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MOTORRADTRENDS 2020: EICMA 2019: Muskelprotze und Leichtgewichte


Alpentourer - epaper ⋅ Ausgabe 1/2020 vom 27.12.2019

Europas wichtigste Neuheitenschau in Sachen Motorräder ist Geschichte. Wir haben uns unter den vorgestellten Premieren und Präsentationen nach Trends umgesehen.


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Bildquelle: Alpentourer, Ausgabe 1/2020

Triumph Rocket 3R und 3 GT, Ducati Streetfighter V4, Honda Fireblade CBR- 1000RR-R


Eines wird auf den ersten Blick klar: Das Wettrüsten geht weiter. Power-Renner mit 200 und mehr PS ziehen immer noch den Blick der Öffentlichkeit auf sich – auch wenn sie dann später kaum gekauft werden. Was soll dann dieser ungebremste Leistungswahn in Zeiten, in denen die meisten Motorradfahrer längst zu Vernunftmotorrädern greifen? So werden doch nur wichtige ...

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... Entwicklungsressourcen ziemlich sinnbefreit verbrannt.

Den Hubraumvogel schießen derzeit die Briten ab. Die Triumph Rocket 3 R und 3 GT flanieren mit dem größten Motorradantrieb, der je in Serie ging. 2,5 Liter Hubraum, dazu 167 PS sowie 221 Nm Drehmoment – und natürlich jede Menge Elektronik, um diese Leistung überhaupt noch auf den Asphalt zu bringen.

Mit weniger als halb so viel Volumen muss sich die neue Ducati Streetfighter V4 begnügen. Dafür stehen 208 PS Leistung im Datenblatt. Und natürlich: jede Menge Elektronik, damit der Kraftprotz in der Spur bleibt. Selbst aerodynamische Helferlein werden angeflanscht, um bei hohen Geschwindigkeiten für Abtrieb zu sorgen. Fahren Motorräder demnächst also mit Formel- 1-Spoilern durch die Lande?

Solche Gimmicks zieren auch die neue Honda Fireblade, von den Japanern ziemlich umständlich CBR1000RR-R getauft. 217 PS für die Straße? Wie werden die technischen Daten erst aussehen, wenn der Name irgendwann aus einem dann unaussprechlichen R-Sixpack besteht?

Kawasaki Z H2, Indian Challenger, Harley-Davidson Pan Americana, BMW F900XR, Energica Eva Ribelle (von oben).


Auch die aufgeladene Kawasaki Z H2 ist da kaum besser. Wieder steht eine führende Zwei in der Leistungsangaben (200 PS), diesmal gar in einem Naked Bike. Ohne jeglichen Windschutz, aber wieder mit überbordender Elektronik ist man hier unterwegs. Na, herzlichen Dank!

Harley-Davidson, eher beim Gewicht, denn in Sachen Leistung Spitze, ist derzeit arg gebeutelt. Die traditionelle Kundschaft der Dickschiffe überaltert, die Jugend kann sich für die Einsteiger-Har leys nicht erwärmen, der Elektro-Technologieträger LiveWire musste verschoben werden. Indian startet den nächsten Angriff mit der Challenger, einer optisch schon ziemlich dreisten Kopie, unter deren anachronistischem Kleid aber modernste Technik sitzt. Der V2-Kurzhuber ist wassergekühlt, leistet 122 PS und 178 Nm Drehmoment.

Wo also soll es hingehen, Harley? Nun, man setzt in Milwaukee ernsthaft zum Angriff auf die Adventure-Oberklasse an. Natürlich mit einem V2, der gleich mal 145 PS leisten soll. Aber auch mit einem Design an der Pan Americana, dem man sein amerikatypisches Übergewicht sofort ansieht. Davor wird man sich weder in München, noch Mattighofen oder Bologna fürchten.

Die Bayern haben derweil ihre Krawallbüchse BMW S1000XR überarbeitet – und ihr mit der F900XR gleich ein „Einstiegsmodell“ zur Seite gestellt.

Ob der neue Zweizylinder auf der Straße genau so übermäßig laut daherkommt, wie der S1000-Vierer, muss sich noch erweisen. Es bleibt zu hoffen, dass wenigstens die zeitgleich erscheinende nackte F900R mit ihren immerhin 105 Pferden gemäßigte Töne anschlägt.

