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MYANMAR: IM SÜDEN GEHT DER VORHANG AUF


REISE & PREISE - epaper ⋅ Ausgabe 3/2018 vom 04.07.2018

Während sich Bagan, Mandalay und der Inle-See kaum vor dem Besucheransturm retten können, erwacht der ursprüngliche Süden Myanmars erst jetzt aus dem Dornröschenschlaf. Traumhafte Landschaften, imposante Pagoden und malerische Strände erwarten die Besucher.


Artikelbild für den Artikel "MYANMAR: IM SÜDEN GEHT DER VORHANG AUF" aus der Ausgabe 3/2018 von REISE & PREISE. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: REISE & PREISE, Ausgabe 3/2018

An jeder Ecke ein rollender Kiosk: Myanmar ist ein Paradies für Süßmäuler – und auch für Raucher


Kein Lufthauch dringt durch die weit geöffneten Fenster. An der Decke rasseln träge die Ventilatoren, versuchen die stehende Luft im Abteil etwas aufzufrischen. Eine Sitzreihe hinter uns zündet ein älterer Mann eine handgedrehteCheroot an, die ...

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Kein Lufthauch dringt durch die weit geöffneten Fenster. An der Decke rasseln träge die Ventilatoren, versuchen die stehende Luft im Abteil etwas aufzufrischen. Eine Sitzreihe hinter uns zündet ein älterer Mann eine handgedrehteCheroot an, die burmesische Variante einer Zigarre. Das Nichtraucherschild über seinem Kopf gilt nicht für ihn, ist ja nur eine normale Filterzigarette durchgestrichen. Dann endlich die grüne Flagge und der erlösende Pfiff des Zugbegleiters, gefolgt von einem ohrenbetäubenden Quietschen. Nur widerspenstig lösen sich die Bremsen von den Rädern. Nach einem kräftigen Ruck, der alle Halswirbel auf die Probe stellt, schaukeln wir pünktlich um 7:15 Uhr mit dem Zug 89Up unserem ersten Ziel Bago entgegen. Endlich weht ein angenehmer Windzug durch die Bankreihen und schiebt den beißenden Qualm derCheroot ins nächste Abteil. Der Raucher krächzt, wir atmen auf. Unsere Reise führt step-by-step auf dem Schienenstrang von der ehemaligen Hauptstadt Yangon nach Dawei. Der tropische Süden – im Osten von den Bergen der Tanintharyi Yoma und im Westen von der Andamanensee begrenzt – schmiegt sich bis Kawthoung wie ein langgestreckter Finger an den Nachbarstaat Thailand. Folgt man dort dem Schienensystem oder der Nationalstraße 8, jagt ein Highlight das andere.

Den Anfang macht die Stadt Bago, das Zentrum des Theravada-Buddhismus mit der Kyaikpun-Pagode und den in der Stadt verstreut liegenden Buddhas in XXL. Drei Zugstunden und eine steile Bergfahrt auf der Pritsche eines Lasters weiter traut man kaum seinen Augen: Ein mit Tausenden Lagen Blattgold angereicherter Findling, der Goldene Felsen Kyaikhtiyo, balanciert an einem steilen Abgrundund droht jeden Augenblick in die Tiefe zu stürzen. Weiter süd-lich liegt malerisch die hüglige Stadt Mawlamyaing am Fluss Thanlwin. Bunte Märkte, Multikulti und maritimes Flair locken Besucher ebenso an wie die sakralen Stätten in der nahen Umgebung. Mit dem Zug 175Up geht es auf der Südroute weiter in die Ortschaft Ye. Hier kommen Abenteurer bei einem Trip auf dem gleichnamigen Fluss auf ihre Kosten, Kultur-Freaks können auf dem Banana Hill den riesigen vier Buddhas aufs Dach steigen.

Unsere letzte Station, die aufgeräumte Hafenstadt Dawei, lohnt für einen längeren Aufenthalt. Die Menschen leben auf der gleichnamigen Halbinsel vom Fischfang, von Viehzucht und Ackerbau – der Tourismus steckt hier noch in den Kinderschuhen. An den kilometerlangen, menschenleeren Stränden spielten schon einige Reisende mit den Gedanken, ihr Rückflugticket in den Sand zu setzen.

