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Mobiler Solarlader in der Praxis


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Digital Fernsehen - epaper ⋅ Ausgabe 1/2023 vom 09.12.2022

Die erste Begegnung mit dem solaren Powerpack lässt an eine Heftmappe, etwa im DIN A4-Format erinnern. Genauso wie eine Mappe ist sie auch zu öffnen, wozu es einen gut haftenden Klettverschluss zu lösen gilt. Danach will das tragbare Solarladegerät nicht weniger als viermal aufgeklappt werden. Dabei kommen vier Pohtovoltaik-Zellen von je 25 × 16 Zentimeter zum Vorschein. Vollständig ausgebreitet bringt es das kleine Solarkraftwerk auf eine Gesamtfläche von 102 × 28 Zentimeter. Darin enthalten ist auch das Segment mit dem Anschlussfeld für drei USB-Verbraucher. Es ist in einer Tasche verpackt. Sie macht das Handling zwar etwas umständlich, sorgt am Ende aber dafür, dass das Solarladegerät für den Outdoor-Einsatz geeignet ist. Wie schon die Typenbezeichnung BigBlue 28 W vermuten lässt, beträgt die maximale Gesamtleistung der vier Minipaneele 28 Watt. Die werden freilich nur bei Sonnenschein ...

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Die erste Begegnung mit dem solaren Powerpack lässt an eine Heftmappe, etwa im DIN A4-Format erinnern. Genauso wie eine Mappe ist sie auch zu öffnen, wozu es einen gut haftenden Klettverschluss zu lösen gilt. Danach will das tragbare Solarladegerät nicht weniger als viermal aufgeklappt werden. Dabei kommen vier Pohtovoltaik-Zellen von je 25 × 16 Zentimeter zum Vorschein. Vollständig ausgebreitet bringt es das kleine Solarkraftwerk auf eine Gesamtfläche von 102 × 28 Zentimeter. Darin enthalten ist auch das Segment mit dem Anschlussfeld für drei USB-Verbraucher. Es ist in einer Tasche verpackt. Sie macht das Handling zwar etwas umständlich, sorgt am Ende aber dafür, dass das Solarladegerät für den Outdoor-Einsatz geeignet ist. Wie schon die Typenbezeichnung BigBlue 28 W vermuten lässt, beträgt die maximale Gesamtleistung der vier Minipaneele 28 Watt. Die werden freilich nur bei Sonnenschein erreicht. Der höchstmögliche Strom, der von allen drei USB-Stromanschlüssen gemeinsam abgegeben werden kann, ist 4,8 Ampere. Wobei pro Port bis zu 2,4 Ampere ausgegeben werden können. Richtig schnelles Laden ist also gewährleistet. Wasserfest Eine spezielle PET-Polymer-Oberfläche sorgt für die Schutzklasse IPX-4. Sie sagt aus, dass der Solarlader allseitig gegen Spritzwasser geschützt ist und gelegentlichem Regen und feuchtem Nebel standhält. Was ausreichend für den Campingeinsatz und für Outdoor-Anwendungen ist. Das Teil verfügt über vier Ösen, an denen das mobile Kraftwerk mittels mitgelieferter Karabiner an allen erdenklichen Orten befestigt werden kann. Das kann am Balkon ebenso sein wie am Rucksack, den man gerade während einer Wanderung umgeschnallt hat. Wofür geeignet? Der BigBlue 28W ist kein Spielzeug mehr und bewegt sich bereits in einer ganz anderen Klasse als etwa Solarlader im Powerbank-Format, die durchweg nur äußerst wenig Energie zu produzieren in der Lage sind. Was beim Laden von Akkus grundsätzlich sehr lange dauert. Nicht so bei diesem Solarlader. Mit ihm kann etwa ein Kameraakku oder das Smartphone schneller geladen werden als man es etwa über die USB-Ausgänge unserer Computer gewohnt ist. Daneben gibt es eine Reihe Geräte, die sich sinnvoll mit einem 28-Watt-Solarpanel betreiben lassen. An erster Stelle steht das Aufladen von Akkus. Diese können etwa in Radios verbaut oder übliche Powerbanks sein. Voraussetzung ist lediglich eine USB-Ladebuchse. Diese kann man unter anderem auch bei Taschen- und Stirnlampen, Foto- und Videokameras finden. Daneben bieten sich USB-Ladegeräte für AA- und AAA-Akkus an.Weitreichendes Potential Der BigBlue 28 W ist nicht nur ein treuer Wegbegleiter auf Campingtouren, sondern lässt sich auch zuhause sinnvoll einsetzen. Hier ersetzt er die Ladegeräte für unsere Mobiltelefone, Tablets und Powerbanks. Mit ihrer Hilfe können wir die Solarenergie sogar während der Nachstunden nutzen, etwa, indem man damit USB-LED-Lampen betreibt. Sie können unter anderem als Nachtkästchenbeleuchtung dienen, aber auch im Büro wertvolle Dienste leisten. Hilfreich sind solche Solarladegeräte auch bei längeren Stromausfällen. Mit ihrer Hilfe können wir viele unserer Akkus nachladen und so für Beleuchtung sorgen. Weiter können wir so das Radio am Laufen halten, um aktuelle Informationen zu hören. In der Praxis Auch wenn laut Herstellerangaben in dem Solarlader hocheffiziente Panels mit einem Wirkungsgrad von 23 Prozent verbaut wurden, heißt das nicht, dass Solarladegeräte jederzeit dieselbe Menge an Energie liefern. Diese hängt vor allem von der Sonneneinstrahlung ab. Das Maximum an Strom erzeugen die Solarzellen, bei strahlendem Wetter, wenn die Sonnenstrahlen möglichst im rechten Winkel auf die Paneele auftreffen. So hatten wir etwa die Erfahrung gemacht, dass man mit dem BigBlue 28 W ohne weiteres zwei voll aufgedrehte Radios direkt betreiben kann. Schiebt sich jedoch eine Wolke vor den Energiespender, verstummen die Radios augenblicklich. Neben den Radios haben wir zusätzlich auch eine Videokamera mit herausgenommenen Akku betrieben und mittels USB-Adapter zusätzlich auch noch ein Akku-Ladegerät betrieben. Solange die Sonne scheint, schafft das das BigBlue 28 W