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MONTAG, 4. OKTOBER 2021


MAGNIFICAT - Das Stundenbuch - epaper ⋅ Ausgabe 10/2021 vom 01.09.2021

Franz von Assisi (1181/82–1226), ein Sohn reicher Eltern, führte in den ersten 25 Jahren seines Lebens ein unbeschwertes, verschwenderisches Leben, bis sich durch Gefangenschaft und schwere Krankheit eine geistige Wende vollzog. Er trennte sich radikal vom Reichtum seiner Familie und führte fortan ein Leben als armer Wanderprediger. Man hielt ihn zunächst für verrückt, doch sein tiefer Ernst, seine große Liebe zu Gott und den Menschen und zu jedem Geschöpf beeindruckte die Menschen immer mehr. Zahlreiche gleichgesinnte junge Männer schlossen sich ihm an. Mit ihnen gründete er den Orden der Minderbrüder, der späteren Franziskaner. Mit Klara von Assisi gründete er einen „zweiten“ Orden, den Orden der Klarissen, und schließlich wegen des großen Andrangs von Laien den „Dritten Orden“, eine Laiengemeinschaft. Ein besonderes Geschenk, das von seiner Liebe zu allen Geschöpfen zeugt, hat er uns in seinem ...

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... „Sonnengesang“ hinterlassen. Es ist überliefert, dass er zwei Jahre vor seinem Tod die Wundmale Jesu empfing. Die Entbehrungen und die Erschöpfung zehrten an seiner Gesundheit. So waren die letzten Jahre seines Lebens von Krankheit und Leiden geprägt.

Schrifttexte: Lesung: Gal 6, 14–18; Evangelium: Mt 11, 25–30

Namenstag: hl. Marsus von Auxerre (Glaubensbote in Gallien, 3./4. Jh.) · hl. Aurea (Benediktinerin, † 665) · sel. Franz Xaver Seelos (Redemptorist, Seelsorger in den USA, † 1867)

Ökumenischer Gedenktag: Rembrandt van Rijn (nl. Maler, 1606–1669)

Morgengebet

Herr, öffne meine Lippen. Damit mein Mund dein Lob verkünde.

Ehre sei dem Vater ... Halleluja.

Hymnus

Zu diesem Lied finden Sie eine Auslegung auf den Seiten 354– 357.

Gott gab uns Atem, damit wir leben. Er gab uns Augen, dass wir uns sehn. Gott hat uns diese Erde gegeben, dass wir auf ihr die Zeit bestehn.

Gott gab uns Ohren, damit wir hören. Er gab uns Worte, dass wir verstehn.

Gott will nicht diese Erde zerstören.

Er schuf sie gut, er schuf sie schön.

Gott gab uns Hände, damit wir handeln. Er gab uns Füße, dass wir fest stehn.

Gott will mit uns die Erde verwandeln.

Wir können neu ins Leben gehn.

Text: Eckart Bücken 1982, Melodie: Fritz Baltruweit 1982 © Strube Verlag, München – GL 468 · EG 432

Psalm 50

Verse 7–15

„Höre, mein Volk, ich rede. / Israel, ich klage dich an, * ich, der ich dein Gott bin.

Nicht wegen deiner Opfer rüge ich dich, * deine Brandopfer sind mir immer vor Augen.

Doch nehme ich von dir Stiere nicht an * noch Böcke aus deinen Hürden.

Denn mir gehört alles Getier des Waldes, * das Wild auf den Bergen zu Tausenden.

Ich kenne alle Vögel des Himmels, * was sich regt auf dem Feld, ist mein eigen.

Hätte ich Hunger, ich brauchte es dir nicht zu sagen, * denn mein ist die Welt und was sie erfüllt.

Soll ich denn das Fleisch von Stieren essen * und das Blut von Böcken trinken?

Bring Gott als Opfer dein Lob, * und erfülle dem Höchsten deine Gelübde!

Rufe mich an am Tag der Not; * dann rette ich dich, und du wirst mich ehren.“

Ehre sei dem Vater ...

Alles, was uns umgibt, ist dein Eigentum. Du unser Schöpfer, wir danken dir für deine Güte. An dir richten wir unser Leben aus.