Mit dem Wohlstand kam das Verkehrschaos: Rushhour in der Mahabandoola Road von Yangon


› STIPPVISITE IN YANGON: Eine Stadt, die in Gold funkelt

Es sind vor allem die Farben, die betören. Gleich bei der Ankunft in Yangon hält der Besucher den Atem an, weil die funkelnde Kuppel der alles überragenden Shwedagon-Pagode die ganze Stadt in verschwenderisches Gold taucht. Kolonialbauten in hellgrüner oder rosa Tünche spiegeln sich in verglasten Shoppingcentern, Baukräne drehen sich neben schillernden Pagoden, dunkelverglaste Limousinen hupen in der Strand Road die letztenTrishaws , die dreirädrigen Fahrradtaxis, aus dem Weg.

Die beste Art, in den Alltag der Yangoner einzutauchen, kostet knapp einen Euro und drei Stunden Zeit – solange benötigt derCircular Train , Yangons Ringbahn rundum die Stadt, mit 38 Stopps. Das ständige Ein-und Aussteigen garantiert immer wieder neue Gesprächspartner. Beim abendlichen Besuch der berühmten Shwedagon-Pagode lässt man alle Hektik dann für eine Weile hinter sich und bekommt einen ersten Eindruck von der magischen Atmosphäre Myanmars.

TIPP Hervorragende südostasiatische Küche wird im gelben Kolonialhaus »Monsoon Restaurant & Bar« serviert (Theinbyu Rd. nahe der Strand Rd), Hauptgerichte wie Huhn gebraten mit Ingwer und Kokosnussmilch gibt’s ab € 4, eine Flasche Wein ab € 12.

Übernachten

••Verglaste Duschen und Badewannen mit Cityview locken die Gäste ins »East Hotel, Dining, Art & Craft« in der Altstadt (0095-9-73135311, www.east.com.mm, EZ/DZ ab € 60 ÜF).

•••Das »Esperado Lake View Hotel« überzeugt mit dem fantastischen Ausblick auf den Kandawgyi-See und die Shwedagon-Pagode (0095-1-8619488, www.esperadolakeview.com, EZ/DZ ab € 68 ÜF).

› BUDDHAS HEIMLICHE HAUPTSTADT: Bago ist die Stadt der Pagoden

Die quirlige Stadt, die der alte Yangon-Mandalay-Highway teilt, ist vom 80 Kilometer entfernten Yangon schnell per Zug oder Bus zu erreichen. Hauptattraktion ist die Shwemawdaw-Pagode mitten in der Stadt. Mit der 114 Meter hohen Kuppel ragt sie weit aus dem Häusermeer und gilt als höchste Pagode im ganzen Land. Der Stupa enthält heilige Reliquien von Buddha. Ganz in der Nähe stehen die Hinthagone-Pagode und der wieder aufgebaute Kanbawzathadi-Palast mit Museum. In den Seitengassen nahe dem Palast stellen Familien die beliebten ZigarrenCheroots her. Im Süden der Stadt sitzen in der Pagode Kyaikpun vier 30 Meter hohe Buddha-Statuen Rücken an Rücken, von denen jede in eine andere Himmelsrichtung blickt.

Bago ist auch für die drei liegenden Buddhas bekannt, u. a. in der Shwethalyaung-und Sein-Tharlyang-Pagode.

TIPP Das offene »Royal Taste Restaurant« in Form eines Klostergebäudes bietet burmesische, chinesische sowie thailändische Speisen an (Hauptgericht ab € 2,50).

Übernachten

•Das ruhig gelegene »Jade Garden Hotel« hat im Neubau acht gute Doppelzimmer (0095-52-2230570, DZ ab € 27 ÜF).

••Geräumige Zimmer in Steinbungalows hat das »Kanbawza Hinthar Hotel« (0095-52-2230485, www.kbzhinthar.com, DZ € 36–97 ÜF). Rad-und Motorbikeverleih.

