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Mord am Lausit zer Ostsee


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tip Berlin TV & Streams - epaper ⋅ Ausgabe 18/2022 vom 31.08.2022
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Mark Briegand (Mi?el Mati?evi?) untersucht die Leiche von Ramona (Jule Herrmann)

Noch gleicht die Gegend rund um die Tagebaue von Lauchhammer einer Mondlandschaft. Doch die Tage der Braunkohle sind gezählt. In den kilometerlangen, tiefen Gruben entsteht seit Jahrzehnten die „Lausitzer Ostsee“. Der Umbruch in der Region und in den Köpfen der Menschen prägt auch diese sechsteilige Krimiserie, in der die vertuschten Geheimnisse der Vergangenheit das Geschehen und das Handeln von Heute bestimmen.

„Diese Mondlandschaften sind beängstigend. Ich hätte Schiss, wenn ich dort arbeiten müsste“, gesteht Mišel Matičević. „Die Seenplatte hat mir auf meinen Fahrradtouren dagegen sehr gefallen.“ Dieses Empfinden teilt der Star mit dem von ihm gespielten Kommissar Maik ...

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... Briegand. Nach der Wende verließ er seine Heimat in der Niederlausitz, um der drückenden Atmosphäre zu entfliehen. Mutter und Stiefvater, Bruder, Ex-Frau und Tochter leben noch heute dort. Jetzt kehrt Briegand zurück, um gemeinsam mit seiner spröden Kollegin Annalena Gottknecht den Mord an einer jungen Frau aufzuklären.

Unter den Verdächtigen ist Briegands Jugendfreund Oliver, der unter einem Trauma leidet. Sein Vater Karl, in dessen Fußstapfen er einst im Ort treten wollte, verzweifelte, weil er in den 1980ern einen Mord nicht aufklären konnte. Stasi und Vorgesetzte zogen die Ermittlungen an sich. Die Tat wurde vertuscht, niemand wollte die Bevölkerung beunruhigen. „In der DDR wurde nicht darüber berichtet, was ich falsch finde. Die Menschen sollten wissen, wo Gefahr lauern könnten“, so Mišel Matičević.

Während die Verantwortlichen für das Schweigen nach der Wende Karriere machten, fand Karl seinen einzigen Freund im Alkohol. Und auch heute sind die Kollegen vor Ort alles andere als begeistert, dass sie Verstärkung von den Experten erhalten. Womit ein weiteres Spannungsfeld aufgebaut ist. Till Franzen fügt die verschiedenen Fäden zu einer stringenten und spannenden Story zusammen, die den Zuschauer wie in einem Sog in die Handlung hineinzieht. Anstoß für Veränderungen.

„Es ist schön, wenn Sie das so sehen. Ich halte mich mit Wertungen zurück, um nicht zu viel zu verraten,“ so Mišel Matičević. „Und wir wissen auch nicht, ob jeder die Veränderungen positiv annehmen kann.“ Nach „Im Angesicht des Verbrechens“, „Babylon, Berlin“ und „Oktoberfest 1900“ prägt der 52-jährige erneut ein Fernsehhighlight. „Es war einfach ein verdammt gutes Drehbuch,“ gesteht er. Trotz der hohen Qualität solcher Vorlagen sieht er Luft nach oben in den Redaktionen der öffentlich-rechtlichen Sender. „Potential ist mehr als genug in diesem Land vorhanden. Die Chefetagen müssen nur den Mut haben, und häufiger auch unbequeme und düstere Geschichten zulassen.“

KATHARINA DOCKHORN

ARD ab 2.9., 6 Folgen à 45 Min ●●●●◦

State Of The Union s2

THEATERVERFILMUNG Ellen (Patricia Clarkson, Foto, re.) ist mit der Ehe durch, ihr Mann Scott (Brendan Gleeson, li.) nicht. Also treffen sie sich einmal pro Woche zur Eheberatung. Vorher trinken sie noch einen Kaffee gemeinsam. Doch während in der ersten Staffel ganz nebenbei auch politische Themen wie der Brexit diskutiert wurden, beschränkt sich der Streit diesmal fast ausschließlich auf identitätspolitische Themen. Das wird trotzdem ganz spannend, weil Nick Hornbys Dialoge eben so geschliffen und clever sind und Stephen Frears ziemlich ironisch inszeniert, ohne eine Fraktion in die Pfanne zu hauen. Trotzdem war die erste Season so viel besser, denn es dauert sechs Folgen, bis sich Ellen und Scott von den typischen Klischees – ohne die selbst ein guter Autor wie Hornby nicht auskommt – befreit haben.

LUTZ GÖLLNER

ARD Mediathek bis 10.9, 10 Episoden à 10 Min ●●●◦◦

Alles Finster

DRAMEDY Edi wurde mehr aus einer Schnapslaune heraus Bürgermeister der kleinen österreichischen Gemeinde Kekenberg an der Della. Dementsprechend planlos steht er da, als der Ort von einem Blackout heimgesucht wird. Doch damit befindet er sich in bester Gesellschaft, denn weder die örtlichen Honorationen, noch das benachbarte Militär hat eine Idee, wie man die Krise entschärfen kann. Vielmehr verschlimmert sich die Lage zusehends durch Verschwörungstheoretiker, Apokalyptiker, durchgeknallte Prepper und Solidaritätsverweigerer. Die schwarzhumorige Serie aus unserem kotelettförmigen Nachbarland mag satirisch gemeint sein, sie ist aber ganz bestimmt nicht unrealistisch, wie auch wir leider in Bälde merken werden.

TED BAXTER

ARD/BR Mediathek ab 6.9., 6 Episoden à 45 Min ●●●●◦