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MotoGP: präsentiert: „Er ist einfach ein Alleskönner auf zwei Rädern“: Titelverteidiger MotoGP - Marc Marquez


Top Speed - epaper ⋅ Ausgabe 3/2020 vom 28.02.2020

„2014 haben wir die ersten zehn Rennen hintereinander gewonnen und 13 insgesamt. Zu dieser Zeit waren aber die Unterschiede zwischen den Motorrädern der einzelnen Hersteller größer als sie es heute sind. Damals verwendete jeder Hersteller seine eigene Elektronik, weil es die Einheitselektronik noch nicht gab. Heutzutage ist alles viel ausgeglichener. Ducati ist immer stark, Yamaha hat stark aufgeholt, und Suzuki hat wahrscheinlich das Bike, das am stärksten verbessert wurde. Wenn die technischen Unterschiede geringer sind, dann ist Marc in der Lage, mit seinem Talent den Unterschied zu machen. Es gibt keinen Zweifel daran, dass Marc heute besser ist als er es 2014 war. Er ist genauso schnell, verfügt aber über wesentlich mehr Erfahrung als damals. Marc lernt Jahr für Jahr dazu. Seine Lernkurve ist einfach beeindruckend. Ich weiß wirklich nicht, wo bei ihm das Limit ist“, erklärte Santi Hernandez, Crewchief des inzwischen sechsfachen MotoGPWeltmeisters Marquez.


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Bildquelle: Top Speed, Ausgabe 3/2020

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Überlegener MotoGP-Weltmeister 2019: Marc Marquez


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Der Spanier hat ein unglaubliches Gefühl für das LimiDer Spanier hat ein unglaubliches Gefühl für das Limit


