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Moto2: Emotionaler erster WM-Sieg von Tetsuta Nagashima


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Top Speed - epaper ⋅ Ausgabe 4/2020 vom 24.03.2020

letzÜber zwei Wochen vor dem komplizierten Saisonstart absolvierten die Fahrer der mittleren Kategorie auf dem Losail International Circuit ihre letzten Testkilometer. Die beiden Spanier Jorge Navarro und Jorge Martin erzielten dabei die schnellsten Runden in der kombinierten Liste, gefolgt von Remy Gardner und Fabio Di Giannantonio. Doch schon auf dem fünften Rang wurde Marcel Schrötter notiert. „Ich bin sehr glücklich, dass unser Rennen stattfindet. Es ist ein ziemlich komisches Gefühl, die ganzen Absagen zu sehen. MotoGP startet gar nicht und Thailand ist auch verschoben. Das wirkt alles irgendwie ...

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Bildquelle: Top Speed, Ausgabe 4/2020

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Sein Teamkollege Thomas Lüthi erreichte die 13. Zeit. In der Qualifikation von Katar lief es für den Schweizer nicht besser. Mit Rang 18 blieb der erfahrene 33-Jährige nicht nur unter den eigenen Erwartungen. Teamkollege Marcel Schrötter erzielte zwar in Q1 den schnellsten Umlauf, aber im wichtigeren Q2 fehlten dem Deutschen 0,570 Sekunden auf den besten Startplatz, gleichbedeutend mit Rang 13 im Grid. „Die beiden Tage waren es ein ständiges auf und ab, mal waren wir vorn dabei, dann wieder etwas abgeschlagen und das hat sich leider auch im Qualifying so fortgesetzt. Ich bin dennoch sehr zuversichtlich. Wir hoffen, dass er morgen beim Start gut weg kommt. Tom war wiederum in Jerez sehr stark, aber hier in Doha fühlt er sich einfach nicht wohl auf dem Motorrad. Die Jungs arbeiten hart, probieren alles Mögliche, aber wir haben noch keine passende Lösung gefunden. Uns fehlt das nötige Feedback vom Motorrad, aber wir geben jetzt nicht auf“, erklärt Teammanager Jürgen Lingg. Joe Roberts und Luca Marini stritten sich um die Pole-Position auf dem Losail Circuit. Am Ende dieser Session wurde sowohl bei dem US-Amerikaner wie auch bei Rossis-Halbbruder die identische Zeit notiert. Aufgrund der zweitschnellsten Runde stand jedoch der 22-jährige Amerikaner zum ersten Mal auf dem besten Startplatz. „Ich habe davon geträumt, einmal darüber zu sprechen. Der nächste Schritt wäre es, das Rennen zu gewinnen. Es ist meine erste Pole! Das ist unglaublich! Ich muss meinem Team sehr danken, sie haben mir sehr viel Selbstvertrauen verliehen“, freute sich der Schützling von Riding- Coach John Hopkins. Von einer Vorentscheidung konnte aber keine Rede sein, denn die Leistungsdichte in der mittleren Kategorie gleicht mittlerweile einem Thriller. Minimale 0,659 Sek. lautete die Differenz zwischen Joe Roberts und Aron Canet auf Platz 16. Zwei Positionen vor dem amtierenden Moto3-Vizechampion beendete Tetsuta Nagashima diese Session. Was der Japaner einen Tag später, sprich im Rennen über 20 Runden, zeigte, glich einer von ihm nicht unbedingt erwarteten fahrerischen Meisterleistung. Obwohl zunächst Luca Marini gemein-sam mit Joe Roberts die Pace bestimmte, Lorenzo Baldassarri und Enea Bastianini den Anschluss hielten, überholte Nagashima einen nach dem anderen. Für Marini kam es noch schlimmer, die Haftung seiner Reifen ließ nach, der Italiener rutschte aus den Top 10 und in der letz ten Runde kollidierte er mit Jake Dixon. Keine Punkte für den Halbbruder von Valentino Rossi. Was zu diesem Zeitpunkt noch keiner wusste, war die Tatsache, dass der Japaner mit der Startnummer 45 in Katar eine besondere Motivation in sich trug. Vor genau zehn Jahren gewann sein Landsmann Shoya Tomizawa auf dem Losail Circuit das generell erste Rennen in der Historie der Moto2. Sechs Monate später verunglückte Tomzawa in Misano tödlich. „Shoya war wie ein Bruder für mich. Als ich mit dem Rennsport begonnen habe, waren wir viel zusammen. Er hat mir viel beigebracht. Ich kann mich auch noch gut an seinen Sieg hier erinnern. Es ist unglaublich, dass ich meinen ersten Sieg auf der gleichen Strecke geschafft habe. Ich bin sehr glücklich“, erklärte Tetsuta mit feuchten Augen. Mit relativ deutlichem Rückstand zu ihm wurden Baldassarri und Bastianini abgewinkt. „Es war wie ein Moto3-Rennen. Nicht ganz so verrückt, aber schwierig, weil wir viel gekämpft haben. Ich habe mich auf dem Motorrad wohlgefühlt und habe versucht, mein Bestes zu geben und keine Fehler zu machen“, meinte Lorenzo. Enea offenbarte: „Ich bin zurück! Auf der Geraden war ich nicht so schnell. Deshalb war Überholen sehr schwierig. Mit dem Ergebnis bin ich sehr zufrieden.“ Polesetter Joe Roberts verpasste zwar die erste Podiumszeremonie in der Weltmeisterschaft, erreichte jedoch mit Platz vier sein bislang bestes Grand-Prix-Resultat. Marcel Schrötter und Thomas Lüthi konnten sich in der Jagd über 107,600 km deutlich steigern. Während der Schweizer Zehnter wurde, schaffte der Deutsche sogar noch die siebente Position. „Ich bin dann tatsächlich immer schneller geworden und war an Tom dran. Es hat leider etwas gedauert, an ihm vorbei zu kommen, aber Tom ist vom Fahrstil auch keiner, den man so leicht überholt. Außerdem will man das beim eigenen Teamkollegen auch sicher über die Bühne bringen. Als ich dann vorbei war, konnte ich nach vorne hin Meter machen. Gegen Ende hatte ich eine starke Pace, und vier Sekunden Rückstand auf den Führenden am Ende sind ok. Der siebte Platz ist kein Traumergebnis, aber im Großen und Ganzen haben wir einen guten Job gemacht, lieferten uns einige gute Überholmanöver und waren am Ende mit Nagashima die Schnellsten auf der Strecke. Das ist sehr positiv, so wollen wir weiter machen, wann auch immer das nächste Rennen stattfinden wird“, stellte der Liqui-Moly- Intact-Racer aus Bayern fest.

Tetsuta Nagashima gewann in Katar seinen ersten Grand Prix


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Enea Bastianini und Lorenzo Baldassarri komplettierten das Podium, Xavi Vierge wurde Neunter (v. l. n. r.Enea Bastianini und Lorenzo Baldassarri komplettierten das Podium, Xavi Vierge wurde Neunter (v. l. n. r.)


Polesetter Joe Roberts verpasste mit Platz vier die Siegerehrung, Luca Marini stürzte in der letzten Runde


www.liqui-moly.de


Fotos: Seidenglanz