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MOBILES WINDOWS: Windows Mobiles Windows To Go


PC Magazin - epaper ⋅ Ausgabe 5/2019 vom 05.04.2019

Windows bietet keine Option, ohne Installation zu starten. Das wird erst mit geeigneten Zusatztools möglich. Dann läuft Ihr System vom Stick, auf der NAS oder komplett aus der Cloud. Wir zeigen, wie’s geht.


Artikelbild für den Artikel "MOBILES WINDOWS: Windows Mobiles Windows To Go" aus der Ausgabe 5/2019 von PC Magazin. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: PC Magazin, Ausgabe 5/2019

Wäre es nicht schön, auf einem fremden oder öffentlichen PC seine gewohnte Arbeitsumgebung zu nutzen? Mit allen Anwendungen und Daten, und auch nicht dem Risiko von Keyloggern oder anderer Malware ausgesetzt zu sein? IT-Fachleute haben zu diesem Zweck oft ihr eigenes Linux- Live-System auf einem USB-Stick am Schlüsselbund.

Verschiedene Wege zum Zweit- Windows ohne Installation

Für Windows ist diese ...

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... Methode nicht vorgesehen, aber mit externen Tools trotzdem möglich. Die entsprechenden Programme finden Sie auf der Heft- DVD unter Software/Tool-Pakete unter Windows to go. Wer im lokalen Netzwerk arbeitet, kann das eingeschränkte Windows PE, das ursprünglich nur zur Verteilung, Wartung und Reparatur von Windows-PCs vorgesehen war, direkt von einem NAS booten.

Eine weitere Methode sind virtuelle PCs. Hier braucht man einen funktionsfähigen PC, der aber auch ein anderes Betriebssystem nutzen kann. Ein Virtualisierungsprogramm startet in einem Fenster eine neue Windows-Installation, die, ähnlich wie ein Emulator für eine Spielkonsole, mit dem installierten Betriebssystem des PCs nichts zu tun hat. Microsoft liefert in der Windows 10 Pro Edition mit Hyper-V sogar ein solches Virtualisierungstool mit, das aber extreme Anforderungen an die Hardware stellt. Freeware, etwa der VMware Workstation Player, ist meist besser geeignet. Ein virtueller PC, der einschließlich Virtualisierungsumgebung vom USB-Stick läuft, braucht nicht einmal eine Softwareinstallation auf dem Gast- PC. Mit dem VMware vCenter Converter klonen Sie Ihr Windows vom PC in einen virtuellen PC, um es unterwegs auf anderen Computern zu nutzen.

Der dritte Weg: Windows und Rechenleistung aus der Cloud

Die neueste Entwicklung sind virtuelle Hochleistungs-PCs im Internet, die nur noch ein Bildsignal, ähnlich einem Videostream, auf beliebige Endgeräte senden und im Gegenzug von dort aus ferngesteuert werden. Besonders Computerspieler mit schnellen Internetverbindungen profitieren von diesen hohen Leistungen, ohne ständig in neue Hardware investieren zu müssen.

Windows von USB-Stick oder NAS booten

■ Windows vom USB-Stick – langsam, aber ein eigenständiges Windows
Windows kann von einem externen Bootmedium, einem USB-Stick oder einer externen Festplatte gestartet werden und läuft dann als einziges Betriebssystem direkt auf der Hardware. Wegen der ständigen Dateizugriffe und großer Mengen zu öffnender Dateien sollte auf jeden Fall ein USB-3.0- Stick oder gleich eine externe Festplatte oder SSD zum Booten des portablen Windows verwendet werden. Windows benötigt auch wesentlich mehr Platz auf dem Stick als Linux. Für die 32-Bit Version sind 16 GByte erforderlich, für die 64-Bit-Version sogar 32 GByte. Auf diesem portablen Windows können dann die persönlichen Lieblingsprogramme wie auch eigene Dokumente, Fotos oder Musik gespeichert sein. Noch einfacher installiert man sich die Synchronisationstools der persönlich verwendeten Cloudspeicherdienste, etwa Dropbox, OneDrive oder Google Drive, und hat so vom portablen Windows Zugriff auf die eigenen Daten.
Bei Windows 10 braucht man sich nur mit einem Microsoft-Konto anzumelden, und der Zugriff auf OneDrive ist mit wenigen …

Um vom NAS zu booten, müssen im BIOSPXE Boot to LAN und derLegacy Modus aktiviert sein.


