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MUSKELKATER: Doch ein bisschen viel


Mein Pferd - epaper ⋅ Ausgabe 20/2020 vom 10.01.2020

Muskelkater beim Pferd ist manchmal nicht direkt auf den ersten Blick zu erkennen. Pferde leiden darunter jedoch genauso wie wir Menschen. Was ist Muskelkater eigentlich, und wie kann ich meinem Vierbeiner helfen beziehungsweise was sollte ich vermeiden?


Artikelbild für den Artikel "MUSKELKATER: Doch ein bisschen viel" aus der Ausgabe 20/2020 von Mein Pferd. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: Mein Pferd, Ausgabe 20/2020

Sanfte Streichmassagen an der Oberfläche der schmerzhaften Stellen regen die Durchblutung an


Wenn wir nach dem Winter eine Runde durch den Wald joggen, zwickt es schon in den Beinen. Die Quittung für ein zu hartes oder ungewohntes Workout bekommen wir aber erst am nächsten Morgen. Aus dem Zwicken ist ein ordentlicher Muskelkater geworden. Also lassen wir ...

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... den Tag ruhig angehen, nehmen ein warmes Bad, massieren die schmerzenden Partien und verschieben die nächste Sportstunde. Wir entscheiden, was uns guttut und wann wir keine Kraft mehr haben. Pferde können sich weder in die Badewanne legen, noch können sie frei entscheiden, wann ein Ausritt besser wäre als eine anstrengende Trainingsstunde. Der Reiter übernimmt die Verantwortung für eine pferdegerechte Ausbildung und die Intensität der Bewegung. Schmerzen im Muskelgewebe treten nicht sofort, sondern erst zwölf bis 24 Stunden nach der Anstrengung auf. „Die betroffenen Muskeln fühlen sich hart an, schmerzen bei Bewegung, sind druckempfindlich und kraftlos“, erklärt die Pferdephysiotherapeutin Vera Barfrieder. Ruht das Pferd, ist der Muskel schmerzfrei.

Um zu verstehen, wie ein Muskel arbeitet, hilft ein kurzer Ausflug in den Muskelstoffwechsel. Muskeln sind die eigentlichen „Arbeiter“ des Körpers und haben einen großen Energiebedarf. Die Basis einer gesunden Muskulatur ist eine ausreichende Nähr- und Sauerstoffversorgung. Damit der Muskel ausreichend „Brennstoff“ hat, braucht er Adenosintriphosphat (ATP). Dahinter verbirgt sich die reinste Form der Energie, die im Zuge biochemischer Vorgänge unter Sauerstoffzufuhr verstoffwechselt wird. Alle Prozesse, die in Zellen ablaufen, benötigen Energie, damit beispielsweise chemische oder mechanische Arbeit geleistet werden kann. Diese Energie muss dem Körper bereitgestellt werden, und das geschieht unter anderem über das Molekül ATP. Bei einer Überbelastung entstehen ein Mangel an Sauerstoff im Muskel und ein energetisches Defizit. Kurze Zeit kann der Muskel auch ohne Sauerstoff Leistung bringen. Aber dabei entsteht als Abfallprodukt der biochemischen Prozesse Laktat.

Früher wurde vermutet, dass bei starker Anstrengung mit mangelnder Sauerstoffzufuhr besonders viel Laktat (auch Milchsäure genannt) vom Muskel produziert wird. „Dass eine Übersäuerung des Muskels durch Milchsäure für Muskelkater verantwortlich ist, konnte allerdings in neueren Studien widerlegt werden“, erklärt Vera Barfrieder. Denn Laktat hat nur eine kurze Halbwertszeit und wird im Körper rasch abgebaut. In den letzten Jahren haben Untersuchungen bestätigt, dass mikrofeine Risse in der Zellstruktur der Muskelfasern die Ursache sind.


