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Monoendstufen mit Leistung


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Car & Hifi - epaper ⋅ Ausgabe 1/2023 vom 25.11.2022

Serientest

ESX VX2000 PRO VX3000 PRO VX5000 PRO VX8000 PRO

Artikelbild für den Artikel "Monoendstufen mit Leistung" aus der Ausgabe 1/2023 von Car & Hifi. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: Car & Hifi, Ausgabe 1/2023

Wir sitzen friedlich im Park, dann bebt plötzlich die Erde. Doch es bricht kein Dino durch die Bäume wie im Jurassic Park, sondern ein Lieferwagen fährt vorbei, der fast schon im Takt hüpft und den man noch hört, wenn er schon zwei Blocks weiter ist. Das ist ein Szenario für die VX PRO Endstufen von ESX. Von denen gibt es eine ganze Serie, aus der die vier mittleren Modelle bereits lieferbar sind. Bei VX2000 PRO, VX3000 PRO, VX5000 PRO, und VX8000 PRO bedeuten die Namen die RMS-Leistung an 1 Ohm. Und es kommt noch dicker, denn eine VX13000 PRO ist bereits angekündigt, genauso wie eine passende Vierkanalendstufe. Das Besondere an den VX PRO Endstufen ist, dass es sich nicht um reine Subwooferverstärker handelt, alle Endstufen laufen mindestens bis 5 kHz und können daher auch Tiefmitteltöner treiben. Natürlich mehr als einen pro Endstufe ...

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... – bei 1-Ohm-Stabilität ja kein Thema. Dies ist auch der „brasilianische Stil“. Denn Samba hört man nicht alleine zuhause über Kopfhörer, sondern man lässt andere daran teilhaben und tanzt auf der Straße. Dazu baut man gerne mal eine HiFi- oder PA-Anlage zur Beschallung der Nachbarschaft hinten auf den Pickup, und dazu braucht man kilowattweise Fullrange-Leistung. Das ist eine technische Herausforderung für die Entwickler, denn die große Frequenzbandbreite bedingt eine hohe Taktfrequenz, was zur Folge hat, dass die Zeiten, wo Strom fließt, entsprechend kurz werden. Je höher der Stromfluss, desto kniffliger die Situation – und bei den VX PRO fließt eine Menge Strom. Apropos Strom: Wer viel austeilt, muss auch viel rein bekommen. Das sieht man schon an den riesigen Stromterminals der VX PRO Endstufen, die durchweg Kabel von 70 Quadratmillimetern aufnehmen – an der VX8000 PRO sogar doppelt. Und über die Lautsprecherklemmen wären viele Endstufen froh, wenn sie diese als Stromklemmen hätten. Der Innenaufbau der VX PRO ist beeindruckend, und das in mehrerlei Hinsicht. Im Gegensatz zu den SPL-Endstufen südamerikanischer Herkunft ist in den VX PRO jede Menge drin. Trotzdem beeindruckt die Leistungsausbeute: Die VX3000 PRO ist eine handliche Endstufe und nur 23 Zentimeter Lang, trotzdem kommen 3 Kilowatt raus. Und die VX8000 PRO ist weniger als doppelt so lang, hat aber weit mehr als die doppelte Leistung. Der Innenaufbau zeigt natürlich Familienähnlichkeit. So kommen in den Netzteilen Trafos mit schalenförmigen Ferritkernen zum Einsatz, die sonst üblichen Toroidkerne finden wir bei den VX PRO stattdessen bei den Filterspulen der Class-D Verstärkung. Die zwei großen Modelle 5000 und 8000 verfügen über zwei XXL-Exemplare der Filterspulen und je drei fette Speicherelkos. Während die VX PRO (zumindest aus europäischer Sicht) vom Konzept noch nicht auf her wie Dinosaurier wirken, sind sie recht modern gemacht und sie heben sich deutlich von der klassischen „nur Bass“ Digitalendstufe ab, die ja auch schon seit Jahrzehnten nahezu unverändert gebaut wird. Bei den VX PRO fällt der konsequente Aufbau der Verstärkung ins Auge. Es werden Halbwellen verstärkt und dann zum Schluss „zusammengebaut. Daher gibt es je zwei Class-D Treiberchips und bei den großen Modellen zwei Tiefpassspulen. Statt des üblichen Netzteil PWM-Chips wie dem TL494 von Texas Instruments finden wir bei den VX PRO Amps variable CPUs, die das Ganze steuern. Dazu serviert ESX dann lange Reihen MOSFETs, um die exorbitanten Ströme zu bewältigen, 8 bei der 8000er oder 6 bei der 5000er – jeweils pro Halbwelle. Schöne Nettigkeiten finden wir auch bei der Signalaufbereitung. Hier sind bis auf Phasenregler alle Filter der analogen Welt vorhanden, der Bassboost ist sogar in Stärke und Frequenz einstellbar. Hochpegeleingänge gibt‘s aber keine, denn es wird wohl niemand solche Endstufen als OEM-Upgrade am Werksradio fahren. Dafür gibt es zwei unterschiedlich empfindliche Low-Level Eingänge: Einen wie gehabt von 0,4 bis 3,6 Volt und einen, der Signal von 1 Volt bis 9 Volt aufnimmt. Letzterer ist somit auf den Output von DSPs optimiert, die üblicherweise mehr Spannung ausgeben können als ein Autoradio.