Lesung

2 Kor 8, 9

Ihr wisst, was Jesus Christus, unser Herr, in seiner Liebe getan hat: Er, der reich war, wurde euretwegen arm, um euch durch seine Armut reich zu machen.

Benedictus – Lobgesang des Zacharias

Antiphon zum Benedictus: Franziskus, arm und gering auf Erden, zieht reich in den Himmel ein, und festlicher Gesang erklingt zu seiner Ehre.

Bitten

Gott, unser Reichtum und unsere Freude kommen von dir. Wir bitten dich:

A: Schenke uns deinen Geist.

– Hilf uns erkennen, wie arm wir Menschen ausnahmslos vor dir sind.

– Gib uns den Mut, zu dieser Einsicht zu stehen, und an nichts Materielles unser Herz zu hängen.

– Lass uns spüren, wie nah du uns bist, wenn wir für unsere Mitmenschen da sind.

Vaterunser

Oration

Gott, du Vater der Armen, du hast den heiligen Franz von Assisi auserwählt, in vollkommener Armut und Demut Christus ähnlich zu werden. Mache uns bereit, auf den Spuren des heiligen Franz deinem Sohn nachzufolgen, damit wir in Freude und Liebe mit dir verbunden bleiben. Darum bitten wir durch Jesus Christus.

Gnade und unvergängliches Leben sei mit allen, die Jesus Christus, unseren Herrn, lieben.

Eph 6, 24

Texte zur Eucharistiefeier

Tagesgebet (Oration des Morgengebetes)

Einführung zur Bahnlesung aus dem Buch Jona

Die Entstehung des biblischen Jona-Buches wird auf die zweite Hälfte des vierten oder auf den Beginn des dritten Jahrhunderts v. Chr. datiert. Das Hosea- Buch bezeichnet das Volk Israel in Kap. 7, 11 und in Kap. 11, 11 als Taube (hebräisch: jona), Israels typische Reaktion auf Gottes Zuwendung ist ein ständiges Davonlaufen. Auch der Protagonist des Buches Jona läuft vor Gott davon. Er läuft zwar nicht anderen Göttern nach, doch mit dem einen und einzigen Gott, der die ganze Schöpfung liebt und leitet, lehnt Jona letztlich sein eigenes Leben ab. Jona soll auf Gottes Geheiß mit einer Gerichtsbotschaft nach Ninive gehen, in die ehemalige assyrische Hauptstadt nordöstlich von Israel. Doch Jona, die Taube mit dem starken Fluchtimpuls, macht sich stattdessen wortlos auf den gefährlichen Weg in den äußersten Westen, nach Tarschisch, dem südspanischen Tarteus. – Das Buch Jona wird gerne als religiöses Kinderbuch eingesetzt. Die märchenhaften Elemente, das Motiv des verschlingenden großen Fisches, der dunkle, bergende Fischbauch, der sagenhaft schnell wachsende Rizinus, sprechen dafür. Und doch wäre das kleine Werk unterschätzt und missverstanden, begriffe man es nur als biblisches Märchen für die Kleinen. Das Buch Jona ist eine lehrhafte Erzählung, die nicht historische Ereignisse und Gestalten vergegenwärtigen, sondern lebensbedeutsame theologische Fragen provozieren will. Die oft wunderbaren Züge wie auch die bisweilen geradezu humoristisch überzeichneten Züge der Geschehnisse sind bewusst

eingesetzt. Das zweite Kapitel enthält die berühmte Fischepisode und einen Psalm, den Jona im Bauch des Fisches betet: „Aus der Tiefe der Unterwelt schrie ich um Hilfe / … Du hast mich in die Tiefe geworfen, / in das Herz der Meere“, und endet mit wunderbarer Rettung: „Da befahl der Herr dem Fisch, Jona ans Land zu speien.“ (2, 11) Jona, der Gott fliehen wollte, beklagt in diesem Gebet „de profundis“ seine Verstoßung aus Gottes Nähe, die er nun erfleht und zu ersehnen lernt, denn „Vom Herrn kommt die Rettung“! (2, 10)

Lesung aus dem Buch Jona

Jona 1, 1 – 2, 1.11

Das Wort des Herrn erging an Jona, den Sohn Amittais:Mach dich auf den Weg, und geh nach Ninive, in die große Stadt, und droh ihr das Strafgericht an! Denn die Kunde von ihrer Schlechtigkeit ist bis zu mir heraufgedrungen.

