftsteller, 1875–1955)

• Welcher oder welchem lieben Verstorbenen fühle ich mich in diesen Tagen besonders verbunden?

• Wie erinnere ich mich an diesen einmal so vertrauten Menschen?

Confiteor

(Seite 21) – oder:

V: Erbarme dich, Herr, unser Gott, erbarme dich.

A: Denn wir haben vor dir gesündigt.

V: Erweise, Herr, uns deine Huld.

A: Und schenke uns dein Heil.

Hymnus

Du Türe zur Herrlichkeit:

Christus.

Lasse sie ein.

Offenes Tor

hinter dem brennenden Engel.

Kyrie eleison.

Sie müssen durchs Feuer gehn,

Christus, jeder allein.

Tritt dann hervor

hinter dem läuternden Engel.

Kyrie eleison.

Kürz ihre Wartezeit,

Christus.

Mache sie rein.

Führ sie zu dir

durch deinen leuchtenden Engel.

Kyrie eleison.

Lass sie den Vater sehn,

Christus.

Sind sie doch sein.

Du machst alle Welt

frei vom brennenden Engel.

Kyrie eleison.

Zeitgenössisch (Urheberin: Silja Walter)

Psalm 88

Verse 10–19

Mein Auge wird trübe vor Elend. /

Jeden Tag, Herr, ruf ich zu dir; *

ich strecke nach dir meine Hände aus.

Wirst du an den Toten Wunder tun, *

werden Schatten aufstehn, um dich zu preisen?

Erzählt man im Grab von deiner Huld, *

von deiner Treue im Totenreich?

Werden deine Wunder in der Finsternis bekannt, *

deine Gerechtigkeit im Land des Vergessens?

Herr, darum schreie ich zu dir, *

früh am Morgen tritt mein Gebet vor dich hin.

Warum, o Herr, verwirfst du mich, *

warum verbirgst du dein Gesicht vor mir?

Gebeugt bin ich und todkrank von früher Jugend an, *

deine Schrecken lasten auf mir, und ich bin zerquält.

Über mich fuhr die Glut deines Zorns dahin, *

deine Schrecken vernichten mich.

Sie umfluten mich allzeit wie Wasser *

und dringen auf mich ein von allen Seiten.

Du hast mir die Freunde und Gefährten entfremdet; *

mein Vertrauter ist nur noch die Finsternis.

Ehre sei dem Vater ...

Treuer Gott, in Jesu Auferweckung hast du uns zugesagt, dass die Toten bei dir nicht vergessen sind. Blick auf die Schwerkranken und Sterbenden und nimm sie zur Zeit der Gnade auf in die Fülle deines Lebens.

Lesung

Jes 25, 8

Gott beseitigt den Tod für immer. Gott, der Herr, wischt die Tränen ab von jedem Gesicht. Auf der ganzen Erde nimmt er von seinem Volk die Schande hinweg.

Magnificat – Lobgesang Mariens

Antiphon zum Magnificat:

Alles, was der Vater mir gibt, wird zu mir kommen, und wer zu mir kommt, den weise ich nicht zurück.

Fürbitten

Schöpfer des Lebens, wir empfehlen dir unsere Verstorbenen und rufen zu dir:

A: Nimm sie auf in deine Herrlichkeit.

Unsere Eltern und Förderer, die uns dorthin begleitet haben, wo wir jetzt stehen;

– vergilt ihnen alles Gute, das sie uns getan haben, und sieh ihre

Schwächen nicht an.

Unsere Verwandten, mit denen wir nicht immer ein leichtes Leben hatten;

– heile die Brüche und lass aus glücklichen Zeiten unvergängliche Freude hervorkeimen.

Unsere Partner und Freunde, mit denen wir erfüllte Stunden verlebt haben;

– lass den Schmerz über die Trennung die Sehnsucht nach der

Wiederbegegnung bei dir in uns wachhalten.

Unsere Kinder, die du vor uns zu dir gerufen hast; – hilf uns, dass wir deinen Ratschluss annehmen können, und sende uns deine Engel zum Trost.

Vaterunser

Oration

Allmächtiger Gott, du hast deinen Sohn als Sieger über den Tod zu deiner Rechten erhöht. Gib deinen verstorbenen Dienern und Dienerinnen Anteil an seinem Sieg über die Vergänglichkeit, damit sie dich, ihren Schöpfer und Erlöser, schauen von Angesicht zu Angesicht. Darum bitten wir durch Jesus Christus.

Der treue Gott,

dem das Sterben seiner Frommen kostbar ist,

er löse unsere Fesseln und schenke uns seinen Frieden.

Vgl. Ps 116, 15 f.

Salve Regina (Seite 362)