Windows auf einem USB-Stick installieren

WindowsToUSB (Heft-DVD) installiert Windows bootfähig auf einem USB-Stick. Dazu benötigen Sie eine Windows-Original-DVD oder eine ISO-Datei zur Installation.

1 USB-3.0-Stick oder externe Festplatte
Der USB-Stick wird automatisch partitioniert; hier müssen Sie nur noch die vorgegebenen Partitionen bestätigen. Sie sollten auf jeden Fall einen USB-3.0-Stick und auch einen solchen Anschluss am PC nutzen, da sonst die Übertragung der Dateien und auch die spätere Installation von Windows mehrere Stunden dauern.

2 Booten von USB
Booten Sie nach Fertigstellung des USB-Sticks von ihm. Dazu muss im BIOS das Booten von USB aktiviert sein. Viele BIOS-Versionen zeigen beim Booten neben der Taste für die BIOS-Konfiguration auch eine Taste (oft: [F9] oder [F11]) an, die ein Bootmenü einblendet. So können Sie ohne die Bootreihenfolge dauerhaft zu ändern von einem anderen Laufwerk booten.

3 Windows-Installation wie gewohnt
Jetzt startet die bekannte Installationsroutine, in der Sie den Lizenzschlüssel eintragen und ein Benutzerkonto anlegen. Verwenden Sie am besten das Microsoft- Konto, das Sie auch auf Ihrem PC nutzen, um Einstellungen und Cloud-Daten bei OneDrive zu synchronisieren. Nicht nur die Installation, auch das mobile Windows selbst, verhält sich deutlich träger, als eine echte Installation. Verzichten Sie deshalb soweit wie möglich auf Hintergrundprogramme und Dienste.

Das Tool WinToUSB installiert Windows lauffähig auf einem USB-Stick und partitioniert diesen dazu


Windows von USB-Stick oder NAS booten (Fortsetzung)

… Klicks eingerichtet. Das Booten von der NAS ist etwas umständlicher:

Windows PE von NAS

Windows PE, ein eingeschränktes Windows, das eigentlich nur zum Bereitstellen und Reparieren eines „echten“ Windows 10 gedacht ist, lässt sich auch ohne Installation auf der Festplatte von einer NAS booten. Dies funktioniert sogar auf PCs, die gar keine Festplatte haben. Ein Betriebssystem muss aus dem RAM laufen, um von der NAS gebootet werden zu können. Dies ist bei einer Windows- 10-Vollversion nicht möglich. Die NAS muss dazu einen eigenen DHCP-Server anbieten und TFTP (Trivial File Transfer Protocol) unterstützen, was bei vielen modernen NAS-Laufwerken der Fall ist. Auch die Software FreeNAS (www.freenas.org), mit der sich ein PC als NAS nutzen lässt, unterstützt diese Dienste. Der PC muss über seine Netzwerkkarte per PXE booten können. Dazu muss eine Ethernetverbindung bestehen, WLAN funktioniert nicht.

Als erstes muss das BIOS so eingestellt werden, dass der PC aus dem Netzwerk bootet. Die meisten PCs zeigen vor dem Windows- Start eine Taste an, mit der sich ein Bootmenü aufrufen lässt, oft ist das [F8], [F9] oder [F12]. Drücken Sie diese, und wählen Sie dann im Bootmenü LAN, PXE oder Network Boot, je nach BIOS-Variante. Bei UEFI muss der Kompatibilitäts- oder Legacy-Modus eingeschaltet sein, damit LAN-Boot angeboten wird. Schalten Sie auf dem Router den DHCP-Server aus und dafür den DHCP-Server auf dem NAS ein. Dies ist notwendig, damit die Netzwerkkarte des PCs über PXE vom NAS booten kann. Für die anderen Geräte im lokalen Netzwerk spielt es keine Rolle, von welchem DHCP-Server sie ihre IP-Adressen beziehen. Installieren Sie über das Microsoft Windows Assessment and Deployment Kit (Heft-DVD) die Bereitstellungstools sowie das Windows Preinstallation Environment. Starten Sie dann im Startmenü unter Windows-Kits die Umgebung für Bereitstellungs- und Imageerstellungstools. Damit öffnet sich ein Kommandozeilenfenster. Geben Sie hier ein:

copype amd64 C:\WinPE_amd64

Anschließend werden die für Windows PE notwendigen Dateien in einem Verzeichnis zusammengestellt. Geben Sie jetzt ein:

