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Mut zu machen war mir das Wichtigste


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blickpunkt musical - epaper ⋅ Ausgabe 5/2021 vom 31.12.2021

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blickpunkt musical: Wie kamen Sie auf die Idee, ein Musical zu den Werken der Liedermacherin Anna Depenbusch zu entwickeln?

Alexander Wilbert: Ich habe während meines Studiums an der Stage School in Hamburg mit einigen ihrer Lieder gearbeitet. Durch eine Mitschülerin bin ich auf ihren Song ›Kommando Untergang‹ gestoßen. Auch ›Tim liebt Tina‹ hatte ich schon mal gehört, bevor ich im dritten Jahr an die Joop van den Ende Academy wechselte. Dort habe ich begonnen, an meinem Solo-Programm zu arbeiten. Darauf etwas Eigenes zu schreiben, hatte ich mich besonders gefreut. Zu diesem Zeitpunkt wusste ich noch nicht, dass darin meine Leidenschaft und eine berufl iche Zukunft stecken würde.

Überraschend wurde ich von einer der Casting Associates zu einer Audition für »Mary Poppins« eingeladen. Diese ist, auch bedingt durch meine Unerfahrenheit, unglücklich gelaufen. Ich bin einem falschen Rat gefolgt und ...

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... man traute mir nicht zu, die Position als Swing auszufüllen. Damit muss man erst einmal umgehen lernen. Das mag lächerlich klingen, war es doch mein erste Einladung. Doch der Stil an der Joop war hart, es wurde verlangt, dass wir schnell erkennen, was wir können, was nicht, unsere Nische finden und dort bleiben.

Auf der Rückfahrt im Zug fragte ich mich, was jetzt werden soll, und hörte wieder einmal den melancholischen Titel ›Kommando Untergang‹. Anschließend startete das Album »Die Mathematik der Anna Depenbusch« wieder von vorn – das war mein Glück! Als ich ›Tim liebt Tina‹ lauschte, hörte ich eine Geschichte heraus, hatte sofort Bilder im Kopf. Spontan dachte ich, daraus müsste man ein Musical machen.

blimu: Wann haben Sie begonnen, das Stück zu schreiben?

AW: Lange Zeit habe ich mich nicht getraut, meine Idee umzusetzen. Ich hatte mit Schulleiter Perrin Manzer Allen über den Schreibprozess gesprochen und er ist der Ansicht, dass man seine erste Musicalidee verwerfen sollte, damit die zweite ein Erfolg wird.

Nachdem ich drei oder vier Szenen geschrieben hatte, prägte Corona zunehmend das Leben. Ein Job nach dem anderen wurde abgesagt und ich hatte unerwartet Zeit zum Schreiben. In den Studios von Susan Batson (»Truth: Personas, Needs, and Flaws in the Art of Building Actors and Creating Characters«) in New York habe ich Acting und Directing gelernt. Diese arbeitet unter anderem regelmäßig mit Nicole Kidman und hat Lady Gaga für »A Star Is Born« gecoacht. Man könnte sagen, dass sie sich einreiht bei Lee Strasberg und Stella Adler. Für mich hat sie als Erste, durch ein Zusammenführen der Schulen, Method Acting breiter aufgestellt.

Während ich letztes Jahr an dem Stück schrieb, hatte ich oftmals das Gefühl, dass ich genau weiß, wie eine Szene aussehen sollte, aber nicht wusste, wie ich dahin komme. Manchmal war der Weg einer Szene ins Skript ein unglaublich mühsamer und anstrengender. Nachdem Carl, Susan Batsons Sohn, mir während eines Gesprächs sagte, dass Schauspieler bereits eine dumme Lebensentscheidung sei, aber Autor eine noch dümmere, da der Prozess ein noch mühsamerer sei, fi ng es an, Spaß zu machen. (lacht) Er wusste wohl genau, was ich hören musste.

Ich habe es an ca. 20 Kolleginnen und Kollegen, Mentorinnen und Mentoren versandt. In der Erwartung eines bestmöglichen Feedbacks wie: »Gratulation zu Deinem Debütstück! Aber so ganz verstanden haben wir es nicht.« Doch es kam anders. Ich wurde schockiert angerufen und gefragt, wie ich auf diese Geschichte gekommen wäre und wie es sein könnte, dass sie so gut zu der Musik passe. Ich war überwältigt. Seitdem ist das Stück im Großen und Ganzen gleich geblieben. Meine Geschäftspartnerin und Co-Regisseurin Fides Groot Landeweer und ich haben die Konzipierung etwas weiterentwickelt. Außerdem haben wir während der drei Wochen Proben für den Workshop in Bad Ems noch Anpassungen vorgenommen. Doch Staging und Choreographien gab es grundsätzlich schon, sodass wir direkt mit den Darstellerinnen und Darstellern an der Umsetzung arbeiten konnten.

blimu: Wie ist es Ihnen gelungen, die Liedermacherin Anna Depenbusch für Ihre Sache zu gewinnen?

