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Mond Schön


bewusster leben - epaper ⋅ Ausgabe 1/2019 vom 27.12.2018

Das Weibliche nährt sich in der Innenwelt. Deshalb ist eine Verabredung mit dir selbst mehr wert als jeder Shoppingtrip. Nives Gobo nimmt dich mit auf eine Reise in deine Seelenwelt.


Artikelbild für den Artikel "Mond Schön" aus der Ausgabe 1/2019 von bewusster leben. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: bewusster leben, Ausgabe 1/2019


Meditation reinigt dich. Holt dich von deinem Stress wieder auf die Erde. Klärt deine Sicht auf alles.


Wenn du als Frau beginnst, nach Innen zu reisen, wirst du immer weniger im Außen brauchen, um Erfüllung, Verankerung und Frieden zu finden. Die Reise nach Innen ist eine tiefe Begegnung mit all deinen Wünschen, Träumen und Sehnsüchten und verankert dich in deinem Frausein. Dort findest du die Antworten, nach denen du oft ...

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Wenn du als Frau beginnst, nach Innen zu reisen, wirst du immer weniger im Außen brauchen, um Erfüllung, Verankerung und Frieden zu finden. Die Reise nach Innen ist eine tiefe Begegnung mit all deinen Wünschen, Träumen und Sehnsüchten und verankert dich in deinem Frausein. Dort findest du die Antworten, nach denen du oft sehnsuchtsvoll im Außen suchst.
Eine Verabredung mit dir selbst ist mehr wert als jeder Shoppingtrip. Die Verwurzelung mit und die Kraft in dir kannst du letztlich nur in deinem Inneren finden. Je öfter du dich ganz dir selbst widmest, desto mehr wird dein Alltag von deinem Inneren beseelt und desto deutlicher entfaltet sich vor dir ein Lebensweg, in dem sich deine innerste Essenz, das, was du bist, tatsächlich widerspiegeln kann. In den Räumen deines Unbewussten und den Hallen deiner Innenwelt findest du Antworten auf all die Fragen, die in deinem Herzen brennen.

Meditiere. Geh nach innen.

Schließ die Augen. Deine Innenwelt ist eine direkte Verbindung hin zur Seelenwelt. Dorthin zu reisen bedeutet, zurück zu dir selbst zu reisen. In dir liegt die wahre Kraft deiner Weiblichkeit. In dir findest du Heilung an Tagen der Traurigkeit. Mut, wenn du dich kraftlos und erschöpft fühlst. Geborgenheit, wenn du dich nach Liebe sehnst. Licht, um deine Schatten zu beleuchten. Trost, wenn du leidest. Vertrauen, wenn du misstraust.

Schenk dir täglich eine Zeit für dich

Meditation verändert das Gehirn. Wissenschaftliche Untersuchungen haben gezeigt, dass die innere Stille, die du in der Meditation finden kannst, nachweislich für mehr Entspannung, Ausgeglichenheit, Freude und inneren Frieden im Alltag sorgt. Dabei geht es nicht darum, nicht mehr zu denken, sondern darum, dein Bewusstsein von all dem zu reinigen, das dich daran hindert, das große Ganze zu sehen. Aus einer höheren Perspektive. Aus der Seelensicht. Es gibt viele Arten zu meditieren. Suche und finde eine Form, mit der du dich wohlfühlst. Dein Bewusstsein kann durch Mantren, Klänge, Stille oder Bilder stimuliert werden– Geschmackssache. Wichtig ist, dass du dir in deinem Alltag Zeit dafür einräumst. Gerade als Frau wirst du durch dieses Ritual genährt und bekommst die Kraft, deinen Alltag mit all seinen Herausforderungen besser zu bewältigen.

Vollmond- und Neumondmeditationen

Schenke dir täglich Zeit mit dir selbst. Mindestens elf Minuten. Maximal die Ewigkeit. Und beobachte achtsam und bewusst, wie du dich dadurch nicht nur selbst veränderst, sondern wie dein ganzes Leben beginnt, sich in eine neue Richtung zu entwickeln. Vollmond- und Neumondmeditationen sind sehr kraftvoll. Du kannst sie jeden Monat machen – sie werden deiner Praxis zwei feste Ankerpunkte geben, zu denen du immer wieder zurückkehren kannst.
Am tiefsten und intensivsten transformierend wirken sie, wenn du sie in dem Zeitraum von drei Tagen rund um Vollbzw. Neumond machst. Dann entfaltet der Mond seine stärkste Kraft. Du kannst dir auch ein Tagebuch anlegen, wo du die Erfahrungen, Erkenntnisse und Gefühle, die du während der Meditationen hattest, aufschreibst. So kannst du in rund einem Jahr beobachten, wie sich dein Leben mit der Kraft des Mondes verändert hat.