MakeWinPEMedia /ISO C:\WinPE_amd64 C:\ WinPE_amd64\WinPE_amd64.iso

Damit erstellen Sie eine etwa 300 MByte große ISO-Datei, die in den PXE-Boot-Ordner auf der NAS kopiert werden muss. Wie dieser Ordner genau heißt, finden Sie auf der Konfigurationsoberfläche des NAS. Jetzt müssen Sie den PC nur noch über PXE booten, und Win PE läuft ohne Installation.

Das Windows Assessment and Deployment Kit (ADK) liefert alle Werkzeuge zur Installation von Windows PE auf dem NAS.


Virtueller Windows-PC aus dem Internet

■ Hohe Leistung, aber nur bei schneller Internetverbindung

Besonders Gamer brauchen höchste Rechenleistung, was üblicherweise mit sehr hohem Hardware-Aufwand verbunden ist. Diese Hardware muss nicht nur angeschafft, sondern auch immer auf dem neuesten Stand gehalten werden, um mit der Konkurrenz der schnelllebigen Gamer- Szene mithalten zu können.

Shadow spricht gezielt Gamer an und bietet mit virtuellen Hochleistungs-PCs Gaming-Erlebnis auf fast jedem Endgerät. Voraussetzung ist nur eine schnelle Internetverbindung.


Shadow – Virtuelle PCs per Abomodell

Unter dem Motto Dein Gaming-PC, wo immer du willst bietet Shadow, eine Marke der Blade Group, virtuelle Hochleistungs- PCs mit Windows 10 an, die ab 29,95 Euro pro Monat angemietet werden können. Liquidsky und Nvidea bieten ähnliche Modelle. Entscheidend für die Leistung, die beim Benutzer ankommt, ist nur die Geschwindigkeit der Internetverbindung. Shadow empfiehlt dazu eine Glasfaserverbindung, unterstützt werden bis zu 1 GBit/s im Download und 100 MBit/s im Upload. Ab etwa 15 MBit/s funktioniert das Strea- ming, wenn auch nicht immer mit optimaler Qualität. Das europäische Shadow-Rechenzentrum in Amsterdam verfügt über eine High-Speed-Anbindung ans Internet, von der jeder Gamer nur träumen kann. Bei der Kommunikation der PCs untereinander und mit den Spiele-Servern gibt es so gut wie keine Verzögerung; auch die Downloads von Spiele- und Treiber-Updates verursachen keine Pausen im Spiel mehr. Jeder virtuelle Shadow-PC bietet die Leistung eines guten Gamer-PCs: 256 GByte Speicherplatz, 12 GByte RAM, 8 dedizierte Threads auf Intel Xeon Serverprozessoren und eine eigene Nvidia Grafikkarte, vergleichbar mit einer GeForce GTX 1080, die nicht mit anderen Nutzern geteilt werden muss. Da lediglich Bild und Ton übertragen werden, spielt die lokal vorhandene Hardware der Nutzer so gut wie keine Rolle. Hier werden auch Laptops, Tablets und Smart-TVs unterstützt. Man muss sich nur die passende Client-App installieren, die für Windows, MacOS, Ubuntu Linux, Android und iOS verfügbar ist. So kann man sogar auf einem Tablet oder Smartphone anspruchsvolle Windows-Spiele mit Höchstleistung spielen. MacOS-Anwender, die von den meisten Spielen bisher ausgeschlossen sind, bekommen auf diese Weise einen höchst leistungsfähigen Windows-PC ohne die Einschränkungen von Parallels oder ähnlichen Systemen. Shadow Ghost ist eine eigene Hardwarelösung an, die Bild- und Tonsignal der Internetverbindung direkt auf einen HDMI-Fernseher streamt. Ein Gamecontroller sendet die Spieleingaben zurück.