anstandslos. Am Ende wäre da noch mehr möglich gewesen. Weitere Kleingeräte direkt zu betreiben ist am Ende aber wegen der fehlenden zusätzlichen Anschlussmöglichkeiten gescheitert. Im Übrigen braucht es nicht zwingend Sonne, um photovoltaischen Strom zu erzeugen. Das funktioniert auch mit diffusem Tageslicht. Die produzierte Energiemenge ist dann aber geringer, als unter perfekten Bedingungen. Im übrigen macht es auch einen Unterschied, ob der Solarlader im Freien oder hinter einem Fenster betrieben wird. Denn selbst wenn wir es nicht wahrnehmen, schluckt Fensterglas einiges an Helligkeit. So konnten wir etwa mehrfach beobachten, dass etwa eine Kamera aufgeladen wird, wenn die kleinen Solarzellen auf dem Fensterbrett im Freien liegen. Sobald wir sie aber der Innenseite positioniert hatten, wo es unseres Erachtens etwa gleich hell gewesen sein durfte, wurde der Ladeprozess unmittelbar abgebrochen und auch die kleine LED am Anschlusskasten des BigBlue 28 W signalisierte uns, dass kein Strom mehr erzeugt wird. Legt man den Solarlader nicht waagrecht aufs Fensterbrett, sondern lässt ihn am Balkongeländer runterhängen, kann man die Energieausbeute jedenfalls verdoppeln, wenn nicht gar verdreifachen. Was vor allem für das Winterhalbjahr wegen dem durchweg geringen Sonnenstand zutrifft. Noch optimaler ist eine leicht angeschrägte Lage, sodass er genau parallel zur Sonne steht.Knackpunkt Sonne Um wirklich gut arbeiten zu können, braucht die Solarzelle direktes Sonnenlicht. Bereits bei vorbeiziehenden Wolken kann man bei angeschlossenem USB-Strom- und Spannungsmessgerät beobachten, wie die erzeugte Energiemenge abnimmt. Grundsätzlich reicht auch diffuses Licht für die Stromerzeugung. Diese bewegt sich allerdings auf niedrigem Niveau. Die im Anschlusskasten eingebaute rote LED gibt nur einen vagen Anhaltspunkt über die momentane Stromerzeugung. Eine blinkende LED gibt zu verstehen, dass zwar Strom erzeugt wird, dieser aber noch nicht reicht, um ihn nutzen zu können. Erst bei dauerhaftem Leuchten sollte der Stromernte nichts im Wege stehen. Allerdings hat die Praxis gezeigt, dass sich diese Messung auf die Leerlaufspannung bezieht. Sobald bei grenzwertigem, also relativ gedämpften Licht, ein Verbraucher angedockt wird, kann die Stromerzeugung in die Knie gezwungen werden und es geht nichts mehr. Wie elementar wichtig die Sonne für den solaren Lader ist, mussten wir an unserem Testort feststellen. Während des Winterhalbjahres lässt sich hier die Sonne wegen der hohen Berge über Monate gar nicht oder nur ganz kurz sehen. Während solcher Zeiten hält sich der Nutzen solcher Solarlader arg in Grenzen.Solar-Anlage im Detail Zusammengefaltet hat das Solarladegerät BigBlue 28W die Größe einer Dokumentenmappe. Auch sein Gewicht von 980 Gramm passt dazu Bilder: Auerbach Verlag/Thomas Riegler Faltet man die vermeintliche Dokumentenmappe auf, kommen vier Photovoltaikpaneele mit einer Größe von je 25 × 16 cm zum Vorschein Vollständig aufgefaltet ist der Solarlader BigBlue 28W 102 × 28 cm groß und wenige Millimeter dick. Zum Aufhängen sind Ösen vorgesehen Der Anschlusskasten ist in einer Tasche vor Feuchtigkeit geschützt eingebaut. Er verfügt über drei USB-Anschlüsse und eine Status-LED Ein Radio zum Spielen zu bringen, ist für den Solarlader keine Herausforderung. Den Akku haben wir extra aus dem Gerät genommen Mit einem USB-Messgerät ermitteln wir die Spannung und den abgegebenen Strom. Unser Ladegerät entpuppt sich dabei als Kleinstverbraucher Fazit Der Umgang mit einem Solarlader will gelernt sein. Vor allem mit größeren Modellen, zu denen der BigBlue 28W zweifellos gehört, lässt sich schon eine Menge anfangen. Lädt man mit ihm eine Powerbank, kann man den am Tag produzierten Strom durchaus auch während der Nachtstunden nutzen. Solarlader wie diese sind primär für den mobilen Einsatz gedacht. Wertvolle Dienste kann ein Solarlader auch bei längeren Stromausfällen leisten. Neben Radios mit USB-Ladebuchse bieten sich als Zubehör USB-Ladegeräte für herkömmliche Haushaltsakkus und (Taschen)Lampen mit USB-Lademöglichkeit an. Sie leisten auch im Alltag wertvolle Dienste. Solarader wie der BigBlue W2 8 können auch daheim dazu beitragen, zumindest im kleinen Strom zu sparen. Die Amortisationszeit des rund 86 Euro teuren Panels liegt etwa bei drei bis fünf Jahren. Am Ende leistet man auch mit ihm einen kleinen Beitrag zum Umweltschutz. Und darauf kommt es heutzutage ja auch an. THOMAS RIEGLER In der Praxis Den Lader mal schnell auf das Fensterbrett gelegt, ist zwar bequem, seine maximale Leistungsfähigkeit wird so aber nicht ausgenutzt Binnen weniger Sekunden ist der Solarlader am Balkon befestigt. Bei senkrechter oder leicht schräger Betriebslage steigt die Stromausbeute spürbar Der beste Wirkungsgrad wird erzielt, wenn die Sonnenstrahlen im rechten Winkel auf das Photovoltaikpaneel auftreffen Hier lassen wir mit dem Solarlader ein Radio spielen, weiter wird eine Videokamera betrieben, das Handy und Akkus werden geladen Bei diesem Beispiel werden über einen der drei USB-Ausgänge etwas über 1 Ampere Strom gezogen. Etwa gleich viel entnehmen wir auch den anderen Ausgängen Selbst bei bedecktem Wetter arbeitet der BigBlue 28W Solarlader noch zuverlässig. Die Energieausbeute ist aber merklich geringer Bilder: Auerbach Verlag/Thomas Riegler