Zum Vollmond tönen

Du kannst diese Meditation mit einem Vollmondbad oder einem Vollmondtanz vorbereiten. Setz dich in das Licht des Mondes und bade darin, während du die Meditation machst – oder stelle dir das Licht des vollen Mondes einfach so intensiv wie möglich vor. Suche dir einen Platz, wo du für einige Augenblicke alleine und ungestört sein kannst. Mach es dir auf einem Meditationskissen oder auch direkt auf der Erde gemütlich. Setze dich in den Schneidersitz oder Fer-sensitz, so, dass du das Gefühl hast, dass deine Wirbelsäule aufrecht ist.

Nives Gobo arbeitet seit 2012 selbstständig als Ayurveda-Beraterin und Yogalehrerin in Wien, sie leitet Yogalehrer-Ausbildungen und bietet Seminare und Online-Kurse für Frauen an, die ihre Weiblichkeit und Schönheit stärken wollen. Sich selbst bezeichnet die charismatische Wohlfühlpraktikerin als Yogainspirateuse, Ernährungscoach, Erkenntnisjägerin und meditationssüchtige Mondanbeterin.


Schließe die Augen und komme mit ein paar tiefen Atemzügen ganz bewusst in dir an. Nun stelle dir vor, wie mit der Einatmung das Mondlicht durch den Punkt zwischen deinen Augenbrauen – das Ajna Chakra, das dritte Auge – in dich einströmt. Öffne den Mund und atme aus. Wiederhole das dreizehn Mal. Dann atme das Mondlicht wieder durch das Ajna Chakra ein und stelle dir vor, wie die Ausatmung durch dein Herz deinen Körper wieder verlässt. Wiederhole das dreizehn Mal.
Nun stelle dir vor, wie du mit dem Ajna Chakra das Mondlicht einatmest und mit dem Punkt zwei Fingerbreit über dem Nabel ausatmest. Wiederhole das dreizehn Mal. Nun atme durch dein Scheitel-Chakra – den höchsten Punkt deines Kopfes – das Mondlicht ein und durch dein Wurzel-Chakra am Ende des Steißbeins aus. Wiederhole dies drei Mal. Beginne nun zu tönen. A–U– M. Zunächst das Amit offenem Mund. Spüre, wie das Adurch dein Herz in die Welt fließt. Dann das U. Spüre, wie das U dich mit der Erde verwurzelt. Wie das M über den Scheitel zum Himmel emporsteigt. Töne laut und kraftvoll. A–U–M.
Versuche, etwa zehn Minuten zu tönen. Dann werde ganz still. Spüre nach. Beobachte Gedanken, Gefühle und Empfindungen. Welche Botschaften hast du empfangen? Schreibe auf, was du in dieser Meditation über dich selbst erfahren hast.

Zu Neumond leer werden

Suche dir einen gemütlichen Platz, eventuell mit Kissen und Decken ausgestattet, wo du ungestört für dich sein kannst. Lasse leise, entspannende Musik laufen. Nun lege dich in die Yoga-Ruhestellung Savasana, das heißt auf den Rücken mit locker abgespreizten Armen und Beinen. Vielleicht möchtest du ein Kissen unter den Kopf oder die Kniekehlen legen oder sogar deinen unteren Rücken unterstützen. Nun schließ die Augen. Komme für ein paar Augenblicke ganz bewusst in dir an. Dann beginne zu zählen, rückwärts von dreißig bis null. Mit jeder Ausatmung stellst du dir die Zahl in deinem Geist vor oder sprichst sie in deinen Gedanken aus. Werde mit jeder Ausatmung leer. Fließe in den Boden. Spüre die Schwerkraft. Spüre die Leere in dir. Lass deine Gedanken vorüberziehen, wie Wolken an einem blauen Himmel. Nimm die unglaubliche Ruhe und Weite in dir wahr.
Stelle dir den Mond vor, auch wenn er nicht sichtbar ist. Spüre seine Energie. Wie fühlt sie sich für dich an? Atme noch für ein paar Augenblicke die Leere des Mondes ein, damit auch du ganz leer wirst. So lange, bis du an einen Nullpunkt kommst– nun, da du dich geleert und Platz für Neues geschaffen hast, kannst du dich deinen Neumondvisionen öffnen. Blicke mit deinem inneren Auge auf den kommenden Monat. Was fühlst du dabei? Was denkst du? Wie wird es für dich werden? Was steht in diesem Monat an? Wohin darf sich dein Leben entwickeln? Was wünschst du dir? Mit welchen Intentionen möchtest du diesen neuen Monat begehen? Was darf beginnen?