Nicht nur zum Spielen

Die Shadow-PCs sind vergleichbar mit echten Windows-PCs mit eigener Windows- Lizenz und nicht an bestimmte Spielanbieter gebunden. Alle Windows-Spiele und die Clients der großen Spieleplattformen wie Steam lassen sich darauf installieren. Shadow bindet sich nicht, wie vergleichbare Lösungen, an einen einzigen Spieleanbieter, sondern stellt einfach einen Windows-PC zur Verfügung, den der Nutzer frei konfigurieren und verwenden kann.

Auch das Speichern eigener Dateien auf der 256 GByte großen, virtuellen Festplatte ist möglich. Bei dieser Lösung brauchen Sie sich als Benutzer um Updates nicht zu kümmern. Nicht nur das Windows wird im Hintergrund aktualisiert; auch die Hardware wird ständig auf dem neuesten Stand gehalten, um bei topaktuellen Spielen immer ganz vorne dabei sein zu können. Für neue Hardware braucht kein Geld mehr ausgegeben werden. In den meisten Fällen merkt man den Austausch der Hardware nicht einmal, da sie im laufenden Betrieb erfolgt und nur Windows während einer Inaktivitätszeit einmal neu gestartet wird. Natürlich lassen sich solche virtuellen PCs auch für andere rechenintensive Anwendungen nutzen, nicht nur für Spiele.

Nvidia GeForce Now – ähnliches Prinzip, etwas anderer Ansatz

Bei den meisten Spiele-PCs ist die Grafikkarte der Flaschenhals, der für mangelnde Spieleleistung verantwortlich ist. Zugleich ist sie die teuerste Hardwarekomponente, die immer wieder auf dem neuesten Stand gehalten werden muss. Der Grafikkartenhersteller Nvidia bietet mit GeForce Now – zurzeit noch in der Beta-Phase – virtuelle Spiele-PCs mit Hochleistungsgrafik an. GeForce Now bietet dem Nutzer keinen Zugriff auf das Betriebssystem des virtuellen PCs. Die Spiele können nur über Steam, Uplay oder Battle.net installiert werden. Etwa 400 Spiele sind bereits zu GeForce Now kompatibel. Einige davon werden bereits automatisch auf Auflösung und Framerate optimiert. Bei den anderen muss man selbst noch Einstellungen vornehmen.

GeForce Now installiert Spiele über eine eigene App. Der Nutzer hat keinen Zugriff auf Windows.


Mit einer App lässt sich ein Shadow-PC auch auf Smartphones und Tablets nutzen.


LiquidSky für Profianwendungen

Während GeForce Now gezielt Gamer anspricht und keine Möglichkeit bietet, andere Windows-Anwendungen zu installieren, sind die virtuellen PCs von Liquidsky für Unternehmen gedacht, die leistungshungrige Software über Webbrowser jedem Endgerät zugänglich machen wollen. Liquidsky plant aber auch ein eigenes Angebot für Gamer.

Microsoft Project xCloud

Auch Microsoft sieht die Zukunft des Gamings in virtuellen PCs in der Cloud. Project xCloud soll XBox-Spiele auf beliebige Geräte streamen. Die erste Testphase wird noch in diesem Jahr gestartet.

Windows in einer virtuellen Maschine

■ Hohe Hardwareanforderungen

Eine weitere Möglichkeit ist, Windows in einer virtuellen Maschine zu starten. Dazu ist allerdings ein leistungsfähigerer PC nötig, der neben dem eigenen Betriebssystem, das noch parallel dazu funktionieren muss, auch die Virtualisierungs-Software und darin den virtuellen PC betreiben muss.

Ein virtueller PC, ein zweites Betriebssystem, das in einem Fenster – oder auch im Vollbildmodus – auf einem PC läuft, ist unter anderem auch eine sichere Umgebung, um auf zweifelhaften Internetseiten zu surfen oder auch mal gefährliche Software auszuprobieren. Das ist möglich, da man dem virtuellen System jeglichen Zugriff auf das Dateisystem des „echten“ PCs verwehren kann. Natürlich hat ein virtueller PC nicht die gleiche Performance wie echte Hardware.

VMware Workstation und VirtualBox

VMware Workstation und VirtualBox sind zwei für den Privatanwender kostenlose Virtualisierungssysteme, mit denen Sie Ihr Windows auf einem anderen PC laufen lassen können. Das Virtualisierungsprogramm muss auf dem Gast-PC installiert sein.

