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MONTAG, 6. DEZEMBER 2021


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MAGNIFICAT - Das Stundenbuch - epaper ⋅ Ausgabe 12/2021 vom 01.11.2021

Nikolaus ist der Patron Russlands und wird im Osten und im Westen als einer der beliebtesten Volksheiligen verehrt. Über sein Leben wissen wir nur wenig Zuverlässiges, da Legenden, Brauchtum und Geschichte sich überlappen. Nach einer Lebensgeschichte aus dem sechsten Jahrhundert war Nikolaus in der ersten Hälfte des vierten Jahrhunderts Bischof von Myra in Kleinasien und wurde während der Christenverfolgungen gefangen genommen und gefoltert, später aber wieder freigelassen. Zahlreiche Legenden schildern ihn als Retter aus Notlagen. So wird überliefert, dass er während einer Hungersnot Getreide beschafft hat. Nach einer anderen Lebensbeschreibung hat er drei Mädchen zu einer Mitgift verholfen, indem er Geld in die am Kamin aufgehängten Strümpfe warf. Er wird in allerlei Notlagen angerufen, gilt u. a. als Schutzpatron der Seeleute und wird als Gabenbringer für die Kinder gefeiert. Schrifttexte: ...

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... Lesung: Jes 6, 1–8; Evangelium: Lk 10, 1–9

Namenstag: hl. Dionysia (Märtyrerin, † um 484) · Henrika Fassbender (Franziskanerin, † 1875)

Morgengebet

Herr, öffne meine Lippen. Damit mein Mund dein Lob verkünde.

Ehre sei dem Vater ... Halleluja.

Hymnus

„Tauet, Himmel, den Gerechten, Wolken, regnet ihn herab!“ rief das Volk in bangen Nächten, dem Gott die Verheißung gab, einst den Mittler selbst zu sehen und zum Himmel einzugehen; denn verschlossen war das Tor, bis der Heiland trat hervor.

Voll Erbarmen hört das Flehen Gott, der unser Vater ist.

Alle Völker sollen sehen den Erlöser, Jesus Christ.

Gottes Engel kam hernieder, brachte diese Antwort wieder: „Sieh, ich bin des Herren Magd; mir gescheh, wie du gesagt!“

Sankt Johannes lässt erschallen seinen Ruf: „Kehrt um, erwacht!“ Denn es naht das Heil uns allen; es ist Tag, vorbei die Nacht.

Lasst in diesen Gnadenzeiten uns das Herz für Gott bereiten!

Wandelt auf des Lichtes Bahn, ziehet Jesus Christus an.

Michael Denis 1774, regionale Fassung 1974 GL 744 (Anhang Limburg) · GL 1975 (Anhänge) · KG 303

Psalm 42 Verse 7–12

Betrübt ist meine Seele in mir, darum denke ich an dich * im Jordanland, am Hermon, am Mizar-Berg.

Flut ruft der Flut zu beim Tosen deiner Wasser, * all deine Wellen und Wogen gehen über mich hin.

Bei Tag schenke der Herr seine Huld; * ich singe ihm nachts und flehe zum Gott meines Lebens.

Ich sage zu Gott, meinem Fels: * „Warum hast du mich vergessen?

Warum muss ich trauernd umhergehen, * von meinem Feind bedrängt?“

Wie ein Stechen in meinen Gliedern * ist für mich der Hohn der Bedränger; denn sie rufen mir ständig zu: * „Wo ist nun dein Gott?“

Meine Seele, warum bist du betrübt * und bist so unruhig in mir?

Harre auf Gott; denn ich werde ihm noch danken, * meinem Gott und Retter, auf den ich schaue.

Ehre sei dem Vater ...

Vertreibe, Vater, die Betrübnis aus unseren Herzen. Zeig uns dein Antlitz; denn wir schauen aus nach dir.

Lesung Jes 2, 3bcd

Kommt, wir ziehen hinauf zum Berg des Herrn und zum Haus des Gottes Jakobs. Er zeige uns seine Wege, auf seinen Pfaden wollen wir gehen. Denn von Zion kommt die Weisung des Herrn, aus Jerusalem kommt sein Wort.

