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MONO/STEREO: SOUND-HEIMWERKER


Audio - epaper ⋅ Ausgabe 8/2018 vom 13.07.2018

Der HomePod ist Apples zweiter Versuch, im HiFi-Segment Fuß zu fassen. Anders als der wenig erfolgreiche iPod HiFiaus dem Jahr 2006 setzt er konsequent auf Streaming und Multiroom.


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Bildquelle: Audio, Ausgabe 8/2018

Mit dem HomePod will Apple im Bereich der drahtlosen Streaming-Lautsprecher Boden gutmachen. Anders als bei den Konkurrenzmodellen von Amazon und Google legt Apple beim HomePod den Fokus auf die Klangqualität. Das kommt nicht von ungefähr, denn die Geschäftsmodell der Konzerne sind ja ganz unterschiedlich. Während Amazon und Google an den Nutzerdaten verdienen und zum Beispiel das Kaufverhalten der Anwender ...

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... analysieren, macht Apple sein Geld überwiegend mit der Hardware, die daher zwangs läufig teurer wird, laut Hersteller aber auch bessere Qualität bietet.

Ganz Apple-typisch ist der HomePod exzellent verarbeitet. Das Gehäuse, das ungefähr mit der Grundfläche einer CD auskommt, ist mit Stoff überzogen (in Schwarz oder Weiß), der sich robust und widerstandsfähig anfühlt. Auf der Oberseite gibt es nur drei Bedienelemente: Plus-und Minussymbole für die Lautstärke sowie einen mittigen, berührungsempfindlichen Bereich, mit dem sich der Home-Pod rudimentär steuern lässt. In Normalfall muss man das aber gar nicht, denn der Zylinder reagiert anstandslos auf den gesprochenden Satz „Hey Siri“.

Die Einrichtung des Geräts gelingt kinderleicht, sofern man über ein iPhone oder ein iPad verfügt. Nach dem Einschalten muss man sein iOS-Gerät nur in die Nähe des HomePods halten, und prompt erscheint die Konfigurations-Software auf iPhone oder iPad. Der HomePod holt sich sämtliche Einstellungen wie die Apple-ID (für Apple Music) und das WLAN-Passwort automatisch vom iPhone. Man muss nichts eintippen! Das ist klasse und in der gelungenen Umsetzung bisher einmalig.

MULTIROOM : Mit AirPlay 2 unterstützt der HomePod auch Multiroom. Die Bedienung erfolgt dabei per Sprachsteuerung, auch auf Deutsch.


Nach der Konfiguration geht’s gleich los. Apple-Music-Abonnenten können sofort aus über 40 Millionen Titeln auswählen. Zwei HomePods lassen sich auch zum Stereoverbund zusammenschließen, was im Test problemlos funktionierte. Man kann weitere HomePods im Haus verteilen und verschiedenen Zimmern zuordnen, was aus den Geräten ein echtes Multiroomsystem macht. AirPlay-fähige Geräte anderer Hersteller lassen sich integrieren. Beeindruckend war der Klang: Der Kleine machte in unserem Hörraum ordentlich Dampf. Der HomePod nimmt eine automatische Raumeinmessung vor, berücksichtigt also individuelle Gegebenheiten. Im Test klang er besonders bei moderater Lautstärke angenehm warm und bot eine enorme Tiefbass-Staffellung. Je lauter er wurde, desto mehr trat der Bass in den Hintergrund. Insgesamt klang der HomePod tonal ausgewogen.

TECHNIKVERSTECK : Mit 2,5 kg ist der HomePod recht schwer. Kein Wunder, denn drinnen stecken sieben Hochtönerhörner, ein kräftiges Basschassis und sechs Mikrofone.


MESSLABOR

Im reflexionsarmen Raum zeigt sich die für Rundstrahler typische Hochtonabsenkung. Der Frequenzgang fällt allerdings schön gleichmäßig ab, was auf geringe Verfärbungen hinweist. Der Bass geht angesichts der kompakten Maße erstaunlich tief. Mangels Audio-In mussten wir beim HomePod auf ein alternatives Messverfahren setzen, weshalb die Klirrkurven leider fehlen.

FAZIT

Christian Möller
AUDIO-Redakteur


Den Fokus auf die Klangqualität merkt man dem HomePod ab den ersten Takten an. Die insgesamt acht DSP-gesteuerten Chassis machen einen guten Job, die Raumeinmessung hilft bei schwierigen Verhältnissen. Damit ist er universell einsetzbar, von der Hintergrundbeschallung im Büro oder in der Küche bis zur Party im Wohnzimmer. Klasse funktionierte die Steuerung per Siri. Auch der Stereobetrieb hat mir insgesamt gut gefallen – das können nicht viele Geräte in dieser Klasse. Extrem audiophile Ansprüche sollte man allerdings nicht stellen: Wer die Ohren spitzt, kann praktisch heraushören, wie die DSPs schwitzen.