Die erste Begegnung mit dem solaren Powerpack lässt an eine Heftmappe, etwa im DIN A4-Format erinnern. Genauso wie eine Mappe ist sie auch zu öffnen, wozu es einen gut haftenden Klettverschluss zu lösen gilt. Danach will das tragbare Solarladegerät nicht weniger als viermal aufgeklappt werden. Dabei kommen vier Pohtovoltaik-Zellen von je 25 × 16 Zentimeter zum Vorschein. Vollständig ausgebreitet bringt es das kleine Solarkraftwerk auf eine Gesamtfläche von 102 × 28 Zentimeter. Darin enthalten ist auch das Segment mit dem Anschlussfeld für drei USB-Verbraucher. Es ist in einer Tasche verpackt. Sie macht das Handling zwar etwas umständlich, sorgt am Ende aber dafür, dass das Solarladegerät für den Outdoor-Einsatz geeignet ist. Wie schon die Typenbezeichnung BigBlue 28 W vermuten lässt, beträgt die maximale Gesamtleistung der vier Minipaneele 28 Watt. Die werden freilich nur bei Sonnenschein erreicht. Der höchstmögliche Strom, der von allen drei USB-Stromanschlüssen gemeinsam abgegeben werden kann, ist 4,8 Ampere. Wobei pro Port bis zu 2,4 Ampere ausgegeben werden können. Richtig schnelles Laden ist also gewährleistet.

