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Mobile Commerce: es lohnt sich auf Instagram zu setzen


e-commerce magazin - epaper ⋅ Ausgabe 3/2019 vom 12.06.2019

Mobile Commerce verändert den Handel nachhaltig und wird zum Umsatztreiber der Zukunf t. Intelligente Kommunikation und Interaktionin den Social-Media-Kanälen sind gefragt. Instagram ist die Plattform der Stunde und der direkte Kanal zu den Generationen Y und Z.


► Mit 13 Millionen Käufern gehören die 45 - bis 54-Jährigen inzwischen zu der wichtigsten Gruppe der Online-Shopper, gefolgt von 12,6 Millionen 35- bis 44-Jährigen und 11,2 Millionen 25- bis 34-Jährigen. E-Commerce ist keinesfalls ein Jugendphänomen, sondern in unserer Gesellschaft selbstverständlich. Mehr als 60 Prozent aller Online-Einkäufe ...

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► Mit 13 Millionen Käufern gehören die 45 - bis 54-Jährigen inzwischen zu der wichtigsten Gruppe der Online-Shopper, gefolgt von 12,6 Millionen 35- bis 44-Jährigen und 11,2 Millionen 25- bis 34-Jährigen. E-Commerce ist keinesfalls ein Jugendphänomen, sondern in unserer Gesellschaft selbstverständlich. Mehr als 60 Prozent aller Online-Einkäufe werden laut Statista mittlerweile via Smartphone oder Tablet durchgeführt. M-Commerce ist eine Chance, die genutzt werden sollte.

Herausforderung M-Commerce

Wer auf M-Commerce setzt, tut gut daran, seine Zielgruppe und deren Bedürfnisse zu kennen. Da lohnt es sich, genau zu analysieren:
● Wie werden Kunden erreicht?
● Wie lassen sich ihre Bedürfnisse, Erwartungen und Kaufentscheidungsprozesse eruieren?
● Wie ist ein unbegrenztes Online-Angebot differenzierbar unter vollkommener Preistransparenz und Vergleichbarkeit?
● Wie wird Kundenloyalität erzeugt?

Social Media-Plattformen eignen sich nicht nur für die Analyse von Kundenbedürfnissen, sondern auch als Vertriebskanal. Instagram hat sich inzwischen zu einem der größten Marktplätze weltweit entwickelt. Das Netzwerk bewies nach dem Launch 2010, dass der Sprung über die Milliardengrenze innerhalb weniger Jahre möglich ist. Der Erfolg der Plattform liegt aber auch an den technischen Rahmenbedingungen wie die zunehmend verfügbare und erschwingliche Bandbreite sowie schnellere Prozessoren in Smartphones.

Instagram –das neue QVC für Millennials

Auf Instagram lassen sich User nicht nur inspirieren, sondern sie entdecken und kaufen neue Produkte. So werden Bestellprozess und Kundenbetreuung dort wie selbstverständlich abgewickelt. Zudem integrieren die Macher von Facebook immer mehr Shopping-Funktionen. „Instagram is now QVC for millennials“ schrieb Dan Seifert, Redakteur beim US-Tech- Blog The Verge, treffend vor Kurzem auf Twitter.

Doch wer glaubt, dass Instagram nur ein Netzwerk für Teens

und Twens ist, irrt. Zwar zählten die 25-bis 34-Jährigen im Januar 2019 noch zur größten Usergruppe. Die Gruppe der ab 35-Jährigen holt inzwischen gewaltig auf. So wie die ab 45-jährigen Instagram- User. Sie sind sogar häufiger als 13- bis 17- Jährige auf Instagram aktiv – eine ideale Plattform, um digitalaffine Zielgruppen über verschiedene Altersgruppen anzusprechen.

Besonders für B2C-Unternehmen entwickelt sich Instagram immer mehr zu einem Kanal über den, die Zielgruppe der Generationen Y und Z (geboren ab den frühen 80er Jahren) gezielt erreicht werden kann.

