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MORTAL KOMBAT 11WARNER BROS– PC – PS4-XBOX ONE-SWITCH 23.04.2019 | 60 EURO


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GAIN Magazin - epaper ⋅ Ausgabe 10/2019 vom 30.06.2019

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Bildquelle: GAIN Magazin, Ausgabe 10/2019

Zum Release eines jeden Teils der »Mortal Kombat«-Reihe könnte man die Diskussion starten, ob die Entwickler nicht so langsam die Grenze der Geschmacklosigkeiten überschritten haben. Wenn grafisch immer detaillierter Herzen aus Körpern gerissen, Gehirne auf verschiedenste Weise des Kopfes verwiesen und Blut und Eingeweide in alle Himmelsrichtungen verteilt werden, könnte man direkt die Sittenpolizei rufen oder das Ganze zumindest als Satire verwerfen. Sogar die, unter Gamern nicht ganz so beliebte, USK hat das mittlerweile getan. Das kann natürlich jeder für sich handhaben wie er ...

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... möchte. Ich werde hier auf jeden Fall nicht weiter darauf eingehen, denn Fatality hin oder her, »Mortal Kombat 11« ist ein richtig gutes Prügelspiel geworden.

JOHNNY CAGE IM DOPPELPACK
Die Story von »Mortal Kombat 11« verdient besondere Beachtung. Einen gewissen Trashfaktor kann man ihr zwar nicht absprechen, dennoch ist sie überraschend gut gelungen. Die Zeit und Raum kontrollierende Kronika, die neue Antagonistin, beabsichtigt die Zeit wieder auf Anfang zu stellen um den Lauf der Geschichte neu zu gestalten. Dadurch kollidieren verschiedene Zeitalter und das sorgt mitunter für sehr unterhaltsame Momente, wenn zum Beispiel der reife, erwachsen gewordene Johnny Cage auf sein jüngeres, selbstverliebtes Ich trifft und ständig vor Augen geführt bekommt, was er einst doch für ein Vollidiot war. Von Tragik bis hin zur Komik ist wirklich alles in der neuen »Mortal Kombat«-Geschichte drin.

VOM NOOB ZUM SAIBOT
»Mortal Kombat 11« hat ein brilliantes Tutorial. Darin werden Stück für Stück die Grundlagen und erweiterten Techniken eines Fighting Games erklärt. Nie zuvor habe ich Dinge wie zum Beispiel Frame Data oder Move Cancels richtig verstanden. Ich wusste immer in groben Zügen, was es damit auf sich hat, aber es war mir immerzu umständlich mich wirklich damit zu beschäftigen. »Mortal Kombat 11« hingegen hat mir diese Mechaniken präzise und leichtverständlich erklärt, was meine Prügelkünste direkt auf ein neues Level gehoben hat. Davon können sich andere Prügler gerne eine Scheibe abschneiden.

Effektfeuerwerk! Mortal Kombat 11 ist ein Schmaus für die Augen.


KRYPTA KURRENCY
Koins, Seelenfragmente, Herzen und Zeitkristalle. Das sind schon alleine vier verschiedene Währungen in einem Game. Wenn man es genau nimmt, sind es insgesamt sogar sieben, da es noch Tokens für vereinfachte Fatalities gibt, um einen Kampf zu überspringen und um die Ausrüstung schneller zu leveln. Anfangs wird man also förmlich erschlagen von der Menge an verschiedenen Zahlungsarten. Zum Release hat man auch für manche Truhen in der Krypta sehr hart arbeiten müssen. 250 Herzen kosteten besonders wertvolle Truhen, in denen meistens ein Skin, ein Brutality und noch anderer Schnickschnack für einen Charakter verstaut waren. Um das mal in Relation zu setzen: Man bekam pro ausgeführtem Fatality ein einziges Herz. Selbst wenn man davon ausgeht, dass man einen Kampf in nur zwei Minuten beendet, wären das für eine Truhe rund 500 Minuten. Zum Glück hat der Entwickler schon eingelenkt und die Belohnung auf drei Herzen herauf gesetzt. Dennoch ist die Krypta noch sehr grindlastig, obwohl der Entwickler diesen Negativpunkt kontinuierlich anpasst und gewisse Voraussetzungen deutlich nach unten geschraubt hat. Trotzdem darf man sich auf einen sehr langen Grind einstellen, wenn man wirklich alles besitzen möchte. Alle anderen Währungen bekommt man stetig und man hat selten wirklich Geldmangel. Wichtig zu erwähnen sind noch die Zeitkristalle-diese kann man sich für echtes Geld im Shop kaufen. Aber keine Sorge, »Mortal Kombat 11« ist auf keinen Fall Pay2Win. Mit diesen Kristallen kann man sich lediglich eine kleine Auswahl von Skins, Emotes und Accessoires kaufen. Das Sortiment ändert sich täglich. Wer Geduld hat, kann alles auch während des regulären Spielens freischalten.