AW: Der SWR hatte eine Sendung über meine Schwester und mich gedreht – über ihr veganes Café und darüber, dass ich die Idee habe, ein Konzeptvideo zu einem neuen Stück zu produzieren und gerade dabei sei, die Rechte für die geplante Musik zu erhalten. Mir war klar, es würde nicht einfach werden, die Erlaubnis von Anna Depenbusch zu bekommen, ihre Musik und Lieder zu verwenden. Ich wusste, dass ihr Management schon mehrere Anfragen abgelehnt hatte.

Erst als Anna Depenbusch befürchtete, dass wir bereits etwas veröffentlicht hätten, suchte sie das Gespräch. Sogleich machte sie klar, sie fühle sich zwar geschmeichelt, könne sich aber kein Musical mit ihrer Musik vorstellen. Auch wollte sie nicht mit dem Genre in Verbindung gebracht werden, etwas, was man angesichts des Rufes der Musical-Branche verstehen kann. Woher sollte sie auch wissen, was Musical sein kann! Dass es Musicals wie »Once« oder »Waitress« gibt, weiß hier generell kaum jemand und schon gar nicht Anna Depenbusch. Wir haben ihr Trailer von diesen Shows und auch von »Ku‘damm 56« oder »Amélie« geschickt.

Ausschlaggebend war für sie jedoch unser Bestreben, generationsübergreifend zu arbeiten. Ich habe ihr gesagt, wir würden gern mit Schulen kooperieren, um mit Jugendlichen an dem Stück zu arbeiten und es eventuell sogar mit jungen Menschen aufzuführen. Leider wurde dies bei »Fack ju Göhte – Se Mjusicäl« in München versäumt.

Als Anna verstanden hat, dass die Chance besteht, dass Jugendliche mit ihrer Musik arbeiten, haben ihre Augen geleuchtet und sie meinte: »Bei Jugendarbeit bin ich sofort dabei!« Dennoch wollte sie das Konzeptvideo erst sehen, um sich endgültig zu entscheiden. Daher musste ich unsere Arrangeurin Sophie Reinicke bitten, auf die Schnelle zwei neue Songs zu schreiben, damit wir für die Auftritte im Konzeptvideo eigene Musik hatten, um das Stück der Presse zu zeigen. Als Konzeptvideo und TV-Bericht fertig geschnitten waren, habe ich sie Anna geschickt. Sie hat nicht sofort geantwortet, doch irgendwann kam eine E-Mail: »Hallo Alexander, wir haben uns den Beitrag gerade angeschaut und versuchen jetzt, alles in die Wege zu leiten, dass du die Rechte so schnell wie möglich bekommst.« Das war ein unglaubliches Gefühl und Geschenk.

blimu: Wie haben Sie das Workshop-Projekt finanz iert ?

AW: Uns hat die Günter und Ingeborg Leif heit-Stiftung aus Nassau unterstützt. Das war unglaublich. Die Moderatorin des 9-minütigen Berichtes über den Dreh des Konzeptvideos ist die Frau des Geschäftsführers dieser Stiftung. Sie zeigte sich begeistert und stellte mir in Aussicht, dass wir möglicherweise eine Förderung bekommen könnten, wenn wir für einen Dreh Geld bräuchten. Das Konzeptvideo hatte bereits 15.000 Euro gekostet, weil ich alle Mitwirkenden auch in Zeiten von Corona ordentlich bezahlen wollte. Ohne die Unterstützung meiner riesigen und großartigen Familie hätten wir das nicht realisieren können.

Der Geschäftsführer von GI Leif heit war ebenfalls angetan von dem Konzeptvideo, hatte aber Bedenken, weil ich 20 Jahre jünger war als der jüngste Bewerber, den sie jemals gefördert hatten. Wir haben korrespondiert und ich habe ihm erklärt, dass wir das Geld nunmehr für einen Workshop benötigen, da uns in diesen Zeiten niemand ein neues Musical produzieren würde. Insbesondere, weil Anna Depenbusch keinem breiten Publikum bekannt ist. Daher mussten wir potentiellen Produzenten beweisen, dass das Stück funktioniert, und zeigen, dass es schon ein Konzept mit Bühnenbild und allem gibt, sodass ein Theater nicht mehr viel investieren muss.