Dazu bietet die Plattform umfassende technische Möglichkeiten. Seit einigen Monaten sind Shoppingtags auf Fotos und Stories möglich. Sie zeigen an, wenn User auf das Foto oder Video tippen, von welcher Marke etwa die Kleidung der Person auf dem Foto stammt. Über den Tag/Button landet der User direkt auf der Seite der Marke oder beim Produkt. Ähnliches gilt auch für die Swipe-up-Funktion. Hier streichen die User in den Stories nach oben und werden auf Produkt- oder Markenseite geleitet. Vorausgesetzt, diese Funktion ist integriert. Doch was passiert, wenn ein Interessent über diesen Weg die Produktseite erreicht? Wie wird er zum Kunden? Instagram leistet viel, aber nicht alles. Der Kaufprozess muss ganzheitlich zu Ende gedacht werden, mindestens bis zum Kauf der Ware, besser noch darüber hinaus.

Zehn Tipps für die erfolgreiche Instagram-Nutzung

Wer mit Instagram erfolgreich das Online-Marketing ergänzen möchte, sollte diese zehn Essentials berücksichtigen:
1. Setzen Sie auf Mitarbeiter, für die Instagram ein wesentlicher Bestandteil ihres privaten und beruflichen Lebens ist.
2. Kommunizieren Sie keine Werbung, sondern Stories, in die Sie Ihre Produkte einbetten. Follower navigieren gerne durch interaktive Story-Formate und erfreuen sich an realen interessanten Einblicken hinter die Kulissen.
3. Bauen Sie Inhalte so auf, dass sie video- oder bildbasiert, unterhaltsam, interaktiv und „snackable“ sind, also gut geeignet für zwischendurch und unterwegs – sprich mobil. Halten Sie Videos kurz.
4. Gestalten Sie interaktive Stories und kommunizieren Sie aktiv mit Ihren Followern. Somit geben Sie ihren die Möglichkeit, aktiver Bestandteil der Community zu werden. Durch die Interaktion lernen Sie Ihre Zielgruppe immer besser kennen.
5. Probieren Sie immer wieder Neues aus – zum Beispiel neue Formate, neue Techniken und Gimmicks – und analysieren Sie den Erfolg. So verstehen Sie immer besser, was Ihren Zielgruppen gefällt.
6. Greifen Sie zur Analyse auf verfügbare Tools zurück. Zwar lernen Sie auch vom Zuschauen, aber zielgerichtet handeln Sie nur mit soliden Analysen. Etliche, zum Teil auch kostenlose, Online-Tools ermöglichen, die Performance Ihrer jeweiligen Instagram-Aktivitäten zu tracken.
7. Überfrachten Sie Ihre Inhalte nicht. Instagram ist ein Medium für Smartphones. Gestalten Sie daher Ihren Content mit visuell einfachen Bildern und Videos, leuchtenden Farben, passenden Links und kurzen Texten.
8. Achten Sie auf eine hohe Wiedererkennbarkeit.
9. Achten Sie auf hohe Qualität und Unterhaltsamkeit. Es muss kurzweilig sein, Ihrem Account zu folgen. So erzeugen Sie Loyalität.
10. Experimentieren Sie mit unterschiedlichen Post-Rhythmen und -Häufigkeiten und finden Sie so den besten Fit für Ihre Community heraus.

Instagram erleben ist einfach, aber kein Selbstläufer. In der Anfangsphase ist die Unterstützung durch professionelle Dienstleister Gold wert. Entwickeln Sie passende Kampagnen und Stories, nutzen Sie Ihre Kanäle und lernen Sie erfolgreiches Kommunizieren und Interagieren auf Instagram. Bauen Sie die Customer Journey ganzheitlich auf, indem Sie sowohl die Schritte auf Instagram als auch darüber hinaus, bis hin zum Kauf in Ihrem Shop, definieren. Beschränken Sie sich nicht allein auf die Traffic-Analyse, sondern flankieren Sie Ihre Bestrebungen durch ergänzende Performance Marketing Maßnahmen wie beispielsweise Paid Content, SEO, SEA, und Targeting.

ROLAND WASSERMANN …
… ist Managing Director des auf Instagram spezialisierten Medienhauses Hypedby. Bildquelle: Hypedby


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