„Im Hänger muss sich das Pferd ständig ausbalancieren. Das kann Muskelkater geben.“


Dass auch das Fahren im Hänger für Pferde körperlich anstrengend ist, bedenken die meisten nicht


Ursache sind mikrofeine Risse

Muskeln bestehen aus einer Vielzahl einzelner Muskelfasern, den sogenannten Myofibrillen. Die sind wiederum aus zwei unterschiedlichen Eiweißstrukturen, dem Myosin und dem Aktin, zusammengesetzt. Sie verbinden sich in einer Z-förmigen Struktur. „Bei Überlastung kann es im Bereich der sogenannten Z-Scheiben zu Rissen kommen.“ Doch da immer nur ein Teil dieser Z-Strukturen reißt und nicht die gesamte Muskelfaser, heilt ein Muskelkater meist unproblematisch innerhalb weniger Tage ab. Das verdeutlicht, warum häufig sowohl die Vorhand- und Schultermuskulatur als auch die Haltemuskulatur des Kniegelenks betroffen sind. „Sie muss die Aufgabe des Abbremsens übernehmen, ganz besonders beim Landen nach einem Sprung oder bei abrupten Stopps“, so die Expertin. Seltener betroffenen sind dagegen die Bewegungsmuskeln der Hinterhand und des Rückens. Bei korrekt gerittenen Pferden arbeiten sie im ständigen Wechsel. Dennoch: Auch hier können Risse in der Muskelfaser entstehen. Gerade ungewohnte Bewegungen bergen ein hohes Risiko. Denn grundsätzlich erfordert jede Muskelbewegung ein Zusammenspiel von Muskelfasern und den sie steuernden motorischen Nerven. Ist diese Koordination noch nicht geübt, kann es zu besonders hohen Spannungsspitzen und dadurch zu mehr Faserrissen kommen, als wenn das Zusammenspiel schon perfekt aufeinander abgestimmt ist.


„BEIM MUSKELKATER HANDELT ES SICH UM EINE MIKROVERLETZUNG DER MUSKULATUR.“


Vera Barfrieder

Vielleicht kennen Sie das: Sie holen Ihr Pferd aus der Box und merken, dass irgendetwas nicht stimmt. Es bewegt sich steif, setzt mühsam einen Huf vor den anderen und würde am liebsten stehen bleiben. Dabei war das Training am Vortag doch so gut, und die neue Lektion hat endlich funktioniert. Trifft ein ungewohnter Bewegungsablauf auf eine Überlastung durch intensives Training, passiert im Pferdekörper Folgendes: „Im Moment der Schädigung des Gewebes wird kein Schmerz empfunden, da die Enden der schmerzleitenden Nerven außerhalb der Muskelfaser im Bindegewebe liegen. Aber durch die Risse entsteht eine Entzündung. Die beschädigten Strukturen in der Zelle müssen abgebaut und entsorgt werden.“ Die Schmerznerven werden dabei direkt durch die entstehenden Spaltprodukte gereizt.

Auch alte Pferde müssen regelmäßig bewegt werden, so dass die Muskulatur erhalten bleibt


Teufelskreis Muskelverspannung

Der Körper ist in Alarmbereitschaft und versucht einerseits, die Muskelzellen zu versorgen, und andererseits, die Abbauprodukte zu entsorgen, um den Heilungsprozess einzuleiten. Das geschieht, indem Lymphflüssigkeit in den betroffenen Bereich geschickt wird. Im Gewebe sammelt sich Flüssigkeit, es bilden sich Ödeme, und die Muskelfasern schwellen an. „Dadurch entsteht Druck und Dehnung, und durch die Verengung der Blutgefäße verschlechtert sich die Durchblutung“, sagt unsere Expertin. „Die Schmerzen führen zu einer reflektorischen Anspannung der Muskeln, um wiederum Bewegung und damit Schmerz zu verhindern, und schon ist der Muskel im Teufelskreis einer Muskelverspannung.“ Bei starkem Muskelkater können die Schwellungen sogar fühlbar oder warm sein. Manche Pferde sind regelrecht gepiesackt von den Schmerzen und schlecht gelaunt bis aggressiv. Durch die verhärtete, druckempfindliche Muskulatur lassen sie sich an den Stellen nur ungern berühren oder wehren sich beispielsweise gegen das Satteln.

Beobachten Sie den Verlauf des Muskelkaters. Zeigen sich auch nach bis zu sechs Tagen noch entsprechende Symptome, kann es sich um Verspannungen, Zerrungen oder Muskelfaserrisse handeln. Lassen Sie dies durch einen Experten abklären, um sicherzugehen und entsprechende Schritte einleiten zu können.