Messungen und Sound

Es sollte nicht wundern, dass es hier in erster Linie um Leistung geht. Dennoch schlagen sich die VX PRO Verstärker keineswegs schlecht, bei den restlichen Messungen. Die Rauschabstände sind bei solchen Schaltungen naturgemäß nicht rekordverdächtig, doch für die Anwendung (und auch sonst) reichen 77 bis 79 dB vollkommen aus. Dämpfung gibt es jede Menge, das ist hier Programm. Die VX PRO zeigen sich von anhängenden Lasten oder offenen Klemmen völlig unbeeindruckt, so dass jedesmal der maximal möglich Wert bei 4 Ohm und 5 Watt herauskommt. Und auch die Verzerrungen liegen vorbildlich niedrig, sie sind locker gut genug für fullrange Musik. Jetzt aber Leistung! Alle Verstärker sind 1-Ohm-stabil und zeigen sich völlig unbeeindruckt von der Belastung. Da steigt keine aus oder zeigt auch nur die geringste Ausfallerscheinung. Wenn die VX PRO nicht korrekt arbeiten sollten, ist der Fehler nicht bei den Endstufen zu suchen, sondern zuallererst bei der Spannungsversorgung. Hat man genug Strom, dann erreichen alle Modelle an 1 Ohm mindestens ihre angegebene Leistung. Es ist also in allen Lebenslagen genug Power vorhanden, so dass man sich das für die eigene Anwendung passende Modell leicht aussuchen kann. Im praktischen Einsatz am Subwoofer bleibt dann keine Auge trocken. Bereits die „kleine“ VX2000 PRO reißt mit 2 Kilowatt an der Bassmembran und treibt mühelos die dicksten Subwoofer an. Mit nur einem Sub sind alle größeren VX PRO hoffnungslos überdimensioniert. Ihr Sinn und Zweck ist die Befeuerung von mehr als einer Membran, was mit der gebotenen Leistung ein Leichtes ist. Achtet man (auch wenn‘s schwerfällt) auf den Wohlklang der Bassdarbietung, werden garantiert keine Beschwerden über Tiefgang aufkommen. Selbst üble Dunkelbässe kommen bis in den Keller mit voller Wucht. Grobdynamik gibt‘s ebenfalls bis zum abwinken, hier gilt die alte Faustregel, dass Leistung nicht zu ersetzen ist außer durch mehr Leistung.

Fazit

Die VX PRO Endstufen von ESX bieten kompromisslose Leistu ngsreserven ungeachtet der Be lastung. Für das Gebotene ka nn man sie nur als Schnäppchen bezeichnen, gerade auch wegen des Zusatznutzens für Tiefmitteltöner in Beschal- lungsanlagen.

Elmar Michels