PFLICHTSTATIONEN AUF DEM WEG IN DEN SÜDEN

In Myanmar gibt es nicht nur Buddhisten: tamilisches Hindu-Tempelfest in Mawlamyaing


Malerisch gelegene Pilgerstätte: die Pagode im Stadtsee der Kleinstadt Ye zwischen Mawlamyaing und Dawei


› MAWLAMYAING: Multikult am Flussdelta

Ein sanfter grüner Hügel, aus dem die goldenen Spitzen der Pagoden leuchten: die Stadt im Mündungsdelta des Flusses Thanlwin, von der sich einst Rudyard Kipling zu seinem berühmten Gedicht »On the Road to Mandalay« inspirieren ließ. Beim Blick von der Kyaik-Than-Lan-Pagode auf den glutroten Sonnenuntergang wird einem klar, warum er diese Verse schrieb. Danach schlendert man über den Nachtmarkt an der Strand Road am Flussufer, wo von 17 bis 21:30 Uhr an Garküchen gebrutzelt wird – zehn leckere Grillspieße z. B. gibt es für € 2,70, ein kühles Bier dazu ab € 1,40.

Moulmein, wie die Briten die heutige Hauptstadt des Mon-Staates nannten, war früher ein bedeutender Teakholzhafen. Heute ist Mawlamyaing eine Multikulti-Stadt. Die Innenstadt wird von Moscheen, Kirchen, chinesischen, indischen und burmesischen Tempeln geprägt.

Eine drei Kilometer lange Brücke führt hinüber zur Stadt Mottama. Die imposante Stahlkonstruktion, über die auch die Zugstrecke führt, ist Mawlamyaings Wahrzeichen. Die Umgebung erkundet man am besten mit einem gemieteten Roller (€ 5,50) oder im Taxi (€ 35). Die beliebteste Tour führt zu den beiden Karstfelsen Kyauk Ta Lon Taung und Yadana Taung und weiter in Richtung Mudon zum weltweit größten liegenden Buddha Win Sein Taw Ya.

Übernachten

•In Türkis präsentiert sich das dreistöckige »Sandalwood Hotel« in der Myoma Tadar Street (0095-57-27253, -9-8702511, EZ/DZ ab € 16 ÜF).

••Das »Cinderella Hotel« hat 23 hübsch dekorierte Zimmer, einige davon mit Balkon (0095-57-24411, www.cinderellahotel.com, EZ/DZ ab € 40 ÜF, Schlafsaalbett € 12).

einfach ••einfache Mittelklasse •••gehobene Mittelklasse ••••anspruchsvoll

› FISCHERORT YE: Stille Kleinstadt am heiligen See

Das Zentrum der Kleinstadt erstreckt sich über ein paar Parallelstraßen zwischen dem heiligen Stadtsee und dem Fluss Ye. Hektisch geht es hier nur morgens auf dem Fischmarkt an der Flussschleife zu. Gleich daneben, auf dem Goldmarkt, kann man den Goldschmieden bei der Arbeit zuschauen.TIPP Im Thai-Restaurant »Rot Sar« am Nordufer des Stadtsees kocht ein Burmese thailändische Gerichte: Red Curry Chicken gibt es für € 1, gebratene Nudeln für € 0,65, Suppe und Papayasalat für je € 0,50.

Die Umgebung bietet sich für Ausflüge mit dem Moped (€ 5,50) an: Zehn Kilometer nördlich liegt der Tempelkomplex Ko Yin Lay, auch Banana Mountain genannt. Um einen neunstöckigen Turm, der bestiegen werden kann, sitzen vier gigantische Buddhas. Grandiose Rundumsicht ist hier garantiert! Unbedingt lohnend ist auch eine Flussfahrt auf dem Ye. Man fährt mit dem Moped zum Dorf Jaun Yua (15 km östlich von Ye, 400 m hinter der Tankstelle am Ortsausgang Richtung Dawei links abzweigen). Schon die Anfahrt durch das tropische Palmengrün ist atemberaubend. In Jaun Yua chartert man dann ein Holzboot und lässt sich 20 Minuten auf dem spiegelglatten Ye flussaufwärts zur Pagode Kyaung Nga Kwa schippern (€ 6).