Die Überlegenheit des Honda- Fahrers (siehe „Top Speed“ Februar/ 2020, ab Seite 32) in der letzten Saison war enorm. Was sagen die Konkurrenten zur Dominanz des Spaniers?
„Es scheint, dass Marquez und Honda in diesem Jahr in einem Moment großer Stärke sind. Ich weiß nicht, ob er auf dem Höhepunkt ist, denn Marc ist jung und kann sich sogar noch verbessern“, meinte Valentino Rossi (Yamaha) bereits vor dem 2019er-Saisonende. Nachdem sich Marquez vorzeitig und erneut zum Kaiser der Königsklasse krönte, stellte der Italiener fest: „Er ist sehr schnell, sehr stark, er verdient den Weltmeistertitel.“ Anerkennung und Lob erhielt der nun 27-Jährige (* 17. Februar 1993) auch von seinem härtesten Gegner in den letzten drei Jahren, Ducati-Pilot Andrea Dovizioso: „Es ist schwierig, Marc zu besiegen. Das gilt für alle. Er ist seit seiner ersten MotoGPSaison sehr stark. Neben seinem Speed ist er auch clever. Jahr für Jahr hat er seine Limits verstanden und ist besser und besser geworden. Ich denke, Marc hat 2019 sehr viele Fortschritte gezeigt, weil er weniger Fehler gemacht hat. Wenn man bedenkt, dass die anderen Honda-Fahrer ihm nicht nahegekommen sind, zeigt das, dass er etwas Besonderes ist. Marc hat keine Höhen und Tiefen, er ist ein Fahrer, der ständig besser wird. Ich weiß, wie gut Marc ist!“ Jack Miller (Ducati) nannte eine weitere Eigenschaft von Marquez: „Was Marcs Fahrstil angeht, macht er nicht wirklich viele Fehler, und selbst wenn ihm einer passiert, ist er immer noch in der Lage, schnell zu sein. Es gab Situationen, da dachte ich, er würde die Randsteine berühren und Probleme bekommen, aber er konnte es kontrollieren, ohne auch nur ein halbes Zehntel zu verlieren. Ihn zu schlagen ist schwer. Er ist im Moment sehr stark.“ Stefan Bradl ist HRC-Testfahrer, demzufolge eng mit Marquez verbunden. Wenn der Bayer nicht auf der RC213V sitzt, kommentiert er die Rennen als Experte bei SevusTV. „In den vergangenen Jahren hat Marc viele Titel eingefahren und sich an eine andere Herangehensweise gewöhnt. Er ist im Kopf noch befreiter, noch cleverer und kann es sich taktisch gut einteilen. Er hat die Lockerheit und das Ver- ständnis, ein Rennen zu lesen. Ich kenne ihn ja jetzt besser, er hat es im Blut. Er hat ein unglaubliches Gefühl für das Limit. Ich denke, er ist momentan der effizienteste Marc, den wir je gesehen haben“, urteilte der 2011er-Moto2-Weltmeister. In Bezug auf einige brisante Situationen zwischen Marc und Valentino meinte der Bayer: „Rossi war in der Vergangenheit der Meister, er hat das in der MotoGP eingeführt. Aber Marquez lässt sich überhaupt nichts gefallen. Das hat Rossi ein bisschen zu schaffen gemacht. Es ist eine Art Generationswechsel, weil Marquez diese Spielchen übernommen hat. Er hat sie sogar weiter verfeinert.“ In einem Gespräch mit ,Motorsport-Total.com‘ stellte der ehemalige MotoGP-Fahrer John Hopkins fest: „Wenn jemand so viel Selbstvertrauen hat wie Marquez, dann kann man davon ausgehen, dass er noch lange in der Weltspitze bleibt. Er ist einfach ein Alleskönner auf zwei Rädern. Sein Stil ist ganz anders, Marquez hat die Königsklasse revolutioniert und einen neuen MotoGP-Fahrstil etabliert.“ Doch wie lautet das Fazit von ihm selbst? „2019 war ein sehr gutes Jahr. Was mich stolz macht, ist das Team und dass die Leute um mich herum dieselbe Mentalität beibehalten haben. Insbesondere Teammanager Alberto Puig hat mich ordentlich gepusht, auch als ich die WM schon mit deutlichem Vorsprung anführte, hat er das getan. Der Druck muss da sein! Das Problem ist nur, dass sich die Leute jetzt an diese Art von Ergebnissen gewöhnt haben, aber es ist eben nicht normal. Normal ist es, sechs oder sieben Rennen in einer Saison zu gewinnen, wenn man den Titel holen will. Natürlich hasse ich es, wenn mich jemand bezwingt. Vielleicht wird genau das in der kommenden Saison mit Quartararo und Viñales passieren. Wenn sie ihr Niveau erhöhen, dann wird unser jetziges Niveau nicht ausreichen. Mein Ziel ist es, 2020 wieder um die Weltmeisterschaft zu kämpfen. Eine Verbesserung gegenüber 2019 wird sehr schwierig, aber wir werden versuchen, es zu wiederholen“, berichtete der ehrgeizige Spanier mit der heute schon legendären Startnummer 93. Bei ,ServusTV‘ urteilte sein letztjähriger Teamkollege Jorge Lorenzo: „Marc ist der Favorit. In sechs von sieben Jahren den MotoGP-Titel zu gewinnen, das ist unglaublich. In manchen Jahren hatte er noch nicht einmal das beste Bike.“ Ein Blick auf die ewige Bestenliste zeigt, dass Giacomo Agostini mit 15 Weltmeisterschaften der erfolgreichste Fahrer der Geschichte ist, gefolgt von Angel Nieto mit 13 Titeln. Valentino Rossi, Mike Hailwood und Carlo Ubbiali wurden jeweils neun Mal als Champion geehrt. Doch mit Ausnahme von Rossi starteten die anderen Herren innerhalb einer Saison meistens in zwei Klassen. Diese Zeiten sind vorbei, die Cracks von heute konzentrieren sich auf eine Kategorie. Dies gilt für Valentino genauso wie für Marc Marquez. Trotzdem besitzt der Katalane bereits jetzt acht Weltmeistertitel (einmal 125 ccm, einmal Moto2 und sechs Mal MotoGP). Auf die Frage, ob er Agostini überholen kann, antwortete er sehr klug: „Ich war noch nie von einer Zahl oder einem Namen besessen. Ich genieße einfach meine Leidenschaft für den Rennsport. Ich schätze mich sehr glücklich, dass ich diesen Job machen kann und versuche immer, mein Bestes zu geben. Ich pushe jedes Wochenende im Qualifying und in der letzten Runde. Warum? Das ist meine Mentaliät! In den vergangenen Jahren habe ich viel gewonnen. Momentan habe ich acht Weltmeistertitel. Man weiß aber nie, wann ein anderer Fahrer kommt, der einem das Leben noch schwerer macht. Denn auch das Ziel der anderen ist das Gewinnen.“

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Kontaktsport! Der Honda-Pilot im Duell gegen Fabio Quartararo


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Marc Marquez gönnt seinen Gegner meistens nur diesen Blick


Reichlich zwei Wochen vor dem Saisonstart auf dem Losail International Circuit einigten sich Marquez und Honda auf eine Fortführung ihrer Zusammenarbeit bis einschließlich 2024. „Ich bin sehr stolz, meinen Vertrag bei Honda um vier weitere Jahre zu verlängern. HRC schenkt mir das Selbstvertrauen, diese Partnerschaft weiter zu führen, um unsere gemeinsamen Ziele zu erreichen und unsere Erfolgsstory fortzusetzen“, meinte Marc. Über die Fahrer, die dem Spanier 2020 eventuell Paroli bieten können, informieren wir auf den nachfolgenden Seiten.

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