Jona machte sich auf den Weg; doch er wollte nach Tarschisch fliehen, weit weg vom Herrn. Er ging also nach Jafo hinab und fand dort ein Schiff, das nach Tarschisch fuhr. Er bezahlte das Fahrgeld und ging an Bord, um nach Tarschisch mitzufahren, weit weg vom Herrn.

Aber der Herr ließ auf dem Meer einen heftigen Wind losbrechen; es entstand ein gewaltiger Seesturm, und das Schiff drohte auseinanderzubrechen. Die Seeleute bekamen Angst, und jeder schrie zu seinem Gott um Hilfe. Sie warfen sogar die Ladung ins Meer, damit das Schiff leichter wurde.

Jona war in den untersten Raum des Schiffes hinabgestiegen, hatte sich hingelegt und schlief fest. Der Kapitän ging zu ihm und sagte: Wie kannst du schlafen? Steh auf, ruf deinen Gott an; vielleicht denkt dieser Gott an uns, sodass wir nicht untergehen.

Dann sagten sie zueinander: Kommt, wir wollen das Los werfen, um zu erfahren, wer an diesem unserem Unheil schuld ist. Sie warfen das Los, und es fiel auf Jona.

Da fragten sie ihn: Sag uns, was treibst du für ein Gewerbe, und woher kommst du, aus welchem Land und aus welchem Volk? Er antwortete ihnen: Ich bin ein Hebräer und verehre Jahwe, den Gott des Himmels, der das Meer und das Festland gemacht hat.

Da bekamen die Männer große Angst und sagten zu ihm: Warum hast du das getan? Denn sie erfuhren, dass er vor Jahwe auf der Flucht war; er hatte es ihnen erzählt. Und sie sagten zu ihm: Was sollen wir mit dir machen, damit das Meer sich beruhigt und uns verschont? Denn das Meer wurde immer stürmischer.

Jona antwortete ihnen: Nehmt mich und werft mich ins Meer, damit das Meer sich beruhigt und euch verschont. Denn ich weiß, dass dieser gewaltige Sturm durch meine Schuld über euch gekommen ist. Die Männer aber ruderten mit aller Kraft, um wieder an Land zu kommen; doch sie richteten nichts aus, denn das Meer stürmte immer heftiger gegen sie an. Da riefen sie zu Jahwe: Ach Herr, lass uns nicht untergehen wegen dieses Mannes, und rechne uns, was wir jetzt tun, nicht als Vergehen an unschuldigem Blut an. Denn wie du wolltest, Herr, so hast du gehandelt.

Dann nahmen sie Jona und warfen ihn ins Meer, und das Meer hörte auf zu toben. Da ergriff die Männer große Furcht vor Jahwe, und sie schlachteten für Jahwe ein Opfer und machten ihm viele Gelübde.

Der Herr aber schickte einen großen Fisch, der Jona verschlang. Jona war drei Tage und drei Nächte im Bauch des Fisches. Da befahl der Herr dem Fisch, Jona ans Land zu speien.

Impuls zur Lesung

Ein Abgrund, aus dem wir nie und nimmer emporkommen können. Eine Tiefe, die so viel tiefer taucht als das Empfinden, unten zu sein und nicht mehr oben. Die Bibel erzählt von einem Menschen, den es an einen solchen Ort verschlagen hat. Es ist Jona, der widerwillige Prophet, der flüchtige Rufer. Der Weltstadt Ninive – das heutige, grausam geschlagene Mosul – sollte er die Botschaft des Herrn überbringen. Ninive aber ist der Mittelpunkt eines machtlüsternen Reiches, ein Ort der Finsternis. Was wird Gottes Wort da ausrichten können, und wozu soll Jona es ausrichten, bei Gefahr für Leib und Leben? Doch der Prophet, der sich aus dem Staub machen will, treibt geradewegs in die nasse Katastrophe hinein. Jona sucht den stillen Winkel und landet im stürmischen Meer. Wird sich das Unwetter noch beruhigen? Wer kann den Sturm stillen? Werden fremde Schiffer ihn an Bord nehmen? Doch was sich naht, ist nicht rasche Rettung. Es ist von ungeahnter Unheimlichkeit. Ein Meeresungeheuer kommt und verschlingt den ganzen Mann. Drei Tage und drei Nächte wird er in der Tiefe bleiben. Lebendigen Leibes begraben in der Todeszelle. Der die lärmende Stadt mied, ist nun von aller Welt verlassen, ganz allein. Doch der Arm des Herrn, dem der Prophet nichts zugetraut hat, er reicht bis in die Tiefen der Meere, bis in die Eingeweide von Ungeheuern. Er erreicht den Todgeweihten, schon zu den Toten Gezählten. Der Fischbauch wird zur bergenden Höhle und zugleich zur rettenden Hand. Licht, Luft und festes Land werden dem Gottesflüchtling geschenkt. Eine Taufe, eine neue Geburt. Deus semper maior; Gott ist größer. Nimm die Gaben an!