Wie man es heutzutage richtig macht, zeigt ausgerechnet das Elektromotorrad-Unternehmen Energica aus Italien. Die bauen nicht nur ihre Modellpalette weiter aus, sondern überraschen mit bärenstarkem 21, 5 -kWh- Batterie-Paket in der neuen Eva Ribelle (auch in der Ego+ und der EsseEsse9 eingesetzt). Mit 145 PS und 215 Nm sollen innerorts 400 km Reichweite möglich sein, auf Landstraßen 230 und auf Autobahnen 180. Außerdem werden 95 Prozent Ladekapazität binnen einer halben Stunde erreicht. So, liebe Leute, sieht Innovation aus.

Honda Africa Twin, 1100 Adventure Sports, Suzuki V-Strom 1050XT


Wie hieß es einst so schön bei Monthy Python? Kommen wir nun zu etwas völlig anderem! Die wahren Stars der Messe sind bei aller Unvernunft im Rampenlicht nämlich Modelle, die sich später auch in guten Stückzahlen verkaufen. Bereits vor der EICMA wurden die Honda 1100er Africa Twin wie auch die Adventure Sports präsentiert. Diese Evolutionsstufe ist tatsächlich dazu angetan, dem legendären Allrounder noch mehr Freunde zuzuführen.

Eine Neuerung ist der auf 1084 Kubik gesteigerte Hubraum des Reihen-Zweizylinders. Auf Euro-5 optimiert konnte die Leistung auf 102 PS angehoben werden. Das maximale Drehmoment beträgt nunmehr 105 Nm. Das Leistungsplus soll bereits ab 2 500 / min spürbar sein.

Auch das beliebte DCT-Getriebe erfuhr eine weitere Überarbeitung und soll in Zusammenarbeit mit den jetzt vorhanden Fahrmodi deutlich angepasstere Schaltvorgänge liefern. Vor allem in Kurven und an Steigungen liefert die zentrale Messeinheit des Motorrads, die auf sechs Achsen arbeitende IMU, mehr Informationen an die Steuerung des Doppelkupplung- Getriebes.

Allerdings stößt die Honda nun auch in Preisregionen vor, in denen sie sich definitiv an den Granden unter den Reiseenduros messen lassen muss. Die Preise beginnen bei 14 490 Euro für die Basis, 15 590 Euro für das DCT-Modell. Die Adventure Sports fängt bei 16 290 Euro an, die DCT-Version bei 17 390 Euro. Alle Modelle verfügen jedoch über eine deutlich umfangreichere Ausstattung als bisher

Eine Evolution hat wohl auch Suzuki im Sinn, die an der V-Strom 1050XT mehr als nur einen Namenswechsel vornehmen. Optisch orientiert sich das 2020er- Modell ganz nah am erfolgreichen Wüstenrenner DR-Z oder auch an einem der Urahnen aller Adventure-Bikes, der legendären DR-Big. Ein wenig Katana trifft auf Adventure. Ob die Fan-Gemeinde die vielen elektronischen Helfer, die nun Einzug halten, auch goutieren, muss sich zeigen. Bisher galt die V-Strom nämlich gerade wegen des Verzichts auf übermäßige Regelsysteme als ein Hort der Zuverlässigkeit.

Immerhin: Der nahezu unkaputtbare V2 wurde bei ähnlichen Leistungsdaten wie bisher Euro- 5-konform gemacht, was ihm noch ein langes Leben bescheren dürfte. Allerdings sind die Nenndrehzahlen deutlich gestiegen, der Motor will zukünftig bei Laune gehalten werden. Dabei war es bisher gerade die lässige Leistungsentfaltung des Dauerbrenners, der die zahlreichen Fans bei der Stange hielt.

Einen echten Knaller hat KTM auf der EICMA gezündet. Mit fahrfertig 172 Kilogramm ist die 390 Adventure ein Leichtgewicht, wie es sich viele – auch erfahrene – Biker für ihre Abenteuertouren wünschen. Das Fahrwerk weist WP-Federelemente auf, die über formidable Nehmerqualitäten verfügen. Der A2-taugliche Einzylinder liefert 44 PS ab – völlig ausreichend für entspanntes Reisen auf und abseits befestigter Strecken. Wenn es sonst schon keiner baut: Dieser Single könnte sich als futuristischer Erbe einer XT500 entpuppen. Man darf gespannt sein, ob KTM dem Muster seiner höheren Baureihen treu bleibt und auch hier eine R-Version für noch intensiveren Offroad-Einsatz nachlegt.