Ihr persönlicher virtueller PC, beziehungsweise die mehrere GByte große Datei, die die Festplatte mit dem installierten Betriebssystem dieses virtuellen PCs darstellt, kann auf einem USB-Stick oder einer externen SSD liegen, und so auf verschiedenen physischen PCs eingesetzt werden. Auf diese Weise können Sie auch Ihre persönliche Arbeitsumgebung mit allen Programmen und Daten auf einem fremden PC laufen lassen, ohne dort Spuren zu hinterlassen. VMware bietet hier die Möglichkeit, diese Festplatte auf mehrere Dateien aufzuteilen, um zum Beispiel die 4-GByte-Grenze von FAT32-formatierten USB-Sticks einzuhalten. VirtualBox unterstützt dagegen verschiedene Dateiformate virtueller Festplatten, um diese auch mit anderen Virtualisierungsplattformen zu nutzen.

Portabler virtueller PC

Möchten Sie auf dem fremden PC nicht auf eine vorhandene Virtualisierungsplattform angewiesen sein, nutzen Sie VirtualBox portabel von einem mindestens 32 GByte großen USB-Laufwerk. Entpacken Sie Portable VirtualBox (Tool auf Heft-DVD) auf den Stick, und starten Sie das Programm dort. Jetzt laden Sie die Installationsdatei für VirtualBox herunter und installieren sie auf dem Stick. Verwenden Sie am besten die 32-Bit-Version, da diese auf fast allen halbwegs aktuellen PCs läuft.

Portable VirtualBox baut einen virtuellen PC auf dem USB-Stick, ohne Software auf dem Gast-PC.


Virtueller Zweit-PC mit VMware Workstation

Über einen Assistenten legen Sie den virtuellen PC an und legen dabei fest, welche Hardwarekomponenten (Netzwerk, Drucker) des physischen PCs verwendet werden dürfen.

1 Wie viel RAM braucht man?
Wichtig ist die Frage, wieviel Arbeitsspeicher Sie dem virtuellen PC zuweisen. Beachten Sie dabei die Systemanforderungen des Betriebssystems, das Sie installieren möchten. Seien Sie dabei nicht zu großzügig, da das Betriebssystem des physischen PCs und auch die Virtualisierungssoftware noch ausreichend RAM benötigen. Lassen Sie als Richtwert auf einem Windows 10 64-Bit-System etwa 3 GByte RAM für das Betriebssystem und die Virtualisierungsplattform übrig; vorausgesetzt, Sie lassen keine anderen Programme auf dem physischen PC nebenher laufen.

Das Betriebssystem des virtuellen PCs wird von einer DVD oder aus einer ISO-Datei installiert.


2 Virtuelle Festplatte anlegen
Legen Sie jetzt die virtuelle Festplatte an. Diese erscheint als Datei, die an beliebiger Stelle auf dem PC liegen kann, auch auf einem USB-Datenträger. Da für Windows hier etwa 50 GByte notwendig sind, muss der USB-Stick entsprechend groß sein. Jetzt brauchen Sie nur noch eine ISO-Datei einer Windows-DVD, um den virtuellen PC damit zu booten und Windows auf der virtuellen Festplatte zu installieren.

3 Einstellungen synchronisieren
Nach der Installation bootet der virtuelle PC im VMware-Fenster – außer in der Performance – wie ein echtes Windows. Melden Sie sich auf dem virtuellen PC mit Ihrem Microsoft-Konto an, das Sie auf dem eigenen PC auch benutzen. Schalten Sie dann in den Einstellungen unter Konten alle Synchronisierungseinstellungen an, um Design, Kennwörter und andere Einstellungen automatisch zu übernehmen. Möchten Sie Ihren gewohnten Desktop auf dem virtuellen PC nutzen, legen Sie auf OneDrive ein Verzeichnis Desktop an, klicken dann im Explorer auf Ihrem physischen PC mit der rechten Maustaste auf den Desktop-Ordner und tragen unter Pfad den Desktop-Ordner auf OneDrive ein. Machen Sie das Gleiche auf dem virtuellen PC, und beide Desktops sind immer synchron.

Legen Sie fest, welche Hardwarekomponenten des Gast-PCs der virtuelle PC nutzen soll.