› MALERISCHES DAWEI: Kolonialer Schick mit bröckelndem Charme

Für myanmarische Verhältnisse angenehm aufgeräumt und ruhig wirkt die Hafenstadt Dawei. Kein hektischer Verkehr in der Innenstadt, die alten chinesischen Handelshäuser mit schönen Holzfassaden versprühen den Charme vergangener Zeiten und in den Banken wird beim Geldtauschen noch heißer Milchkaffee gereicht. Die engen Viertel in der Nähe vom Flussufer haben eher Dorfcharakter, hier kommt man schnell ins Gespräch mit den Einheimischen.

In Dawei leben über 110.000 Einwohner, die Mehrzahl davon sind Tavoyans, Karen, Mon und Bamar. Hauptattraktion sind zwar die einsamen Strände auf der gleichnamigen Halbinsel, aber ein Rundgang in der Stadt über den zentralen Markt Sipinthayar und die Besichtigung der reich verzierten buddhistischen Pagode Shwe Taung Sar, in der eine 19 Tonnen schwere Bronzeglocke auf Augenhöhe hängt, dürfen nicht fehlen.

TIPP Chefin Anny serviert leckeres Thai Food im »Oh Dee« in einem schmucken weißen Haus in der Pakokku Kyaung Road (geöffnet 9– 21 Uhr, Hauptspeise ab € 1,80).

Übernachten

•Mit freundlichem Personal und Frühstück auf der Dachterrasse mit Blick über die Stadt punktet das »Shwe Moung Than Hotel« (0095-59-23764, Fan-DZ € 15, AC-DZ ab € 18, ÜF).

••Eine futuristische Fassade kennzeichnet das zentral gelegene »Hotel Zayar Htet San« (0095-59-23902, EZ/DZ € 32–48 ÜF).

•••Einen Hauch von Luxus und einen großen Pool bietet das »Hotel Dawei« (Arzarni Rd., 0095-59-2023923, www.hoteldawei.com, Superior-Zimmer € 61 ÜF). Online DZ ab € 44 ÜF,agoda.

Übernachten

•Familiär geführt ist das »Starlight Guesthouse« des Amerikaners David und seiner Frau Winny am Stadtsee (0095-9-255713253, www.starlight-guest house.com, EZ/DZ € 16/19 ÜF). Motorbikeverleih.

••Neuste Unterkunft im Ort ist das »Shwe Taung Gyar Hotel« mit 22 modernen Zimmern (0095-57-50674, 0095-9-422047465, DZ € 29 ÜF). Gutes Restaurant, Bar, Ticketservice. Online DZ ab € 20 ÜF,agoda .

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Barber Shop mit einem Graffiti vom Vater der amtierenden Staatspräsidentin Aung San Suu Kyi auf der Halbinsel Dawei


TIPP: GEHEIMTIPPS FÜR NEULANDSUCHER Top-Strände der Dawei-Halbinsel

Blick auf die Bucht San Hlan und das gleichnamige Fischerdorf


Auf der bergigen Halbinsel zwischen Andamanensee und Dawei-Fluss reiht sich ein Strand an den anderen. Die Strände sind über teils unbefestigte Staubpisten erreichbar und lassen sich von Dawei während einer Tagestour per Moped entdecken (€ 5,50/Tag, Focus Rental Service Motorbike, Pakokku Kyaung Road, 0095-9-422190130). Alternativ lässt sich man sich als Sozius für € 40/Tag kutschieren.


Gute Infrastruktur: Maungmagan Beach


Der nördlich von Dawei gelegeneMAUNGMAGAN BEACH ist zwar nicht der schönste, dafür aber am einfachsten zu erreichen. Vorteil: Hier gibt’s Seafood-Restaurants, Schatten spendende Kasuarinen und Unterkünfte:
•Das »Long Beach Resort« am Nordende des Strandes wurde erst 2017 eröffnet (0095-9-792989372, AC-DZ im Reihenbung. € 36, Bung. € 97).
•Ganz im Süden des Strandes bietet das »Maungmagan Beach Resort« Reihenbungalows mit Berg-bzw. Meerblick (0095-9-422201819, Bung. € 29 bzw. € 38, ÜF

Von den südlichen Stränden istSAN HLAN am schönsten gelegen. Und es gibt viel zu sehen. An die sichelförmige, durch zwei Hügel mit je einer Pagode begrenzte Bucht schmiegt sich eine Fischersiedlung. Holzboote dümpeln im Meer, auf Bambusgestellen werden Fische getrocknet. Zum Baden ist der südliche Teil geeignet.TIPP Zur Pagode Lek Khant Hill hochfahren und die grandiose Aussicht genießen.