Die Mattighofener Zweitmarke Husqvarna hat ein Concept-Bike auf die Messe gestellt, das überraschend serienreif aussah und für Adventure-Fans passen dürfte: die Norden 901. Unter dem stilistisch aufregend gezeichneten Kleid steckt der LC8c-Reihen- Zweizylinder mit rund 900 Kubik und etwa 105 PS. Bei entsprechender Nachfrage wurde die Produktion der Norden in Aussicht gestellt.

KTM 390 Adventure, Husqvarna 701 Enduro LR


Und das ist, schwupps, schon geschehen. Nur wenige Wochen nach der EICMA kündigt Husqvarna die Erweiterung seiner Modellpalette um eben diese wirklich attraktive Norden 901 an. Mit 21-Zoll-Vorderrad und 18-Zöller hinten entspricht das stylische Bike offenbar dem Geschmack zahlreicher Interessenten, die gerne aus der Konformität der bisherigen Offerten ausbrechen möchten.

Husqvarna Norden 901, Triumph Tiger 900 GT und 900 Rally


Bis es soweit ist, können sich Individualisten vielleicht mit der Husqvarna 701 Enduro LR trösten. Der Einzylinder-Dampfhammer mit 74 PS erhält neben Quickshifter, diversen Fahrmodi und Traktionskontrolle nun auch Kurven- ABS. LR steht übrigens für „long range“. Dank eines zwölf Liter fassenden Zusatztanks wurde die Spritmenge auf insgesamt 25 Liter fast verdoppelt, was dem Single zu mehr als 500 Kilometer Reichweite verhelfen soll. Für 11395 Euro ist der Marathon- Eintopf ab Frühjahr zu haben.

Unter Briten ist man gerade ziemlich stolz, dass kein geringerer als James Bond in dem 2020 in die Kinos kommenden Streifen „Keine Zeit zum Sterben“ gleich zwei neuen Brit-Bikes die Sporen gibt. Neben dem bereits erschienenen Triumph Scrambler 1200 wurden der Stuntcrew eine Handvoll Preproduction-Maschinen der brandneuen Triumph Tiger 900 zur Verfügung gestellt. Der neu entwickelte Triple kommt in fünf agilen wie vielseitigen Varianten auf den Markt.

Neben der Basis wird es zwei GT-Modelle und zwei Rally- Modelle geben. Allen gemein sind 95 PS Leistung und 87 Nm Drehmoment – rund zehn Prozent mehr als in der Vorgängerin. Unterschiede gibt es in Ausstattung, Elektronik und Fahrwerk. So besitzt die GT Pro ein elektronisch einstellbares Federbein. Überhaupt sind bis auf die Basis- Version sämtliche Tiger 900 mit so ziemlich allem versehen, was gerade angesagt ist, darunter Kurven-ABS, diversen Fahrmodi oder TFT-Display. Der Schaltassistent sowie die Konnektivität zum Display bleiben den Pro- Versionen vorbehalten.

Immerhin denkt Triumph auch an kleinere Tiger-Treiber und legt von der GT wieder eine Low-Variante auf. Zusammen mit GIVI wurden zudem zwei neue Koffersysteme entwickelt. Das Trekker- Set besteht aus seitlich öffnenden Koffern und einem großen 52-Liter-Topcase. Beim Expedition- Set fasst dieses 42 Liter, dafür öffnen die Koffer nach oben. Beide Offerten werden wohl noch mehr Fernreisende in den Sattel der Tiger 900 locken.

Überraschendes zieht erneut aus Italo-Fernost auf. Die vier hübsch gestylten Einstiegsmodelle rund um einen 312-Kubizentimeter großen Single der Marke Zontes haben wir bereits in der letzten Ausgabe vorgestellt. Nun wurde bekannt, dass der chinesisce Hersteller, dessen Produkte in Europa von Betamotor vertrieben werden, bereits an einer Halbliter-Plattform arbeitet.