Es wundert also nicht, dass ein Pferd mit Muskelkater lieber keinen Schritt vor die Boxentür machen möchte. Doch ist Ruhe das richtige Heilmittel? Nein, denn leichte, gleichmäßige Bewegung wie Spazierengehen oder kontrolliertes Longieren unterstützen die Genesung. „Alle durchblutungsfördernden Maßnahmen helfen der Muskulatur, denn über das Blut und die Lymphe werden die entstandenen Spaltprodukte abtransportiert und der Muskel mit allem versorgt, was er zur Heilung braucht“, so die Pferdephysiotherapeutin.

Ein Muskel kann nur effizient arbeiten, wenn er sich immer wieder gänzlich entspannen kann. Beispiel: Ein Pferd, das permanent in Aufrichtung geritten wird, hat keine Chance, seine Hals- und Rückenmuskulatur ausreichend zu dehnen. Indem wir als Reiter die Länge des arbeitenden Muskels bestimmen – wie durch das Reiten verschiedener Halslängen und dem damit verbundenen Wechsel von Dehnung und Verkürzung –, haben wir Einfluss auf die Versorgung der Muskulatur mit Blut und Nährstoffen. Zusätzlich entscheidet der Mensch mit der Fütterung über die Grundversorgung der Muskeln.

In der Regel ist nicht nur ein Muskel betroffen, sondern ganze Muskelgruppen, die in Ketten zusammenarbeiten. „Die größte Anstrengung entwickelt eine Muskelfaser, wenn sie Haltearbeit verrichten muss. Ist der Muskel dagegen ständig in Bewegung, zieht sich in rhythmischem Wechsel zusammen und entspannt sich wieder, kann er lange und ausdauernd arbeiten“, sagt Vera Barfrieder. Uns kostet Bergaufgehen vermeintlich mehr Kraft als Bergabgehen. Tatsächlich führt aber Letzteres eher zu Muskelkater, denn der Muskel muss der ständigen Belastung gegenhalten, die durch Bewegung und Schwerkraft entsteht, und er muss für kurze Zeit selbst maximale Kraft entwickeln.

Ein Sonnenbad, eine Auszeit unter dem Solarium oder warme Handtücher sorgen für ein Stückchen mehr Wohlbefinden. „Keinesfalls sollte das Pferd die Aufgaben erfüllen müssen, die für den Muskelkater ursächlich waren

Angepasstes Training ist wichtig

Besonders beansprucht die Muskulatur das Bergabgehen und alle stoppenden Bewegungen


Pferde mit Muskelkater sind teilweise sehr empfindlich, wenn sie an den entsprechenden Stellen berührt werden


Doch dem Muskelkater kann auch vorgebeugt werden. „Nur sinnvoll aufgebaute und an den Trainingszustand angepasste Anstrengung verhindert weitgehend eine Überbeanspruchung der Muskulatur“, sagt die Expertin. „Pferde müssen langsam, aber kontinuierlich aufgebaut werden. So kann in der Muskulatur das Zusammenspiel von Eiweißstoffen und motorischen Nerven geschult werden.“ Zeit spielt dabei eine wichtige Rolle. Der Körper muss die Möglichkeit haben, jede neue Bewegung erst einmal in einem langsamen Ablauf erlernen zu dürfen. Denken Sie beispielsweise an Seitengänge: Kein ungeschultes Pferd wird sofort flüssig und geschmeidig kreuzen können. Zunächst muss die Bewegung verinnerlicht werden. Erste Erfolge, auch wenn es nur kleine Schritte sind, müssen belohnt werden. Intensität und Tempo können nach und nach gesteigert werden. Das heißt auch, dass neue Bewegungsmuster nicht übermäßig oft in einer Einheit geübt werden sollten, denn das kann die Muskulatur überfordern. Abwechslung ist wichtig. Das gilt auch für Oldies. Vera Barfrieder rät, alte Pferde wenn möglich nicht ganz aus dem Training zu nehmen. „Das Sprichwort ‚Wer rastet, der rostet‘ kommt nicht von ungefähr und betrifft neben den Gelenken auch die Muskulatur.“ Für Pferde, die nicht mehr geritten werden können, sind Weidegang, Bodenarbeit oder Spaziergänge sinnvoll.

