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Mobile Heizanlagen:Mobile Wärmepower


IKZ Haustechnik - epaper ⋅ Ausgabe 16/2019 vom 16.08.2019

Mobile Heiz-/Energiezentralen dienen als Zusatzheizung oder zur Überbrückung von Ausfallzeiten fest installierter Heizungs-und Warmwasseraufbereitungsanlagen. Aber auch auf Baustellen fi nden sich vielfältige Einsatzmöglichkeiten. Hier bringen mobile Heizanlagen nicht nur Rohbauten auf Temperatur, sie beschleunigen auch Aufheiz-bzw. Trocknungsprozesse, bereiten Räume auf Sanierungsarbeiten vor oder ermöglichen den ganzjährigen Baubetrieb


Ob strombetrieben, mit Gas, Öl oder Pellets: Mobile Heizgeräte sind effi zient und unkompliziert in der Anwendung

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Bildquelle: IKZ Haustechnik, Ausgabe 16/2019

Der „Klassiker“ in der Hotmobil-Mietfl otte ist die 150 ...

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... kW starke Heizzentrale im Anhänger. Sie dient von der Baubeheizung bis hin zur Übergangsversorgung beim Ausfall einer Heizungsanlage.


Bild: Hotmobil Deutschland

Anspruchslose und variable Wärme
Elektroheizgeräte führen einem Raum warme Luft mittels Gebläse zu. Diese Elektroheizer, z. B. der „DE 2 XL“ von Heylo mit einer Heizleistung von 2 kW, können auch in geschlossenen Innenräumen genutzt werden. Das Gerät wiegt 2,5 kg, hat zwei Leis tungsstufen und ist mit einer stufenlosen Temperaturregulierung von + 5 °C bis + 40 °C ausgerüstet. Zu den weiteren Ausstattungsmerkmalen gehört neben einer Temperaturbegrenzung mit automatischer Rückstellung auch ein Überhitzungsschutz. Den Luft volumenstrom gibt das Unternehmen mit 90 m³/h an. Die Ausblastemperatur liegt bei ca. 65 °C.

Ein anderes Gerät von Heylo, der Elektroheizer „DE 20“, ist stapelbar und wiegt 18,5 kg. Seine Luft leistung liegt bei 1050 m³/h, die Leistungsstufen sind 6, 12, 18 kW. Falls die Raumtemperatur exakt geregelt werden soll, lässt sich das Heizgerät an einen Th ermostat anschließen.

Der kleinste Elektro-Heizautomat von Remko trägt den Namen „ELT 2-1“. Für die Nennwärmeleistung von 2,2 kW reicht ein 230-V-Anschluss aus. Auch das nächst größere Gerät aus der Serie (3,2 kW) kommt mit einem solchen Stromanschluss aus. Alle weiteren „ELT“-Elektro-Heizautomaten mit 9 – 18 kW brauchen 400 V.

Wenn eine Warmwasserfußbodenheizung im Nassverfahren verlegt wird, schließt sich ein Belegreife-und Funktionsheizen an. Eine Sole/Wasser-Wärmepumpe ist dafür nicht geeignet: Durch den hohen Wärmeentzug kann die Erdsonde vereisen und unbrauchbar werden. Abhilfe schaff en mobile Heizgeräte, z. B. die Warmwasserheizung „EW 18-e“ von Heylo in den drei Heizleistungen 3, 9 und 18 kW. Die Anlagen bieten neben spezieller Aufheizprogramme auch individuelle Programmeinstellungen. Dadurch ist es möglich, die Estrichprogramme an spezifi sche, von den Belags-und Estrichherstellern vorgegebene Verlegerichtlinien anzupassen. Zudem lassen sich die mobilen Elektroheizgeräte temporär an den Vor-und Rücklauf einer Heizungsanlage anschließen, um die Funktion der Heizung auch dann aufrechterhalten zu können, wenn beispielsweise der Kessel getauscht werden muss.

Die reversible Luft /Luft -Wärmepumpe von Kroll Energy zum Heizen und Kühlen bietet eine Wärme-und Kühlleistung von 40 kW. Der Einsatzbereich ist für Außentemperaturen von -20 °C bis + 40 °C konzipiert. Die Wärmeverteilung kann über einen oder mehrere Schläuche gleichzeitig erfolgen. Eine Pressung von 300 Pa erlaubt Schlauchanschlüsse bis 18 m.

