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Muss ich jetzt wieder Steuern zahlen?


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Neue Welt - epaper ⋅ Ausgabe 27/2022 vom 29.06.2022

Die Rente steigt, aber …

Eine gute Nachricht für alle Senioren: Rund 21 Millionen Rentner in Deutschland können sich auf eine satte Erhöhung ihrer Bezüge freuen – die höchste Rentenanhebung seit dem Jahr 1983. Die Renten steigen zum 1. Juli 2022 in den alten Bundesländern um 5,35 Prozent und in den neuen Bundesländern um 6,12 Prozent. Der Nachteil: Viele Rentner überschreiten jetzt den Rentenfreibetrag und werden steuerpflichtig.

Wie hoch liegt der aktuelle Rentenfreibetrag? Trotz Rentenbesteuerung haben Rentner auch Anspruch auf einen Grundfreibetrag. 2022 liegt der Rentenfreibetrag mit 10 347 Euro deutlich höher als noch 2021 mit 9744 Euro pro Person. Das bedeutet, dass dieser jährliche Betrag steuerfrei bleibt. Nur der Anteil der Rente, der über dem Freibetrag liegt wird, für die Besteuerung herangezogen.

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Bildquelle: Neue Welt, Ausgabe 27/2022

Keine Angst: Auch nach der Erhöhung gelten viele Freibeträge

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Wegen Corona gelten geänderte Fristen bei der Steuererklärung: Wer sich von einem ...

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... Steuerberater helfen lässt, muss die Erklärung für 2021 erst im August 2023 abgeben. Wer die Steuererklärung selbst macht, bekommt nur bis Ende Oktober 22 Zeit.

Wer muss denn eine Steuererklärung abgeben?

Als Rentner sind Sie grundsätzlich zur Abgabe einer Steuererklärung verpflichtet, wenn der steuerpflichtige Teil Ihrer Jahresbruttorente den genannten Grundfreibetrag übersteigt. Für Verheiratete gilt der doppelte Wert. Fordert das Finanzamt Sie auf, sollten Sie zügig reagieren. Das Amt darf sonst Ihre steuerliche Situation schätzen – was zu empfindlichen Steuernachzahlungen führen kann.

Bedeutet Steuererklärung auch, dass man zahlen muss? Die Verpflichtung zur Steuererklärung heißt nicht automatisch, dass man auch tatsächlich Steuern zahlen muss. Ein konkretes Beispiel: Herbert ist Single und lebt in Nürnberg. Bisher blieb er mit dem steuerpflichtigen Teil seiner Rente unter dem Grundfreibetrag und musste keine Steuern zahlen. Im Sommer 2020 wurden jedoch die Renten für die alten Bundesländer um 3,45 Prozent angehoben.

Damit bekam Herbert nun jeden Monat mehr Rente, der steuerpflichtige Teil seiner Rente überstieg den Grundfreibetrag um 50 Euro. Damit ist er zur Abgabe einer Steuererklärung verpflichtet.

Das bedeutet aber nicht zwangsläufig, dass er zahlen muss, denn von seinen Jahreseinnahmen kann er Krankheitskosten, Medikamente, Spenden und Werbekosten absetzen (s. Kasten rechts).

Gibt es weitere Freibeträge?

Wenn Sie als Rentner über 64 Jahre alt sind und sich etwas dazu verdienen oder Einkünfte aus Kapitalerträgen oder Vermietung haben, können Sie den Altersentlastungsbetrag nutzen. Wie hoch der ausfällt, hängt von Ihrem Geburtsjahr ab. Im Jahr 2022 liegt der Altersentlastungsbetrag bei 684 Euro.

Bezugsberechtigt sind Rentner, die dieses Jahr 64 wurden. Wer im letzten Jahr 64 wurde, konnte 722 Euro geltend machen. 2025 liegt der Betrag dann bei 570 Euro.

Diese Ausgaben können Rentner absetzen

1 Außergewöhnliche Belastungen: Hier sind Kosten gemeint, die aufgrund des Alters oder von Krankheiten entstehen, etwa die Beschäftigung einer Haushaltshilfe oder der Aufenthalt in einem Pflegeheim.

2 Sonstige Vorsorgeaufwendungen: Hierzu gehören die Gebühren für Pflegeund Krankenversicherung

3 Arzt- und Pflegekosten: Hier dürfen Sie Ihre Aufwendungen für Medikamente und Hilfsmittel wie Rollator, Hörgerät oder Brille geltend machen.

4 Werbungskosten: Wie im Berufsleben steht Ihnen auch als Rentner eine Werbekostenpauschale zu. Sie beträgt 102 Euro im Jahr. Darüber hinaus können Sie unter diesem Posten auch die Ausgaben für Rentenberatung, Kontoführungsgebühren sowie Fachliteratur zum Thema Rente absetzen.

5 Haushaltsnahe Dienstleistungen: Wer seine Wände von einem Profi streichen oder die Wäsche von einer Haushaltshilfe bügeln lässt, kann bis zu 20 Prozent davon absetzen – bis maximal 510 Euro bei einer Haushaltshilfe und bis zu 1200 Euro Auch Ausgaben für Wohn-Nebenkosten wie Treppenhausreinigung, Winterdienst, Gärtner oder Hausmeister können als haushaltsnahe Dienstleistungen geltend gemacht werden.

Rund um mein HAUSTIER INTERNET & CO. Was ist das Besondere an einem Smart-TV?

Keine Welpen übers Internet: Immer mehr Tierliebhaber entscheiden sich für einen Hund.

Welpen stehen dabei ganz hoch im Kurs. Doch der Deutsche Tierschutzbund warnt dringend vor dem Kauf von Hundewelpen über das Internet. Der illegale Welpenhandel boomt derzeit und ist mit enormem Tierleid für die Hundekinder und die ausgebeuteten Muttertiere verbunden, meldet der Tierschutzverein. Die Jungtiere werden viel zu früh von der Mutter getrennt, was zu Krankheiten und Verhaltensauffälligkeiten führt. Die Hündinnen erleben, eingepfercht in zu enge Käfige und schlecht gefüttert, nichts Gutes vom Menschen.

Kasse zahlt kein Tierfutter: Eine Tierhalterin in psychotherapeutischer Behandlung verklagte die Versicherung auf Kostenübernahme. Die Tiere dienten der Genesung. Das SG Dortmund sah das anders (Az. S 8 KR 1740/18).

Clevere TVs können mehr als Fernsehen: Immer mehr Smart-TVs sind wahre Multitalente. Mit ihren vielen Anschlüssen lassen sie sich mit beinahe jedem beliebigen Gerät verbinden – entweder per Kabel oder drahtlos über WLAN und Bluetooth. Damit werden sie zur echten Unterhaltungszentrale

TV aus dem Internet Zusätzlich zum normalen TV-Programm kann ein Smart-TV auch Streaming-Dienste wie Amazon Prime, Netflix etc. direkt nutzen. Viele haben dafür eigene Tasten auf der Fernbedienung. Per App können Sie Ihr Smartphone drahtlos mit dem TV verbinden und Fotos, Videos oder Spiele in voller Größe genießen.

Sendung aufnehmen Dank Rekorder-Funktion können Sie Ihre Lieblingssendung aufzeichnen – ohne Zusatzgeräte. Als Speicher brauchen Sie nur einen USB-Stick. Die meisten TVs regulieren automatisch die Helligkeit, das spart Strom.