Wasserfest

Eine spezielle PET-Polymer-Oberfläche sorgt für die Schutzklasse IPX-4. Sie sagt aus, dass der Solarlader allseitig gegen Spritzwasser geschützt ist und gelegentlichem Regen und feuchtem Nebel standhält. Was ausreichend für den Campingeinsatz und für Outdoor-Anwendungen ist. Das Teil verfügt über vier Ösen, an denen das mobile Kraftwerk mittels mitgelieferter Karabiner an allen erdenklichen Orten befestigt werden kann. Das kann am Balkon ebenso sein wie am Rucksack, den man gerade während einer Wanderung umgeschnallt hat.

Wofür geeignet?

Der BigBlue 28W ist kein Spielzeug mehr und bewegt sich bereits in einer ganz anderen Klasse als etwa Solarlader im Powerbank-Format, die durchweg nur äußerst wenig Energie zu produzieren in der Lage sind. Was beim Laden von Akkus grundsätzlich sehr lange dauert. Nicht so bei diesem Solarlader. Mit ihm kann etwa ein Kameraakku oder das Smartphone schneller geladen werden als man es etwa über die USB-Ausgänge unserer Computer gewohnt ist. Daneben gibt es eine Reihe Geräte, die sich sinnvoll mit einem 28-Watt-Solarpanel betreiben lassen. An erster Stelle steht das Aufladen von Akkus. Diese können etwa in Radios verbaut oder übliche Powerbanks sein. Voraussetzung ist lediglich eine USB-Ladebuchse. Diese kann man unter anderem auch bei Taschen- und Stirnlampen, Foto- und Videokameras finden. Daneben bieten sich USB-Ladegeräte für AA- und AAA-Akkus an.

Weitreichendes Potential

Der BigBlue 28 W ist nicht nur ein treuer Wegbegleiter auf Campingtouren, sondern lässt sich auch zuhause sinnvoll einsetzen. Hier ersetzt er die Ladegeräte für unsere Mobiltelefone, Tablets und Powerbanks. Mit ihrer Hilfe können wir die Solarenergie sogar während der Nachstunden nutzen, etwa, indem man damit USB-LED-Lampen betreibt. Sie können unter anderem als Nachtkästchenbeleuchtung dienen, aber auch im Büro wertvolle Dienste leisten. Hilfreich sind solche Solarladegeräte auch bei längeren Stromausfällen. Mit ihrer Hilfe können wir viele unserer Akkus nachladen und so für Beleuchtung sorgen. Weiter können wir so das Radio am Laufen halten, um aktuelle Informationen zu hören.

In der Praxis

Auch wenn laut Herstellerangaben in dem Solarlader hocheffiziente Panels mit einem Wirkungsgrad von 23 Prozent verbaut wurden, heißt das nicht, dass Solarladegeräte jederzeit dieselbe Menge an Energie liefern. Diese hängt vor allem von der Sonneneinstrahlung ab. Das Maximum an Strom erzeugen die Solarzellen, bei strahlendem Wetter, wenn die Sonnenstrahlen möglichst im rechten Winkel auf die Paneele auftreffen. So hatten wir etwa die Erfahrung gemacht, dass man mit dem BigBlue 28 W ohne weiteres zwei voll aufgedrehte Radios direkt betreiben kann. Schiebt sich jedoch eine Wolke vor den Energiespender, verstummen die Radios augenblicklich. Neben den Radios haben wir zusätzlich auch eine Videokamera mit herausgenommenen Akku betrieben und mittels USB-Adapter zusätzlich auch noch ein Akku-Ladegerät betrieben. Solange die Sonne scheint, schafft das das BigBlue 28 W anstandslos. Am Ende wäre da noch mehr möglich gewesen.