Benedictus – Lobgesang des Zacharias

Antiphon zum Benedictus: So spricht der Herr: Bekehrt euch, denn das Reich Gottes ist nahe. Halleluja.

Bitten

Lasst uns beten zu Jesus Christus, der uns den Weg zu einem gottgefälligen Leben weist:

V: Wir glauben, Herr; A: hilf unserm Unglauben. – Lass uns nicht müde werden, deine Wiederkehr zu erwarten. – Hilf uns, deine Gegenwart in unserer Welt wahrzunehmen.

– Schütze uns durch dein Kreuz und Leiden, dass wir keinem falschen Messias verfallen.

Oration

Gott, unser Vater, wir bereiten uns in diesen Tagen darauf vor, die Menschwerdung deines Sohnes würdig zu feiern. Lass unser Gebet zu dir dringen und segne unser Bemühen, damit unser Leben sich erneuert und die ursprüngliche Reinheit wiedergewinnt. Darum bitten wir durch Jesus Christus.

Der Herr segne uns, er bewahre uns vor Unheil und führe uns zum ewigen Leben.

Texte zur Eucharistiefeier

Ihr Völker, hört das Wort des Herrn und verkündet es in aller Welt.

Seht, euer Gott wird kommen und euch erretten, fürchtet euch nicht.

Vgl. Jer 31, 10; Jes 35, 4

Tagesgebet (Oration des Morgengebetes)

Lesung aus dem Buch Jesaja Jes 35, 1–10

Die Wüste und das trockene Land sollen sich freuen, die Steppe soll jubeln und blühen. Sie soll prächtig blühen wie eine Lilie, jubeln soll sie, jubeln und jauchzen. Die Herrlichkeit des Libanon wird ihr geschenkt, die Pracht des Karmel und der Ebene Scharon. Man wird die Herrlichkeit des Herrn sehen, die Pracht unseres Gottes.

Macht die erschlafften Hände wieder stark und die wankenden Knie wieder fest! Sagt den Verzagten: Habt Mut, fürchtet euch nicht! Seht, hier ist euer Gott! Die Rache Gottes wird kommen und seine Vergeltung; er selbst wird kommen und euch erretten.

Dann werden die Augen der Blinden geöffnet, auch die Ohren der Tauben sind wieder offen. Dann springt der Lahme wie ein Hirsch, die Zunge des Stummen jauchzt auf. In der Wüste brechen Quellen hervor, und Bäche fließen in der Steppe.

Der glühende Sand wird zum Teich und das durstige Land zu sprudelnden Quellen. An dem Ort, wo jetzt die Schakale sich lagern, gibt es dann Gras, Schilfrohr und Binsen. Eine Straße wird es dort geben; man nennt sie den Heiligen Weg. Kein Unreiner darf ihn betreten. Er gehört dem, der auf ihm geht. Unerfahrene gehen nicht mehr in die Irre. Es wird keinen Löwen dort geben, kein Raubtier betritt diesen Weg, keines von ihnen ist hier zu finden. Dort gehen nur die Erlösten. Die vom Herrn Befreiten kehren zurück und kommen voll Jubel nach Zion. Ewige Freude ruht auf ihren Häuptern. Wonne und Freude stellen sich ein, Kummer und Seufzen entfliehen.

Antwortpsalm Ps 85, 9–14

Kehrvers: Seht, unser Gott wird kommen, uns zu erlösen.

Ich will hören, was Gott redet: / Frieden verkündet der Herr seinem Volk * und seinen Frommen, den Menschen mit redlichem Herzen.

Sein Heil ist denen nahe, die ihn fürchten. * Seine Herrlichkeit wohne in unserm Land. – Kehrvers

Es begegnen einander Huld und Treue; * Gerechtigkeit und Friede küssen sich.

Treue sprosst aus der Erde hervor; * Gerechtigkeit blickt vom Himmel hernieder. – Kehrvers

Auch spendet der Herr dann Segen, * und unser Land gibt seinen Ertrag.

Gerechtigkeit geht vor ihm her, * und Heil folgt der Spur seiner Schritte. – Kehrvers

Kehrvers vgl. Jes 35, 4d, ferner GL 633, 5 (II. Ton) oder GL 1975 118, 4 · KG 135, 1 (VI. Ton)

Ruf vor dem Evangelium Halleluja. Halleluja.