Benelli setzt unter chinesischer Führung seine Wiederauferstehung fulminant fort. In der Halbliterklasse gibt es bereits Modelle für jeden Geschmack auf einer ebenso einheitlichen wie attraktiven A2-Plattform. Mit der nackten 752S feierte in diesem Sommer die Dreiviertelliter-Plattform Premiere. Auf der EICMA wurde jetzt der Leoncino 800 Scrambler – wieder in einer Straßen- sowie in einer geländeorientierten Trail- Version – vorgestellt. Rund 82 PS und 67 Nm schöpft das schmucke Mittelklasse-Bike aus dem vorhandenen Hubraum. Das sind sicher nicht von ungefähr ähnliche Leistungsdaten, wie Moto Guzzi es sehr erfolgreich mit der V85TT vorgemacht hat. Daher ist es nicht auszuschließen, dass im Verlauf von 2020 auch noch zwei Adventure-Versionen folgen, die dann wohl TRK800 und TRK800X heißen dürften.

Da chinesische Besitzer nun auch beim lange vor sich hin dümpelnden Traditionshersteller Moto Morini das Sagen haben, deutet sich auf der EICMA bereits an, wohin die Reise – und das wahrscheinlich sehr schnell – gehen wird. In ersten Modellen mit dem Kürzel 6 1/2 (Seiemmezzo) werkelt ein 650er Reihen-Zweier, den es natürlich auch mit A2- freundlichen 48 PS geben soll. Ein schmucker Scrambler war bereits zu sehen, ebenso ein attraktiver Crossover-Abenteurer, die X-Cape.

Spannung bleibt in der Halbliter- Klasse erhalten, wo mit Brixton Motorcycles ein neuer Stern am Motorradhimmel aufgeht. Erst vor vier Jahren gegründet, hat sich die Eigenmarke von Importeur KSR weltweit als ein Marktführer bei 125erund 250er-Modellen etabliert.

Nach einer erfolgreichen Vorstellung als Studie auf der 2018er EICMA stand nur ein Jahr später nun die Brixton 500 Crossfire in zwei Versionen erneut in Mailand – serienreif und zur Auslieferung im Frühsommer 2020 vorgesehen. Mit der maximalen A2-Ausbeute von 48 PS zielt das in Österreich designte Modell auf den stark wachsenden Markt der Neueinsteiger.

CFMoto CL700, Brixton 500, Moto Morini X-Cape, Benelli Leoncino 800 Trail.


Eine Stufe höher, nämlich in der Dreiviertelliter-Klasse, platziert CFMoto seine CL700 genannten Neuheiten. Die Marke ist seit Jahren ein führender Anbieter von ATV und Quads, baut aber auch schon länger Motorräder für den fernöstlichen Massenmarkt. Das Unternehmen, für das Benelli-Importeur KSR den Vertrieb organisiert, zeigte in Mailand gleich drei Modellvarianten auf einer gemeinsamen Plattform mit rund 700 Kubik.

Frischer Wind für Reisende, die ihr Geld lieber in Kilometer denn in kaum nutzbare Höchstleistung investieren, kommt derzeit also zu großen Teilen aus Fernost. Kaum verwunderlich, sind es doch vor allem die eigenen Märkte, für die hier entwickelt wird. Ob Indien oder China: Eine breite, aufstrebende Bevölkerungsschicht besitzt zunehmend die Mittel, um dem Einsatzzweck eines Motorrads auch in diesen Ländern zum Umschwung zu verhelfen. Bisher billiges Massenverkehrsmittel, wird daraus in rasender Geschwindigkeit ein beliebtes Freizeitvergnügen. Wer angesichts der potenziellen Käuferzahlen dort noch meint, die Motorräder der Zukunft würden sich an unseren europäischen Bedürfnissen orientieren, der irrt gewaltig.

Aus unserer Sicht wäre zu begrüßen, wenn sich mehr Motorradfahrer hierzulande mal auf diese neuen Modelle, auf den Trend zu mehr Vernunft anstelle von immer neuem Leistungswahn, einließen. In Italien, übrigens dem größten europäischen Motorradmarkt, geschieht das bereits. Nicht zuletzt, weil einige dieser attraktiven Alternativen traditionelle italienische Markennamen tragen – und auch noch dort entwickelt werden.