Atme mit dem Mond

Die folgenden Atemübungen kannst du in deinen weiblichen Alltag einbauen, sie entweder zu einem Teil deiner täglichen Yogapraxis machen oder sie morgens nach dem Aufwachen und abends vor dem Schlafengehen durchführen. Sie werden mit der Zeit die Qualitäten deiner weiblichen Natur stärken – Hingabe, Vertrauen, Intuition, bewusstes Beobachten, Mitgefühl, Innenschau, Stille.
Wenn dein Leben sich nach diesen Qualitäten sehnt, ist es Zeit, das Atmen mit dem Mond ganz bewusst in dein Leben einzubauen. So lange, bis du das Gefühl hast, wieder im Gleichgewicht zu sein. Ich empfehle, diese Atemübungen abends oder nachts zu machen, da wir dann meistens ganz automatisch zur Ruhe kommen und uns direkter mit der Kraft des Mondes verbinden können. Doch viel wichtiger ist, dass du in dich hineinspürst, wann dir die Übungen die besten Ergebnisse bringen und wann sie dir guttun. Erforsche. Sei neugierig und vergiss nicht: Der Weg ist das Ziel.

Lunare Atmung

Suche dir einen ruhigen Platz, wo du ungestört sein kannst. Zünde eine Kerze an und gib einen Tropfen deines Lieblingsduftes auf deine Schläfen und hinter die Ohren. Setze dich in den Schneider- oder Fersensitz. Nimm in jede Hand einen kleinen Mondstein. Die Hände liegen ganz entspannt auf den Knien. Schließe die Augen und stelle dir vor, dass du nur mit dem linken Nasenloch ein- und wieder ausatmest. Ganz entspannt und ohne Anstrengung darf die Atmung kommen und gehen. Mit jeder Einatmung bildet sich oben beim dritten Auge eine Schleife, die dann mit der Ausatmung durch das linke Nasenlochwieder nach unten fließt.
Wenn du Schwierigkeiten hast, deine Aufmerksamkeit nur auf dem linken Nasenloch zu halten, dann verschließe das rechte mit dem Daumenballen der rechten Hand und strecke die restlichen Finger senkrecht nach oben. Bleibe für elf Minuten in der Übung. Danach lege dich für fünf Minuten auf den Rücken – decke dich zu, wenn dir kalt ist – und spüre nach.

Mondlichter

In dieser Übung verbindest du dich mit der Energie des Mondes. Suche dir einen ruhigen Platz, wo du ungestört sein kannst. Zünde eine Kerze an und gib einen Tropfen deines Lieblingsduftes auf deine Schläfen und hinter die Ohren. Setze dich in den Schneider- oder Fersensitz. Schließe die Augen. Verbinde dich mit dem Mond im Himmel. Wo steht er in seinem Zyklus? Ist er halb voll? Halb leer? Voll oder leer? Wie fühlt sich diese Verbindung von dir zu ihm an? Was für Empfindungen kommen in dir hoch, wenn du den Mond visualisierst und dich mit ihm verbindest? Nun stelle dir vor, wie du ihn und seine ganze Kraft einatmest und deine Ausatmung wieder zu ihm zurückschickst. Mache diese Übung für mindestens elf Minuten oder so lange, wie sie sich gut anfühlt. Notiere deine Empfindungen und Beobachtungen in deinem Tagebuch.

BUCHTIPP

Nives Gobo
Mondschön
Kösel Verlag, € 20,00


Text und Fotos aus: Nives Gobo, „Möndschön“, Kösel Verlag