Weitere Kleingeräte direkt zu betreiben ist am Ende aber wegen der fehlenden zusätzlichen Anschlussmöglichkeiten gescheitert. Im Übrigen braucht es nicht zwingend Sonne, um photovoltaischen Strom zu erzeugen. Das funktioniert auch mit diffusem Tageslicht. Die produzierte Energiemenge ist dann aber geringer, als unter perfekten Bedingungen. Im übrigen macht es auch einen Unterschied, ob der Solarlader im Freien oder hinter einem Fenster betrieben wird. Denn selbst wenn wir es nicht wahrnehmen, schluckt Fensterglas einiges an Helligkeit. So konnten wir etwa mehrfach beobachten, dass etwa eine Kamera aufgeladen wird, wenn die kleinen Solarzellen auf dem Fensterbrett im Freien liegen. Sobald wir sie aber der Innenseite positioniert hatten, wo es unseres Erachtens etwa gleich hell gewesen sein durfte, wurde der Ladeprozess unmittelbar abgebrochen und auch die kleine LED am Anschlusskasten des BigBlue 28 W signalisierte uns, dass kein Strom mehr erzeugt wird. Legt man den Solarlader nicht waagrecht aufs Fensterbrett, sondern lässt ihn am Balkongeländer runterhängen, kann man die Energieausbeute jedenfalls verdoppeln, wenn nicht gar verdreifachen. Was vor allem für das Winterhalbjahr wegen dem durchweg geringen Sonnenstand zutrifft. Noch optimaler ist eine leicht angeschrägte Lage, sodass er genau parallel zur Sonne steht.

Knackpunkt Sonne

Um wirklich gut arbeiten zu können, braucht die Solarzelle direktes Sonnenlicht. Bereits bei vorbeiziehenden Wolken kann man bei angeschlossenem USB-Strom- und Spannungsmessgerät beobachten, wie die erzeugte Energiemenge abnimmt. Grundsätzlich reicht auch diffuses Licht für die Stromerzeugung. Diese bewegt sich allerdings auf niedrigem Niveau. Die im Anschlusskasten eingebaute rote LED gibt nur einen vagen Anhaltspunkt über die momentane Stromerzeugung. Eine blinkende LED gibt zu verstehen, dass zwar Strom erzeugt wird, dieser aber noch nicht reicht, um ihn nutzen zu können. Erst bei dauerhaftem Leuchten sollte der Stromernte nichts im Wege stehen. Allerdings hat die Praxis gezeigt, dass sich diese Messung auf die Leerlaufspannung bezieht. Sobald bei grenzwertigem, also relativ gedämpften Licht, ein Verbraucher angedockt wird, kann die Stromerzeugung in die Knie gezwungen werden und es geht nichts mehr. Wie elementar wichtig die Sonne für den solaren Lader ist, mussten wir an unserem Testort feststellen. Während des Winterhalbjahres lässt sich hier die Sonne wegen der hohen Berge über Monate gar nicht oder nur ganz kurz sehen. Während solcher Zeiten hält sich der Nutzen solcher Solarlader arg in Grenzen.

Solar-Anlage im Detail

Fazit

Der Umgang mit einem Solarlader will gelernt sein. Vor allem mit größeren Modellen, zu denen der BigBlue 28W zweifellos gehört, lässt sich schon eine Menge anfangen. Lädt man mit ihm eine Powerbank, kann man den am Tag produzierten Strom durchaus auch während der Nachtstunden nutzen. Solarlader wie diese sind primär für den mobilen Einsatz gedacht. Wertvolle Dienste kann ein Solarlader auch bei längeren Stromausfällen leisten. Neben Radios mit USB-Ladebuchse bieten sich als Zubehör USB-Ladegeräte für herkömmliche Haushaltsakkus und (Taschen)Lampen mit USB-Lademöglichkeit an. Sie leisten auch im Alltag wertvolle Dienste. Solarader wie der BigBlue W2 8 können auch daheim dazu beitragen, zumindest im kleinen Strom zu sparen. Die Amortisationszeit des rund 86 Euro teuren Panels liegt etwa bei drei bis fünf Jahren. Am Ende leistet man auch mit ihm einen kleinen Beitrag zum Umweltschutz. Und darauf kommt es heutzutage ja auch an.

THOMAS RIEGLER

In der Praxis