Am unberührtenTIZIT BEACH gibt es kaum Schatten, dafür aber schneeweißen Sand und glasklares Wasser auf 2,5 km. Im Norden schließt sich das winzige Fischerdorf Paw La Mor mit zwei vorgelagerten Inseln an.

Die 1,5 km lange Strandsichel vonSIN HTAUK weiter im Süden bietet Badevergnügen und zudem eine Unterkunft direkt am feinsandigen Strand:

•»Sin Htauk Beach Bungalows« hat Holz-Bambus-Häuschen und ein Restaurant (www.sinhtauk-beachbungalows.com, Bungalow € 18, mit Bad € 27, mit Bad und Seaview € 33, ÜF).

Folgt man der Hauptstraße weiter gen Süden und biegt im Dorf Auk Kyauk Wap rechts ab, erreicht man nach einer kleinen Berg-und Talfahrt den Sandkasten von Dawei. Der fast 3 km lange, perlweißeGRANDFATHER BEACH (Po Po Kyauk) hätte selbst Robinson die Sprache verschlagen. Eine Unterkunft gibt’s hier nicht, dafür ein paar kleine Fischrestaurants.

Ein Tropen-Traum: Grandfather Beach


Fast am Zipfel der Halbinsel, am von viel Tropengrün eingebettetenPARADISE BEACH (San Sa Aw) mit Puderzuckersand und kristallklarem Wasser stehen zehn Bungalows aus Naturmaterialien:
•»Myanmar Paradise Beach Bungalows« (0095-9-49851256, www.myanmarparadise beach.com, Bung. mit Fan 1 Pers. € 25, 2 Pers. € 31, 3 Pers. € 40). Mit Restaurant. Deutscher Besitzer.

› GOLDENER FELSEN: Eine Frage der Balance

Nein, er stürzt nicht! 1.100 Meter über dem Meeresspiegel thront der Golden Rock an einer Felskante. Das sechs Meter hohe Heiligtum scheint jeden Augenblick in die Tiefe zu fallen – doch ein Haar des Religionsstifters Buddha soll den runden Koloss immer im Gleichgewicht halten. Neben der Shwedagon-Pagode und dem Mahamuni-Buddha gehört die Kyaikhtiyo-Pagode zu den drei religiösen Plätzen, die ein Burmese wenigstens einmal in seinem Leben aufsuchen sollte. Entsprechend viel Betrieb herrscht um den Goldenen Felsen. Zahlreiche kleine Restaurants und Stände bieten burmesische Gerichte an. Bei gutem Wetter hat man einen wunder-baren Ausblick. Wer etwas Zeit hat, sollte hier unbedingt eine Nacht verbringen. Die Stimmung am Abend und zum Sonnenaufgang wird sich für immer ins Gedächtnis einbrennen.

Der Goldene Felsen von Kyaikhtiyo gehört neben der Shwedagon-Pagode in Yangon und dem Mahamuni-Buddha in Mandalay zu den drei wichtigsten Pilgerstätten für buddhistische Burmesen


Übernachten

•••Die beste und gemütlichste Location ist das »Mountain Top Hotel« (0095-1-502479, www.mountaintop-hotel.com, EZ/DZ € 109 ÜF). Mit zwei Restaurants (Hauptspeisen ab € 3,50).

••Nur als Alternative für den Notfall: Die 150 Zimmer des »Kyaikhto Hotels«, teils mit schönem Ausblick auf die Berge, sind leider überteuert (0095-1-536003, www.kyaikhto hotel.com, DZ ab € 78 ÜF).

INFO MyanmarFläche: 676.578 qkm.Einwohner: 55 Mio..Hauptstadt: Naypyidaw.Religion: 88 % Buddhisten, 6 % Christen, 4 % Muslime.Zeit: im Winter + 5,5 Std..Netzspannung: 220/230 V (Adapter!)