Antwortpsalm

Jona 2, 3–6.8.10

Kehrvers: Du holtest mich lebendig herauf aus dem Grab, Herr, mein Gott.

In meiner Not rief ich zum Herrn, * und er erhörte mich.

Aus der Tiefe der Unterwelt schrie ich um Hilfe,* und du hörtest mein Rufen. – Kehrvers

Du hast mich in die Tiefe geworfen, in das Herz der Meere; * mich umschlossen die Fluten,

all deine Wellen und Wogen * schlugen über mir zusammen. – Kehrvers

Ich dachte: Ich bin aus deiner Nähe verstoßen. * Wie kann ich deinen heiligen Tempel wieder erblicken?

Das Wasser reichte mir bis an die Kehle, * die Urflut umschloss mich. – Kehrvers

Als mir der Atem schwand, dachte ich an den Herrn, * und mein Gebet drang zu dir, zu deinem heiligen Tempel.

Ich will dir opfern und laut dein Lob verkünden. / Was ich gelobt habe, will ich erfüllen. *

Vom Herrn kommt die Rettung. – Kehrvers

Kehrvers vgl. Vers 7c, ferner GL 629, 1 · KG 607 (I. Ton) oder GL 1975 172, 4 oder 527, 6 (II. Ton)

Ruf vor dem Evangelium

Joh 13, 34ac Halleluja. Halleluja.

So spricht der Herr: Ein neues Gebot gebe ich euch: Wie ich euch geliebt habe, so sollt auch ihr einander lieben.

Halleluja.

Aus dem hl. Evangelium nach Lukas

Lk 10, 25–37

In jener Zeit wollte ein Gesetzeslehrer Jesus auf die Probe stellen. Er fragte ihn: Meister, was muss ich tun, um das ewige Leben zu gewinnen? Jesus sagte zu ihm: Was steht im Gesetz? Was liest du dort? Er antwortete: Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben mit ganzem Herzen und ganzer Seele, mit all deiner Kraft und all deinen Gedanken, und: Deinen Nächsten sollst du lieben wie dich selbst. Jesus sagte zu ihm: Du hast richtig geantwortet. Handle danach, und du wirst leben.

Der Gesetzeslehrer wollte seine Frage rechtfertigen und sagte zu Jesus: Und wer ist mein Nächster?

Darauf antwortete ihm Jesus: Ein Mann ging von Jerusalem nach Jericho hinab und wurde von Räubern überfallen. Sie plünderten ihn aus und schlugen ihn nieder; dann gingen sie weg und ließen ihn halbtot liegen.

Zufällig kam ein Priester denselben Weg herab; er sah ihn und ging weiter. Auch ein Levit kam zu der Stelle; er sah ihn und ging weiter.

Dann kam ein Mann aus Samarien, der auf der Reise war. Als er ihn sah, hatte er Mitleid, ging zu ihm hin, goss Öl und Wein

auf seine Wunden und verband sie. Dann hob er ihn auf sein Reittier, brachte ihn zu einer Herberge und sorgte für ihn.

Am andern Morgen holte er zwei Denare hervor, gab sie dem Wirt und sagte: Sorge für ihn, und wenn du mehr für ihn brauchst, werde ich es dir bezahlen, wenn ich wiederkomme.