Seht, der König wird kommen, der Herr der Erde; er selbst wird das Joch der Knechtschaft von uns nehmen.

Halleluja.

Aus dem hl. Evangelium nach Lukas Lk 5, 17–26

Eines Tages, als Jesus lehrte, saßen unter den Zuhörern auch Pharisäer und Gesetzeslehrer; sie waren aus allen Dörfern Galiläas und Judäas und aus Jerusalem gekommen. Und die Kraft des Herrn drängte ihn dazu, zu heilen.

Da brachten einige Männer einen Gelähmten auf einer Tragbahre. Sie wollten ihn ins Haus bringen und vor Jesus hinlegen. Weil es ihnen aber wegen der vielen Leute nicht möglich war, ihn hineinzubringen, stiegen sie aufs Dach, deckten die Ziegel ab und ließen ihn auf seiner Tragbahre in die Mitte des Raumes hinunter, genau vor Jesus hin. Als er ihren Glauben sah, sagte er zu dem Mann: Deine Sünden sind dir vergeben.

Da dachten die Schriftgelehrten und die Pharisäer: Wer ist das, dass er eine solche Gotteslästerung wagt? Wer außer Gott kann Sünden vergeben?

Jesus aber merkte, was sie dachten, und sagte zu ihnen: Was habt ihr für Gedanken im Herzen? Was ist leichter, zu sagen: Deine Sünden sind dir vergeben!, oder zu sagen: Steh auf und geh umher? Ihr sollt aber erkennen, dass der Menschensohn die Vollmacht hat, hier auf der Erde Sünden zu vergeben. Und er sagte zu dem Gelähmten: Ich sage dir: Steh auf, nimm deine Tragbahre und geh nach Hause!

Im gleichen Augenblick stand der Mann vor aller Augen auf. Er nahm die Tragbahre, auf der er gelegen hatte, und ging heim, Gott lobend und preisend. Da gerieten alle außer sich; sie priesen Gott und sagten voller Furcht: Heute haben wir etwas Unglaubliches gesehen.

Impuls zum Evangelium

Irdisches Wohl oder himmlisches Heil, Heilung des Leibes oder Gesundung der Seele – eine solche Spaltung kennt Jesus nicht. Sie wäre ja auch durch und durch unbiblisch. Gott liebt alle Menschen, und den Menschen ganz. Und doch ist das, was die Menschen mit Jesus erleben, für manche Frommen eine Provokation: Heilen und heiligen, das kann nur Gott! Doch Jesu heilsame Zuwendung ist reale Gottesgegenwart, an Ort und Stelle ist sie wirksam, mit Händen zu greifen: wo der Glaube Raum greift. Und handgreiflich, zumindest energisch müssen auch die werden, die Heilung bei ihm suchen. Denn der Andrang ist beängstigend, das Gedränge groß. Hier wird gar ein Dach abgetragen, ein Bettlägeriger abgeseilt, fachmännisch und waghalsig zugleich. Da wird etwas spürbar vom Glauben, der Berge versetzt. Ziegel jedenfalls. Und ein Funke springt. Springt über – in unser Leben, in unsere eigene Zeit?

Innehalten am Abend

Abendgebet

O Gott, komm mir zu Hilfe. Herr, eile, mir zu helfen.

Ehre sei dem Vater ... Halleluja.

Schenken heißt, einem anderen etwas geben, das man am liebsten selbst behalten möchte.

Selma Lagerlöf (schwedische Schriftstellerin, 1858–1940)

• Wer versteht in meiner Familie, in meinem Freundeskreis die Kunst des Schenkens?

• Ist Schenken mir mehr Lust oder Last?

Confiteor (Seite 16) – oder – Erbarme dich (Seite 25)

Hymnus

Sind wir nicht alle Königskinder aus deinem Holz und deinem Blut, von deinem Atem, deinem Wesen, aus dir geboren, Ewiger?

Mit Füßen tanzen und mit Lippen singen – lass uns dich feiern, Gott, an jedem Ort und frohen Herzens unsern Dank dir bringen und deinen Willen tun in Tat und Wort.