EINREISE
Bei der Botschaft der Republik der Union Myanmar kostet das Touristenvisum € 40 und ist ab Ausstellungsdatum 90 Tage gültig (Antrag www.meberlin.com, 030-2061570). Seit 2014 werden auch eVisa ausgestellt (US$ 50, www.evisa.moip.gov.mm). Beide Visumarten gelten für einen Aufenthalt bis zu 28 Tagen.

GELD
Währung ist der Myanmarische Kyat. € 1 = 1.600 Kyat (Stand 6/2018). In den meisten Banken kann Geld gewechselt und an Geldautomaten mit Visa-und Mastercard abgehoben werden.

BESTE REISEZEIT
Beste Reisezeit ist von November bis März. In den Monaten April und Mai wird es heiß und von Juni bis Oktober fällt der meiste Regen.

REISE UND PREISE on Tour

Fürs Smartphone: QR-App downloaden, Code abfotografieren und Info-PDF aufs Handy herunterladen.


GESUNDHEIT
Keine Impfungen vorgeschrieben. Empfehlenswert ist Impfschutz gegen Tetanus, Polio, Diphtherie, Hepatitis, Typhus sowie eine Malaria-Prophylaxe. Rechtzeitig vor der Reise Tropenarzt konsultieren.

HANDY & INTERNET
Lokale SIM-Karten gibt es ab € 0,90. Kostenloses WLAN bieten viele Hotels und Gästehäuser an.

VERKEHRSMITTEL
Zug: Das marode Eisenbahnnetz müsste dringend erneuert werden. Von Yangon bis Dawei sind Teilabschnitte sehr holprig. Ticket Upper Class (kein AC) z. B. Ye–Dawei € 2,30, Yangon–Bago € 0,67, Bago–Kyaikhto € 0,76.
Verspätungen sind einzuplanen.Bus: etwa doppelt so teuer wie der Zug, aber bequemer. Auf langen Strecken fahren moderne AC-Busse (z. B. Yangon–Dawei, 630 km, ab € 15), auf kürzeren Busse ohne AC (Ye–Dawei, 160 km, € 3) und Minibusse (Ye–Dawei € 5,50)

UNTERKUNFT
Die Auswahl an passablen Unterkünften ist in den letzten Jahren gestiegen. Ein gutes AC-Zimmer kostet ab € 30, mehr Komfort gibt es ab € 60. In Yangon stehen für Budget-Traveller Hostelbetten schon ab € 6 zur Verfügung. Die im Text angegebenen Hotelpreise sind die Walk-in-Rates für die Saison ab November, inklusive Tax. Auf den Hotelwebsites werden oft höhere Preise verlangt, über Online-Agenturen bekommt man manche Hotels günstiger (genau auf die Zimmerkategorie achten!).

ESSEN UND TRINKEN
Es gibt viel Frittiertes und die Fleisch-und Fischcurrys werden in öliger Soße gekocht. Traditionell gibt es ein Curry nach Wahl, Gemüse, Salat, Chili-oder Fischpaste, klare Suppe und Reis (ab € 1,80/Pers.). Weit verbreitet sind chinesische, indische, thailändische und internationale Küche.

DAS KOSTET DER FLUG

Thai Airways hat super Flugzeiten und Preise (ab € 662).Emirates fliegt ab € 702 nach Yangon,Singapore Airlines ab € 670. MitCathay über Hongkong ab € 642. Wer von Bangkok aus fliegt, zahlt beiAir Asia vom Flughafen Don Mueang oneway ab € 24.
Flug ab € 642

Preise ermittelt über World-of-Flights.de

Getränkepreise: 0,5 l Wasser ab € 0,20, Softdrink ab € 0,30, große FlascheMyanmar Beer ab € 1,25 Flasche Wein ab € 9.

REISEFÜHRER
»Myanmar«, Stefan Loose Travel,Mairdumont 2017, € 24,99; Premium-Bildband des Autors Mario Weigt: »Myanmar«,Verlagshaus Würzburg/Stürtz , € 49,95.

NEBENKOSTENDas kostet der Urlaub Mindestausgaben bei einfachen bis mittleren Ansprüchen inkl. ½ DZTagesetat € 40