In Abstimmung mit meinem Team habe ich der Stiftung einen Gesamtbetrag genannt, den wir kalkuliert hatten, wenn wir den Workshop über den gemeinnützigen Weg fi nanzieren. Dafür haben wir 2021 den Verein Generation Theater gegründet und vermittelt, dass wir mit Jugendlichen arbeiten und mit ihnen zusammen das Stück auch workshoppen möchten. Ich habe für die Stiftung ein Konzept erstellt, über Nacht einen Antrag ausgefüllt. Herr Nehrbaß von der Stiftung hat angerufen und mir gesagt, dass er noch nie einen solch professionellen Antrag bekommen hat. Dennoch sei es schwierig, vor dem Stiftungsrat das Vertrauen in ein so junges Team zu rechtfertigen. Zwei Wochen später erhielt ich den Anruf, dass wir 2/3 des Geldes erhalten, um unseren Workshop zu realisieren.

Anschließend haben wir eine Sponsorenmappe erstellt, mit der es uns gelungen ist, weitere Unterstützer zu gewinnen. So konnten wir die Gage für alle unsere Darsteller bezahlen. Dass wir unser Vorhaben in dieser Form realisieren konnten, haben wir der Stiftung und unseren regionalen Sponsoren zu verdanken.

blimu: Hat Anna Depenbusch noch Zwischenmusiken geschrieben?

AW: Alle Zwischenmusiken stammen aus dem Album »Die Mathematik der Anna Depenbusch in schwarz-weiß«. Die Zwischenmusiken ›Regen vor dem Fenster‹ 1 + 2 und ›Träumerle‹ sind auf dem Album als Instrumentalstücke vorhanden. Der einzige zusätzliche Song aus »Das Alphabet der Anna Depenbusch« ist der Titel ›Ich und du‹. Von beiden Alben gibt es zusätzlich zur Originalversion mit Band eine besondere Fassung, in der Anna sich selbst am Klavier begleitet und reine Instrumentalstücke spielt. Inklusive der Underscore-Musik haben wir ausschließlich Musik von Anna Depenbusch verwendet.

blimu: Es gibt Momente, die nicht direkt verständlich werden bzw. erst mit der Auflösung am Ende Sinn ergeben. Sodass man sich wünscht, zurückspringen zu können. Ist das Absicht?

AW: Absolut. Wer ein Schauspielstück besucht, erwartet, dass nicht alles verständlich ist. Beim Musical dagegen besteht die Erwartungshaltung, dass einem alles auf dem Silbertablett präsentiert wird.

Ich bin froh, dass das Publikum das Stück im Großen und Ganzen verstanden hat. Wir hatten dreieinhalb Wochen Zeit, um die Workshop-Fassung auf die Bühne zu bringen. Vieles in der Handlungsführung hängt auch am Licht und wir hätten gern mehr Requisiten gehabt, als möglich war. Dramaturgisch ist noch Luft nach oben. Gerade die Beziehung Hannas zu ihrem Vater muss noch klarer werden. Mir war wichtig, dass deutlich wird, dass hier ein Konflikt besteht. Jeder kann dann seine eigene Interpretation für diesen finden.

blimu: Die Frage, was mit Hanna los ist, legt sich wie ein Rahmen um das Stück.

AW: Genau. Es gibt eine Skriptwriting-Technik, die besagt: »Leave the door open or close the door and let them run against the door.« (»Lass die Tür offen oder schließe sie und lass sie dagegen rennen!«) Das führt dazu, dass die Fantasie angeregt wird, die Verständnislücken zu füllen.

blimu: Im Grunde gibt der Titelsong her, was Inhalt der Geschichte ist. Was war Ihnen beim Erzählen besonders wichtig?

AW: Der Mut war mir besonders wichtig!

Anna Depenbusch hatte in der Probe damit Probleme, dass ein Song wie ›Astronaut‹ bei uns mit Tragik verbunden ist. Ich habe mich gefragt, weshalb das so ist. Denn sie ist die Schöpferin der Lieder und sollte die Emotionen, die ihre Lieder auslösen, am besten kennen.

blimu: Mein Eindruck ist, sie schreibt sich etwas von der Seele.