Sind wir nicht deine Töchter, Söhne, ein Bild von dir, aus Geist geformt, gesalbt mit Öl, geschmückt mit Perlen, ein auserlesenes Geschlecht?

Mit Füßen tanzen …

Sind wir nicht alle edler Herkunft, wir Menschen aller Nation, wir Kinder dieser Mutter Erde, aus gleichem Schoß – uns anvertraut?

Mit Füßen tanzen …

Hast du nicht alle uns berufen, dass wir gemeinsam, Hand in Hand, die Schöpfung schützen und erhalten, und deine Stadt des Friedens baun?

Mit Füßen tanzen …

Helmut Schlegel, nach Psalm 45, © Dehm-Verlag, Limburg

Psalm 45 Verse 2–10

Mein Herz fließt über von froher Kunde, / ich weihe mein Lied dem König. *

Meine Zunge gleicht dem Griffel des flinken Schreibers.

Du bist der Schönste von allen Menschen, / Anmut ist ausgegossen über deine Lippen; * darum hat Gott dich für immer gesegnet.

Gürte, du Held, dein Schwert um die Hüfte, * kleide dich in Hoheit und Herrlichkeit!

Zieh aus mit Glück, kämpfe für Wahrheit und Recht! * Furchtgebietende Taten soll dein rechter Arm dich lehren.

Deine Pfeile sind scharf, dir unterliegen die Völker, * die Feinde des Königs verlieren den Mut.

Dein Thron, du Göttlicher, steht für immer und ewig; * das Zepter deiner Herrschaft ist ein gerechtes Zepter.

Du liebst das Recht und hasst das Unrecht, / darum hat Gott, dein Gott, dich gesalbt mit dem Öl der Freude * wie keinen deiner Gefährten.

Von Myrrhe, Aloë und Kassia duften all deine Gewänder, * aus Elfenbeinhallen erfreut dich Saitenspiel.

Königstöchter gehen dir entgegen, * die Braut steht dir zur Rechten im Schmuck von Ofirgold.

Ehre sei dem Vater ...

Gott Israels, in Jesus von Nazaret hast du uns den Messias erkennen lassen, den endzeitlichen König, der der Welt deinen Frieden bringt. Gestalte uns nach seinem Bild, und lass uns deine Gerechtigkeit zu den Menschen tragen.

Lesung Phil 3, 20b–21

Vom Himmel her erwarten wir Jesus Christus, den Herrn, als Retter, der unseren armseligen Leib verwandeln wird in die Gestalt seines verherrlichten Leibes, in der Kraft, mit der er sich alles unterwerfen kann.

Magnificat – Lobgesang Mariens

Antiphon zum Magnificat: Seht, der König kommt, der Herr der Erde; er wird das Joch der Knechtschaft von uns nehmen.

Fürbitten

Heute vor 100 Jahren wurde Irland zu einem Dominion, einem Freistaat unter der britischen Krone; nur die nördliche Provinz Ulster mit ihrer protestantischen Bevölkerungsmehrheit blieb Teil des Vereinigten Königreiches. Beten wir zu Gott um Frieden für die grüne Insel:

A: Höre unser Gebet.

– Um ein Ende des politischen Missbrauchs religiöser Überzeugungen.

– Um entschiedene Aufarbeitung der konfessionellen Ressentiments und ein Ende der Provokationen.

– Um ein stabiles und gesundes Irland, dessen Bewohner auch nach dem Brexit den Weg der Versöhnung weitergehen.

– Um Trost für alle, die in den Troubles liebe Menschen verloren haben.

Vaterunser

Oration

Gott, unser Vater, wir bereiten uns in diesen Tagen darauf vor, die Menschwerdung deines Sohnes würdig zu feiern. Lass unser Gebet zu dir dringen und segne unser Bemühen, damit unser Leben sich erneuert und die ursprüngliche Reinheit wiedergewinnt. Darum bitten wir durch Jesus Christus.

Eine ruhige Nacht und ein gutes Ende gewähre uns der allmächtige Herr.

Alma Redemptoris Mater (Seite 379)