Der mobile Warmwasser-Heizautomat „PWB 50“ von Remko ist mit einem Heizregister ausgestattet und wird neben der Beheizung von Baustellen und Hallen auch im Sanierungsbereich genutzt. Der Automat (bis 50 kW Leistung) verfügt über einen am Gerät montierten Raumthermostaten. Das über eine Warmwasser-Heizanlage gespeiste Umluft gerät erzeugt einen Luft volumenstrom von 3000 m3/h.

Auch für Hochtemperaturanwendungen, etwa in der Industrie, gibt es Lösungen: Die Elektro-Heizautomaten der Serie „ELT-HAT“ und „DE 20 SH“ (Remko) erzeugen eine Temperatur von bis zu 120 °C. Zur punktgenauen Verteilung der Wärme dienen z. B. Hochtemperatur-Warmluft schläuche. Ein Th ermostat regelt die Temperatur: Sobald sich die bauseitigen Betriebsbe-dingungen ändern und die Ausblastemperatur einen Wert von 120 °C erreicht, reduziert das Gerät seine Heizleistung.

Mobiheat bietet mit dem Gerät „MH20“ die nach eigenen Angaben erste mobile Hybrid-Heizzentrale an. Sie ist mit einem 40-l-Heizöltank ausgestattet und kann zudem mit Strom betrieben werden. Dabei erzielt die Anlage insgesamt eine Heizleistung von 20 kW, wobei 17 kW auf Heizöl und 3 kW auf elektrischer Energie basieren.

Autark und fernüberwacht: die mobile Heizanlage von mobiheat, bestehend aus Heizzentrale mit 1 MW Leistung und doppelwandigem Heizöltank (4800 l). Der Heizcontainer, angeliefert mit dem mobiheateigenen Lkw mit Kran, übernahm vorübergehend die Beheizung des Hallenbades Almarin in Mönchsdeggingen (westlich von Ingolstadt).


Bild: mobiheat

Ölheizer „K 160 R“ von Heylo. Eine Fernüberwachung ist optional erhältlich.


Bild: Heylo

Mobil und effi zient
Auch bei energieintensiven Gebäuden wie Flughäfen, Krankenhäuser oder Hotels nutzen Bauträger und SHK-Handwerker öloder gasbetriebene oder mit Pellets befeuerte mobile Heiz-/Energiezentralen, um beispielsweise Bau-, Wartungs-und Ausfallzeiten zu überbrücken. Weiterer Einsatzbereich ist die Beheizung von Baustellen im Winter. Aber auch die für den Betrieb einer Biogasanlage erforderliche Grundwärme lässt sich beispielsweise nach Wartungsarbeiten mit diesen Systemen wiederherstellen. Mobile Heizanlagen saugen dazu Luft an, erwärmen diese und verteilen sie über Rohre oder Schläuche in einem Objekt. Beispielsweise sind es die mit Erd-und Flüssiggas sowie Öl zu betreibenden Heizzentralen „HM100“, „HM200“ und „HM200/2“ von Kroll Energy. Die Wärmeverteilung kann hier über einen oder mehrere Luft kanäle/ Luft schläuche gleichzeitig erfolgen. Die Energieumsetzung der „HM“-Geräte in Warmluft erfolgt mittels Brenner direkt in den Luft strom. Ein variabler Umluft -, Frischluft -oder Mischluft betrieb ist möglich.

Während der Gerätetyp „HM100“ eine Nennwärmeleistung von 92 kW und einen Luft volumenstrom von 6400 m³/h bietet, wartet der Gerätetyp „HM200“ mit einer Nennwärmeleistung von 173 kW bei einem Luft volumenstrom von 10 500 m³/h auf. Die zweistufi ge Variante „HM200/2“ leistet 122/173 kW bei einem Luft volumenstrom von 7600 – 10 500 m³/h.