Was meinst du: Wer von diesen dreien hat sich als der Nächste dessen erwiesen, der von den Räubern überfallen wurde? Der Gesetzeslehrer antwortete: Der, der barmherzig an ihm gehandelt hat.

Da sagte Jesus zu ihm: Dann geh und handle genauso!

Abendgebet

O Gott, komm mir zu Hilfe. Herr, eile, mir zu helfen.

Innehalten am Abend

Ehre sei dem Vater ... Halleluja.

Ein Sonnenstrahl reicht hin, viel Dunkel zu erhellen.

Franz von Assisi (Heiliger des Tages)

• Eine Freundlichkeit kann alles ändern: Wo konnte ich genau das erfahren?

• Was soll heute hell werden?

Confiteor (Seite 17) – oder:

V: Erbarme dich, Herr, unser Gott, erbarme dich. A: Denn wir haben vor dir gesündigt.

V: Erweise, Herr, uns deine Huld. A: Und schenke uns dein Heil.

Hymnus

Wo Liebe ist und Weisheit, ist nicht Angst und Unerfahrenheit.

Wo Geduld ist und Demut, ist nicht Zorn noch Erregung.

Wo Armut ist und Freude, ist nicht Gier noch Geiz.

Wo Stille ist und Besinnlichkeit, ist nicht Unruhe noch Ziellosigkeit.

Wo Barmherzigkeit ist und Bescheidenheit, ist nicht Überfluss noch Härte.

Franz von Assisi

Psalm 123

Ich erhebe meine Augen zu dir, * der du hoch im Himmel thronst.

Wie die Augen der Knechte auf die Hand ihres Herrn, * wie die Augen der Magd auf die Hand ihrer Herrin,

so schauen unsre Augen auf den Herrn, unsern Gott, * bis er uns gnädig ist.

Sei uns gnädig, Herr, sei uns gnädig, * denn übersatt sind wir vom Hohn der Spötter,

übersatt ist unsre Seele von ihrem Spott, * von der Verachtung der Stolzen.

Ehre sei dem Vater ...

Die Menschen, die dir dienen, verborgener Gott, werden oft belächelt wegen ihrer Treue zu dir. Erweise allen, die dich nicht kennen, deine Gnade. Zeig ihnen dein Antlitz.

Lesung

Röm 6, 22

Jetzt, da ihr aus der Macht der Sünde befreit wurdet und zu Sklaven Gottes geworden seid, habt ihr einen Gewinn, der zu eurer Heiligung führt und das ewige Leben bringt.

Magnificat – Lobgesang Mariens

Antiphon zum Magnificat: Im Kreuze unseres Herrn Jesus Christus muss ich mich rühmen, denn ich trage die Male Jesu an meinem Leib.

Fürbitten

Am Gedenktag des heiligen Franziskus rufen wir zu Gott, dem Freund des Lebens:

V: Du unser Schöpfer, A: höre unser Rufen.

– Wir beten für alle, die dankbar sind für deine gute Schöpfung und die ihr eigenes Verhalten, ihren eigenen Konsum überdenken.

– Wir bitten für die Umweltaktivistinnen und -aktivisten, die in vielen Ländern an Leib und Leben bedroht werden.

– Wir beten für die jungen Menschen in Freiwilligendiensten, die sich öffnen für Mensch und Natur.

– Wir bitten für alle, die durch eine Krankheit ans Zimmer gefesselt sind und sich nach der Natur, der noch wärmenden Sonne, den Vogelstimmen und den vielfältigen Farben des Herbstes sehnen.

– Wir beten für alle, für die Tod kein Bruder, sondern Bedrohung ist, und für alle, die plötzlich aus dem Leben gerissen werden.

Vaterunser

Oration

Gott, du Vater der Armen, du hast den heiligen Franz von Assisi auserwählt, in vollkommener Armut und Demut Christus ähnlich zu werden. Mache uns bereit, auf den Spuren des heiligen Franz deinem Sohn nachzufolgen, damit wir in Freude und Liebe mit dir verbunden bleiben. Darum bitten wir durch Jesus Christus.

Unser Schöpfer und Erlöser schenke uns Frieden und gebe uns Anteil an allem Guten.

Er segne uns im Kreuz seines Sohnes.

Nach Franz von Assisi

Salve Regina (Seite 379)