AW: Sie nimmt die Situation und stellt sich mit Mut darüber. So macht sie sich zur Gewinnerin der Situation. ›Kommando Untergang‹ ist deshalb ein Mut-Song: Sie beschreibt, wie sie mit dem Schiff in den Sturm hinein fährt und das Schiff untergeht. Im Song heißt es: »Dann ist das eben so.« Es vermittelt den Mut, trotzdem weiterzumachen.

Wenn ich ein Stück schreibe, soll es mehr können, als nur zu unterhalten. Mut zu machen war mir das Wichtigste: Mut, weiterzugehen im Leben, über Probleme zu sprechen, sich bestimmten Situationen zu stellen und zu verstehen, dass man sie überleben kann – auch unerwiderte Liebe. (lacht)

blimu: Sie haben Generation Theater e.V. gegründet. Ist die Jugendarbeit auch ein persönliches Anliegen von Ihnen? Wenn ja, wie soll sie weiter ausgebaut werden?

AW: Mir ist sehr wichtig, den Bezug von Kindern und Jugendlichen zum Theater herzustellen, dass sie auch wissen, welche Berufe es am Theater gibt. Ich selbst hatte in der Schule sehr wenig Kontakt mit Theater. Als ich meiner Familie erklären musste, dass ich Schauspieler, Musicaldarsteller werden will, haben sie nicht verstanden, dass das ein Beruf ist, mit dem man Geld verdienen, eine Familie haben kann, wenn man will. Ich möchte erreichen, dass sie wieder mehr ins Theater gehen, weil das Material sie anspricht. Wir haben im Zuge des Workshops auch einen kleinen Jugendworkshop gemacht. Jugendliche haben sich das Konzeptvideo angeschaut und ich habe sie nach ihrem Eindruck gefragt: »War es langweilig, mittel oder spannend?« Wir haben darüber gesprochen, was sie interessiert. Nach dem Workshop habe ich mit Schulen in Koblenz und Nassau, wo wir so sehr gefördert worden sind, Kontakt aufgenommen, um mit ihnen Jugendworkshops zu veranstalten. Ich möchte mit den Klassen auch über Themen wie Trauerbewältigung sprechen. Persönlich habe ich es zweimal in der Schule erlebt, dass ein Elternteil gestorben ist und nicht darüber gesprochen wurde oder werden konnte, weil niemand Zugang zu dem betroffenen Kind gefunden hat. Ich fi nde, dass solche Themen gerade mit der Vermittlung durch Theater mehr zur Sprache kommen sollten.

blimu: Gibt es in der nächsten Zeit Pläne, das Stück noch einmal zu präsentieren?

AW: In Deutschland wurde ich mehrfach – auch aus dem Musicalgenre – von den Theatern angesprochen, ob wir die Aufführung hier schon Premiere nennen. Theater, die Interesse an einer Produktion haben, fürchten, dass ein Stück schon vermarktet wird. Ich habe sie beruhigt, dass dies eine Erstaufführung, eine Workshop-Aufführung ist. Die wenigsten verstehen jedoch, weshalb man einen Workshop durchführt. Sie sind gewohnt, eine Neuproduktion mit sechs Wochen Probenzeit ungetestet zu produzieren. Die regionale Presse schreibt grundsätzlich positiv darüber, ob das Werk gut ist oder nicht. Dabei hat ein Workshop genau diese Funktion, Meinungen zu sammeln, damit das Ganze vor einer Premiere überarbeitet und besser werden kann.

blimu: Dann wünsche ich alles Gute und bedanke mich für das ausführliche, spannende Gespräch.

Die Fragen stellte Barbara Kern

Alexander Wilbert ist ausgebildeter Musicaldarsteller, Sänger, Schauspieler und Tänzer für Bühne und Film. Er schreibt Drehbücher für Kurzfi lme und ist als Choreograph, Stückautor und Liedtexter tätig. Wilbert spielte in der europäischen Tour von »Footloose«, am Schmidt Theater Hamburg, bei den Thunerseespielen, am Boulevardtheater Dresden, Theater Kiel, Theater Lübeck sowie an der Komödie Bielefeld und gehört zum Ensemble der Uraufführung von »Ku‘damm 56« am Theater des Westens in Berlin.

Gemeinsam mit Thomas Neuwerth, Fides Groot Landeweer und Kerrin Baeger gründete er 2021 den Verein Generation Theater mit Sitz in Koblenz und ist darin als Vorstandsvorsitzender und Künstlerischer Leiter tätig.