SCORPIONS NEUE KLEIDER
Ähnlich wie im letzten Game von Nether Realm Studios, »Injustice 2«, können die Kämpfer mit allerlei neuen Outfits und Accessoires ausgestattet werden. Die Liste an Outfits ist riesig, allerdings beschränken sich viele Kostüme lediglich auf verschiedene Farbkombinationen. Trotzdem macht es Spaß, seinen Prügelliebling neu auszustatten – ein weißer Scorpion, warum auch nicht?

Neben der Optik kann man noch Spezialattacken ändern und verschiedene Perks, wie zum Beispiel zusätzlichen Schaden, auf die Ausrüstungsteile basteln. Diese können aber natürlich nicht in Ranked Onlinematches verwendet werden. Dort dürfen auch einige Spezialmanöver nicht verwendet werden. Es gibt pro Kämpfer zwei vorgefertigte Sets, die verwendet werden dürfen, damit es im kompetitiven Multiplayer für alle fair bleibt.

TÜRME DES GRAUENS
Wie schon in den früheren Teilen gibt es die Türme der Zeit. Das sind sich ständig verändernde Prüfungen, in denen man sich einer Reihe von Kontrahenten stellen muss. Jeder dieser Türme hat seine eigenen Modifikatoren, mit denen man klar kommen muss. Diese sind teilweise wenig herausfordernd, sondern einfach nur nervig. Wenn man den Kampf klar dominiert, aber trotzdem alle paar Sekunden eingefroren wird, nimmt das einfach das ganze Tempo heraus und dämpft den Spielspaß ein wenig. Man kann zwar selber Verbrauchsgegenstände vor Beginn der Runde ausrüsten, die einem dabei helfen solchen Spaßbremsen entgegenzuwirken, diese sind aber begrenzt. Neue erhält man nur beim Abschluss der Türme oder man findet sie beim Öffnen von Truhen in der Krypta.

TEST YOUR MIGHT
Wer die Story durch hat, das Tutorial verinnerlicht und genug Zeit mit den Türmen der Zeit verbracht hat sollte sich in die Onlinematches stürzen. Hier gibt es die typische Palette an Spielmodi, ob Ranked oder Casual, es sollte für jeden was dabei sein. Das Matchmaking hat super funktioniert, nie habe ich mich in einer Runde mit einem zu guten Spieler wiedergefunden und auch Verbindungsprobleme waren bei mir nur die Ausnahme.

FAZIT
Alles in allem ist »Mortal Kombat 11« ein rundum gelungenes Fighting Game. Es hat kleine Schwächen, wenn es etwa darum geht, Outfits und andere Accessoires für den eigenen Kämpfer freizuspielen. Trotz der hohen Preise für Kisten in der Krypta ist sie dennoch einen Besuch wert. Überall findet man Referenzen zu älteren »Mortal Kombat«-Games und durch kleine Rätsel und Geheimnisse kommt selten Langeweile auf. Wirklich nicht gut gelungen finde ich die teilweise lahmen Modifikatoren in den Türmen, zu schnell artet das Spiel dort in unangenehme Arbeit aus. Egal, ob Profi oder Anfänger, hier ist wirklich für jeden was geboten. Vor allem dank des sehr ausführlichen Tutorials ist das neue Nether Realm Studios Game für Prügelspielanfänger wirklich zu empfehlen. Reinschauen lohnt sich.

Natürlich sind Sub-Zero und Scorpion wieder mit dabei.


Die Fatalities sind wie immer schön überzogen und kreativ, wie eh und je.


Trash-Talk. Die kurzen Dialoge zu Beginn des Kampfes sind stellenweise wirklich gut gelungen.