Manchmal lassen sich längere Pausen aber nicht vermeiden. Dann gilt es, die Leistungsfähigkeit der Muskulatur aufzubauen und das Training der Verfassung anzupassen. Dabei spielt nicht nur die Physis, sondern auch die Psyche eine Rolle. Stress führt dazu, dass sich das Pferd fest macht und die Muskulatur nicht mehr dehnungsbereit ist. So kommt es schnell zu Mikrorissen im Gewebe. Für das Training bedeutet das: Vermeiden Sie Druck. Wenn eine Lektion nicht klappen will, kann es oft hilfreicher sein, zum Krafttanken eine kurze Entspannungsphase einzubauen, statt hartnäckig eine Bewegung zu wiederholen. Dafür gibt es eine einfache Zauberformel: „Trainieren Sie langsam, regelmäßig und kontinuierlich in der Leistung ansteigend ohne Belastungsspitzen und ohne Stress.“

Am Folgetag ist leichte Bewegung oder ein Spaziergang das Richtige

MUSKELKATER BEIM PFERD

Der Muskelkater ist eine Reizung mit mikroskopisch kleinen Verletzungen von Muskelfasern und -bündeln, die sich bis zum kompletten Abriss entwickeln können.


Was genau ist Muskelkater?
Beim Muskelkater handelt es sich um eine Mikroverletzung der Muskulatur. Die Muskulatur besteht aus mehreren verschiedenen kontrahierenden Elementen, also den Elementen, die sich zusammenziehen. Das sind vornehmlich Eiweißstrukturen. Diese können durch Überoder Fehlbelastung einreißen.

Was löst ihn aus?
Ungewohnte Belastungen zum Beispiel. Wenn neue Lektionen trainiert werden, sehr lange Trainingseinheiten oder ein langer Ausritt in unebenem Gelände. Der andere Grund ist eine mechanische Überbelastung. Wenn ein überschwelliger Reiz gesetzt wird, damit eine bestimmte Muskulatur stärker wird, dann kommt es teilweise zu den Mikroverletzungen der Muskulatur, also zu Muskelkater. Abbremsende, abfedernde und abstoppende Bewegungen sind für den Muskel immer anstrengender als zum Beispiel die Belastung bei einem flotten Galopp oder einem höheren Tempo über längere Zeit. Bergab zu reiten ist daher immer belastender als Bergauf.

Warum schmerzt Muskelkater so?
Unmittelbar nach der Bewegung findet zunächst ein schmerzfreies Intervall statt: Der Muskelkater als solcher tritt erst am Folgetag oder manchmal erst am zweiten Tag nach der Belastung auf. Dies dann verbunden mit einer Entzündung der Muskulatur, die im Rahmen der Umund Abbauvorgänge abläuft. Diese Reparaturvorgänge rufen die Schmerzen hervor, die in der Regel 48 bis 72 Stunden anhalten.

Was tut man am besten mit einem Pferd, das Muskelkater hat?
Regenerative Maßnahmen wie Solarium, eine leichte Massage oder spezielle Decken sind eine Möglichkeit dem Pferd zu helfen. Außerdem sollte es spazieren geführt oder geritten werden, sodass der Stoffwechsel aktiv bleibt und die Durchblutung gefördert wird. Auch das Füttern von Vitaminen und natürlich eine ausreichende Wasserzufuhr sind wichtig für eine schnelle Regeneration. Trainiert man einfach weiter und reizt die Muskulatur erneut, so reißen noch mehr Fasern.

Gibt es Muskeln, die eher Muskelkater bekommen?
Jeder Muskel hat eine Leistungsfähigkeit, innerhalb derer er keinen Muskelkater bekommt. Der jeweilige Soll-Bereich. Wenn dieser Bereich überschritten wird, bekommt das Pferd Muskelkater. Es gibt also eigentlich nicht den einen Muskel, der deutlich anfälliger ist. Die Frage ist eher, ob die Muskeln entsprechend beansprucht werden. Je schlechter das Pferd trainiert ist, also je weniger die Muskulatur gefördert wird im täglichen, desto leichter ist diese auch überlastet und schmerzt. Aktive Sportpferde können natürlich auch Muskelkater bekommen, jedoch müssen dafür höhere Reize gesetzt werden.


Fotos: slawik.com (1), imago images/ Frank Sorge (5), Getty Images (1)