Um den immer strengeren energie-und umwelttechnischen Vorschrift en Rechnung zu tragen, stellt Hersteller Hotmobil seine ölbetriebenen Heizzentralen mit Wärmeleistungen von 40 kW bis 2500 kW zunehmend auf die Befeuerung mit Gas um. Außerdem setzt das Unternehmen auf alternative Technologien, weshalb auch mobile Pellet-Anlagen zum Portfolio gehören.

Weil mobile Heizgeräte überwiegend temporär eingesetzt werden, müssen die Anlagen robust sein. Sind die Anlagen nicht in Containern oder in Fahrzeuganhängern (jeweils mit oder ohne Tank) verbaut, müssen sie sich gut per Lkw transportieren lassen.

Um einen möglichst unkomplizierten Transport zu gewährleisten, sind die Geräte vielfach mit Rollen, Griffen, Staplerlaschen und Kran-Ösen versehen. So lassen sich die Heizgeräte von Kroll Energy nicht nur quer auf einem Lkw verladen, sondern auch stapeln. Versenkbare Kaminstutzen, einziehbare Ansaug-und Ausblasstutzen sowie Aufnahmeöffnungen an den Längs-und Stirnseiten sollen das Verladen der Anlagen erleichtern.

Auch bei dem 350 kg schweren mobilen Ölheizer „K 160 R“ von Heylo erlaubt das Design mit den Maßen 880 x 2326 x 1400 mm eine platzsparende Verladung. Werden die Anlagen mit versetzten Rädern nebeneinander verfrachtet, passen bis zu drei Geräte nebeneinander auf die Lkw-Ladefläche.

Bei der Baubeheizung wird gern auf mobile Heizzentralen zurückgegriffen. Hier das Modell „HM100“ (Kroll) im Einsatz


Bild: Kroll Energy

Der Elektro-Heizautomat „ELT 10-6“ von Remko ist schnell aufgestellt und sofort einsatzbereit


Bild: Remko

Überwachung aus der Ferne
Hotmobil vermietet seine in Deutschland hergestellten mobilen Heizzentralen rund um die Uhr. Dabei verspricht der Anbieter mit sieben Niederlassungen und eigenen Servicetechnikern für eine flächendeckende Betreuung seiner Kunden. Mobiheat setzt auf den dreistufigen Vertriebsweg. Hier gelangen die mobilen Heizgeräte über den Großhandel zum Handwerksbetrieb.

Die Digitalisierung macht auch vor mobilen Heizgeräten nicht Halt. So werden die Anlagen immer öfter mit einer Fernüberwachung ausgestattet. Darüber lässt sich nicht nur der Gerätestatus kontrollieren, sondern auch eine automatische Brennstoffversorgung sicherstellen. Zudem ist es möglich, die Position einer mit Fernüberwachung ausgestatteten Anlage mittels GPS-Daten jederzeit auszumachen. Hotmobil will seine Geräte darüber hinaus zukünftig mit einem QR-Code ausstatten. Damit haben Nutzer die Möglichkeit, jederzeit eine videobasierte Bedienungsanleitung abzurufen.

Die für ein Gewerk erforderliche Leistungsgröße einer Heizanlage richtet sich letztendlich nach Parametern wie den Maßen der zu beheizenden Räume und den vorherrschenden Außenund Innentemperaturen. Soll die erforderliche Heizleistung jedoch punktgenau berechnet werden, sind Einflussfaktoren wie die Gebäudedämmung, die zu beheizende Fläche und zum Beispiel auch die Ausrichtung der Fenster eines Objekts zu berücksichtigen. Heylo bietet hierzu auf der Homepage einen Online-Rechner an, über den sich der Wärmebedarf ermitteln lässt.

Schlusswort
Elektroheizgeräte lassen sich einfach an die Stromversorgung anstecken und öl-oder gasbetriebene Heiz-/Energiezentralen meist unkompliziert mittels Bajonett-Anschluss oder Anschlusskupplungen mit der vorhanden Heizungsanlage verbinden. Die Inbetriebnahme sollte aber gegebenenfalls durch das Fachpersonal des Herstellers erfolgen. Eine Marktübersicht mobiler Heizanlagen einiger ausgewählter Anbieter findet sich auf den folgenden Seiten.“

www.heylo.de, www.hotmobil.de, www.kroll.de,
www.remko.de, www.mobiheat.de

Autorin: Carola Tesche, freie Journalistin